Qemu

Aus SicherheitsgrĂĽnden und um einen Komfort zu geniessen, besitze ich mehrere virtualisierte Betriebssysteme. FrĂĽher nahm ich dazu die „VirtualBox“ von „Oracel“. Doch da die Firmenpolitik von „Oracel“ mir nicht gefällt, habe ich mich seit längerem „qemu“ zu gewandt. Hier nun einige Erkenntnissen von mir.


Inhaltsverzeichnis
Grundsätzliches
Tastenkombinationen
qemu-monitor
Starten ĂĽber Icon
Links
Bilder


Grundsätzliches

  • qemu-Virtualisierungen laufen, wie auch die Betriebssysteme von „VirtualBox“, in einem eigenem Fenster.
  • Ăśber den qemu-Monitor, einer Spezialkonsole, sind zusätzliche Steuerungen während des laufenden Betriebes möglich.
  • Installationen und Laufwerke können ohne grafische Oberfläche erstellt werden.
  • Die Laufwerke können direkt mit einem Link, oder „Starter“, gebootet werden.
  • Es stehen aber auch einige GUIs zur VerfĂĽgung. Ich empfehle den „virt-manager“.
  • Tastenkombination lassen schnelles Arbeiten zu.

Tastenkombinationen

Virtualisierungsfenster
Strg + Alt + F Umschalten zwischen Fenster- auf Vollbildmodus
Strg + Alt Maus aus dem Virtualisierungsfenster holen
qemu-monitor
Strg + Alt + 2 Wechsel vom Virtualisierungsfenster in den qemu-monitor
Strg + Alt + 1 Wechsel vom qemu-monitor in das Virtualisierungsfenster

qemu-monitor
Beispiele von Eingaben

sendkey ctrl-alt-f1 auf die erste Konsole im Virtualisierungsfenster schalten
sendkey ctrl-alt-f2 auf die zweite Konsole im Virtualisierungsfenster schalten
sendkey ctrl-alt-f7 zurĂĽck auf die GUI im Virtualisierungsfenster schalten
screendump bild.ppm Erstellt ein Bildschirmfoto vom Virtualisierungsfenster im Verzeichnis wo das virtuelle Laufwerk liegt.

Starten ĂĽber Icon
Einfach ein Laufwerk, zum Beispiel auf den Schreibtisch, mit einer VerknĂĽpfung, bei Ubuntu heiĂźt das „Starter“, booten.


Den Starter könnte man so einrichten:
Beschreibung: Windows 10 starten
Befehl: qemu-system-x86_64 -enable-kvm -M q35 /home/mein-name/virtuelle-laufwerke/Windows10-64bit.vdi -cpu Opteron_G5 -smp 2 -m 2G -k de -vga qxl -display sdl,window_close=off
Arbeitsverzeichnis:/home/mein-name/virtuelle-laufwerke


Der Befehl im Einzelnem
qemu-system-x86_64
das Grundsystem der Virtualisierung, der Emulator

-enable-kvm
diese Option verbindet den Emulator mit dem Wirtssystem

-M q35
diese Option holt den modernen virtuellen Chipsatz „Q35“

/home/mein-name/virtuelle-laufwerke/Windows10-64bit.vdi
dieser Pfad holt beispielsweise ein von der VirtualBox geschaffenes Laufwerk in qemu

-cpu Opteron_G5
dies Option bestimmt die gewĂĽnschte CPU

-smp 2
Anzahl der CPU-Kerne, beachte das Wirtssystem

-m 2G
diese Option bestimmt 2 GB RAM fĂĽr die Virtualisierung, beachte das Wirtssystem

-k de
hiermit wird die deutsche Tastatur geladen

-vga qxl
QXL ist der Grafiktreiber

-display sdl,window_close=off
display sdl steht fĂĽr seperates grafisches Fenster und ,window_close=off bedeutet, das Fenster kann nicht geschlossen werden, also gegen unbeabsichtigtes abschieĂźen der Virtualisierung

Links
Hier sind weiterfĂĽhrende Links zum Thema. Aber Vorsicht, manche Einstellungen sind nicht fĂĽr x86 oder x64 CPUs und im gĂĽnstigstem Falle einfach nur wirkungslos.
https://wiki.ubuntuusers.de/QEMU/
https://wiki.ubuntuusers.de/KVM/
https://wiki.archlinux.org/index.php/QEMU
https://wiki.archlinux.de/title/QEMU#QEMU-Monitor
https://en.wikibooks.org/wiki/QEMU/Monitor
http://download.qemu-project.org/qemu-doc.html


Bilder

Wenn Microsoft Autos bauen wĂĽrde

Da Microsoft, in den mir zugänglichen Statistiken, immer weiter von seiner ehemals größten Ausdehnung auf unserem Globus verliert, schieb´ ich noch schnell einen seit Jahrzehnten bekannten Joke hinterher. Denn ist Microsoft nur noch wenigen bekannt, lacht es sich nicht so schön darüber.

Nach meiner Recherche ist hier offensichtlich diese Veröffentlichung dem Original am nächsten kommende „http://www.hcs.harvard.edu/pnw/microsoftjoke.htm„.
Denn alle weiteren Veröffentlichungen haben aus Freude oder Frust oder beides, noch einige Punkte dazu genommen, über die sich die jeweiligen Autoren wohl auch geärgert haben.


Inhaltsverzeichnis
Das Original
Die Ăśbersetzung
SpaĂź bei Seite


Das Original
„For all of us who feel only the deepest love and affection for the way computers have enhanced our lives, read on. At a recent computer expo (COMDEX), Bill Gates reportedly compared the computer industry with the auto industry and stated, „If GM had kept up with technology like the computer industry has, we would all be driving $25.00 cars that got 1,000 miles to the gallon.“

In response to Bill’s comments, General Motors issued a press release stating: If GM had developed technology like Microsoft, we would all be driving cars with the following characteristics:
1. For no reason whatsoever, your car would crash twice a day.
2. Every time they repainted the lines in the road, you would have to buy a new car.
3. Occasionally your car would die on the freeway for no reason. You would have to pull to the side of the road, close all of the windows, shut off the car, restart it, and reopen the windows before you could continue.
For some reason you would simply accept this.
4. Occasionally, executing a maneuver such as a left turn would cause your car to shut down and refuse to restart, in which case you would have to reinstall the engine.
5. Macintosh would make a car that was powered by the sun, was reliable, five times as fast and twice as easy to drive – but would run on only five percent of the roads.
6. The oil, water temperature, and alternator warning lights would all be replaced by a single „This Car Has Performed An Illegal Operation“ warning light.
7. The airbag system would ask „Are you sure?“ before deploying.
8. Occasionally, for no reason whatsoever, your car would lock you out and refuse to let you in until you simultaneously lifted the door handle, turned the key and grabbed hold of the radio antenna.
9. Every time a new car was introduced car buyers would have to learn how to drive all over again because none of the controls would operate in the same manner as the old car.
10. You’d have to press the „Start“ button to turn the engine off.“


Die Ăśbersetzung
Bei der Computermesse „Computer Dealer’s Exhibition“*, COMDEX, hat Bill Gates die Computer Industrie mit der Auto Industrie verglichen und das folgende Statement gegeben, „Wenn GENERAL MOTORS, mit der Technologie mitgehalten hätte wie die Computer Industrie, dann wĂĽrden wir heute alle 25 Dollar Autos fahren, die 1000 Meilen pro Gallone Sprit fahren wĂĽrden.“.

Als Antwort darauf veröffentlichte GENERAL MOTORS, angeblich von Mr. Welch selbst, eine Presseerklärung mit folgendem Inhalt: „Wenn GENERAL MOTORS eine Technologie wie Microsoft entwickelt hätte, dann würden wir heute alle Autos mit folgenden Eigenschaften fahren:

1. Ihr Auto wĂĽrde ohne erkennbaren Grund zweimal am Tag einen Unfall haben.
2. Jedes mal, wenn die Linie auf der StraĂźe neu gezeichnet wĂĽrden, mĂĽsste man ein neues Auto kaufen.
3. Gelegentlich wĂĽrde ein Auto ohne erkennbaren Grund auf der Autobahn einfach ausgehen und man wĂĽrde es akzeptieren, neu starten und weiterfahren.
4. Wen man bestimmte Manöver durchfahren würde, wie beispielsweise eine Linkskurve, würde das Auto einfach ausgehen und sich weigern, neu zu starten. Man müsste dann den Motor neu Installieren.
5. Macintosch würde Autos herstellen, die mit Sonnenenergie fahren, zuverlässig laufen, fünfmal so schnell und zweimal so leicht zu fahren währen, aber sie würden nur auf 5% der Straßen fahren.
6. Die Kontrollleuchten und die Warnlampe für Temperatur und Batterie würden durch eine „Genereller Auto Fehler“ –Warnlampe ersetzt.
7. Das Airbag System würde „Sind Sie sicher ?“ fragen bevor es auslöst.
8. Gelegentlich würde das Auto Sie ohne jeden erkennbaren Grund aussperren. Sie könnten nur mit einem Trick wieder aufschließen, und zwar müsste man gleichzeitig den Türgriff ziehen, den Schlüssel drehen und mit der Hand an die Radioantenne fassen.
9. Immer dann, wenn ein neues Auto von GM vorgestellt werden wĂĽrde, mĂĽssten alle Autofahrer das Autofahren neu erlernen, weil keiner der Bedienhebel genau so funktionieren wĂĽrde, wie in den alten Autos.
10. Man müsste den „START“-Knopf drücken, um den Motor auszuschalten.“.

*Korrektur des Orignals


SpaĂź bei Seite
Es könnte auch so kommen, in 12 Jahren gibt es tatsächlich Automobile die 3,8 Liter auf 1.600 Kilometer verbrauchen, aber es gibt kein „Microsoft“ aus Redmond mehr.

timbernet-Software in Wine installieren

Windows, Anwendungsprogramme mit Dateiendung *.exe unter Linux


Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Voraussetzungen
3. Reihenfolge der Installationen
4. Download-Adressen
5. Screenshots


1. Vorwort

Am Beispiel von „timbernet“ erläutere ich die Installation unter Linux von Windows-Anwendungsprogrammen, erkennbar an der Dateiendung „.exe“.
Das Fazit vorab; die gesamte Installation verlief ohne Probleme und „timbernet“ war sofort einsatzbereit.

2. Voraussetzungen

2.1 Betriebssystem

Als Grundkonfiguration habe ich das folgende Szenario auf „Xubuntu 16.04.2 LTS“ und auch auf „Xubuntu 17.04“ getestet.

2.2 Hardware

  • CPU 1x 64 Bit
  • RAM 1 GB DDR3
  • SSD 8 GB
  • VGA 16 MB

2.3 Windows-Laufzeitumgebung

„wine 1.6“ und „wine-devel 1.9“ aus den Repositorien von Ubuntu waren leider unbenutzbar, da sie einige Jahre der neuen Versionen von 2.0 / 2.2, hinter her waren, und somit den AnsprĂĽchen von neuerer Windowssoftware nicht gerecht wurden. Daher holte ich die Entwickler-Version, hier auch „Development branch“ direkt von der Webseite „https://wiki.winehq.org/Ubuntu

2.4 Timbernet-Software

Die Timbernet-Software als Demoversion, das ist auch die reguläre Installations-Software, gibt es unter http://www.timbernet.de/html/download.php. Ich konnte nur „timberNet Softwaresystem Forst 10“ auswählen, da der Download der Version 9 beschädigt ist.
Bitte beachte, dass auch unter Tools die Visual FoxPro-Laufzeitumgebung benötigt wird, hier auch „VFP 9 Runtime-Setup“.

3. Reihenfolge der Installationen

  1. Zuerst sollte das Betriebssystem installiert sein. Besonderheiten sind nicht zu beachten.
  2. Danach erfolgt die Installation von „wine“ mit dem Terminal. Dauer je nach Internet-Geschwindigkeit etwa 5 Minuten.
    sudo dpkg --add-architecture i386
    sudo add-apt-repository ppa:wine/wine-builds
    sudo apt update
    sudo apt install --install-recommends winehq-devel
  3. Nun wird „Visual FoxPro“ mit Hilfe von „wine“, beziehungsweise im KontextmenĂĽ mit „Mit „Wine Windows-Programmstarter“ öffnen“ installiert. Die Datei hat den Namen „VFP9SP2RuntimeSetup.exe“ und ist 12,1 MB (12,8 MB) groĂź. Bitte den Installationsanweisungen folgen und wenigstens einen Benutzernamen eingeben. Achtung; fehlende Pakete, wie das Wine-Gecko-Paket, werden nach installiert und benötigen nur die Bestätigung, wie Klick auf den Schalter „Installieren“.
  4. Und zum Schluss wird nun endlich „timbernet“, die Datei heiĂźt „TnSetup.exe“ mit 57,1 MB (59,8 MB), ebenso installiert. Bitte den Installationsanweisungen folgen.

Die gesamte Download- und Installationszeit beträgt etwa 10 Minuten, auf einem bestehendem Betriebssystem.

4. Download-Adressen

Zur besseren Ăśbersicht nochmal alle Download-Adressen in einer Tabelle.

Xubuntu 16.04.2 LTS http://cdimage.ubuntu.com/xubuntu/releases/16.04.2/release/xubuntu-16.04.2-desktop-amd64.iso
Xubuntu 17.04 http://cdimage.ubuntu.com/xubuntu/daily-live/current/zesty-desktop-amd64.iso
Wine 2.2 Entwicklerversion https://wiki.winehq.org/Ubuntu
„Visual FoxPro“ + „timbernet“ http://www.timbernet.de/html/download.php

5. Screenshots


Hier das Video dazu.

Ubuntu „Hardware Enablement Stack“, HWE, nachträgliche Installation

Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Point-Release installieren
3. Hardware aktualisieren
4. PrĂĽfung der Aktualisierung
5. Hinweis
6. Quellen


1. Vorwort

Diese Woche erschien das zweite Point Release von Ubuntu 16.04 LTS, also 16.04.2 LTS.
Doch wer glaubt, damit wirklich den aktuellen Stand von der Ausgabe 16.04 von „Canonical“, die Firma hinter „Ubuntu“, zu erhalten, wird getäuscht. Denn den neuen „Hardware Enablement Stack“, auch HWE, bekommt man nicht. Doch nun folgt die Anleitung die neuen Treiber manuell zu installieren.

2. Point-Release installieren

Entweder mit Terminaleingabe:
sudo apt list --upgradable && apt update && apt upgrade && apt dist-upgrade && dpkg --configure -a && apt install -f
Mit dieser Eingabe werden unter anderem auch gleich Abhängigkeiten aufgelöst.

Oder mit diesem Script aus dem Beitrag „Debian mit Komfort“.

3. Hardware aktualisieren

Aber alles wird gut, nun kommt hier die einfache Terminaleingabe um auch die Hardwaretreiber auf den neuesten Stand zu setzen:
sudo apt-get install --install-recommends xserver-xorg-hwe-16.04
Es soll damit ein fortschreitender Hardware-Aktualisierungsprozess gestartet werden, genannt „Rolling LTS Enablement Stack“.

4. PrĂĽfung der Aktualisierung

Die PrĂĽfung fĂĽr das Point Release sollte folgende Ausgabe erzeugen:
uname -a
Linux Ubuntu 4.8.0-36-generic #36~16.04.1-Ubuntu SMP Sun Feb 5 09:39:57 UTC 2017 x86_64 x86_64 x86_64 GNU/Linux

Die PrĂĽfung fĂĽr die „OpenGL“-Treiber sollte das ergeben:
glxinfo | grep "OpenGL version"
OpenGL version string: 3.0 Mesa 12.0.6

5. Hinweis

FĂĽr solche Aktualisierung sollte nicht das Terminal sondern die Konsole genutzt werden.
Mit Strg+Alt+F1 bis Strg+Alt+F6 wird die Konsole aktiviert und mit Strg+Alt+F7 kehrt man zum Desktop zurĂĽck.

6. Quellen

https://wiki.ubuntu.com/Kernel/LTSEnablementStack
https://wiki.ubuntu.com/Kernel/RollingLTSEnablementStack

Debian mit Komfort

Testing, Xfce, sudo, Rolling Release, einfaches Update


Inhaltsverzeichnis
 1. Vorwort
 2. Grundlagen
 3. Installation
 4. Konfiguration
 5. Autologin
 6. su und sudo
 7. Wichtige Programme installieren
 8. Rolling Release
 9. Einfaches Update und Upgrade
10. Zusammenfassung
11. Updates diese Beitrages


1. Vorwort

Dieser Beitrag beschäftigt sich damit „Debian GNU/Linux“ komfortabel, ähnlich wie „Ubuntu“ oder „Linux Mint“, zu gestalten und trotzdem mit einer höheren Effizienz zu arbeiten. Debian wirkt etwas ungelenk, obwohl es vom Ansatz her, die moralische Instanz aller Linux-Distributionen ist. Mit diesem Beitrag möchte ich etwas Geschmeidigkeit und mehr Alltagstauglichkeit erzeugen.

2. Grundlagen

Zu Beginn empfehle ich die „Testing“-Variante von Debian zu installieren mit dem „Xfce“-Desktop. Hier eine gekürzte Übersicht der Debian-Veröffentlichungen.

2.1. Testing

heißt immer aktuelle Software und aktuellen Linux-Kernel in einer schon geprüften Umgebung. Denn bevor Debian etwas in die Veröffentlichungsvariante „Testing“ entlässt, hat es schon die zweimalige Beobachtung überstanden. Zuerst kommen neue Programmpakete in die Veröffentlichungsvariante „Experimental“ und wenn bestanden geht’s weiter in „Unstable“, nun erst kommen die erfolgreich getesteten Pakete in „Testing“ an.
Nur dringende und sehr wichtige sowie als sicher bekannte Pakete gelangen gleich nach „Testing“ oder gar bis „Stable“, was aber nur in Notfällen zu beobachten ist.

2.2. Xfce

Diese Desktopumgebung ist eine vollwertige freie Desktopumgebung für Linux, Unix und BSD, so wie „Gnome“ und „KDE“ auch. Der Vorteil von Xfce ist die Einfachheit und geringe Ressourcenbindung. Außerdem ist die von Windows bekannte Taskleiste und Desktop sehr ähnlich zu der Leiste1 und dem Desktop von Xfce, also umsteigerfreundlich. Zudem ist Xfce ist in „C“ geschrieben, was eine besondere Stabilität verspricht.
Für mich ist Xfce das Arbeitstier schlechthin, es ist einfach und schnell zu bedienen und hält einem während der Arbeit nicht mit Schnickschnack auf.

3. Installation

Wer SSD-Festplatten nutzt, kann während der Installation auf die Swap-Partition verzichten, denn diese hat nur bei mechanischen Festplatten Sinn. Die Installation selber, habe ich schon im Beitrag „Debian – die Installation“ beschrieben.

3.1. Der erste Start von Debian-Testing


Gleich nachdem man sich mit seinem selbst gewähltem Benutzernamen und seinem selbst gewählten Passwort angemeldet hat erscheint ein erstes Fenster mit der Aufforderung sich für eine Xfce-Leisten-Einstellung zu entscheiden. Es stehen zur Verfügung „Standardeinstellungen benutzen“ oder „Eine leere Leiste“. Der Einfachheit halber sollte die Wahl auf „Standardeinstellungen benutzen“ fallen. Jetzt ist der Desktop im Xfce-Original-Zustand.

4. Konfiguration

4.1. Ergonomie


Überprüfen der realen Auflösung des Bildschirms und der Systemeinstellung „Anzeige“. Denn nur eine übereinstimmende Auflösung ergibt ein wirklichkeitsnahes Bild mit richtig skalierter Schrift.

5. Autologin

Für einen Einzelarbeitsplatz unter Kontrolle kann auch das Autologin aktiviert werden. Also beim Start des Computers fährt dieser dann bis zum Desktop des jeweiligen Benutzers hoch.
Terminal
su
Passworteingabe fĂĽr root
mousepad

Im „Mousepad“ unter Menüpunkt “Datei“ die Datei „/etc/lightdm/lightdm.conf“ öffnen. Dort diese Textstelle suchen:
#autologin-user=
#autologin-user-timeout=0

und diese Textstelle ändern in:
autologin-user=Mein-Benutzername
autologin-user-timeout=0

speichern und „Mousepad“ sowie Terminal schließen.

6. su und sudo

Die unter Debian getroffene Entscheidung „su“ also den echten root-Benutzer zu nutzen um kleine administrative Aufgaben zu erledigen ist meiner Meinung nach zu kurz gesprungen. Denn erstens werden Betriebssysteme meist als Desktop und nicht als Server-Systeme betrieben und zweitens benötigt ein Desktop-Benutzer nicht die volle Kraft von root. Außerdem kann auch das System beim „ausprobieren“ zerstört werden und im schlimmsten Fall kann man sogar die Hardware beschädigen. Und so erfolgt die Umstellungen eines normalen, also eingeschränktem Debian-Benutzerkonto, zu einem Debian-Benutzerkonto mit sudo-Rechten.
Terminal
su
Passworteingabe fĂĽr root
apt install sudo
gpasswd -a Mein-Benutzername sudo

Ab jetzt kann mit einer Auswahl von Befehlen, ausreichenden zum Administrieren des Betriebssystems, vom normalen Benutzer ausgefĂĽhrt werden.

7. Wichtige Programme installieren

7.1. Vorinstallierte Programme

Die meisten der Alltagsprogramm sind schon installiert, wie

  • Dokumentenbetrachter, unter anderem als PDF-Viewer
  • Firefox
  • Gimp
  • LibreOffice
  • Mousepad, der Editor
  • Ristretto, der Bildbetrachter
  • Synaptic
  • VLC-Mediaplayer
  • Xfburn, das CD- und DVD-Brennprogramm
  • Xfce-Terminal
  • Xsane, das Scannerprogramm

AuĂźerdem sind noch vorinstalliert:

  • Bildschirmfoto, erstellt Screenshots
  • Taskmanager
  • Thunar, der Dateimanager

7.2. Installation von empfohlenen Programmen

Die Installationen erfolgen ab jetzt mit sudo-Rechten.

a) Thunderbird, der E-Mail-Client

„Thunderbird“ heißt unter Debian „Icedove“ und ist außer Name und Logo zu 100% identisch. Siehe dazu das Update.
Terminal
sudo apt install icedove
Passworteingabe fĂĽr Mein-Benutzername

Die deutsche Anwendungssprache kann installiert werden mit:
sudo apt install icedove-l10n-de
Passworteingabe fĂĽr Mein-Benutzername

FĂĽr Firefox ESR, ESR steht fĂĽr LangzeitunterstĂĽtzung, die deutsche Anwendungssprache installieren geht ebenso:
sudo apt install firefox-esr-l10n-de
Passworteingabe fĂĽr Mein-Benutzername

Oder man nutzt „Synaptic“ fĂĽr die Installation, sofern das Terminal abschreckt, dann siehe nächsten Punkt 7.3. a) Synaptic.

7.3. Installation von Systemprogrammen

a) Synaptic

Für viele Linuxbenutzern ist „Synaptic“ die beste grafische Oberfläche für Installationen und Programmsuche.
Terminal
sudo apt install synaptic
Passworteingabe fĂĽr Mein-Benutzername

b) Bleachbit

Zudem empfehle ich „Bleachbit“, die Reinigungsfachkraft, damit reinigt man das Betriebssystem und im Autostart kann es nach jedem Start ein frisches System ohne Altlasten bieten.
Terminal
sudo apt install bleachbit
Passworteingabe fĂĽr Mein-Benutzername

Einstellungen von Bleachbit
Beim ersten Start von Bleachbit erscheint der Einstellungsdialog. Hier meine empfohlenen Einstellungen. Bleachbit
Daten die von Bleachbit nicht gelöscht werden sollten
1. Arbeitsspeicher, noch nicht ausgereift
2. Freier Speicherplatz, dauert zu lange und ist unnötig und
3. Lokalisierungen, alle Sprachen außer English werden gelöscht.

c) Grsync

ist ein grafisches Frontend zu „rsync“ und ist ein Werkzeug für fein einzustellende Backup-Arbeiten.
Terminal
sudo apt install grsync
Passworteingabe fĂĽr Mein-Benutzername

Ausnahmen werden im Anwendungsfenster unter „Erweiterte Optionen“ eingetragen. Hier ein Beispiel:
--exclude=/.config/catfish/

8. Rolling Release

Das wirklich spannende bei Debian-Testing ist, das man es als „Rolling Release“ einstellen kann, also ein immer während aktuelles System auf die gesamte Lebenszeit des Computers oder auch des Benutzers.

8.1. Paketquellen

Mit Hilfe von „Synaptic“ kann man die Packetquellen so einrichten, das immer die Pakete von „testing“ bezogen werden.
Vorgehensweise: „Synaptic“ öffnen → Menü „Einstellungen“ → Submenü „Paketquellen“
Nur die beiden dargestellten Paketquellen werden benötigt.
Paketquellen1 Paketquellen2

8.2. Weitere Einstellungen

„Synaptic“ öffnen → Menü „Einstellungen“ → Submenü „Preferences“ → Tab „Distribution“

9. Einfaches Update und Upgrade

FĂĽr das einfache Updaten kann man ein Script erstellen, das alle update-Befehle und upgrade-Befehle mit anschlieĂźender Bereinigung vornimmt.

  1. eine leere Textdatei erstellen mit Namen „all-update“
  2. Datei in das Homeverzeichnis legen, also unter „/home/Mein-Benutzername/all-update“
  3. Inhalt des Script:
    #!/bin/bash
    # Author: Frank Rosenberger
    # Copyright (C) 2017 Frank Rosenberger
    # Date: 2017-01-31
    # Script Name: all-update
    # Version: 0.1
    # Description: update and upgrade debian
    # Written by Frank Rosenberger
    if apt list --upgradable && apt update && apt upgrade && apt dist-upgrade && dpkg --configure -a && apt install -f && apt clean && apt autoremove && apt autoremove --purge
    then
    echo $(basename './all-update' .sh) "successful"
    else
    echo $(basename './all-update' .sh) "error!"
    exit 1
    fi
    echo "end"
  4. Script mit KontextmenĂĽ-Eintrag „Eigenschaften“ und Reiter „Zugriffsrechte“ berechtigen mit Häckchen fĂĽr „Datei darf als Programm gestartet werden“.
    Oder im Terminal
    chmod a+rx all-update
  5. täglich 1x Aufrufen des Scripts mit:
    Terminal
    sudo ./all-update
    Passworteingabe fĂĽr Mein-Benutzername

    Ja, man könnte diese Script automatisiert laufen lassen, aber diese letzte Kontrolle sollte beim Benutzer verbleiben, damit angebotene Optionen oder Reparaturen auch gelesen werden.

10. Zusammenfassung

Hier eine Ăśbersicht ĂĽber die komfortable, effiziente und sichere Arbeitsweise mit Debian GNU/Linux.

  1. Die Testing-Variante ist sicher und mit aktueller Software und neuem Kernel gefĂĽllt.
  2. Der Xfce-Desktop, das Arbeitstier in vertrauter Umgebung ohne Ablenkung.
  3. Eine Installation ohne Swap ist auf einer SSD sogar schneller und bringt mehr Speicherplatz.
  4. su oder sudo, allgemeine administrative Rechte schnell bekommen.
  5. Wichtige Programme zur Selbsthilfe, alle mit grafischer Schnittstelle.
  6. Rolling Release, das immer aktuelle Betriebssystem auf Lebenszeit.
  7. Einfaches Update und Upgrade der Distribution mit Script „all-update“.

Updates diese Beitrages

Update am 2017-02-18

  • „Icedove“ ist in „Debian Experimental“ als „Thunderbird zurĂĽckgekehrt.
  • Im Script fehlte ein Zeilenumbruch, korrigiert.
  • Das Script ausfĂĽhrbar machen, korrigiert.

Welche Linux-Distribution – die Lösung

Inhaltsverzeichnis
1. Exot oder Mainstream
2. Desktop
3. Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit
4. Lösungen


1. Exot oder Mainstream

Zuerst stellt sich die Frage ob eine exotische Distro gegennüber dem Mainstream bevorzugt wird. Generell haben verbreitete Distros mehr Online-Hilfen und Foren für Problemlösungen. Die 9 gesuchtesten Distros sind nach http://distrowatch.com/ in den letzten 6 Monaten:

Rang Name Paketmanager*
1. Mint deb
2. Debian deb
3. Ubuntu deb
4. openSUSE rpm
5. Manjaro pacman
6. elementary deb
7. Fedora rpm
8. Zorin deb
9. CentOS rpm

* Paketmanager

deb, der Debian Package Manager
rpm, der RedHat Package Manager
pacman, der Arch-Linux-Paketmanager

Der Debian Package Manager ist der verbreiteste seiner Art, also kann man hier die höchste Anzahl von Software erwarten.
Die Umfrage vom 3. Juli 2015 auf Pro-Linux.de, http://www.pro-linux.de/umfragen/2/269/welche-distribution-setzen-sie-bevorzugt-auf-dem-desktop-ein.html, zeigt das die Debian-basierende Distros mit 25% und 29% zusammen 54% die beliebteste Distros sind.


2. Desktop

Die populärsten Desktop-Maschinen sind wohl, hier alphabetisch gelistet:

  • Cinnamon
  • Enlightenment
  • Gnome 3
  • KDE / Plasma
  • LXDE
  • Mate
  • Xfce
  • Unity

Trotz großen KDE-Gemeinschaften und Gnome-Gemeinschaften im lauten Internet, scheint der Xfce-Desktop der beliebteste zu sein, womöglich weil er geradezu als Arbeitstier ausgelegt ist, siehe http://www.pro-linux.de/umfragen/2/300/welchen-desktop-nutzen-sie-%C3%BCberwiegend.html.
Gnome ist eine schmucke Oberfläche mit einigen Gefälligkeiten und KDE ist wohl der Desktop der am meisten über grafische Tools konfiguriert und angepasst werden kann.


3. Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit

LinuxMint
In der Benutzerfreundlichkeit wird Linux Mint sehr oft lobend erwähnt. Doch haben SicherheitslĂĽcken innerhalb der Software, siehe Youtube-Kanal „TheRegRunner“ unter https://www.youtube.com/user/TheRegRunner, und problembehaftete Linux-Mint-Distro-Downloads das Vertrauen geschmälert.

Debian
Debian wirkt insgesamt sehr kantig und bietet bei der Standardinstallation reduntante Programme. Dafür ist es die sicherste Distribution der hier vorgestellten. Der Entwicklerzweig Testing bietet auch schon einen hohen Sicherheitsgrad und hat zusätzlich neueste Software an Bord.

Ubuntu
oder besser seine eigenen Derivate, bieten einen Mix von Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit. AuĂźerdem sind verlässliche Veröffentlichungen zu erwarten mit einem zweijährigen LTS-Zyklus. Ubuntu selbst nutzt den eigenen Desktop „Unity“, dieser wirkt unreif und nicht gerade professionell. Besser sind da wohl Xubuntu mit dem Xfce-Desktop, Ubuntu-Gnome mit dem Gnome3-Desktop, Kubuntu mit KDE-Desktop oder der sogenannte win­dows­ein­steiger­freund­liche MATE-Desktop.

Fedora und CentOS
Fedora ist das Experimentierfeld fĂĽr die „Red Hat Enterprise Linux“ Distribution, daher sind erwartungsgemäß auch Unzulänglichkeiten zu erwarten. CentOS dagegen ist der freie Klon von „Red Hat Enterprise Linux“ und gilt als eine sehr stabile Linux-Distro.

Manjaro
Manjaro, das grafische Arch-Linux, ist nicht für den beruflichen Alltag zu empfehlen, da meine Erfahrung zeigen, wenn man alle Möglichkeiten, die grafisch angeboten werden, nutzt, kann es zu Problemen kommen. Dafür ist es aber eine hervorragende Spielwiese, denn es kann zum Beispiel ohne weiteres immer der neueste Linux-Kernel installiert werden. Außerdem wirkt der Standard-Desktop von Xfce sehr homogen.


4. Lösungen

Lösung für viele Menschen
Die benutzerfreundlichen und sicheren Ubuntu-Derivate sind sowohl für Betriebssystemumsteiger, für Anfänger und auch für professionelle Nutzer zu empfehlen. Hier das deutsche Portal unter https://wiki.ubuntuusers.de/Downloads/.
Auch die Testing-Versionen von Debian bietet dieselbe Sicherheit und unbestreitbar die neuesten Software-Versionen, siehe http://cdimage.debian.org/mirror/cdimage/daily-builds/daily/current/.

Lösung kostenlos für Windowsumsteiger
FĂĽr Windowsumsteiger die mehr Wert auf Effekte und Benutzerfreundlichkeit legen, aber weniger auf Sicherheit achten, ist Linux Mint zu empfehlen.

Lösung kostenpflichtig für Windowsumsteiger
Der Distributor von Zorin, auf https://zorinos.com/, behauptet von sich selber die beste Möglichkeit für Windows-Umsteiger und MacOS-Umsteiger anzubieten. Wer Zeit hat, kann dies Aussage testen, auch gern kostenpflichtig, so wie unter Windows gewohnt.

Lösung für Sicherheitsbewußte
Für sicherheitsbewusste Nutzer können Debian und CentOS empfohlen werden.

Lösung für Fans der Kommandozeile, CLI
Das ursprünglichste Linux, also mit Unix-Charme, ist Slackware, natürlich ohne grafische Oberfläche. Trotzdem kann ein Desktop nachträglich installiert werden, viel Spass. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Slackware. Slackware kann nur für Puristen, Entwickler und Linuxer mit viel Engagement empfohlen werden.

WordPress hängt sich auf im Wartungsmodus

Problem
Wie im vorherigem Beitrag ein eher seltenes Problem. Wenn ein Plugin nicht aktualisiert wird oder aus anderen GrĂĽnden der Wartungsmodus sich nicht selbst ausschaltet.

Lösung
Mit FTP auf das Wurzelverzeichnis von der WordPress-Installation gehen und die versteckte Datei, erkennbar am fĂĽhrenden Punkt, .maintenance löschen. Nicht vergessen sich die versteckten Dateien anzeigen lassen, meist im MenĂĽ „Ansicht“ des FTP-Programms zu finden.

WordPress manuell aktualisieren

Problem
Das automatische Update wird von wp-admin/update-core.php verwaltet.
Trotzdem kommt auch ein solch mehrfach geprĂĽftes und gefixtes CMS mal ins Stolpern.
Die Fehlermeldungen können sein

  • Die Datei konnte nicht kopiert werden.

Lösung
Hier nun ein die Lösung um in jedem Fall ein aktuelles WordPress auf seinem Webspace zu nutzen.

  1. Wenn noch möglich, ein Backup der Inhalte und der Datenbank vornehmen, auch wenn es sich im Nachhinein als überflüssig herausstellt.
  2. Download der deutschen Version von WordPress ĂĽber https://de.wordpress.org/txt-download/.
  3. Entpacken der Zip-Datei, es wird ein Verzeichnis „wordpress“ erstellt.
  4. Aus diesem dekomprimiertem Verzeichnis das Unterverzeichnis wp-content löschen.
  5. Mit dem FTP auf den bisherigen Webspace zugreifen und auĂźer
    • dem Verzeichnis wp-content und
    • den Dateien .htaccess und wp-config.php

    die gesamte WordPress-Installation löschen.

  6. Nun die neuen Verzeichnisse und Dateien aus dem dekomprimiertem Verzeichnis auf den Webspace hochladen.

WordPress missachtet W3C-Standards


Inhaltsverzeichnis

  1. Heute am Beispiel des Unterstrich von Hyperlinks, auch Selektor „a“
  2. Die Normung von HTML5 und CSS3 sind groĂźe Erleichterungen
  3. WordPress und die Ehrlichkeit
  4. Noch Open Source Software oder doch nicht mehr zu empfehlen
  5. Beispiel der Deklarationen „outline“ und „border“

Immer wieder werden von „WordPress“ bewährte Standards missachtet. Hier im Theme „Twenty Sixteen“ von WordPress.org.


Heute am Beispiel des Unterstrich von Hyperlinks, auch Selektor „a“
Das CSS, Cascading Style Sheets, gibt dem Inhalt das Aussehen. Diese Trennung ist vom W3C, World Wide Web Consortium, auch genauso gewollt. Das CSS gibt es mittlerweile in der 3. Version und deckt fĂĽr die meisten Webdesigner auch gefĂĽhlte 99% der gewĂĽnschten Funktionen ab.


Die Normung von HTML5 und CSS3 sind groĂźe Erleichterungen
Wird ein Link gesetzt, so wird dieser sofort ohne weitere Layout-Einstellungen in der Farbe Blau und mit Unterstrich dargestellt. AuĂźerdem bekommt der Mauszeiger die Form des Pointers zugewiesen. Das sind die 3 Standards die in jedem HTML-Dokument fĂĽr Hyperlinks schon vordefiniert sind. Der Unterstrich wird dabei von der Deklaration „text-decoration“ mit dem Wert „underline“ dargestellt.
Dieser Standard soll gewährleisten, das nachfolgende Arbeiten an der Webseite und seinem CSS, ohne weiteren Aufwand und von jedem anderem Bearbeiter fortgesetzt werden können. Denn das schlussendliche Werk, für das ein Webdesigner bezahlt wird, gehört dem Kunden.


WordPress und die Ehrlichkeit
Jetzt das Aber, aber warum versuchen Webdesigner diese Standards mit nicht konformen Winkelzügen auszuhebeln? Das bleibt wohl deren Geheimnis. Das es getan wird, das ist zweifellos Tatsache. Doch das es bei den empfohlenen und von der eigenen Plattform verbreitete Themes von WordPress sind, das ist ärgerlich und widerspricht auch dem Gedanken von Open Source Software, nämlich der Nichtdiskriminierung, und dem wichtigstem Designprinzip, dem KISS-Prinzip.

In verschieden Themes, die von WordPress vertrieben werden, sind mir solche nicht standardkonformen Deklarationen von Elementen vorgekommen und sie ärgern mich so sehr das ich nun einen Beitrag zum WordPress Standart-Theme „Twenty Sixteen“ schreibe. Denn hier wird der Unterstrich von Links erstellt mit „box-shadow: 0 1px 0 0 currentColor;“.

Versucht nun jemand diesen Unterstrich zu ändern oder zu entfernen wird er nicht fĂĽndig mit der Suche nach „text-decoration“. Bei einem anderem Theme von WordPress wird der Unterstrich mit „border-bottom“ erstellt, das zu dem selbem Ă„rger beim Webdesigner fĂĽhrt.


Noch Open Source Software oder doch nicht mehr zu empfehlen
Jetzt stellt sich mir die Frage, sind diese Themes denn dann ĂĽberhaupt noch Open Source Software und wenn nicht, dann sind diese auch nicht mehr zu empfehlen!

Beispiele
standardkonformer Hyperlink der W3C-Empfehlung
Hyperlink mit „border-bottom“
Hyperlink mit „box-shadow“
Es sind keine Unterschiede zu erkennen, genau das ist die fatale Situation, vor dem der Webdesigner steht. Zudem sind in dem Theme „Twenty Sixteen“ 6(sechs) CSS-Dateien mit 53kB, das entspricht etwa 9000 Wörter, da ist die Suche nach der entsprechenden Deklarationen schon sehr schwer.


Beispiel der Deklarationen „outline“ und „border“
Hier liegt kein Fehler vor, nur scheint „outline“ doch sehr redundant zu sein. Die Deklaration „outline“ ist ohne sie zu kennen nicht gleich von „border“ zu unterscheiden. Der Unterschied liegt darin, „border“ legt sich zuerst um den Inhalt und „outline“ beinhaltet „border“ und den Content. Aber einzeln gesetzt, ist „outline“ nicht von „border“ zu unterscheiden.

Hyperlink mit „border“
Hyperlink mit „outline“
Hyperlink mit blauer gepunkteter Linie fĂĽr „outline“ und roter Linie fĂĽr „border“

Lokales Netzwerk

Inhaltsverzeichnis


Ermitteln der eigene IP-Adresse und Schnittstelle mit

  • „ifconfig“,
  • identisch mit „netstat -ei“ oder
  • eine ähnlische Ausgabe mit „ip addr“.
test@test:~$ ifconfig
enp0s3: flags=4163  mtu 1500
	inet 10.0.2.15
	netmask 255.255.255.0
	broadcast 10.0.2.255
	inet6 fe80::a00:27ff:fe87:5d94
	[weitere Ausgabe]

In diesem Fall

  • heiĂźt die Schnittstelle „enp0s3“,
  • besitzt die IP-Adresse der IP-Protokollversion 4 „10.0.2.15“,
  • besitzt die IP-Adresse der Version 6 „fe80::a00:27ff:fe87:5d94“ und
  • den MTU-Filter „1500“

Ermitteln der Router-Hardware mit „route“

test@test:~$ route
Kernel-IP-Routentabelle
Ziel     Router  Genmask       Flags Metric Ref Use Iface
default  wrt	 0.0.0.0       UG    100    0   0 enp0s3
10.0.2.0 0.0.0.0 255.255.255.0 U     100    0   0 enp0s3

Router heist „wrt“ erkennbar am „G“-Flag fĂĽr „Gateway“.


Ermitteln des Router-Alias mit „route|grep default| awk ‚{print $2}‘

test@test:~$ route|grep default| awk '{print $2}'
wrt

Dieser Befehl kann schon eingebaut werden, wie beispielsweise in eine „.conkyrc“.


Ermitteln der Router-Adresse mit „route -n“ oder „netstat -r -n“

test@test:~$ route -n
Kernel-IP-Routentabelle
Ziel      Router       Genmask         Flags Metric Ref Use Iface
0.0.0.0   10.0.2.2     0.0.0.0         UG    100    0     0 enp0s3
10.0.2.0  0.0.0.0      255.255.255.0   U     100    0     0 enp0s3

Die Router- IP-Adresse lautet „10.0.2.2“ erkennbar am „G“-Flag.


Ermitteln der aktiven Internetverbindungen mit „netstat“

test@test:~$ netstat
Aktive Internetverbindungen (ohne Server)
Proto Recv-Q Send-Q Local Address           Foreign Address         State      
Aktive Sockets in der UNIX-Domäne (ohne Server)
Proto RefCnt Flags Type  State     I-Node   Pfad
unix  2   [ ]   DGRAM              14641 /run/user/1000/systemd/notify
unix  3   [ ]   DGRAM              8854  /run/systemd/notify
unix  2   [ ]   DGRAM              8856  /run/systemd/cgroups-agent
unix  14  [ ]   DGRAM              8863  /run/systemd/journal/dev-log
unix  2   [ ]   DGRAM              8871  /run/systemd/journal/syslog
unix  6   [ ]   DGRAM              8875  /run/systemd/journal/socket
unix  3   [ ]   STREAM  VERBUNDEN  15354    
unix  3   [ ]   STREAM  VERBUNDEN  15337    
unix  3   [ ]   STREAM  VERBUNDEN  14440    
[weitere Ausgabe]