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Ständig Ärger mit „winmail.dat“

Dieser Beitrag soll helfen, das Problem mit den Anhang-Dateien „winmail.dat“ in den Griff zu bekommen. Viele ehrliche Computernutzer bekommen korrupte E-Mail-„winmail.dat“-Anhänge und hier werden die Lösungen beschrieben.

Die schnellste Lösung ist es, die Dateiendung „.dat“ in die vermutete Endung umzubenennen wie etwa „.pdf“. Selbstverständlich muss dazu unter Windows das Anzeigen aller Dateiendungen aktiviert sein, was für Microsoft keine Selbstverständlichkeit ist. Gerade das Ausblenden mit „Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden“ öffnet Tore für Virenangriffe, die bekanntlich zumeist über E-Mail-Attacken laufen.

Inhaltsverzeichnis

  • Weshalb bekomme ich nicht lesbare „winmail.dat“-Anhänge?
  • Lösung 1 – die schnellste Lösung
  • Lösung 2 – die beste Lösung
  • Lösung 3 – die schlechteste Lösung
  • Lösung 4 – die allerbeste Lösung

Weshalb bekomme ich nicht lesbare „winmail.dat“-Anhänge?

  • Weil Benutzer von „MS Outlook“ und „Windows Mail“ sich keine Gedanken um die Lesbarkeit ihrer E-Mails machen
  • Weil Benutzer von „MS Outlook“ und „Windows Mail“ rücksichtslos gegenüber anderen Programmen und Betriebssystemen sind
  • Weil Benutzer von „MS Outlook“ und „Windows Mail“ die Freiheit anderer Benutzer unterdrücken wollen mit ihren unfreien, also proprietären, Dateiformaten
  • Weil Firmen ihren ganzen Werbemüll ausschütten wollen, wie eigne Schriftart, eigene Logofarben und so weiter

Lösung 1 – die schnellste Lösung

Sie erwarten ein Foto im Anhang und erhalten „winmail.dat“. Speichern Sie Datei auf den Desktop oder einem Verzeichnis Ihrer Wahl und benennen die Datei um, beispielsweise von „winmail.dat“ in „Foto-01.jpg“.

Sollte das nicht funktionieren, öffnen man die abgespeicherte „winmail.dat“ mit den „Editor“ von Windows oder einem Hex-Editor, wie „mbedit“.

Meist kann man in der ersten Zeile oder im Header, selten am Ende im footer, das Format der Datei erkennen.

Lösung 2 – die beste Lösung

Die beste Lösung ist, das „MS Outlook“- und „Windows Mail“-Benutzer ihre Konfiguration einstellen, das andere Betriebssysteme und andere E-Mail-Programme die versendeten Anhänge in lesbare Formen erhalten.

Damit die E-Mails lesbar werden, muss der Versender in dem MS Outlook Menü auf Menü „Extras“ und Submenü „Optionen“ das E-Mail-Format auf „Verfassen im Nachrichtenformat“ → „Nur Text“ angegeben. Je nach Outlook-Version unterscheidet sich das Finden der Option „Nur Text“.
Bisherigen Empfänger muss mit Ihrem Adressbuch-Eintrag das Register von SMTP geändert werden.

Je nach Outlook-Version:

  • deaktivieren des Kontrollkästchen „Für diesen Empfänger immer Microsoft Exchange Rich-Text-Format verwenden“
  • Standard-Eigenschaften → Nachrichtenformat → „Exchange Rich-Text-Format“ → „Nie verwenden“
  • Outlook-Optionen → „Beim Senden von Nachrichten … „ → „in Nur-Text-Format konvertieren“
  • Outlook-Optionen → „Ändern Sie die Bearbeitungseinstellungen … „ → „Nachrichten in diesem Format verfassen“ → „Nur-Text“
  • E-Mail-Eigenschaften → „Internetformat“ → „Als Nur-Text senden“
  • Menü „TEXT FORMATIEREN“ → „Aa Nur Text“

Das selbe gilt auch für E-Mails aus „MS Word“ heraus.

Vorteile

Bei „Nur Text“-Format sind die E-Mails um ein Vielfaches kleiner und um ein Vielfaches schneller. Außerdem können diese E-Mails von jedem E-Mail-Client, E-Mail-Programm, und in jedem Betriebssystem gelesen werden.
Und Kunden können dann auch Aufträge bestätigen.

Lösung 3 – die schlechteste Lösung

Ja, es gibt auch Hilfsprogramme, um diese „winmail.dat“-Dateien lesbar zu machen. Wie diese drei Beispiele.

  • Winmail.dat Reader
  • Winmail Opener
  • WINMAIL.DAT Converter

Was auffällig ist, bei keinem dieser Programme fand ich auf die Schnelle eine ursprüngliche Webseite UND keines dieser Programme ist Open-Source-Software. Damit entsteht der Umkehrschluss, im bestem Falle ist keines dieser Programme vertrauenswürdig. Im schlimmsten Falle arbeiten diese Programme auch andere Dinge im Hintergrund ab.

Außerdem gibt es bei diesen Programmen Einschränkungen wie beispielsweise eine Beschränkung auf 2 MB oder/und die Programme sind nur Online zu nutzen. Also die freiwillige Abgabe der Datei an andere Personen.

Lösung 4 – die allerbeste Lösung

Wer sich nicht von „MS Outlook“, „Windows Mail“ und anderen Kommunikationsplattformen von Microsoft gefangen nehmen lassen will, nimmt die professionelle Open-Source-Software.

Beispielsweise ist das E-Mail-Programm „Thunderbird“ eine freie Open-Source-Software. Sie versendet in alle Betriebssysteme und E-Mail-Programme einfach lesbare E-Mails.

„Thunderbird“ bietet mehr Möglichkeiten als „MS Outlook“, da es mit anderer Open-Source-Software modular erweitert werden kann.


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