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Sichere Cloud gemäß DSGVO

Es geht darum Daten zentral zu nützen, Daten zentral zu verwalten und dem Daten-Backup. Weiterhin sollen Daten unabhängig vom Standort oder Gerät permanent zur Verfügung stehen. Das ganze auch noch entsprechend der europäischen Datenschutz-Grundverordnung.

Bei einigen Firmen sehe ich zur Zeit eine fatale Entwicklung. Sie nutzen verschiedene us-amerikanische Clouds. Das ist in Deutschland und der gesamten EU verboten und steht unter Strafe!

Egal ob „Microsoft OneDrive“, Appels „iCloud“, „Amazon Drive“ oder „Google-Cloud-Dienste“. Firmendaten und Kundendaten dürfen nicht außerhalb der Europäischen Union gelagert werden! Und nein, die Schweiz gehört NICHT zur europäischen Union und betreibt außerdem einen effizienten Geheimdienst.

Hier zeige ich Lösungen und ein kostenfreies Beispiel mit der „MagentaCloud“.

Inhaltsverzeichnis

Lösungen

Das Einrichten der meisten Cloud-Lösungen ist recht einfach.

Einfache Lösungen

Sie nützen die deutschen oder europäischen Cloud-Anbieter mit deutschen Server-Standorten.

Kostenfreie Lösungen

Beispiele bekannte kostenfreie Anbieter sind:

  • Magenta Cloud
  • Web.de / GMX
  • Weitere Anbieter sind die bekannten und die weniger bekannten Webhoster in Deutschland mit Server-Standorten in Deutschland
  • Und wenn Sie eine Webseite haben, können Sie bestimmt auch den weiteren verfügbaren Speicherplatz als eigene Cloud nutzen.

Kostengünstige Lösungen

Weitere Anbieter sind die bekannten und die weniger bekannten Webhoster in Deutschland mit Server-Standorten in Deutschland.

Eigene Lösungen

Diese Lösungen sind, bis auf die einmaligen Hardwarekosten, ebenfalls kostenlos und haben viele Möglichkeiten.

NAS

Die günstigste und meist auch ausreichende Lösung sind die Netzwerkwerkspeicher, englisch „Network Attached Storage“, auch NAS. Das sind ausgewachsene Datei-Server für kleinen Preis mit hohen Skalierungs-Effekten bei Software und Speichergröße.

Diese Lösung mit der NAS ist meine bevorzugte Lösung für kleine Firmen bis zu einer dreistelligen Mitarbeiteranzahl mit aktiven Computerarbeitsplätzen. Dabei ist es unerheblich ob vor Ort, an mehreren Orten oder im Home-Office diese Arbeitsplätze sind.

Server

Ein moderner Server, also mit 19“ Racks, ist heutzutage meist mit speziellen Aufgaben belegt, wie beispielsweise Datenbanken zu verwalten. Für eine Cloud-Lösung ist es erst ab einer dreistelligen Mitarbeiterzahl sinnvoll, so meine Ansicht.

Beispiel der kostenfreien „MagentaCLOUD“

Die MagentaCLOUD wird mit dem Protokoll „WebDAV“ sinnvoll genutzt. So kann die MagentaCLOUD in den Dateimanager von Windows, macOS und Linux eingebunden werden, wie ein ganz normales Verzeichnis / Ordner.

Eckdaten

  • Kostenfreier 3 GB freien Speicher, als Telekom-Kunde sogar 15 GB
  • Server in Deutschland
  • TÜV geprüft
  • „MagentaCLOUD App“ für mobile Endgeräte

Einrichten der MagentaCLOUD mit WebDAV in Windows

  • Zuerst den Arbeitsplatz/Mein Computer/Computer/Dieser PC/Wurzel des Dateisystems öffnen
Arbeitsplatz
  • Dann „Netzlaufwerk verbinden“ auswählen, falls wider Erwarten „https“ nicht funktioniert, dann eben „davs“. Und „Fertig stellen“ anklicken.
Netzlaufwerk
  • Nun im nächsten Fenster die Zugangsdaten eingeben und mit „OK“ bestätigen. Übrigens, wer sein Passwort und seinen Benutzernamen merken kann, hat schlechte Sicherheitswörter ausgewählt. Einfach „KeePassXC“ verwenden und automatisch ausfüllen lassen.
webdav
  • Schon erscheint ein Verzeichnis im Windows-Explorer, auf das Sie ganz normal zugreifen können.
explorer

Einrichten der MagentaCLOUD mit WebDAV in Linux

Hier empfehle ich Gigolo. Zumindest richte ich damit innerhalb einer Minute die MagentaCLOUD mit WebDAV ein.

  1. Programm: Gigolo
  2. Menü: Aktionen
  3. Unterpunkt: VerbindenArt des Verbinden: WebDAV (sicher)
  4. Server: https://webdav.magentacloud.de bzw. davs://webdav.magentacloud.de
  5. Port: 443
  6. Order/Pfad/Verzeichnis: /
  7. Benutzer: <email@adresse.com>

Datenmenge im Backup

Die 3 GB sind nicht viel, werden sicherlich einige denken. Wenn ich aber 25 GB reine Daten speichern kann in den 3 GB, dann ist ist das schon was.

So funktioniert das mit den 25 GB innerhalb von 3 GB:

  • Explizit nur die reinen selbst erstellten Daten sichern und keine Programmdateien, denn diese erhalten Sie immer wieder aus der Installationsdatei
  • Die erzeugten Daten komprimieren, da reicht sogar der Dateimanager von Windows, der Explorer, aus
  • Bilder im Format WEBP speichern, das zur Zeit beste Bildformat mit Alpha-Kanal, mit der Möglichkeit von Animationen und der VP8-Technologie

Zu guter Letzt automatisiere ich diese Vorgänge, so dass der Computer selbst alles erledigt zum Feierabend inklusive Systembereinigung und Log-Dateien zum nachsehen.

Komprimierung

Wer bei dem Komprimieren das Programm 7-Zip nutzt, kann Passwörter mit AES-256 nutzen und auch die Dateinamen verschlüsseln. Zusätzlich Verkleinert das eigene 7z-Format nochmal mehr die Daten.

Die Office-Suite LibreOffice legt an sich schon komprimierte Dateien ab. Trotzdem kann es nicht schaden, diese Dateien nochmals zu komprimieren.

Das umwandeln von alten Pixel-Bildformat wie BMP, JPEG und PNG kann durch ein Script veranlasst werden. Hier sind auch nochmals etwa 30 Prozent an Datenmenge zu sparen. Werden noch unnötige EXIF-Daten entfernt sind es wieder einige Prozente der Einsparung mehr.

Skalierbare Vektor-Grafiken können mit dem Format SVGZ komprimiert werden.

Kollaboratives Arbeiten

Wenn die Daten nicht zusätzlich komprimiert und verschlüsselt werden, ist auch eine einfache Zusammenarbeit an Dokumenten möglich. Trotzdem kann jedes einzelne Dokument noch mit Passwort geschützt werden.


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