Linux – Windows-Programme am Beispiel von Photoimpact

Ein Windows-Programm funktioniert nicht so, wie es man erwartet?
Dann liegt es natürlich an Linux und an Wine! NEIN, so ist es nicht!

Am Beispiel von „Photoimpact“ vormals von Ulead und später von Corel, zeige ich, das es die Geldgier ist, warum manche Programme nicht korrekt laufen und zeige aber auch die Lösung!
Die zur Zeit letzte Version ist „Photoimpact X3“, wobei X3 für 13 steht, die aber als Unglückszahl gilt. Daher ist eine 13 nicht förderlich für den Verkauf, aber X3 schon.

Was bringt diese neue Version gegenüber den älteren?
An neuen Funktionen nichts ersichtliches, aber immerhin das Verkaufsargment, „neue“ Version!

Aber wie lange geht das schon so, das Nichts wirklich Neues im proprietären Quellcode ist?
Ich habe es ausprobiert.

Problem:
Mein Kunde wollte nicht sein, seit Jahren benutztes, „Photoimpact 12“ gegen Gimp oder Pinta eintauschen, also blieb mir nichts weiter übrig als Wine zu installieren und anschließend Photoimpact X3, wegen der Lizenz musten wir es neu kaufen. Doch es arbeitete mit Fehlern, unter anderm im freien Drehen von Bildern.
Damit mein Kunde sein geliebtes Photoimpact weiter benutzen kann, habe ich meine Lieblingsbeschäftigung getätigt, Nachdenken! Dabei viel mir ein, das ich selber unter „Windows 98“ das „Ulead Photoimpact“ nutzte.

Lösung:
In der Wine-Konfiguration unter Register „Anwendungen“ habe ich die beiden ausführbaren Dateien von Photoimpact „Iedit.exe“ und „Iedit_.exe“ mit „Windows 98“ emulieren lassen.

Ergebnis:
Komplette Gebrauchsfähigkeit von „Photoimpact X3“ hergestellt.

Das ist eine Leistung, ein Programm seit mindestens 1998 als „neu“ und „neue Version“ zu verkaufen, obwohl es erst unter „Windows 98“ wieder volle Kompatibilität erreicht. Ich hätte es auch unter „Windows 95“ und „Windows 3“ testen können, hatte aber wenig Zeit.

Damit hat das Programm einen Umwelt-Preis verdient, so oft wie es recycelt wurde.