DeltaCopy

Del­ta­Co­py” Datensynchronistation

Egal wie Sie es nen­nen, Back­up, Da­ten­si­che­rung oder Syn­chro­ni­sa­ti­on, es geht min­des­tens um die Ver­dopp­lung vor­han­de­ner wich­ti­ger Da­ten.
Und dazu ist “Del­ta­Co­py” her­vor­ra­gend aus­ge­rüs­tet. Hier ei­ni­ge Merkmale:

• Open Source Soft­ware
• Kos­ten­frei
• Spit­zen­tech­no­lo­gie “rsync”, welt­weit die Num­mer 1
• Nur 6 MB Fest­plat­ten­spei­cher
• Meh­re­re Pro­fi­le
• Auf­ga­ben­pla­ner
• Zeit­pla­ner
• Fil­ter
• Log­da­tei­en
• Kom­pa­ti­bel zu al­len ech­ten rsync-Pro­gram­men welt­weit und ei­ni­ges mehr

In die­sem Bei­trag geht es haupt­säch­lich um das Si­chern von Da­ten. Da “Del­ta­Co­py” durch “rsync” auch un­kom­pri­miert und un­ver­schlüs­selt si­chern kann, wäre im Not­fall auch eine Wie­der­her­stel­lung mit “Drag and Drop” mög­lich, also das Rich­ti­ge für Windows-Benutzer.

Die Er­klä­run­gen sind aus­führ­lich und wur­den getestet.

In­halts­ver­zeich­nis

  • Info zu “Del­ta­Co­py”
  • Info zu “rsync”
  • Funk­tio­nen
  • Sys­tem­an­for­de­run­gen
  • Ar­beits­wei­se
  • Ober­flä­chen von Ser­ver und Client
  • In­stal­la­ti­on
  • Ein­rich­tung
  • Fil­ter­lis­ten
  • Zeit­plan einrichten
  • Pro­to­koll-Da­tei­en
  • INI- und CONFIG-Dateien
  • E‑­Mail-Be­nach­rich­ti­gung
  • Hin­wei­se zu den Backup-Medien 
  • In ei­ge­ner Sache

Info zu “Del­ta­Co­py”

URLhttp://www.aboutmyip.com/AboutMyXApp/DeltaCopy.jsp
Down­load-URLhttp://www.aboutmyip.com/files/DeltaCopy.zip
Down­load­grö­ße8,9 MiB als Zip-Archiv
Au­torhttp://synametrics.com, kei­ne Person(en) gefunden
Li­zenzGPL 3
Platt­for­menWin­dows
Hand­buchhttp://www.aboutmyip.com/files/DeltaCopyManual.pdf
Ver­si­on1.4 vom ‎12.‎06.‎2013 ‏‎12:17

Der Name “Del­ta­Co­py” hat mög­li­cher­wei­se sei­nen Ur­sprung von der Del­ta-Ko­die­rung, dem Al­go­rith­mus zur in­kre­men­tel­len Synchronisation.

Info zu “rsync”

URL https://rsync.samba.org/
Down­load-URLhttps://rsync.samba.org/download.html
Au­torenAn­drew Tridge­ll und Paul Mackerras
Main­tai­nerWay­ne Davison
Li­zenzGPL 3
Platt­for­menUnix, POSIX, also Li­nux, ma­cOS, BSD und Win­dows mit Hil­fe “Cyg­win”
Hand­buchman rsync
Ver­si­onrsync 3.2.3 pro­to­col ver­si­on 06. Au­gust 2020 

Funk­tio­nen

Her­aus­ra­gen­de Merk­ma­le sind:

• In­kre­men­tel­les Si­chern und Wie­der­her­stel­len
• Pro­fi­le kön­nen an­ge­legt wer­den
• E‑­Mail-Be­nach­rich­ti­gung
• Ein-Klick-Wie­der­her­stel­lung
• Gra­fi­sche Oberfläche

Sys­tem­an­for­de­run­gen

Laut in­ter­ne Pro­gramm­hil­fe sind die mi­ni­ma­len Anforderungen:

OS: Win­dows
HDD: 6 MB
RAM: 64 MB
CPU: 100 MHz

Ar­beits­wei­se

Das Pro­gramm stellt eine gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­che für “rsync” be­reit. “Del­ta­Co­py” kann auch auf ei­nen Ein­zel­platz in­stal­liert wer­den mit den zwei Komponenten:

• Del­ta­Co­py Ser­ver
• Del­ta­Co­py Client

Ober­flä­chen von Ser­ver und Client

Ge­ne­rell ist “Del­ta­Co­py” nur eine gra­fi­sche Ober­flä­che für das Pro­gramm “rsync”.
Die Ober­flä­che ist nach Li­nux-Prin­zi­pi­en ge­stal­tet, ein­fach und funk­tio­nell.
Für eine fein ge­glie­der­te und de­fi­nier­te, und da­mit noch schnel­le­re, Si­che­rung sind aber Kennt­nis­se von “rsync” not­wen­dig, wie bei­spiels­wei­se Fil­ter­lis­ten. Die aber hier im un­te­ren Teil er­klärt werden.

In­stal­la­ti­on

Die In­stal­la­ti­on ist, ge­nau­so wie die spä­te­re Be­die­nung, in eng­li­scher Spra­che. Doch die we­ni­gen Ein­stel­lun­gen die vor­zu­neh­men sind und das ein­ma­lig, so­wie mei­ne Un­ter­stüt­zung hier, so­wie die ein­gän­gi­ge In­tui­ti­on, soll­ten aus­rei­chen die In­stal­la­ti­on in 11 Punk­ten und noch we­ni­ger Maus­klicks, zu beherrschen. 

1. Down­load von “http://www.aboutmyip.com/files/DeltaCopy.zip”
2. Die­se ZIP-Da­tei auf­he­ben, denn eine neue­re Ver­si­on ist nicht in Sicht und “rsync” selbst, ist ein sehr aus­ge­reif­tes Pro­gramm
3. Ent­pa­cken der Zip-Da­tei, dar­in liegt eine ein­zel­ne Da­tei “setup.exe” mit 10,1MB vom 12. Juni 2013, 11:17 / 12:17
4. Dop­pel­klick auf “setup.exe”
5. Be­nut­zer­kon­ten­steue­rung po­si­tiv mit “Ja” be­ant­wor­ten
6. Fens­ter “Wel­co­me to the …” mit Schal­ter “Next” be­die­nen
7. Fens­ter “Cus­to­mer In­for­ma­ti­on” — “User Name” und “Or­ga­ni­sa­ti­on” sind vor­ge­ge­ben
8. Fens­ter “Cus­to­mer In­for­ma­ti­on” — “In­stall this ap­p­li­ca­ti­on for” Vor­ga­be ist “An­yo­ne …” und al­ter­na­tiv “Only for me (User­na­me)”, wei­ter mit “Next“
9. Fens­ter “De­sti­na­ti­on Fol­der to:” Vor­ga­be ist “C:\DeltaCopy\” kann aber ge­än­dert wer­den mit Schal­ter “Chan­ge…”, wei­ter mit “Next“
10. Fens­ter “Rea­dy to In­stall the Pro­gram” bringt eine Zu­sam­men­fas­sung der Set­up-Da­ten, wei­ter mit Klick auf den Schal­ter “In­stall”
11. Fens­ter “In­stall­Shield Wi­zard Com­ple­ted”, hier ak­ti­viert das Häk­chen den so­for­ti­gen Start des Pro­gramms mit dem Schal­ter “Fi­nish”

Ein­rich­tung

Del­ta­Co­py Ser­ver Console”

Auch wenn Sie eine Li­nux-Kon­so­le ken­nen, ist die Ein­rich­tung hier den­noch gra­fisch. Nach Punkt 11. der In­stal­la­ti­on er­scheint das Fens­ter “Del­ta­Co­py Ser­ver Con­so­le” und dem Tab “Ser­ver Sta­tus”. Hier steht der Hin­weis das der Dienst von “Del­ta­Co­py” noch nicht re­gis­triert ist. 

An­sons­ten ist “Del­ta­Co­py Ser­ver” im Start­me­nü un­ter dem Ein­trag “Del­ta­Co­py” zu finden. 

Pop-up-Fens­ter “Win­dows Ser­vice” mit “In­stal­ling Win­dows Service”

Durch Klick auf den Schal­ter “Re­gis­ter Win­dows Ser­vice” wird der Dienst von “Del­ta­Co­py Ser­ver” bei je­dem boo­ten von Win­dows eben­falls mit ge­star­tet, au­ßer­dem öff­net sich eine wei­te­res Fens­ter mit ei­ner Benutzerkontenverwaltung.

Hier emp­feh­le ich nur ein Häk­chen zu set­zen bei “Use Lo­cal Ser­vice Ac­count” und das Gan­ze mit Klick auf den Schal­ter “Ok” zu bestätigen.

Nun wer­den Sie in ei­nem Pop-up-Fens­ter “Del­ta­Co­py Ser­ver Con­so­le” be­lohnt mit der Mel­dung “Ser­vice crea­ted succe­ful­ly” dass Sie mit den Schal­ter “Ok” quittieren. 

Tab “Ser­ver Status”

Mit Klick auf den Schal­ter “Start Ser­ver” ge­schieht ge­nau das und die Am­pel geht auf Grün.
Es be­steht in Zu­kunft an die­ser Stel­le wei­ter­hin die Mög­lich­keit den Ser­ver ma­nu­ell zu star­ten oder zu stoppen.

Tab “Vir­tu­al Directories”

Rei­hen­fol­ge der Einrichtung:

  1. Links er­scheint der Be­reich “Exis­ting Directories” 
  2. Mit Klick auf <Add New Di­rec­to­ry> öff­net sich ein Fens­ter für eine sinn­vol­len Na­mens­ge­bung für das La­bel ohne Leer­zei­chen, wie etwa “Ta­ges­si­che­rung”
  3. Nach Na­mens­ein­ga­be mit Schal­ter “OK” bestätigen 
  4. Un­ter “Di­rec­to­ry op­ti­ons” kann ein neu­es oder zu­sätz­li­ches Si­che­rungs­ziel­ver­zeich­nis auf­ge­nom­men wer­den -> Be­ach­te, dass das Ziel­ver­zeich­nis, wie bei­spiels­wei­se “F:\Tagessicherung”, schon vor­han­den sein muss 
  5. Op­tio­nal sind un­ter “Di­rec­to­ry op­ti­ons” sind noch ein Kom­men­tar wie “Tae­g­li­ches-Back­up” und die Au­then­ti­fi­zie­rung möglich 
  6. Mit dem Schal­ter “Clo­se” sind die Ser­ver­eins­tel­lung abgeschlossen 

Hin­weis für Netz­lauf­wer­ke, auch NAS. Am bes­ten wer­den Netz­lauf­wer­ke als “Netz­lauf­werk ver­bin­den” mit ei­nem prä­gnan­ten Lauf­werks­buch­sta­ben in “Ge­rä­te und Lauf­wer­ke” un­ter “Die­ser PC” eingebunden. 

Der Pfad zu die­ser Ein­stel­lung ist: Klick auf “Die­ser PC”, wei­ter über das Menü “Com­pu­ter” und dann die Ein­rich­tung star­te mit Klick auf “Netz­lauf­werk verbinden”. 

Das­sel­be gilt auch für eine Cloud-An­bin­dung wie bei­spiels­wei­se ge­si­cher­tes WebDav. 

Del­ta­Co­py Client”

Rei­hen­fol­ge der Einrichtung:

1. Im Start­me­nü un­ter “Del­ta­Co­py” den Ein­trag “Del­ta­Co­py Cli­ent” an­kli­cken
2. Die Be­nut­zer­kon­ten­steue­rung muss po­si­tiv, also mit “Ja”, be­ant­wor­tet wer­den
3. Im nun ge­öff­ne­tem Fens­ter auf der lin­ke Sei­te <Add New Pro­fi­le> mit Dop­pel­klick an­kli­cken
4. Fens­ter “New Back­up Pro­fil” wird ge­öff­net und for­dert zur Ein­ga­be auf:
5. “Pro­fi­le Name:” Bei­spiels­wei­se “Ta­ges­si­che­rung”
6. “Ser­ver IP/Host Name:” hier wäre “lo­cal­host” für die meis­ten das Rich­ti­ge
7. “Vir­tu­al Di­rec­to­ry Name:” An­ga­be wie im Ser­ver also un­be­dingt “Ta­ges­si­che­rung”
8. Der Schal­ter “Test Con­nec­tion” über­prüft die Ein­ga­ben
9. Zum Schluss den Schal­ter “Add Pro­fi­le” zum Ab­spei­chern des Pro­fils an­kli­cken
10. Nun geht es zum Hin­zu­fü­gen der Quel­len im Tab “File List”

Tab “File List”

Un­ter “Files/Folder to copy” die Da­tei­en und wei­te­re Ver­zeich­nis­se ein­tra­gen mit den je­wei­li­gen Schal­ter rechts “Add Fol­der” und “Add Files”. Hier im Bei­spiel neh­me ich das Ver­zeich­nis “C:\Users\User”, also den Ord­ner “Ei­ge­nen Da­tei­en”.
Ser­ver Name: lo­cal­host -> wenn dem nicht so ist, weiß der­je­ni­ge schon Be­scheid.
Vir­tu­al Di­rec­to­ry: Über den Aus­wahl­schal­ter rechts “…” kann das ent­spre­chen­de Ziel­ver­zeich­nis aus­ge­sucht wer­den. In un­se­rem Bei­spiel ist der Pfad “F:\Tagessicherung”, also der Ord­ner “Ta­ges­si­che­rung” auf dem ex­ter­nen Lauf­werk “F:\”.
Im Feld “Pro­fi­le Key:” er­scheint schon vor­ein­ge­stellt der ge­wähl­te Profilname. 

Zu­sätz­lich ist es mög­lich im Be­reich “Co­py­ing Sche­du­le” mit dem Schal­ter “Mo­di­fy Sche­du­le” ei­nen de­tail­lier­te Zeit­plan oder mehr­fa­che Zeit­plä­ne für das Pro­fil einzustellen. 

Tab “Op­ti­ons”

Mei­ne Emp­feh­lung, al­les ak­ti­vie­ren au­ßer:
“Skip files that are ne­wer on the ser­ver”, dass gilt für ein ge­wünsch­tes Back­up
“Con­nect via SSH”, das De­ak­ti­vie­ren gilt nur für das lo­ka­le Netzwerk.

Nun kommt et­was wich­ti­ges. Im Feld “Ad­di­tio­nal Pa­ra­me­ters:” wird nun der Ein­trag der Fil­ter­lis­te vor­ge­nom­men und zwar in fol­gen­dem Syntax-Beispiel. 

Prü­fung der Einstellungen

Im Fens­ter des “Del­ta­Co­py Cli­ent” das ein­ge­rich­te­te Pro­fil durch mar­kie­ren aus­wäh­len und mit der rech­ten Maus­tas­te im Kon­text­me­nü den Be­fehl “Dis­play Run Com­mand” aus­wäh­len. Jetzt star­tet ein Tro­cken­lauf und die bis­he­ri­gen Ein­stel­lun­gen wer­den, hof­fent­lich, po­si­tiv bewertet.

Für eine ech­te Si­che­rung, kann im Kon­text­me­nü des Pro­fils “Run Now…” an­ge­klickt werden. 

--filter="merge C:\Users\user\Documents\DeltaCopy\rsync-filter.txt"

Wenn et­was un­ge­wöhn­li­ches vor­kommt oder die Syn­chro­ni­sa­ti­on bei vie­len Da­tei­en oder sehr gro­ßen Da­tei­en fehl­schlägt, emp­feh­le ich noch ei­nen zu­sätz­li­chen Pa­ra­me­ter spe­zi­ell für den Um­gang mit der Zeit in­ner­halb von Win­dows. Die­ser Pa­ra­me­ter wird durch ein Leer­zei­chen an den vor­he­ri­gen Pa­ra­me­ter im Feld “Ad­di­tio­nal Pa­ra­me­ters:” angefügt.

--modify-window=1

Tab “Au­then­ti­ca­ti­on”

Wenn er­for­der­lich, dann ausfüllen.

Fil­ter­lis­ten

Es ist mög­lich, in “rsync” ein­zel­ne Ein- und Aus­schlüs­se zu set­zen, mit include und exclude. Doch eine Fil­ter­lis­te ist we­sent­lich bequemer.

In­halt ei­ner Filterliste

Eine Fil­ter­lis­te kann eine ganz ge­wöhn­lich Text­da­tei mit ei­nem selbst ge­wähl­ten Na­men sein, wie rsync-filter.txt mit fol­gen­dem Inhalt.

+ *.pdf
- *2*
- desktop.ini
- /Users/User/Spam

Syn­tax der In­hal­te von Filterlisten

Hier ist zu be­ach­ten, dass die Re­geln nun von “rsync”, ei­nem Unix-Pro­gramm und nicht von der Ober­flä­che “Del­ta­Co­py”, ei­nem Win­dows-Pro­gramm, ge­le­sen wer­den. Da­her gilt in­ner­halb der Fil­ter­lis­ten der PO­SI­X/U­nix-Stan­dard in der Pfad­an­ga­be. Also, statt Ver­zeich­nis­ab­gren­zun­gen wie in Win­dows als Back­slash “\”, gilt, wie in al­len ech­ten Be­triebs­sys­te­men, Unix, ma­cOS, Li­nux, BSD so­wie Netz­werk und In­ter­net der Frontslash “/”.

Ein Plus­zei­chen ge­folgt von ei­nem Leer­zei­chen be­deu­tet, nach­fol­gen­de Va­ria­ble wird ein­ge­schlos­sen in die Si­che­rung.
Ein Mi­nus­zei­chen ge­folgt von ei­nem Leer­zei­chen be­deu­tet, nach­fol­gen­de Va­ria­ble wird aus­ge­schlos­sen von der Si­che­rung.
Wild­cards sind mög­lich an bei­den Sei­ten der Variablen. 

Be­deu­tung der In­hal­te in der oben ge­zeig­te Liste

Alle Da­tei­en und Ver­zeich­nis­se mit ei­ner Zif­fer “2” wer­den aus­ge­schlos­sen.
Die Da­tei­en mit Name “desktop.ini” wer­den aus­ge­schlos­sen.
Der In­halt vom Ver­zeich­nis “Spam” wird aus­ge­schlos­sen, auch Un­ter­ver­zeich­nis­se.
Aber wenn im Ord­ner “Spam” PDF-Da­tei­en lie­gen, müs­sen die­se ge­si­chert wer­den, ge­nau­so wie alle an­de­ren PDF-Da­tei­en aus der an­ge­ge­be­nen glo­ba­len Quelle.

Zeit­plan einrichten

Im Fens­ter des “Del­ta­Co­py Cli­ent” be­fin­den sich rechts un­ten zwei Schal­ter be­nannt mit “Mo­di­fy Sche­du­le” und “De­le­te Schedule”. 

Mit dem Schal­ter “Mo­di­fy Sche­du­le” ge­langt man in das Fens­ter für das je­wei­li­ge Pro­fil mit den Tabs “Auf­ga­be”, “Zeit­plan” und “Ein­stel­lun­gen”.

Im Tab “Auf­ga­be” wird un­ten mit ei­nem Häk­chen Auf­ga­be ak­ti­viert oder eben durch ent­fer­nen des Häk­chen de­ak­ti­viert. Wei­te­re Ein­stel­lun­gen sind durch die deut­sche Spra­che in die­sem Fens­ter selbsterklärend. 

Im Tab “Zeit­plan” steht das ers­te Mal im obe­ren Feld “<un­ge­plan­te Auf­ga­be>”. Durch Klick auf den Schal­ter “Neu” wird die ers­te Auf­ga­be mit den ak­tu­el­len Zeit- und Da­tums­wer­ten ein­ge­rich­tet. Die­se kön­nen nun nach ei­ge­nen Be­dürf­nis­sen an­ge­passt wer­den. Über den Schal­ter “Er­wei­tert…” kann noch fei­ner de­fi­niert wer­den. Der kleins­te Wert von Si­che­rungs­in­ter­val­len ist die ein­zel­ne Minute. 

Im Fens­ter des “Del­ta­Co­py Cli­ent” hat der Schal­ter “De­le­te Sche­du­le” die Auf­ga­be je­weils ei­nen aus­ge­wähl­ten Zeit­plan zu löschen. 

Pro­to­koll-Da­tei­en

Fol­gen­de Da­tei­en sind einsehbar:

• deltac.log
• DeltaCopy.ise
• DeltaService.log

INI- und CONFIG-Dateien

Fol­gen­de Da­tei­en sind editierbar: 

• deltacd.conf
• Profiles.ini

Da­tei “deltacd.conf” für den Server

use chroot = false
strict modes = false

[Backup]

path = /cygdrive/f/Tagessicherung
comment = Taegliches-Backup
read only = false

auth users =
secrets file =

Da­tei “Profiles.ini” für den Client

[Tagessicherung]
ServerIP=localhost
ModuleName=Tagessicherung
Port=873
AdditionalParams=--filter="merge C:\Users\user\Documents\DeltaCopy\rsync-filter.txt" --modify-window=1
Compression=1
DeleteOlderFiles=1
SkipNewerFiles=1
Recursive=1
UseSSH=0
VerboseLogging=1
AssignPermissions=1
UserID=
Password=
File_1=C:\Users\user\@%@%@%user/

E‑­Mail-Be­nach­rich­ti­gung

Im Fens­ter des “Del­ta­Co­py Cli­ents” un­ter dem Menü “Edit” be­fin­det sich der Punkt “Mo­di­fy Email Con­fi­gu­ra­ti­on”. Im Fens­ter “Email No­ti­fi­ca­ti­ons” sind fol­gen­de Fel­der aus­zu­fül­len, hier mit Beispieldaten. 

SMTP server: mail.gmx.net:587
Sender´s address: sendemail-beispiel@gmx.de
Notifications recipients: empfaengermail-beispiel@gmail.com
SMTP user: sendemail-beispiel@gmx.de
SMTP password: aB3*′°¹µ’ðŋ¨´"`

Lei­der hat bei mir die Feh­ler­mel­dung “Un­ab­le to send mes­sa­ge. 530 Au­then­ti­ca­ti­on re­qui­red” be­schei­nigt, das es kei­nen er­folg­rei­chen Log­in auf dem SMTP-Ser­ver gab. 

Da das ur­sprüng­li­che Pro­gramm schon in die Jah­re ge­kom­men ist, die in­ter­ne Hil­fe stammt aus dem Jah­re 2005, und der Hin­weis auf die feh­ler­haf­te Iden­ti­fi­zie­rung er­scheint, ist mir klar das mei­ne Kenn­wör­ter nicht ak­zep­tiert wer­den. Zeit­ge­mä­ße Kenn­wör­ter, die au­ßer­halb das in­ter­ne LAN iden­ti­fi­zie­ren, be­inhal­ten min­des­tens 32 Zei­chen und nut­zen die ge­sam­te Band­brei­te der “al­ter­na­te gra­phic”, er­reich­bar mit der Tas­te <Alt Gr> auf der Tastatur. 

Statt des­sen schrieb ich ein Batch-Script, dass die Logdatei(en) beim Start des PC an­ge­zeigt wer­den und durch ei­nen Tas­ten­druck wie­der ge­schlos­sen wer­den kann. Be­nut­zer konn­ten mir die Ein­fach­heit be­stä­ti­gen. Zu­dem wer­den durch ein sol­ches Ver­fah­ren auch an­de­re Wiss­be­gie­ri­ge auf ei­nem E‑­Mail-Trans­port­weg au­ßen vor gelassen. 

Hin­wei­se zu den Backup-Medien

Das schnells­te Syn­chro­ni­sa­ti­ons-Ver­fah­ren nutzt nichts, wenn es an den Me­di­en schei­tert oder die­se in frem­de Hän­de gelangen. 

Ex­ter­ne Festplatten

Emp­feh­lung: Zum An­schluss bie­ten sich die schnel­len USB3-Ports an. Meist an der blau­en Far­be zu er­ken­nen. Oder Sie be­sit­zen ei­nen ex­ter­nen SATA-An­schluß. Als Fest­plat­te selbst, wäre eine mit M.2‑Technologie empfehlenswert. 

Netz­lauf­wer­ke, NAS

Emp­feh­lung: Un­ter­las­sen Sie die An­bin­dung durch WLAN. Wire­less LAN hat schon ge­nug Pro­ble­me mit sich selbst und re­du­ziert zu­sätz­lich mas­siv die Backup-Geschwindigkeit. 

Die Fest­plat­ten in ei­ner NAS soll­ten sehr groß­zü­gig di­men­sio­niert sein, also im Te­ra­byte-Be­reich. Da­her eig­nen sich zur Zeit lei­der nur dre­hen­de Fest­plat­ten um die Kos­ten im Rah­men zu hal­ten. Sol­che mit “Green”-Technologie spa­ren Strom, wenn die NAS so kon­fi­gu­riert wurde.

Wenn es Ih­nen mög­lich ist die Ge­schwin­dig­keit im LAN ein­zu­stel­len, dann wäh­len Sie 100 Mbit, das ist schnel­ler als 10 Mbit und si­che­rer als 1.000 Mbit / 1 GBit. Bei der Über­tra­gung von 100 Mbit rei­chen auf kur­ze Di­stanz, etwa bis 20 Me­ter, “Cat 5”-Patchkabel. Auf län­ge­re Di­stanz, bis 100 m und dar­über, sind doch “Cat 6”-Kabel vor­zu­zie­hen. Denn die­se ha­ben durch eine noch bes­se­re Schir­mung kaum Übertragungsverluste.

Falls Sie aber tat­säch­lich min­des­tens “Cat 6”-Patchkabel und “Cat 6” oder “Cat 7” An­schlüs­se und Ge­rä­te durch­gän­gig nut­zen, dann ist na­tür­lich auch 1 bis 10 GBit die bes­te Wahl. Im all­ge­mei­nen sind klei­ne Fir­men und Pri­vat­per­so­nen nicht durch­gän­gig mit hö­her als “Cat 5e” aus­ge­rüs­tet, da es meist über­di­men­sio­niert und kost­spie­lig ist. 

USB-Sticks

Das ist die ris­kan­tes­te Me­di­en­nut­zung. Mei­ner be­schei­de­nen Mei­nung nach; seit USB-Spei­cher-Sticks aus re­cy­cel­ten SATA-Flash-Dri­ves her­ge­stellt wer­den, ist die Le­bens­er­war­tung im­mer ge­rin­ger geworden. 

Zu­dem ist mit USB-Sticks ein Da­ten­dieb­stahl am einfachsten. 

Sind Ih­nen Ihre Da­ten wirk­lich wert­voll, dann nut­zen Sie USB-Sticks als drit­tes Back­up-Me­di­um. die Ket­te wäre dann:

  1. NAS mit täg­li­cher, oder noch öf­te­rer, Synchronisation 
  2. NAS gibt ver­schlüs­selt ab zur Cloud, auch täglich
  3. NAS ro­tiert eine Si­che­rung auf 5 USB-Sticks von Mon­tag bis Freitag 

Cloud

Al­lein der Name zeigt, es han­delt sich um das un­durch­sich­tigs­te Me­di­um. Da­her wäh­len Sie un­be­dingt eine Cloud, die auch den Ser­ver-Stand­ort min­des­tens in Eu­ro­pa, bes­ser in Deutsch­land besitzt. 

Fal­len Sie nicht rein auf fol­gen­de Schlagwörter:

  • Kos­ten­los / Preiswerteste 
  • Si­chers­te Cloud
  • Vie­le Funktionen
  • Mit Aus­zeich­nung

Das al­les gilt nichts bei ei­ner Da­ten­pan­ne. Vor ei­nem deut­schen Ge­richt zählt nur

  • Wo der Stand­ort ist
  • Wird eine si­che­re Ver­bin­dung für die Über­tra­gung genutzt 
  • Sind die Da­ten ver­schlüs­selt abgelegt

Ver­nich­tung von Backup-Medien

Noch mehr Si­cher­heit be­nö­tigt die Ver­nich­tung von Back­up-Me­di­en. Ent­we­der phy­si­ka­lisch im Feu­er völ­lig aus­glü­hen oder schmel­zen, da­durch wird die Ma­gne­ti­sie­rung ge­än­dert und da­mit auch die ge­spei­cher­ten Wer­te kom­plett zur Sinn­lo­sig­keit verändert.

Oder per Soft­ware mit ei­nem Unix-Be­feh­le wie “wipe” oder “dd” auf random. 

An­de­re, be­zie­hungs­wei­se ein­fa­che­re, Mög­lich­kei­ten habe ich noch nicht genutzt. 

Die Me­tho­de mit dem Ham­mer bringt nichts, au­ßer die in­ne­re Be­frie­di­gung ir­gend et­was ge­tan zu ha­ben. Die pro­fes­sio­nel­le Da­ten­ret­tung kann trotz­dem die Da­ten wiederherstellen. 

Bei Cloud-Si­che­run­gen gilt das Ver­spre­chen, auch AGB´s, der Cloud-An­bie­ter. Sie, als Nut­zer, hat­ten vor­ab die AGB ge­le­sen, da­von ist ja auszugehen. 


In ei­ge­ner Sache

Ge­ne­rell, es ist mein Werk und es wird so wie es ist, also ohne Ga­ran­tien, öf­fent­lich zur Ver­fü­gung gestellt. 

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