Sichere Cloud gemäß DSGVO

Es geht darum Daten zentral zu nützen, Daten zentral zu verwalten und dem Daten-Backup. Weiterhin sollen Daten unabhängig vom Standort oder Gerät permanent zur Verfügung stehen. Das ganze auch noch entsprechend der europäischen Datenschutz-Grundverordnung.

Bei einigen Firmen sehe ich zur Zeit eine fatale Entwicklung. Sie nutzen verschiedene us-amerikanische Clouds. Das ist in Deutschland und der gesamten EU verboten und steht unter Strafe!

Egal ob „Microsoft OneDrive“, Appels „iCloud“, „Amazon Drive“ oder „Google-Cloud-Dienste“. Firmendaten und Kundendaten dürfen nicht außerhalb der Europäischen Union gelagert werden! Und nein, die Schweiz gehört NICHT zur europäischen Union und betreibt außerdem einen effizienten Geheimdienst.

Hier zeige ich Lösungen und ein kostenfreies Beispiel mit der „MagentaCloud“.

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robocopy – zeitgesteuert laufen lassen

Der Beitrag ist eine Weiterführung des Beitrages „robocopy – schnelles Backup in Windows„.
Hier werden die Möglichkeiten der zeitlichen Planung von robocopy-Anweisungen erklärt.

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  • Permanente und kurz-periodische Sicherung
  • Tägliche Sicherung
  • Abgebrochene Sicherung fortführen
  • Wochen- und längerfristige Planung
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robocopy – schnelles Backup in Windows

Jetzt oute ich mich: Terminalprogramme sind ein Quell der Freude! Meist sind die Konsolenprogramme klein, schnell und effizient, ganz nach dem KISS-Prinzip.
Und Microsoft hat mit „robocoby“ ein ansehnliches Produkt geschaffen, um komfortable Datensicherungen durchzuführen. Ich beziehe mich in diesem Beitrag auf die robocopy-Version in „Microsoft Windows [Version 10.0.19042.868]“.
Hier gebe ich einige Hinweise zur Nutzung.

Inhaltsverzeichnis

  • Lizenz
  • Einsatzgebiete
  • Vorteile
  • Nachteile
  • Funktionsweise
  • Syntax
  • Option „/MT“
  • Szenario
  • Weitere Informationen
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/home umziehen oder Wohnungswechsel

Problem
Die alte Partition oder die alte Festplatte ist zu klein geworden für die eignen Daten. Oder eine schnelle ssd-Festplatte soll jetzt das neue zu Hause werden.

Lösung
Umzug des /home-Verzeichnis auf eine zusätzlich Partition oder/und Festplatte ohne Neuinstallation des bestehenden System.


Inhaltsverzeichnis

Vorwort
1. Vorbereitungen
2. In der Konsole arbeiten
3. Neue /home-Partition einhängen
4. Dateien vom alten /home in das neue /home-Verzeichnis kopieren
5. Altes /home-Verzeichnis löschen
6. Neues /home-Verzeichnis zum booten eintragen
7. reboot
Quellen


Vorwort

Dieser Artikel gilt für Ubuntu-Derivate, für andere Debian-basierenden Distros sind teilweise andere Vorgehensweisen nötig, beispielsweise statt sudo, dann su, wenn man selbst nicht als sudoer eingetragen ist.
Zu beachten ist, dass hier alle Benutzer von /home, außer root, umziehen.
Zu beachten sind außerdem alle Schrägstriche, Anführungszeichen und sonstige Notifikationen; wird ein Zeichen zu viel oder zu wenig gesetzt, wird der Befehl nicht oder sogar falsch ausgeführt, was beispielsweise bei dem Befehl

rm

verheerend sein kann.


1. Vorbereitungen

1.1. Zuerst den Speicherplatz
von /home ermittelt mit
Terminaleingabe:

du -sh /home

Terminalausgabe:

548G	/home

Eine grafische Lösung wäre „gnome-disk-utility“.
1.2. Nun ein Backup
für unvorhergesehen Ereignisse oder geplantes Wiederherstellen durchführen, das Programm „grsync“ wäre eine grafische Lösung. Nicht die „versteckten“ Dateien und Verzeichnisse vergessen, diese beginnen mit einem Punkt im Namen.
1.3. Dann eine neue oder leere Partition
, mit gewünschter Größe auf vorhandener oder zusätzlicher Festplatte erstellen, das Programm „gparted“ wäre eine grafische Lösung. Die Größe sollte mindestens dem Speicherplatz der bisherigen Speichergröße und zusätzlich 20% sein, wegen der temporären Verzeichnisse.


2. In der Konsole arbeiten

2.1. Für ein fehlerfreies Arbeitenwird jetzt die grafische Oberfläche verlassen mit einer Tastenkombination.

Strg+Alt+F1 # bis F6

2.2. Login mit eigenem Benutzernamen und dem dazugehörigem Passwort.
2.3. Administrative root-Rechte für die nachfolgenden Befehle holen und auf die oberste Ebene „/“ gehen.

sudo -s
cd /

3. Neue /home-Partition einhängen

3.1. Eine detailreiche Übersicht der bestehenden Portionen und Festplatten holen.

fdsik -l

3.2. Die Bezeichnung der neuen Partition notieren, etwa wie folgt und hier im weiterem als Beispiel verwendet.

sda3

3.3. Nun ein temporären Verzeichnis erstellen.

mkdir /mnt/tmp

3.4. Diese Verzeichnis in der neuen /home-Partition mounten.

mount /dev/sda3 /mnt/tmp

4. Dateien vom alten /home in das neue /home-Verzeichnis kopieren

4.1. Ein exaktes kopieren mit Prüfung

rsync -avx --progress /home/ /mnt/tmp

4.2. oder schneller kopieren.

cp -avx /home/* /mnt/tmp

4.3. Die neue Partition wird jetzt mounten.

mount /dev/sda3 /home

4.4. Die neue Partition überprüfen.

du -sh /home; mount|grep /home

Die Ausgabe sollte etwa so aussehen.

548G	/home
dev/sda3 on /home type ext4 (rw)

5. altes /home-Verzeichnis löschen

5.1. Ich gehe davon aus, dass das Backup erstellt wurde :-)
5.2. Nun das alte /home-Verzeichnis unmounten.

umount /home

5.3. jetzt kann es rekursiv gelöscht werden.

rm -rf /home/*

6. neues /home-Verzeichnis zum booten eintragen

6.1. Die Identifikation der /home-Partition ermitteln.

blkid

Hier eine beispielhafte Ausgabe.

/dev/sda1: UUID="xxx-x … x-123" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-01"
/dev/sda2: UUID="xxx-x … x-345" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-02"
/dev/sda3: UUID="xxx-x … x-678" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-03"

6.2. Nun die identifizierte Partitionzusätzlich in die Datei „/etc/fstab“ am Ende eintragen mit Hilfe eines Konsoleneditors wie „vi“, „vim“ oder „nano“ als benutzerfreundlichstem.

nano /etc/fstab

6.3. Der zusätzliche Beispieleintrag sehe wie folgt aus.

# /dev/sda3 Die Raute zeigt diesen Text als hilfreichen Kommentar.
UUID=xxx-x … x-678  /home   ext4   defaults   0 2
Bitte eine Leerzeile am Ende belassen.

Speichern in „nano“, „O“ ist ein Buchstabe.

Strg+O

Und „Nano“ beenden.

Strg+X

7. reboot

reboot

Quellen

Praxis: Diese Anleitung wurde praktisch und mit Erfolg angewendet.
Inspiration: https://wiki.ubuntuusers.de/Home_umziehen/
Bild: Frank Rosenberger

„Grsync“ inkrementelles Backup mit Ausschluss von Verzeichnissen

Der Sinn von Backups ist in diesem Beitrag nicht Gegenstand.

Inhaltsverzeichnis

  1. Inkrementelles Backup
  2. Vorbereitungen
  3. Der Befehle rsync mit der grafischen Aufsatz „Grsync“.
  4. Ausschluss von Dateien und Verzeichnissen
  5. Verweise

Inkrementelles Backup
In dieser Art werden nur geänderte Dateien und Verzeichnisse mit einem schon vorhandenem Backup synchronisiert. Nur beim erstmaligen Benutzung der inkrementellen Synchronisation, wird ein komplettes Backup erstellt.
Die Vorteile dieser Art von Backup liegt darin:

  • es dauert nur wenige Sekunden auf SSD-Festplatten
  • es dauert nur wenige Minuten auf HDD-Festplatten
  • es kann täglich ohne Mehraufwand durchgeführt werden, auf dem 1. Backup-Medium
  • es kann wöchentlich ohne Mehraufwand durchgeführt werden, auf dem 2. Backup-Medium

Vorbereitungen
Damit nur relevante Daten gesichert werden sind muss eine Bereinigung von unnötigen Daten durchgeführt werden. Wenn Sie es nicht wissen wie, nehmen Sie bleachbit zu Hilfe. Nur wenn Sie wirklich wissen was Sie tun, sollten einmal im Monat die verwaisten Pakete und doppelte Dateien entfernt werden.


Der Befehle rsync mit der grafischen Aufsatz „Grsync“.
Grsync-01


Ausschluss von Dateien und Verzeichnissen
Der Ausschluss erfolgt so, das der Pfad im jeweiligen Verzeichnis beginnt.

Beispiel mit Grsync unter „Erweiterte Optionen“

--exclude=/.config/geheimes-verzeichnis

Beispiel mit rsync im Terminal

rsync -r -t -v --progress --delete --size-only -s --exclude=/.config/geheimes-verzeichnis //home/ /media/home/

Vorsicht, oft wird der gesamte Pfad eingetragen, das ist dann Wirkungslos.
Falsches Beispiel

--exclude=/home/user/.config/geheimes-verzeichnis

Verweise
Datensicherung – Backup
Superschnell ISO-Datei erstellen von CD oder DVD mit Befehl „dd“
Windows-Umzug von HDD auf SSD
Windows zu Linux – der Umstieg

Superschnell ISO-Datei erstellen von CD oder DVD mit Befehl „dd“

Problem:
Eine CD oder eine DVD mal schnell in eine ISO-Datei kopieren.
Leider haben grafische Programme, wie Xfburn und Brasero, keine schnelle Lösung parat.
Anderseits fehlen aus patentrechtlichen Gründen oft Programmbibliotheken, wie libdvdcss.

Lösung:
Natives Linux und Unix-Derivate akzeptieren die Patente und lesen den Inhalt gar nicht erst, wenn es nicht erforderlich ist, wie bei dem Bit-genauen kopieren. Auch noch Super, es werden keine root-Rechte wie root, su oder sudo benötigt.
ACHTUNG, bei falscher Anwendung zerstören Sie Ihr installiertes System. Eventuell ist für Sie die grafische Lösung, siehe unten, die sichere Lösung.

Beispiel:
dd if=/dev/sr0 of=IMAGE.iso
dd ist der Befehl für Diskdump
if ist die Quelldatei, in unserem Fall das erste CD/DVD-Laufwerk
of ist die Ausgabedatei, in unserem Fall einfach ins eigene home-Verzeichnis als IMAGE.iso

amnesia@amnesia:~$ dd if=/dev/sr0 of=IMAGE.iso
1158408+0 Datensätze ein
1158408+0 Datensätze aus
593104896 Bytes (593 MB) kopiert, 185,919 s, 3,2 MB/s
amnesia@amnesia:~$

Weitere Infos:
https://wiki.ubuntuusers.de/dd
https://de.wikipedia.org/wiki/Dd_%28Unix%29


Wer mehr Zeit hat, gerne auch mit GUI:
gnome-disks oder gnome-disk-utility und über Einstellungen, das Zahnrad-Symbol.

gnome-disks-01
Hier gnome-disks in Einstellungen -> Geräte -> Laufwerke unter Xubuntu 16.04 Alpha.


gnome-disks-02
Genauso wie CD und DVD können Sie auch laufende Systeme kopieren um einen zweiten, fast identischen, Rechner zu besitzen oder ein Backup.
Übrigens, Linux sucht bei jedem Start neue Hardware und installiert diese ohne unnötige Meldungen. Unter Windows waren Sie gewohnt Treiber zu suchen und jedes Windows für jede Hauptplatine und übrige Hardware neu zu installieren.


gnome-disks-03
Den Speicherort und den Namen des Abbildes, englisch Image, können Sie selbst wählen mit der Endung „.img“.

Windows-Umzug von HDD auf SSD

Mit der Zeit wird die System-Festplatte zu klein in einem Windows 7- oder Windows 8-Computer.

Dieser Artikel ist etwas größer als die meisten von mir. Doch das Betriebssystem ist die Grundlage eines Computers um damit Aufgaben erledigen zu können. Gerade Windows ist ein sensibler Patient. Der Artikel trifft auch auf den Umzug von Windows von SSD auf SSD und von HDD auf HDD zu. Im wesentlichem geht es darum, ob 2 Stunden oder 2 Tage für den Umzug benötigt werden.

Vorrausetzungen für das Verständnis sind grundlegende Kenntnisse für Betriebssysteme im Allgemeinen. Zum Beispiel sollte man wissen was ein „Drop-Down-Menu“ ist, wie Laufwerke in Unix-artigen Systemen bezeichnet werden, was Funktionstasten sind und was ein iso-Image ist.

Der Artikel ist in Kapitel unterteilt.
Das sind die Ursachen, weshalb die Festplatte zu klein wird.
Windows und Programme neu installieren oder alles komplett kopieren?
Bevor man die Festplatte wechselt
Weitere Vorbereitungen
Jetzt geht es los!
Nun der eigentliche Kopiervorgang.
Der erste Start mit der neuen Festplatte.


Das sind die Ursachen, weshalb die Festplatte zu klein wird.

  • Windows-Updates der defekten Windows-Updates sind beide die ersten Platzverschwender.
  • Meist sind die „optionalen Windows-Updates“ überhaupt nicht für deutschsprachige Länder relevant und erst recht nicht auf dem eigenen Computer notwendig.
  • Neue Programmversionen mit vielen neuen Funktionen sind größer.
  • Neue Programme wurden notwendig.
  • Neue Plug-Ins und Add-Ons für das jeweilige Programm.
  • Manchmal wird für fachspezifische Software jeweils eine bestimmte und veraltete Zusatzsoftware benötigt zu den ohnehin schon installierten neuesten Versionen. Die Kandidaten sind meist: Java, AdobeReader, veraltete Datenbank-Maschinen, .NET-Versionen von Microsoft oder gar verschiedene „VirtualPC“, „XP-Modus“ oder „Hyper-V“ von Microsoft.
  • Weitere unnötige Programme werden durch die „Einfache / Schnelle Installation“ als unerwünschte Huckepack-Programme installiert.
  • Vorinstallierte und meist unnötige Software bei der damaligen Auslieferung, machen sich auf der Festplatte breit.
  • Treiber eines 2. Druckers und anderer Zweit-Geräte sind dazu gekommen.
  • Die Datenbanken von Kunden, aufgehobenen E-Mails und weitere, wurden immer größer.
  • Der Ordner „Eigene Dateien“ oder „Users“ liegt auf der System-Festplatte.

Windows und Programme neu installieren oder alles komplett kopieren, 2 Tage oder 2 Stunden?

Jetzt die Überlegungen ob alles neu installiert werden muss oder das bestehende System übernommen werden soll.
Bei einer kompletten Neuinstallation dauert es etwa einen ganzen Tag und einen 2.  und 3. Tag der Prüfung und Nach-Installationen von fehlenden Elementen, wie Datenbanken der E-Mails und der Adressbücher sowie Plug-Ins und Add-Ons, dazu kommen die individuellen Einstellungen von Programmen mit ihren jeweiligen Lizenzen. Zum Schluss fehlen doch noch die entscheidenden Passwörter und der Spruch kommt „Nichts geht!“. Ach so, ganz zum Ende der fertigen Einrichtung des neuen Systems bemerkt man, das wichtige Daten doch nicht in einem Backup mit aufgenommen wurden.
Bei einem Kopieren des bestehenden Systems sind 2 Stunden direktes Arbeiten notwendig und Vorbereitungen, die aber während des laufenden Betriebes und des Arbeiten am PC vorgenommen werden können.


Bevor man die Festplatte wechselt

Eine Systempflege ist wichtig, damit nicht der unnötige Ballast mit auf die neue Festplatte kommt. Die Minimal-Bereinigung sieht so aus:

  1. Im Software-Manager überflüssige Software deinstallieren.
  2. Alle Papierkörbe leeren in Windows, E-Mail-Programmen und sonstigen Programmen.
  3. Windows-Reinigungsprogramm starten.
    1. Windows 8 auf rechte untere Ecke mit Maus fahren und auf das Suchsymbol klicken und „cmd“ eingeben und Enter-Taste. Zur Unterstützung siehe das 1. Bild unten.
    2. Windows 7 Startmenü öffnen und im Feld „Programme/Dateien durchsuchen“ und die Buchstaben „cmd“ eingeben und Enter-Taste
    3. Im folgenden Terminal „cleanmgr.exe“ eingeben und Enter-Taste.
    4. Nun werden die Informationen der zu löschende Daten gesammelt und etwa 1 Minute später im darauf folgendem Ergebnisfenster aufgelistet. Alle Optionen einbeziehen! Und dann die Daten löschen.
  4. Den Virenscanner auf maximale Scann- und Lösch-Optionen einstellen und auf der Festplatte nach Viren scannen und diese auch löschen.
  5. Festplatte defragmentieren, damit der Kopiervorgang schneller abläuft.

Die Maximal-Bereinigung, NUR für Profis, bezieht Bleachbit, scannen nach doppelten Dateien und Scandisk mit der Option -F sowie Reinigung und Defragmentierung der Registry ein.


Weitere Vorbereitungen

  • Eine Original Windows-DVD mit genau der jeweiligen Version, wie „Windows 7 Professional 64 Bit mit SP1“ muss vorrätig sein. Wenn nicht, dann die ISO-Datei herunterladen und auf eine leere DVD brennen. Aber nicht die einzelne Datei sondern als erkanntes Image.
  • Ein Linux-DVD herunterladen, empfehle Linux-Mint mit Mate in 64-bit und in neuester Version, da dort das Programm „Gpardet“ schon enthalten ist, und ebenfalls auf DVD brennen und/oder mit UNetbootin auf einen USB-Stick installieren. Danach, eventuell mit Hilfe der Taste „F8“ und der Auswahl des zu bootenden Gerätes, durch den Start der Live-DVD überprüfen, ob richtig gebrannt wurde.
  • Back-up aller relevanter Daten ist wichtig! Also Programme und Windows nicht, denn die sind ja als CD oder DVD vorhanden.
  • Eine neue SSD-Festplatte kaufen, die mindestens doppelt, am besten 4x so groß ist. Also statt 256 GB alte Festplatte, dann 1 Terabyte große SSD-Festplatte.
  • Mindestens 2 Stunden ungestörte Zeit einplanen.
  • Ein Kreuzschraubendreher mittlerer Größe und einen zweiten kleineren.
  • Wichtig, immer daran denken den Stromnetzstecker ziehen beim Arbeiten im offenen Gehäuse!

Jetzt geht es los!

  1. Die Systempflege wurde durchgeführt, die weiteren Vorbereitungen sind auch abgeschlossen und der Computer ist ausgeschaltet.
  2. Jetzt einen geerdetes Metall berühren, wie ein Wasserhahn, danach den Strom-Netzstecker ziehen und das Gehäuse öffnen.
  3. Bei den meisten PC´s ist es die rechte Seite von hinten gesehen, dieses Seitenblech hat mehrere Lüftungslöcher.
  4. Wir erkennen von vorn oben das optische Laufwerk, CD und DVD, und weiter unten die Festplatte.
  5. Nun wird zusätzlich die neue Festplatte angesteckt. Entweder ist noch ein Datenkabel vorhanden oder man nimmt das Datenkabel vom optischen Laufwerk und einen mehrfarbigen Stromstecker. Sollte das optische Laufwerk abgeklemmt werden, so benötigen wir den vorbereiteten USB-Stick, andernfalls die gebrannte DVD mit dem Linux.
  6. Der PC kann geöffnet bleiben, Stromstecker einstecken und Start des PC´s.
  7. Sofort, noch bevor Windows bootet muss entweder mit der „Entf“-Taste oder „F1“-Taste oder „F2“ oder „Esc“ das BIOS-Setup geholt und danach eingestellt werden mit der Bootpriorität zuerst optisches Laufwerk oder USB-Wechseldatenträger.
  8. Oder mit der scheinbar einfacheren 2. Methode mit schnellen hämmern der „F8“-Taste oder „F12“-Taste oder „Esc“-Taste die Bootreihenfolge ändern. Nun wird entweder der optische Datenträger DVD oder der Wechseldatenträger USB als bootendes Medium gewählt. Das Zeitfenster für „F8“ ist aber so kurz, das es noch kein Kunde von mir es beim ersten Mal schaffte, daher bitte nicht verzweifeln. Zur Unterstützung siehe das 2. Bild unten.
  9. Beim Laden von Linux wird in Englisch die Tastatur und der Desktop gestartet. Im Startmenü und dort im „Control Center“ kann die Tastatur [Keyboard] auf deutsch eingestellt werden. Die Sprache des Desktop umzustellen lohnt nicht, denn die meisten Aufgaben können in Windows-Manier mit der Maus getätigt werden.

Nun der eigentliche Kopiervorgang.

  1. Im „Control Center“ ist bisher bei jeder Linux Mint-Ausgabe im Live-Modus, also nicht installiert, auch das Programm „GParted“ zu finden, mit dem der Kopiervorgang extrem einfach vollzogen werden kann. Zur Unterstützung siehe das 3. Bild unten.
  2. Das geöffnete „GParted“-Fenster zeigt rechts oben in einem Drop-Down-Menü alle vorhandenen Laufwerke an, im beispielhaftem Format „/dev/sda“ oder „/dev/hda“ für die alte Festplatte und „/dev/sdb“ oder „/dev/hdb/“ für die neue Festplatte.
  3. Mit rechtem Mausklick auf die zu kopierende Partition gehen und kopieren mit „Copy“ auswählen.
  4. Anschließend auf die neue Festplatte ebenfalls mit rechter Maus einfügen mit „Paste“, das war´s!
  5. Nicht ganz, bitte erst die Bootpartition kopieren und einfügen. Danach die Windows-Partition kopieren und einfügen.
  6. Nun den rechten Pfeil oben in der Mitte mit dem Blasentitel „Apply All Operations“ für Übernehmen drücken und schon ist es passiert.
  7. Zum Schluss die Bootpartition mit Boot-flag kennzeichnen.

So, das war der Kopiervorgang.
Nun alte Festplatte ausbauen, optisches Laufwerk anschließen, Gehäuse zuschrauben und Strom-Netzstecker anstecken und Startknopf am PC drücken.


Der erste Start mit der neuen Festplatte.

Jetzt wird der erste Start der neuen Festplatte möglicher Weise nicht vollzogen. Die Ursache ist das Zusammenspiel von unfreier Software mit der rigiden Lizenz-Politik von Microsoft. Zum Glück ändert sich das mit der „Windows 10“ komplett, ich denke das weiß Microsoft nicht mal selbst. Denn die glauben allen Ernstes eine Verkaufs-Plattform, und nichts anderes wird es wohl werden, auch noch verkaufen zu können.
Aber zurück zum erfolgreichen Start.
Um ein illegales Kopieren von Windows zu verhindern wird jedes Windows mit seinem Product-Key und einer zugehörigen Prüfsumme aus der vorhanden Hardware gebundelt.
Da eine neue Festplatte erstens die Gefahr birgt das Windows illegal zu kopieren und anderseits die neue Festplatte eine andere Prüfsumme ergibt, muss Windows mit einer „Reparatur“ zum Starten gebracht werden.
Die korrekte Windows-DVD-Version einlegen und mit der Taste „F8“, siehe oben „Jetzt geht es los!“ unter Punkt 7., und von der Windows DVD booten.
NICHT auf installieren klicken! Siehe links unten, dort wird die Reparatur angeboten unter dem Punkt „Computerreparaturoptionen“ und danach „Systemreparatur“. Es dauert nur eine Sekunde und schon ist die einzige brauchbare Datei von der DVD erstellt, jetzt den „Neustart“ bestätigen um die „Reparatur“ abzuschließen.
Unter Umständen wird die DVD nicht sofort als die „richtige“ erkannt, obwohl alle 3 Parameter stimmen, Windows-Version 7 oder 8, 32 oder 64-bit, Home oder Professional; dann hartnäckig noch weitere Versuche bis es klappt.

Der nächste erfolgreiche Start von Windows auf der größeren Festplatte ist das Resultat von der Unterstützung durch eine Linux-Live-DVD und einer einzigen Datei von der Windows-DVD.
Linux kann Windows helfen, Windows sich nicht mal selbst.


Bereinigung
umzug1


Auswahl des Boot-Gerätes
select-boot-device


„Control Center“ mit Tastatur-Einstellungsmöglichkeiten und GParted unsere Kopiersoftware
umzug2