DeltaCopy

„DeltaCopy“ Datensynchronistation

Egal wie Sie es nennen, Backup, Datensicherung oder Synchronisation, es geht mindestens um die Verdopplung vorhandener wichtiger Daten.
Und dazu ist “DeltaCopy” hervorragend ausgerüstet. Hier einige Merkmale:

• Open Source Software
• Kostenfrei
• Spitzentechnologie “rsync”, weltweit die Nummer 1
• Nur 6 MB Festplattenspeicher
• Mehrere Profile
• Aufgabenplaner
• Zeitplaner
• Filter
• Logdateien
• Kompatibel zu allen echten rsync-Programmen weltweit und einiges mehr

In diesem Beitrag geht es hauptsächlich um das Sichern von Daten. Da “DeltaCopy” durch „rsync“ auch unkomprimiert und unverschlüsselt sichern kann, wäre im Notfall auch eine Wiederherstellung mit “Drag and Drop” möglich, also das Richtige für Windows-Benutzer.

Die Erklärungen sind ausführlich und wurden getestet.

Inhaltsverzeichnis

  • Info zu „DeltaCopy“
  • Info zu „rsync“
  • Funktionen
  • Systemanforderungen
  • Arbeitsweise
  • Oberflächen von Server und Client
  • Installation
  • Einrichtung
  • Filterlisten
  • Zeitplan einrichten
  • Protokoll-Dateien
  • INI- und CONFIG-Dateien
  • E-Mail-Benachrichtigung
  • Hinweise zu den Backup-Medien
  • In eigener Sache

Info zu „DeltaCopy“

URLhttp://www.aboutmyip.com/AboutMyXApp/DeltaCopy.jsp
Download-URLhttp://www.aboutmyip.com/files/DeltaCopy.zip
Downloadgröße8,9 MiB als Zip-Archiv
Autorhttp://synametrics.com, keine Person(en) gefunden
LizenzGPL 3
PlattformenWindows
Handbuchhttp://www.aboutmyip.com/files/DeltaCopyManual.pdf
Version1.4 vom ‎12.‎06.‎2013 ‏‎12:17

Der Name „DeltaCopy“ hat möglicherweise seinen Ursprung von der Delta-Kodierung, dem Algorithmus zur inkrementellen Synchronisation.

Info zu „rsync“

URL https://rsync.samba.org/
Download-URLhttps://rsync.samba.org/download.html
AutorenAndrew Tridgell und Paul Mackerras
MaintainerWayne Davison
LizenzGPL 3
PlattformenUnix, POSIX, also Linux, macOS, BSD und Windows mit Hilfe „Cygwin“
Handbuchman rsync
Versionrsync 3.2.3 protocol version 06. August 2020

Funktionen

Herausragende Merkmale sind:

• Inkrementelles Sichern und Wiederherstellen
• Profile können angelegt werden
• E-Mail-Benachrichtigung
• Ein-Klick-Wiederherstellung
• Grafische Oberfläche

Systemanforderungen

Laut interne Programmhilfe sind die minimalen Anforderungen:

• OS: Windows
• HDD: 6 MB
• RAM: 64 MB
• CPU: 100 MHz

Arbeitsweise

Das Programm stellt eine grafische Benutzeroberfläche für „rsync“ bereit. „DeltaCopy“ kann auch auf einen Einzelplatz installiert werden mit den zwei Komponenten:

• DeltaCopy Server
• DeltaCopy Client

Oberflächen von Server und Client

Generell ist “DeltaCopy” nur eine grafische Oberfläche für das Programm “rsync”.
Die Oberfläche ist nach Linux-Prinzipien gestaltet, einfach und funktionell.
Für eine fein gegliederte und definierte, und damit noch schnellere, Sicherung sind aber Kenntnisse von „rsync“ notwendig, wie beispielsweise Filterlisten. Die aber hier im unteren Teil erklärt werden.

Installation

Die Installation ist, genauso wie die spätere Bedienung, in englischer Sprache. Doch die wenigen Einstellungen die vorzunehmen sind und das einmalig, sowie meine Unterstützung hier, sowie die eingängige Intuition, sollten ausreichen die Installation in 11 Punkten und noch weniger Mausklicks, zu beherrschen.

1. Download von “http://www.aboutmyip.com/files/DeltaCopy.zip”
2. Diese ZIP-Datei aufheben, denn eine neuere Version ist nicht in Sicht und “rsync” selbst, ist ein sehr ausgereiftes Programm
3. Entpacken der Zip-Datei, darin liegt eine einzelne Datei “setup.exe” mit 10,1MB vom 12. Juni 2013, 11:17 / 12:17
4. Doppelklick auf “setup.exe”
5. Benutzerkontensteuerung positiv mit „Ja“ beantworten
6. Fenster “Welcome to the …” mit Schalter “Next” bedienen
7. Fenster “Customer Information” – “User Name” und “Organisation” sind vorgegeben
8. Fenster “Customer Information” – “Install this application for” Vorgabe ist “Anyone …” und alternativ “Only for me (Username)”, weiter mit „Next“
9. Fenster “Destination Folder to:” Vorgabe ist “C:\DeltaCopy\” kann aber geändert werden mit Schalter “Change…“, weiter mit „Next“
10. Fenster “Ready to Install the Program” bringt eine Zusammenfassung der Setup-Daten, weiter mit Klick auf den Schalter “Install”
11. Fenster “InstallShield Wizard Completed”, hier aktiviert das Häkchen den sofortigen Start des Programms mit dem Schalter “Finish”

Einrichtung

“DeltaCopy Server Console”

Auch wenn Sie eine Linux-Konsole kennen, ist die Einrichtung hier dennoch grafisch. Nach Punkt 11. der Installation erscheint das Fenster “DeltaCopy Server Console” und dem Tab “Server Status”. Hier steht der Hinweis das der Dienst von „DeltaCopy“ noch nicht registriert ist.

Ansonsten ist „DeltaCopy Server“ im Startmenü unter dem Eintrag „DeltaCopy“ zu finden.

Pop-up-Fenster „Windows Service“ mit „Installing Windows Service“

Durch Klick auf den Schalter „Register Windows Service“ wird der Dienst von „DeltaCopy Server“ bei jedem booten von Windows ebenfalls mit gestartet, außerdem öffnet sich eine weiteres Fenster mit einer Benutzerkontenverwaltung.

Hier empfehle ich nur ein Häkchen zu setzen bei „Use Local Service Account“ und das Ganze mit Klick auf den Schalter „Ok“ zu bestätigen.

Nun werden Sie in einem Pop-up-Fenster „DeltaCopy Server Console“ belohnt mit der Meldung „Service created succefully“ dass Sie mit den Schalter „Ok“ quittieren.

Tab „Server Status“

Mit Klick auf den Schalter “Start Server” geschieht genau das und die Ampel geht auf Grün.
Es besteht in Zukunft an dieser Stelle weiterhin die Möglichkeit den Server manuell zu starten oder zu stoppen.

Tab “Virtual Directories”

Reihenfolge der Einrichtung:

  1. Links erscheint der Bereich “Existing Directories”
  2. Mit Klick auf <Add New Directory> öffnet sich ein Fenster für eine sinnvollen Namensgebung für das Label ohne Leerzeichen, wie etwa “Tagessicherung”
  3. Nach Namenseingabe mit Schalter “OK” bestätigen
  4. Unter “Directory options” kann ein neues oder zusätzliches Sicherungszielverzeichnis aufgenommen werden -> Beachte, dass das Zielverzeichnis, wie beispielsweise “F:\Tagessicherung”, schon vorhanden sein muss
  5. Optional sind unter “Directory options” sind noch ein Kommentar wie „Taegliches-Backup“ und die Authentifizierung möglich
  6. Mit dem Schalter “Close” sind die Servereinstellung abgeschlossen

Hinweis für Netzlaufwerke, auch NAS. Am besten werden Netzlaufwerke als „Netzlaufwerk verbinden“ mit einem prägnanten Laufwerksbuchstaben in „Geräte und Laufwerke“ unter „Dieser PC“ eingebunden.

Der Pfad zu dieser Einstellung ist: Klick auf „Dieser PC“, weiter über das Menü „Computer“ und dann die Einrichtung starte mit Klick auf „Netzlaufwerk verbinden“.

Dasselbe gilt auch für eine Cloud-Anbindung wie beispielsweise gesichertes WebDav.

„DeltaCopy Client“

Reihenfolge der Einrichtung:

1. Im Startmenü unter “DeltaCopy” den Eintrag “DeltaCopy Client” anklicken
2. Die Benutzerkontensteuerung muss positiv, also mit “Ja“, beantwortet werden
3. Im nun geöffnetem Fenster auf der linke Seite <Add New Profile> mit Doppelklick anklicken
4. Fenster “New Backup Profil” wird geöffnet und fordert zur Eingabe auf:
5. „Profile Name:“ Beispielsweise “Tagessicherung”
6. “Server IP/Host Name:” hier wäre “localhost” für die meisten das Richtige
7. “Virtual Directory Name:” Angabe wie im Server also unbedingt “Tagessicherung”
8. Der Schalter “Test Connection” überprüft die Eingaben
9. Zum Schluss den Schalter “Add Profile” zum Abspeichern des Profils anklicken
10. Nun geht es zum Hinzufügen der Quellen im Tab “File List”

Tab “File List”

Unter “Files/Folder to copy” die Dateien und weitere Verzeichnisse eintragen mit den jeweiligen Schalter rechts “Add Folder” und “Add Files”. Hier im Beispiel nehme ich das Verzeichnis „C:\Users\User“, also den Ordner „Eigenen Dateien“.
Server Name: localhost -> wenn dem nicht so ist, weiß derjenige schon Bescheid.
Virtual Directory: Über den Auswahlschalter rechts “…” kann das entsprechende Zielverzeichnis ausgesucht werden. In unserem Beispiel ist der Pfad „F:\Tagessicherung“, also der Ordner „Tagessicherung“ auf dem externen Laufwerk „F:\“.
Im Feld „Profile Key:“ erscheint schon voreingestellt der gewählte Profilname.

Zusätzlich ist es möglich im Bereich “Copying Schedule” mit dem Schalter “Modify Schedule” einen detaillierte Zeitplan oder mehrfache Zeitpläne für das Profil einzustellen.

Tab „Options“

Meine Empfehlung, alles aktivieren außer:
„Skip files that are newer on the server“, dass gilt für ein gewünschtes Backup
“Connect via SSH”, das Deaktivieren gilt nur für das lokale Netzwerk.

Nun kommt etwas wichtiges. Im Feld „Additional Parameters:“ wird nun der Eintrag der Filterliste vorgenommen und zwar in folgendem Syntax-Beispiel.

Prüfung der Einstellungen

Im Fenster des „DeltaCopy Client“ das eingerichtete Profil durch markieren auswählen und mit der rechten Maustaste im Kontextmenü den Befehl “Display Run Command” auswählen. Jetzt startet ein Trockenlauf und die bisherigen Einstellungen werden, hoffentlich, positiv bewertet.

Für eine echte Sicherung, kann im Kontextmenü des Profils “Run Now…“ angeklickt werden.

--filter="merge C:\Users\user\Documents\DeltaCopy\rsync-filter.txt"

Wenn etwas ungewöhnliches vorkommt oder die Synchronisation bei vielen Dateien oder sehr großen Dateien fehlschlägt, empfehle ich noch einen zusätzlichen Parameter speziell für den Umgang mit der Zeit innerhalb von Windows. Dieser Parameter wird durch ein Leerzeichen an den vorherigen Parameter im Feld „Additional Parameters:“ angefügt.

--modify-window=1

Tab „Authentication“

Wenn erforderlich, dann ausfüllen.

Filterlisten

Es ist möglich, in „rsync“ einzelne Ein- und Ausschlüsse zu setzen, mit include und exclude. Doch eine Filterliste ist wesentlich bequemer.

Inhalt einer Filterliste

Eine Filterliste kann eine ganz gewöhnlich Textdatei mit einem selbst gewählten Namen sein, wie rsync-filter.txt mit folgendem Inhalt.

+ *.pdf
- *2*
- desktop.ini
- /Users/User/Spam

Syntax der Inhalte von Filterlisten

Hier ist zu beachten, dass die Regeln nun von „rsync“, einem Unix-Programm und nicht von der Oberfläche „DeltaCopy“, einem Windows-Programm, gelesen werden. Daher gilt innerhalb der Filterlisten der POSIX/Unix-Standard in der Pfadangabe. Also, statt Verzeichnisabgrenzungen wie in Windows als Backslash “\”, gilt, wie in allen echten Betriebssystemen, Unix, macOS, Linux, BSD sowie Netzwerk und Internet der Frontslash “/”.

Ein Pluszeichen gefolgt von einem Leerzeichen bedeutet, nachfolgende Variable wird eingeschlossen in die Sicherung.
Ein Minuszeichen gefolgt von einem Leerzeichen bedeutet, nachfolgende Variable wird ausgeschlossen von der Sicherung.
Wildcards sind möglich an beiden Seiten der Variablen.

Bedeutung der Inhalte in der oben gezeigte Liste

Alle Dateien und Verzeichnisse mit einer Ziffer “2” werden ausgeschlossen.
Die Dateien mit Name “desktop.ini” werden ausgeschlossen.
Der Inhalt vom Verzeichnis “Spam” wird ausgeschlossen, auch Unterverzeichnisse.
Aber wenn im Ordner “Spam” PDF-Dateien liegen, müssen diese gesichert werden, genauso wie alle anderen PDF-Dateien aus der angegebenen globalen Quelle.

Zeitplan einrichten

Im Fenster des „DeltaCopy Client“ befinden sich rechts unten zwei Schalter benannt mit „Modify Schedule“ und „Delete Schedule“.

Mit dem Schalter „Modify Schedule“ gelangt man in das Fenster für das jeweilige Profil mit den Tabs „Aufgabe“, „Zeitplan“ und „Einstellungen“.

Im Tab „Aufgabe“ wird unten mit einem Häkchen Aufgabe aktiviert oder eben durch entfernen des Häkchen deaktiviert. Weitere Einstellungen sind durch die deutsche Sprache in diesem Fenster selbsterklärend.

Im Tab „Zeitplan“ steht das erste Mal im oberen Feld „<ungeplante Aufgabe>“. Durch Klick auf den Schalter „Neu“ wird die erste Aufgabe mit den aktuellen Zeit- und Datumswerten eingerichtet. Diese können nun nach eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Über den Schalter „Erweitert…“ kann noch feiner definiert werden. Der kleinste Wert von Sicherungsintervallen ist die einzelne Minute.

Im Fenster des „DeltaCopy Client“ hat der Schalter „Delete Schedule“ die Aufgabe jeweils einen ausgewählten Zeitplan zu löschen.

Protokoll-Dateien

Folgende Dateien sind einsehbar:

• deltac.log
• DeltaCopy.ise
• DeltaService.log

INI- und CONFIG-Dateien

Folgende Dateien sind editierbar:

• deltacd.conf
• Profiles.ini

Datei „deltacd.conf“ für den Server

use chroot = false
strict modes = false

[Backup]

path = /cygdrive/f/Tagessicherung
comment = Taegliches-Backup
read only = false

auth users =
secrets file =

Datei „Profiles.ini“ für den Client

[Tagessicherung]
ServerIP=localhost
ModuleName=Tagessicherung
Port=873
AdditionalParams=--filter="merge C:\Users\user\Documents\DeltaCopy\rsync-filter.txt" --modify-window=1
Compression=1
DeleteOlderFiles=1
SkipNewerFiles=1
Recursive=1
UseSSH=0
VerboseLogging=1
AssignPermissions=1
UserID=
Password=
File_1=C:\Users\user\@%@%@%user/

E-Mail-Benachrichtigung

Im Fenster des „DeltaCopy Clients“ unter dem Menü „Edit“ befindet sich der Punkt „Modify Email Configuration“. Im Fenster „Email Notifications“ sind folgende Felder auszufüllen, hier mit Beispieldaten.

SMTP server: mail.gmx.net:587
Sender´s address: sendemail-beispiel@gmx.de
Notifications recipients: empfaengermail-beispiel@gmail.com
SMTP user: sendemail-beispiel@gmx.de
SMTP password: aB3*′°¹µ’ðŋ¨´"`

Leider hat bei mir die Fehlermeldung „Unable to send message. 530 Authentication required“ bescheinigt, das es keinen erfolgreichen Login auf dem SMTP-Server gab.

Da das ursprüngliche Programm schon in die Jahre gekommen ist, die interne Hilfe stammt aus dem Jahre 2005, und der Hinweis auf die fehlerhafte Identifizierung erscheint, ist mir klar das meine Kennwörter nicht akzeptiert werden. Zeitgemäße Kennwörter, die außerhalb das interne LAN identifizieren, beinhalten mindestens 32 Zeichen und nutzen die gesamte Bandbreite der „alternate graphic“, erreichbar mit der Taste <Alt Gr> auf der Tastatur.

Statt dessen schrieb ich ein Batch-Script, dass die Logdatei(en) beim Start des PC angezeigt werden und durch einen Tastendruck wieder geschlossen werden kann. Benutzer konnten mir die Einfachheit bestätigen. Zudem werden durch ein solches Verfahren auch andere Wissbegierige auf einem E-Mail-Transportweg außen vor gelassen.

Hinweise zu den Backup-Medien

Das schnellste Synchronisations-Verfahren nutzt nichts, wenn es an den Medien scheitert oder diese in fremde Hände gelangen.

Externe Festplatten

Empfehlung: Zum Anschluss bieten sich die schnellen USB3-Ports an. Meist an der blauen Farbe zu erkennen. Oder Sie besitzen einen externen SATA-Anschluß. Als Festplatte selbst, wäre eine mit M.2-Technologie empfehlenswert.

Netzlaufwerke, NAS

Empfehlung: Unterlassen Sie die Anbindung durch WLAN. Wireless LAN hat schon genug Probleme mit sich selbst und reduziert zusätzlich massiv die Backup-Geschwindigkeit.

Die Festplatten in einer NAS sollten sehr großzügig dimensioniert sein, also im Terabyte-Bereich. Daher eignen sich zur Zeit leider nur drehende Festplatten um die Kosten im Rahmen zu halten. Solche mit „Green“-Technologie sparen Strom, wenn die NAS so konfiguriert wurde.

Wenn es Ihnen möglich ist die Geschwindigkeit im LAN einzustellen, dann wählen Sie 100 Mbit, das ist schneller als 10 Mbit und sicherer als 1.000 Mbit / 1 GBit. Bei der Übertragung von 100 Mbit reichen auf kurze Distanz, etwa bis 20 Meter, „Cat 5“-Patchkabel. Auf längere Distanz, bis 100 m und darüber, sind doch „Cat 6“-Kabel vorzuziehen. Denn diese haben durch eine noch bessere Schirmung kaum Übertragungsverluste.

Falls Sie aber tatsächlich mindestens „Cat 6“-Patchkabel und „Cat 6“ oder „Cat 7“ Anschlüsse und Geräte durchgängig nutzen, dann ist natürlich auch 1 bis 10 GBit die beste Wahl. Im allgemeinen sind kleine Firmen und Privatpersonen nicht durchgängig mit höher als „Cat 5e“ ausgerüstet, da es meist überdimensioniert und kostspielig ist.

USB-Sticks

Das ist die riskanteste Mediennutzung. Meiner bescheidenen Meinung nach; seit USB-Speicher-Sticks aus recycelten SATA-Flash-Drives hergestellt werden, ist die Lebenserwartung immer geringer geworden.

Zudem ist mit USB-Sticks ein Datendiebstahl am einfachsten.

Sind Ihnen Ihre Daten wirklich wertvoll, dann nutzen Sie USB-Sticks als drittes Backup-Medium. die Kette wäre dann:

  1. NAS mit täglicher, oder noch öfterer, Synchronisation
  2. NAS gibt verschlüsselt ab zur Cloud, auch täglich
  3. NAS rotiert eine Sicherung auf 5 USB-Sticks von Montag bis Freitag

Cloud

Allein der Name zeigt, es handelt sich um das undurchsichtigste Medium. Daher wählen Sie unbedingt eine Cloud, die auch den Server-Standort mindestens in Europa, besser in Deutschland besitzt.

Fallen Sie nicht rein auf folgende Schlagwörter:

  • Kostenlos / Preiswerteste
  • Sicherste Cloud
  • Viele Funktionen
  • Mit Auszeichnung

Das alles gilt nichts bei einer Datenpanne. Vor einem deutschen Gericht zählt nur

  • Wo der Standort ist
  • Wird eine sichere Verbindung für die Übertragung genutzt
  • Sind die Daten verschlüsselt abgelegt

Vernichtung von Backup-Medien

Noch mehr Sicherheit benötigt die Vernichtung von Backup-Medien. Entweder physikalisch im Feuer völlig ausglühen oder schmelzen, dadurch wird die Magnetisierung geändert und damit auch die gespeicherten Werte komplett zur Sinnlosigkeit verändert.

Oder per Software mit einem Unix-Befehle wie „wipe“ oder „dd“ auf random.

Andere, beziehungsweise einfachere, Möglichkeiten habe ich noch nicht genutzt.

Die Methode mit dem Hammer bringt nichts, außer die innere Befriedigung irgend etwas getan zu haben. Die professionelle Datenrettung kann trotzdem die Daten wiederherstellen.

Bei Cloud-Sicherungen gilt das Versprechen, auch AGB´s, der Cloud-Anbieter. Sie, als Nutzer, hatten vorab die AGB gelesen, davon ist ja auszugehen.


In eigener Sache

Ge­ne­rell, es ist mein Werk und es wird so wie es ist, also ohne Garantien, öf­fent­lich zur Ver­fü­gung gestel­lt.

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