/home umzie­hen oder Woh­nungs­wech­sel

Pro­blem
Die alte Par­ti­ti­on oder die alte Fest­plat­te ist zu klein gewor­den für die eig­nen Daten. Oder eine schnel­le ssd-Fest­plat­te soll jetzt das neue zu Hau­se wer­den.

Lösung
Umzug des /home-Ver­zeich­nis auf eine zusätz­lich Par­ti­ti­on oder/und Fest­plat­te ohne Neu­in­stal­la­ti­on des bestehen­den Sys­tem.


Inhalts­ver­zeich­nis

Vor­wort
1. Vor­be­rei­tun­gen
2. In der Kon­so­le arbei­ten
3. Neue /home-Par­ti­ti­on ein­hän­gen
4. Datei­en vom alten /home in das neue /home-Ver­zeich­nis kopie­ren
5. Altes /home-Ver­zeich­nis löschen
6. Neu­es /home-Ver­zeich­nis zum boo­ten ein­tra­gen
7. reboot
Quel­len


Vor­wort

Die­ser Arti­kel gilt für Ubun­tu-Deri­va­te, für ande­re Debi­an-basie­ren­den Dis­tros sind teil­wei­se ande­re Vor­ge­hens­wei­sen nötig, bei­spiels­wei­se statt sudo, dann su, wenn man selbst nicht als sudo­er ein­ge­tra­gen ist.
Zu beach­ten ist, dass hier alle Benut­zer von /home, außer root, umzie­hen.
Zu beach­ten sind außer­dem alle Schräg­stri­che, Anfüh­rungs­zei­chen und sons­ti­ge Noti­fi­ka­tio­nen; wird ein Zei­chen zu viel oder zu wenig gesetzt, wird der Befehl nicht oder sogar falsch aus­ge­führt, was bei­spiels­wei­se bei dem Befehl

rm

ver­hee­rend sein kann.


1. Vor­be­rei­tun­gen

1.1. Zuerst den Spei­cher­platz
von /home ermit­telt mit
Ter­mi­nal­ein­ga­be:

du -sh /home

Ter­mi­nal­aus­ga­be:

548G	/home

Eine gra­fi­sche Lösung wäre “gno­me-disk-uti­li­ty”.
1.2. Nun ein Back­up
für unvor­her­ge­se­hen Ereig­nis­se oder geplan­tes Wie­der­her­stel­len durch­füh­ren, das Pro­gramm „grsync“ wäre eine gra­fi­sche Lösung. Nicht die “ver­steck­ten” Datei­en und Ver­zeich­nis­se ver­ges­sen, die­se begin­nen mit einem Punkt im Namen.
1.3. Dann eine neue oder lee­re Par­ti­ti­on
, mit gewünsch­ter Grö­ße auf vor­han­de­ner oder zusätz­li­cher Fest­plat­te erstel­len, das Pro­gramm „gpar­ted“ wäre eine gra­fi­sche Lösung. Die Grö­ße soll­te min­des­tens dem Spei­cher­platz der bis­he­ri­gen Spei­cher­grö­ße und zusätz­lich 20% sein, wegen der tem­po­rä­ren Ver­zeich­nis­se.


2. In der Kon­so­le arbei­ten

2.1. Für ein feh­ler­frei­es Arbei­ten­wird jetzt die gra­fi­sche Ober­flä­che ver­las­sen mit einer Tas­ten­kom­bi­na­ti­on.

Strg+Alt+F1 # bis F6

2.2. Log­in mit eige­nem Benut­zer­na­men und dem dazu­ge­hö­ri­gem Pass­wort.
2.3. Admi­nis­tra­ti­ve root-Rech­te für die nach­fol­gen­den Befeh­le holen und auf die obers­te Ebe­ne “/” gehen.

sudo -s
cd /

3. Neue /home-Par­ti­ti­on ein­hän­gen

3.1. Eine detail­rei­che Über­sicht der bestehen­den Por­tio­nen und Fest­plat­ten holen.

fdsik -l

3.2. Die Bezeich­nung der neu­en Par­ti­ti­on notie­ren, etwa wie folgt und hier im wei­te­rem als Bei­spiel ver­wen­det.

sda3

3.3. Nun ein tem­po­rä­ren Ver­zeich­nis erstel­len.

mkdir /mnt/tmp

3.4. Die­se Ver­zeich­nis in der neu­en /home-Par­ti­ti­on moun­ten.

mount /dev/sda3 /mnt/tmp

4. Datei­en vom alten /home in das neue /home-Ver­zeich­nis kopie­ren

4.1. Ein exak­tes kopie­ren mit Prü­fung

rsync -avx --progress /home/ /mnt/tmp

4.2. oder schnel­ler kopie­ren.

cp -avx /home/* /mnt/tmp

4.3. Die neue Par­ti­ti­on wird jetzt moun­ten.

mount /dev/sda3 /home

4.4. Die neue Par­ti­ti­on über­prü­fen.

du -sh /home; mount|grep /home

Die Aus­ga­be soll­te etwa so aus­se­hen.

548G	/home
dev/sda3 on /home type ext4 (rw)

5. altes /home-Ver­zeich­nis löschen

5.1. Ich gehe davon aus, dass das Back­up erstellt wur­de :-)
5.2. Nun das alte /home-Ver­zeich­nis unmoun­ten.

umount /home

5.3. jetzt kann es rekur­siv gelöscht wer­den.

rm -rf /home/*

6. neu­es /home-Ver­zeich­nis zum boo­ten ein­tra­gen

6.1. Die Iden­ti­fi­ka­ti­on der /home-Par­ti­ti­on ermit­teln.

blkid

Hier eine bei­spiel­haf­te Aus­ga­be.

/dev/sda1: UUID="xxx-x … x-123" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-01"
/dev/sda2: UUID="xxx-x … x-345" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-02"
/dev/sda3: UUID="xxx-x … x-678" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-03"

6.2. Nun die iden­ti­fi­zier­te Par­ti­ti­on­zu­sätz­lich in die Datei “/etc/fstab” am Ende ein­tra­gen mit Hil­fe eines Kon­so­len­edi­tors wie „vi“, „vim“ oder „nano“ als benut­zer­freund­lichs­tem.

nano /etc/fstab

6.3. Der zusätz­li­che Bei­spiel­ein­trag sehe wie folgt aus.

# /dev/sda3 Die Raute zeigt diesen Text als hilfreichen Kommentar.
UUID=xxx-x … x-678  /home   ext4   defaults   0 2
Bitte eine Leerzeile am Ende belassen.

Spei­chern in “nano”, “O” ist ein Buch­sta­be.

Strg+O

Und “Nano” been­den.

Strg+X

7. reboot

reboot

Quel­len

Pra­xis: Die­se Anlei­tung wur­de prak­tisch und mit Erfolg ange­wen­det.
Inspi­ra­ti­on: https://wiki.ubuntuusers.de/Home_umziehen/
Bild: Frank Rosen­ber­ger

Ran­som und Back­up

Aus mei­ner Sicht gibt es meh­re­re Schutz­maß­nah­men gegen­über Ver­schlüs­se­lungs­soft­ware von Erpres­sern. Doch nur in ihrer Sum­me sind die­se Maß­nah­men erfolg­reich.

Inhalts­ver­zeich­nis

Ran­som und Back­up wei­ter­le­sen

Grsync” inkre­men­tel­les Back­up mit Aus­schluss von Ver­zeich­nis­sen

Der Sinn von Back­ups ist in die­sem Bei­trag nicht Gegen­stand.

Inhalts­ver­zeich­nis

  1. Inkre­men­tel­les Back­up
  2. Vor­be­rei­tun­gen
  3. Der Befeh­le rsync mit der gra­fi­schen Auf­satz “Grsync”.
  4. Aus­schluss von Datei­en und Ver­zeich­nis­sen
  5. Ver­wei­se

Inkre­men­tel­les Back­up
In die­ser Art wer­den nur geän­der­te Datei­en und Ver­zeich­nis­se mit einem schon vor­han­de­nem Back­up syn­chro­ni­siert. Nur beim erst­ma­li­gen Benut­zung der inkre­men­tel­len Syn­chro­ni­sa­ti­on, wird ein kom­plet­tes Back­up erstellt.
Die Vor­tei­le die­ser Art von Back­up liegt dar­in:

  • es dau­ert nur weni­ge Sekun­den auf SSD-Fest­plat­ten
  • es dau­ert nur weni­ge Minu­ten auf HDD-Fest­plat­ten
  • es kann täg­lich ohne Mehr­auf­wand durch­ge­führt wer­den, auf dem 1. Back­up-Medi­um
  • es kann wöchent­lich ohne Mehr­auf­wand durch­ge­führt wer­den, auf dem 2. Back­up-Medi­um

Vor­be­rei­tun­gen
Damit nur rele­van­te Daten gesi­chert wer­den sind muss eine Berei­ni­gung von unnö­ti­gen Daten durch­ge­führt wer­den. Wenn Sie es nicht wis­sen wie, neh­men Sie bleachbit zu Hil­fe. Nur wenn Sie wirk­lich wis­sen was Sie tun, soll­ten ein­mal im Monat die ver­wais­ten Pake­te und dop­pel­te Datei­en ent­fernt wer­den.


Der Befeh­le rsync mit der gra­fi­schen Auf­satz “Grsync”.
Grsync-01


Aus­schluss von Datei­en und Ver­zeich­nis­sen
Der Aus­schluss erfolgt so, das der Pfad im jewei­li­gen Ver­zeich­nis beginnt.

Bei­spiel mit Grsync unter “Erwei­ter­te Optio­nen”

--exclude=/.config/geheimes-verzeichnis

Bei­spiel mit rsync im Ter­mi­nal

rsync -r -t -v --progress --delete --size-only -s --exclude=/.config/geheimes-verzeichnis //home/ /media/home/

Vor­sicht, oft wird der gesam­te Pfad ein­ge­tra­gen, das ist dann Wir­kungs­los.
Fal­sches Bei­spiel

--exclude=/home/user/.config/geheimes-verzeichnis

Ver­wei­se
Daten­si­che­rung – Back­up
Super­schnell ISO-Datei erstel­len von CD oder DVD mit Befehl „dd“
Win­dows-Umzug von HDD auf SSD
Win­dows zu Linux – der Umstieg

Super­schnell ISO-Datei erstel­len von CD oder DVD mit Befehl “dd”

Pro­blem:
Eine CD oder eine DVD mal schnell in eine ISO-Datei kopie­ren.
Lei­der haben gra­fi­sche Pro­gram­me, wie Xfburn und Bra­se­ro, kei­ne schnel­le Lösung parat.
Ander­seits feh­len aus patent­recht­li­chen Grün­den oft Pro­gramm­bi­blio­the­ken, wie lib­dvdcss.

Lösung:
Nati­ves Linux und Unix-Deri­va­te akzep­tie­ren die Paten­te und lesen den Inhalt gar nicht erst, wenn es nicht erfor­der­lich ist, wie bei dem Bit-genau­en kopie­ren. Auch noch Super, es wer­den kei­ne root-Rech­te wie root, su oder sudo benö­tigt.
ACHTUNG, bei fal­scher Anwen­dung zer­stö­ren Sie Ihr instal­lier­tes Sys­tem. Even­tu­ell ist für Sie die gra­fi­sche Lösung, sie­he unten, die siche­re Lösung.

Bei­spiel:
dd if=/dev/sr0 of=IMAGE.iso
dd ist der Befehl für Disk­dump
if ist die Quell­da­tei, in unse­rem Fall das ers­te CD/DVD-Lauf­werk
of ist die Aus­ga­be­da­tei, in unse­rem Fall ein­fach ins eige­ne home-Ver­zeich­nis als IMAGE.iso

amnesia@amnesia:~$ dd if=/dev/sr0 of=IMAGE.iso
1158408+0 Datensätze ein
1158408+0 Datensätze aus
593104896 Bytes (593 MB) kopiert, 185,919 s, 3,2 MB/s
amnesia@amnesia:~$

Wei­te­re Infos:
https://wiki.ubuntuusers.de/dd
https://de.wikipedia.org/wiki/Dd_%28Unix%29


Wer mehr Zeit hat, ger­ne auch mit GUI:
gnome-disks oder gnome-disk-utility und über Ein­stel­lun­gen, das Zahn­rad-Sym­bol.

gnome-disks-01
Hier gnome-disks in Ein­stel­lun­gen -> Gerä­te -> Lauf­wer­ke unter Xubun­tu 16.04 Alpha.


gnome-disks-02
Genau­so wie CD und DVD kön­nen Sie auch lau­fen­de Sys­te­me kopie­ren um einen zwei­ten, fast iden­ti­schen, Rech­ner zu besit­zen oder ein Back­up.
Übri­gens, Linux sucht bei jedem Start neue Hard­ware und instal­liert die­se ohne unnö­ti­ge Mel­dun­gen. Unter Win­dows waren Sie gewohnt Trei­ber zu suchen und jedes Win­dows für jede Haupt­pla­ti­ne und übri­ge Hard­ware neu zu instal­lie­ren.


gnome-disks-03
Den Spei­cher­ort und den Namen des Abbil­des, eng­lisch Image, kön­nen Sie selbst wäh­len mit der Endung “.img”.

Win­dows-Umzug von HDD auf SSD

Mit der Zeit wird die Sys­tem-Fest­plat­te zu klein in einem Win­dows 7- oder Win­dows 8-Com­pu­ter.

Die­ser Arti­kel ist etwas grö­ßer als die meis­ten von mir. Doch das Betriebs­sys­tem ist die Grund­la­ge eines Com­pu­ters um damit Auf­ga­ben erle­di­gen zu kön­nen. Gera­de Win­dows ist ein sen­si­bler Pati­ent. Der Arti­kel trifft auch auf den Umzug von Win­dows von SSD auf SSD und von HDD auf HDD zu. Im wesent­li­chem geht es dar­um, ob 2 Stun­den oder 2 Tage für den Umzug benö­tigt wer­den.

Vor­rau­set­zun­gen für das Ver­ständ­nis sind grund­le­gen­de Kennt­nis­se für Betriebs­sys­te­me im All­ge­mei­nen. Zum Bei­spiel soll­te man wis­sen was ein “Drop-Down-Menu” ist, wie Lauf­wer­ke in Unix-arti­gen Sys­te­men bezeich­net wer­den, was Funk­ti­ons­tas­ten sind und was ein iso-Image ist.

Der Arti­kel ist in Kapi­tel unter­teilt.
Das sind die Ursa­chen, wes­halb die Fest­plat­te zu klein wird.
Win­dows und Pro­gram­me neu instal­lie­ren oder alles kom­plett kopie­ren?
Bevor man die Fest­plat­te wech­selt
Wei­te­re Vor­be­rei­tun­gen
Jetzt geht es los!
Nun der eigent­li­che Kopier­vor­gang.
Der ers­te Start mit der neu­en Fest­plat­te.


Das sind die Ursa­chen, wes­halb die Fest­plat­te zu klein wird.

  • Win­dows-Updates der defek­ten Win­dows-Updates sind bei­de die ers­ten Platz­ver­schwen­der.
  • Meist sind die “optio­na­len Win­dows-Updates” über­haupt nicht für deutsch­spra­chi­ge Län­der rele­vant und erst recht nicht auf dem eige­nen Com­pu­ter not­wen­dig.
  • Neue Pro­gramm­ver­sio­nen mit vie­len neu­en Funk­tio­nen sind grö­ßer.
  • Neue Pro­gram­me wur­den not­wen­dig.
  • Neue Plug-Ins und Add-Ons für das jewei­li­ge Pro­gramm.
  • Manch­mal wird für fach­spe­zi­fi­sche Soft­ware jeweils eine bestimm­te und ver­al­te­te Zusatz­soft­ware benö­tigt zu den ohne­hin schon instal­lier­ten neu­es­ten Ver­sio­nen. Die Kan­di­da­ten sind meist: Java, Adobe­Re­ader, ver­al­te­te Daten­bank-Maschi­nen, .NET-Ver­sio­nen von Micro­soft oder gar ver­schie­de­ne “Vir­tu­alPC”, “XP-Modus” oder “Hyper-V” von Micro­soft.
  • Wei­te­re unnö­ti­ge Pro­gram­me wer­den durch die “Ein­fa­che / Schnel­le Instal­la­ti­on” als uner­wünsch­te Hucke­pack-Pro­gram­me instal­liert.
  • Vor­in­stal­lier­te und meist unnö­ti­ge Soft­ware bei der dama­li­gen Aus­lie­fe­rung, machen sich auf der Fest­plat­te breit.
  • Trei­ber eines 2. Dru­ckers und ande­rer Zweit-Gerä­te sind dazu gekom­men.
  • Die Daten­ban­ken von Kun­den, auf­ge­ho­be­nen E-Mails und wei­te­re, wur­den immer grö­ßer.
  • Der Ord­ner “Eige­ne Datei­en” oder “Users” liegt auf der Sys­tem-Fest­plat­te.

Win­dows und Pro­gram­me neu instal­lie­ren oder alles kom­plett kopie­ren, 2 Tage oder 2 Stun­den?

Jetzt die Über­le­gun­gen ob alles neu instal­liert wer­den muss oder das bestehen­de Sys­tem über­nom­men wer­den soll.
Bei einer kom­plet­ten Neu­in­stal­la­ti­on dau­ert es etwa einen gan­zen Tag und einen 2.  und 3. Tag der Prü­fung und Nach-Instal­la­tio­nen von feh­len­den Ele­men­ten, wie Daten­ban­ken der E-Mails und der Adress­bü­cher sowie Plug-Ins und Add-Ons, dazu kom­men die indi­vi­du­el­len Ein­stel­lun­gen von Pro­gram­men mit ihren jewei­li­gen Lizen­zen. Zum Schluss feh­len doch noch die ent­schei­den­den Pass­wör­ter und der Spruch kommt “Nichts geht!”. Ach so, ganz zum Ende der fer­ti­gen Ein­rich­tung des neu­en Sys­tems bemerkt man, das wich­ti­ge Daten doch nicht in einem Back­up mit auf­ge­nom­men wur­den.
Bei einem Kopie­ren des bestehen­den Sys­tems sind 2 Stun­den direk­tes Arbei­ten not­wen­dig und Vor­be­rei­tun­gen, die aber wäh­rend des lau­fen­den Betrie­bes und des Arbei­ten am PC vor­ge­nom­men wer­den kön­nen.


Bevor man die Fest­plat­te wech­selt

Eine Sys­tem­pfle­ge ist wich­tig, damit nicht der unnö­ti­ge Bal­last mit auf die neue Fest­plat­te kommt. Die Mini­mal-Berei­ni­gung sieht so aus:

  1. Im Soft­ware-Mana­ger über­flüs­si­ge Soft­ware deinstal­lie­ren.
  2. Alle Papier­kör­be lee­ren in Win­dows, E-Mail-Pro­gram­men und sons­ti­gen Pro­gram­men.
  3. Win­dows-Rei­ni­gungs­pro­gramm star­ten.
    1. Win­dows 8 auf rech­te unte­re Ecke mit Maus fah­ren und auf das Such­sym­bol kli­cken und “cmd” ein­ge­ben und Enter-Tas­te. Zur Unter­stüt­zung sie­he das 1. Bild unten.
    2. Win­dows 7 Start­me­nü öff­nen und im Feld “Programme/Dateien durch­su­chen” und die Buch­sta­ben “cmd” ein­ge­ben und Enter-Tas­te
    3. Im fol­gen­den Ter­mi­nal “cleanmgr.exe” ein­ge­ben und Enter-Tas­te.
    4. Nun wer­den die Infor­ma­tio­nen der zu löschen­de Daten gesam­melt und etwa 1 Minu­te spä­ter im dar­auf fol­gen­dem Ergeb­nis­fens­ter auf­ge­lis­tet. Alle Optio­nen ein­be­zie­hen! Und dann die Daten löschen.
  4. Den Viren­scan­ner auf maxi­ma­le Scann- und Lösch-Optio­nen ein­stel­len und auf der Fest­plat­te nach Viren scan­nen und die­se auch löschen.
  5. Fest­plat­te defrag­men­tie­ren, damit der Kopier­vor­gang schnel­ler abläuft.

Die Maxi­mal-Berei­ni­gung, NUR für Pro­fis, bezieht Bleach­bit, scan­nen nach dop­pel­ten Datei­en und Scan­disk mit der Opti­on -F sowie Rei­ni­gung und Defrag­men­tie­rung der Regis­try ein.


Wei­te­re Vor­be­rei­tun­gen

  • Eine Ori­gi­nal Win­dows-DVD mit genau der jewei­li­gen Ver­si­on, wie “Win­dows 7 Pro­fes­sio­nal 64 Bit mit SP1” muss vor­rä­tig sein. Wenn nicht, dann die ISO-Datei her­un­ter­la­den und auf eine lee­re DVD bren­nen. Aber nicht die ein­zel­ne Datei son­dern als erkann­tes Image.
  • Ein Linux-DVD her­un­ter­la­den, emp­feh­le Linux-Mint mit Mate in 64-bit und in neu­es­ter Ver­si­on, da dort das Pro­gramm “Gpar­det” schon ent­hal­ten ist, und eben­falls auf DVD bren­nen und/oder mit UNet­boo­tin auf einen USB-Stick instal­lie­ren. Danach, even­tu­ell mit Hil­fe der Tas­te “F8” und der Aus­wahl des zu boo­ten­den Gerä­tes, durch den Start der Live-DVD über­prü­fen, ob rich­tig gebrannt wur­de.
  • Back-up aller rele­van­ter Daten ist wich­tig! Also Pro­gram­me und Win­dows nicht, denn die sind ja als CD oder DVD vor­han­den.
  • Eine neue SSD-Fest­plat­te kau­fen, die min­des­tens dop­pelt, am bes­ten 4x so groß ist. Also statt 256 GB alte Fest­plat­te, dann 1 Tera­byte gro­ße SSD-Fest­plat­te.
  • Min­des­tens 2 Stun­den unge­stör­te Zeit ein­pla­nen.
  • Ein Kreuz­schrau­ben­dre­her mitt­le­rer Grö­ße und einen zwei­ten klei­ne­ren.
  • Wich­tig, immer dar­an den­ken den Strom­netz­ste­cker zie­hen beim Arbei­ten im offe­nen Gehäu­se!

Jetzt geht es los!

  1. Die Sys­tem­pfle­ge wur­de durch­ge­führt, die wei­te­ren Vor­be­rei­tun­gen sind auch abge­schlos­sen und der Com­pu­ter ist aus­ge­schal­tet.
  2. Jetzt einen geer­de­tes Metall berüh­ren, wie ein Was­ser­hahn, danach den Strom-Netz­ste­cker zie­hen und das Gehäu­se öff­nen.
  3. Bei den meis­ten PC´s ist es die rech­te Sei­te von hin­ten gese­hen, die­ses Sei­ten­blech hat meh­re­re Lüf­tungs­lö­cher.
  4. Wir erken­nen von vorn oben das opti­sche Lauf­werk, CD und DVD, und wei­ter unten die Fest­plat­te.
  5. Nun wird zusätz­lich die neue Fest­plat­te ange­steckt. Ent­we­der ist noch ein Daten­ka­bel vor­han­den oder man nimmt das Daten­ka­bel vom opti­schen Lauf­werk und einen mehr­far­bi­gen Strom­ste­cker. Soll­te das opti­sche Lauf­werk abge­klemmt wer­den, so benö­ti­gen wir den vor­be­rei­te­ten USB-Stick, andern­falls die gebrann­te DVD mit dem Linux.
  6. Der PC kann geöff­net blei­ben, Strom­ste­cker ein­ste­cken und Start des PC´s.
  7. Sofort, noch bevor Win­dows boo­tet muss ent­we­der mit der “Entf”-Taste oder “F1”-Taste oder “F2” oder “Esc” das BIOS-Set­up geholt und danach ein­ge­stellt wer­den mit der Boot­prio­ri­tät zuerst opti­sches Lauf­werk oder USB-Wech­sel­da­ten­trä­ger.
  8. Oder mit der schein­bar ein­fa­che­ren 2. Metho­de mit schnel­len häm­mern der “F8”-Taste oder “F12”-Taste oder “Esc”-Taste die Boot­rei­hen­fol­ge ändern. Nun wird ent­we­der der opti­sche Daten­trä­ger DVD oder der Wech­sel­da­ten­trä­ger USB als boo­ten­des Medi­um gewählt. Das Zeit­fens­ter für “F8” ist aber so kurz, das es noch kein Kun­de von mir es beim ers­ten Mal schaff­te, daher bit­te nicht ver­zwei­feln. Zur Unter­stüt­zung sie­he das 2. Bild unten.
  9. Beim Laden von Linux wird in Eng­lisch die Tas­ta­tur und der Desk­top gestar­tet. Im Start­me­nü und dort im “Con­trol Cen­ter” kann die Tas­ta­tur [Key­board] auf deutsch ein­ge­stellt wer­den. Die Spra­che des Desk­top umzu­stel­len lohnt nicht, denn die meis­ten Auf­ga­ben kön­nen in Win­dows-Manier mit der Maus getä­tigt wer­den.

Nun der eigent­li­che Kopier­vor­gang.

  1. Im “Con­trol Cen­ter” ist bis­her bei jeder Linux Mint-Aus­ga­be im Live-Modus, also nicht instal­liert, auch das Pro­gramm “GPar­ted” zu fin­den, mit dem der Kopier­vor­gang extrem ein­fach voll­zo­gen wer­den kann. Zur Unter­stüt­zung sie­he das 3. Bild unten.
  2. Das geöff­ne­te “GParted”-Fenster zeigt rechts oben in einem Drop-Down-Menü alle vor­han­de­nen Lauf­wer­ke an, im bei­spiel­haf­tem For­mat “/dev/sda” oder “/dev/hda” für die alte Fest­plat­te und “/dev/sdb” oder “/dev/hdb/” für die neue Fest­plat­te.
  3. Mit rech­tem Maus­klick auf die zu kopie­ren­de Par­ti­ti­on gehen und kopie­ren mit “Copy” aus­wäh­len.
  4. Anschlie­ßend auf die neue Fest­plat­te eben­falls mit rech­ter Maus ein­fü­gen mit “Pas­te”, das war´s!
  5. Nicht ganz, bit­te erst die Boot­par­ti­ti­on kopie­ren und ein­fü­gen. Danach die Win­dows-Par­ti­ti­on kopie­ren und ein­fü­gen.
  6. Nun den rech­ten Pfeil oben in der Mit­te mit dem Bla­sen­ti­tel “App­ly All Ope­ra­ti­ons” für Über­neh­men drü­cken und schon ist es pas­siert.
  7. Zum Schluss die Boot­par­ti­ti­on mit Boot-flag kenn­zeich­nen.

So, das war der Kopier­vor­gang.
Nun alte Fest­plat­te aus­bau­en, opti­sches Lauf­werk anschlie­ßen, Gehäu­se zuschrau­ben und Strom-Netz­ste­cker anste­cken und Start­knopf am PC drü­cken.


Der ers­te Start mit der neu­en Fest­plat­te.

Jetzt wird der ers­te Start der neu­en Fest­plat­te mög­li­cher Wei­se nicht voll­zo­gen. Die Ursa­che ist das Zusam­men­spiel von unfrei­er Soft­ware mit der rigi­den Lizenz-Poli­tik von Micro­soft. Zum Glück ändert sich das mit der “Win­dows 10” kom­plett, ich den­ke das weiß Micro­soft nicht mal selbst. Denn die glau­ben allen Erns­tes eine Ver­kaufs-Platt­form, und nichts ande­res wird es wohl wer­den, auch noch ver­kau­fen zu kön­nen.
Aber zurück zum erfolg­rei­chen Start.
Um ein ille­ga­les Kopie­ren von Win­dows zu ver­hin­dern wird jedes Win­dows mit sei­nem Pro­duct-Key und einer zuge­hö­ri­gen Prüf­sum­me aus der vor­han­den Hard­ware gebun­delt.
Da eine neue Fest­plat­te ers­tens die Gefahr birgt das Win­dows ille­gal zu kopie­ren und ander­seits die neue Fest­plat­te eine ande­re Prüf­sum­me ergibt, muss Win­dows mit einer “Repa­ra­tur” zum Star­ten gebracht wer­den.
Die kor­rek­te Win­dows-DVD-Ver­si­on ein­le­gen und mit der Tas­te “F8”, sie­he oben “Jetzt geht es los!” unter Punkt 7., und von der Win­dows DVD boo­ten.
NICHT auf instal­lie­ren kli­cken! Sie­he links unten, dort wird die Repa­ra­tur ange­bo­ten unter dem Punkt “Com­pu­ter­repa­ra­tur­op­tio­nen” und danach “Sys­tem­re­pa­ra­tur”. Es dau­ert nur eine Sekun­de und schon ist die ein­zi­ge brauch­ba­re Datei von der DVD erstellt, jetzt den “Neu­start” bestä­ti­gen um die “Repa­ra­tur” abzu­schlie­ßen.
Unter Umstän­den wird die DVD nicht sofort als die “rich­ti­ge” erkannt, obwohl alle 3 Para­me­ter stim­men, Win­dows-Ver­si­on 7 oder 8, 32 oder 64-bit, Home oder Pro­fes­sio­nal; dann hart­nä­ckig noch wei­te­re Ver­su­che bis es klappt.

Der nächs­te erfolg­rei­che Start von Win­dows auf der grö­ße­ren Fest­plat­te ist das Resul­tat von der Unter­stüt­zung durch eine Linux-Live-DVD und einer ein­zi­gen Datei von der Win­dows-DVD.
Linux kann Win­dows hel­fen, Win­dows sich nicht mal selbst.


Berei­ni­gung
umzug1


Aus­wahl des Boot-Gerä­tes
select-boot-device


Con­trol Cen­ter” mit Tas­ta­tur-Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten und GPar­ted unse­re Kopier­soft­ware
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Win­dows zu Linux, der Umstieg

Bevor jemand von Win­dows auf Linux umsteigt, soll­te man
1. ein Back­up erstel­len,
2. von „Wine“ Kennt­nis haben und
3. vir­tu­el­le Maschi­nen in Betracht zie­hen.

Das Back­up ist ein MUSS, die 2 ande­ren Din­ge sind nur bei Unkennt­nis der Alter­na­ti­ven zu nut­zen.

Back­up
Ein Back­up zu erstel­len ist rela­tiv ein­fach, alles was Sie als wich­tig anse­hen, auf eine exter­ne Fest­plat­te sichern.

Wine
„Wine“ ist nicht Win­dows, kann aber so tun. „Wine“ ist eine Pro­gramm­ba­sis für Win­dows-Pro­gram­me unter Linux und uni­xoi­den Sys­te­men und ist eben­falls Open­So­ur­ce­Soft­ware.
Es gibt Alt­las­ten auf die Sie nicht ver­zich­ten wol­len? Bit­te schön, neh­men Sie die­se mit auf Linux.
Ihr favo­ri­sier­tes MS Office 2000, läuft nicht unter Win­dows 7? Bei Linux läuft es, obwohl Libre­Of­fice her­vor­ra­gend die­se Office-Sui­te ersetzt. Ihr Gra­fik­pro­gramm shopt auch unter Linux oder neh­men Sie gleich Gimp.
Die meis­ten „Windows“-Programme lau­fen unter „Wine“, auch Spie­le. Man­che Spie­le mit extrem aus­ge­reiz­tem 3D könn­ten even­tu­ell Schwie­rig­kei­ten haben. Ver­ständ­lich, denn die “Wine”-Entwickler sehen das Gro­ße und Gan­ze und die neu­es­ten 3D-Spie­le sind eher eine Nische von allen Anwen­dun­gen unter “Win­dows”. Aber selbst dafür gibt es spe­zi­el­le “Wine”-Variationen, wie “Play­On­Linux”, “Cede­ga” und “Cross­Over”. Und dabei immer unter dem Schutz­schild von Linux!

Vir­tu­el­le Maschi­nen
Soll­te doch das eine Tas­ten­kür­zel feh­len oder Sie sind sonst unzu­frie­den, dann ein­fach „Win­dows“ in einen vir­tu­el­len PC instal­lie­ren, und das geht wirk­lich sehr ein­fach mit „Vir­tu­al­Box“, X2Go, QEMU und ande­ren vir­tu­el­len Maschi­nen. Bei der „Vir­tu­al­Box“ wird der gesam­te Bild­schirm auf ein naht­lo­ses Voll­bild ska­liert, wenn Sie die Gas­ter­wei­te­run­gen instal­lie­ren. Der Vor­teil „Win­dows“ ist geschützt und es läuft schnel­ler! War­um „Win­dows“ im vir­tu­el­len Modus schnel­ler läuft, ist mir nicht bekannt, aber die­se Tat­sa­che bekam ich bestä­tigt. Es läuft auch schnel­ler wenn Sie nur die Min­dest­vor­aus­set­zun­gen erfül­len und ein, natür­lich lizen­zier­tes, „Win­dows XP“ ist völ­lig aus­rei­chend.

Daten­si­che­rung — Back­up

Inhalts­ver­zeich­nis

  • Wel­che Daten sichern
  • Die­se Datei­en sichern
  • Die­se Daten nicht sichern

Wel­che Daten sichern

Auf mei­ne Fra­ge “Wel­che Daten sol­len gesi­chert wer­den?” bekom­me ich meist die Ant­wort “Alles!”.

Nun gut, wir haben einen neu­en Com­pu­ter mit einem neu­en Betriebs­sys­tem und sichern die unnut­ze alte Ver­si­on des Betriebs­sys­tem? Das macht kei­nen Sinn.
Oder es ist sind Schad­pro­gram­me und Viren auf dem Com­pu­ter. Bei “Alles!” wer­den die­se nach einer Neu­in­stal­la­ti­on des Com­pu­ters eben­falls wie­der­her­ge­stellt. Also auch Unsinn.

Die­se Datei­en sichern

Mei­ner Erfah­rung nach sind fol­gen­de Datei­en zu sichern.

  • Eige­ne Datei­en” in Win­dows und “Per­sön­li­cher Ord­ner” unter /home/BENUTZERNAME unter Linux
  • Das Adress­buch, durch die Funk­ti­on “Expor­tie­ren”
  • Die E-Mails
  • Die Lese­zei­chen des Web­brow­ser
  • Ord­ner die selbst ange­legt wur­den

Hier­bei ist es hilf­reich, wenn kon­se­quent alle selbst erstell­ten Datei­en tat­säch­lich im Ord­ner “Eige­ne Datei­en” oder unter Vis­ta und Win­dows 7 im jewei­li­gen Benut­zer-Ord­ner gespei­chert wur­den.

Die­se Daten nicht sichern

Wel­che Ord­ner und Datei­en nicht gesi­chert wer­den müs­sen unter Win­dows auf Lauf­werk C:\ sind die­se.

  • Reco­very
  • Sys­tem Volu­me Infor­ma­ti­on
  • Temp
  • Win­dows
  • hiberfil.sys
  • pagefile.sys
  • die ver­steck­ten Ord­ner und Datei­en

Wei­te­re Links