Ransom und Backup

Aus meiner Sicht gibt es mehrere Schutzmaßnahmen gegenüber Verschlüsselungssoftware von Erpressern. Doch nur in ihrer Summe sind diese Maßnahmen erfolgreich.

Auf die erpresserische Forderung eingehen
macht keinen Sinn. Warum sollen die Erpresser das Risiko eingehen, bei welch auch immer gearteten Übergabe des Schlüssels, enttarnt zu werden? Außerdem wollen diese ja nur Geld und keine weitere Arbeit, denn irgendwelche Referenzen können zu den Erpressern nicht abgefragt werden, Stichwort Enttarnung.

Können verschlüsselte Daten wieder entschlüsselt werden
Ja. Doch die wenigsten Menschen, Firmen und Institutionen haben soviel Zeit, soviel Geld und soviel Rechenkapazität um das ernsthaft zu erwägen.

Schutzmaßnahmen
In der Priorität aufgelistet sind das
1. ein intelligentes Betriebssystem
2. ein Bewusstsein für die Sicherheit der eigenen Daten
3. freie quelloffene Software
4. ständige Aktualisierung des Betriebssystems und jeglicher Software
5. Backup
Nur zusammen ergeben diese Maßnahmen ein Abwehrpaket gegenüber den Erpressern. Über die ersten vier Punkte habe ich schon des öfteren Beiträge geschrieben und auch über das Backup.
Entscheidungshilfe beim ersten Punkt, alle intelligenten Betriebssysteme haben einen Frontslash oder auch Forward Slash “/” zum trennen von Verzeichnissen.

Kein Backup? Kein Mitleid!
Die meisten haben die Einsicht das Backup wichtig ist, doch nur ein Bruchteil besitzt ein Backup das jünger ist als 2 Wochen.
Backup ist zu aller erst sehr unbequem
– wie erstelle ich ein richtiges Backup
– welche Daten müssen gesichert werden und welche nicht
– welche Software ist die richtige
– wie lange dauert so ein Backup
– wie oft soll ein Backup erstellt werden
– wohin wird ein Backup erstellt
– wie funktioniert ein Restore des Backup
– müssen noch andere Sachen beachtet werden
– wie werden Fehler beim Backup vermieden
– geht das auch automatisch mit dem Backup
– welche Schnittstellen für Hard- und Software sind zugänglich
– und weitere Fragen sind zu beantworten

Gut alle diese Fragen können nur mit einem geschriebenen Buch beantwortet werden.

Bei Verantwortung außerhalb der eigenen Person gibt es noch zwei weitere Unbequemlichkeiten, echte Kosten, auch wenn die Software kostenlos ist, und Zeitmangel.

Der wirkliche Grund, weshalb das Backup vernachlässigt wird
Weshalb sollte man 19.999 Mal Daten sichern wenn diese nur in jedem 20.000 Fall benötigt werden?
Als privater Mensch trauert man Bilder, Videos und Musik hinterher. Doch bei Verantwortung außerhalb der eigenen Person geht es ans Eingemachte. Folgende Fragen bleiben unbeantwortet „Welche Lieferung wurde durchgeführt?“, „Welche Rechnung ist offen?“ und zudem ist viel Korrespondenz verloren.

Gibt es eine einfache und schnelle und billige Backup-Lösung
Nein, definitiv!

Wo entstehen die Kosten
Es gibt zwei Kostenfaktoren
a) die benötigte Hardware
b) die professionelle und individuelle Konfiguration

Zu a)
Egal welche Hardware genutzt wird, dazu zählt auch die Cloud, es kostet Geld.
Jetzt kommen die Oberschlauen und meinen ihre Cloud wäre kostenlos und hätte genug Speicherplatz. Aber ich habe keine Lust solch einen Irrtum aufzuklären, da hier schon elemtar die Sicherheit der eigen Daten als völlig unwichtig gesehen wird, trotz eigener Verschlüsselung. Nur soviel, die IP-Adresen die dieses Backup besuchen muss, und dort dupliziert werden kann, um endlich in „ihrer“ Cloud zu landen, füllen möglicherweise eine Din A4-Seite.

Zu b)
Wer noch nie viel Zeit hatte, sich mit Sicherheit und Backup von Daten auseinander zusetzen, wird die richtige und schnelle Backup-Lösung trotz professioneller Software nicht finden. Erst die individuelle Lösung, ist auch das schnellste Backup und spart sehr viel Zeit und möglicherweise Hardware.

Fazit
Der wichtigste Faktor bei Verschlüsselung und Backup ist die Zeit und nicht das Geld, aber steht kein Geld zur Verfügung nutzt auch viel Zeit nichts.