Kos­ten­lo­ser Com­pu­ter

Ist ein kos­ten­lo­ser PC, Mo­ni­tor, Tas­ta­tur, Maus, Dru­cker und so­gar kos­ten­lo­ser elek­tri­scher Strom für den Com­pu­ter und Pe­ri­phe­rie mög­lich?

Aber nur ohne “Win­dows 10”.

In­halts­ver­zeich­nis

  1. Ziel
  2. Ziel­grup­pe
  3. Hard­ware
  4. Be­triebs­sys­tem
  5. An­wen­dungs­soft­ware
  6. Strom­kos­ten
  7. Ga­le­rie
  8. Quel­len
Kos­ten­lo­ser Com­pu­ter wei­ter­le­sen

SSD- und M.2-SSD-Festplatten si­cher lö­schen mit “hd­parm”

Me­cha­ni­sche Fest­plat­ten wer­den mit dem Kom­man­do “wipe” si­cher ge­löscht. Doch bei SSD- und M.2-SSD-Festplatten geht es we­sent­lich schnel­ler mit dem Kom­man­do “hd­parm”.

In­halts­ver­zeich­nis

SSD- und M.2-SSD-Festplatten si­cher lö­schen mit “hd­parm” wei­ter­le­sen

/home um­zie­hen oder Woh­nungs­wech­sel

Pro­blem
Die alte Par­ti­ti­on oder die alte Fest­plat­te ist zu klein ge­wor­den für die eig­nen Da­ten. Oder eine schnel­le ssd-Fest­plat­te soll jetzt das neue zu Hau­se wer­den.

Lö­sung
Um­zug des /home-Ver­zeich­nis auf eine zu­sätz­lich Par­ti­ti­on oder/und Fest­plat­te ohne Neu­in­stal­la­ti­on des be­stehen­den Sys­tem.


In­halts­ver­zeich­nis

Vor­wort
1. Vor­be­rei­tun­gen
2. In der Kon­so­le ar­bei­ten
3. Neue /home-Par­ti­ti­on ein­hän­gen
4. Da­tei­en vom al­ten /home in das neue /home-Ver­zeich­nis ko­pie­ren
5. Al­tes /home-Ver­zeich­nis lö­schen
6. Neu­es /home-Ver­zeich­nis zum boo­ten ein­tra­gen
7. re­boot
Quel­len


Vor­wort

Die­ser Ar­ti­kel gilt für Ubun­tu-De­ri­va­te, für an­de­re De­bi­an-ba­sie­ren­den Dis­tros sind teil­wei­se an­de­re Vor­ge­hens­wei­sen nö­tig, bei­spiels­wei­se statt sudo, dann su, wenn man selbst nicht als su­do­er ein­ge­tra­gen ist.
Zu be­ach­ten ist, dass hier alle Be­nut­zer von /home, au­ßer root, um­zie­hen.
Zu be­ach­ten sind au­ßer­dem alle Schräg­stri­che, An­füh­rungs­zei­chen und sons­ti­ge No­ti­fi­ka­tio­nen; wird ein Zei­chen zu viel oder zu we­nig ge­setzt, wird der Be­fehl nicht oder so­gar falsch aus­ge­führt, was bei­spiels­wei­se bei dem Be­fehl

rm

ver­hee­rend sein kann.


1. Vor­be­rei­tun­gen

1.1. Zu­erst den Spei­cher­platz
von /home er­mit­telt mit
Ter­mi­nal­ein­ga­be:

du -sh /home

Ter­mi­nal­aus­ga­be:

548G	/home

Eine gra­fi­sche Lö­sung wäre “gno­me-disk-uti­li­ty”.
1.2. Nun ein Back­up
für un­vor­her­ge­se­hen Er­eig­nis­se oder ge­plan­tes Wie­der­her­stel­len durch­füh­ren, das Pro­gramm „grsync“ wäre eine gra­fi­sche Lö­sung. Nicht die “ver­steck­ten” Da­tei­en und Ver­zeich­nis­se ver­ges­sen, die­se be­gin­nen mit ei­nem Punkt im Na­men.
1.3. Dann eine neue oder lee­re Par­ti­ti­on
, mit ge­wünsch­ter Grö­ße auf vor­han­de­ner oder zu­sätz­li­cher Fest­plat­te er­stel­len, das Pro­gramm „gpar­ted“ wäre eine gra­fi­sche Lö­sung. Die Grö­ße soll­te min­des­tens dem Spei­cher­platz der bis­he­ri­gen Spei­cher­grö­ße und zu­sätz­lich 20% sein, we­gen der tem­po­rä­ren Ver­zeich­nis­se.


2. In der Kon­so­le ar­bei­ten

2.1. Für ein feh­ler­frei­es Ar­bei­ten­wird jetzt die gra­fi­sche Ober­flä­che ver­las­sen mit ei­ner Tas­ten­kom­bi­na­ti­on.

Strg+Alt+F1 # bis F6

2.2. Log­in mit ei­ge­nem Be­nut­zer­na­men und dem da­zu­ge­hö­ri­gem Pass­wort.
2.3. Ad­mi­nis­tra­ti­ve root-Rech­te für die nach­fol­gen­den Be­feh­le ho­len und auf die obers­te Ebe­ne “/” ge­hen.

sudo -s
cd /

3. Neue /home-Par­ti­ti­on ein­hän­gen

3.1. Eine de­tail­rei­che Über­sicht der be­stehen­den Por­tio­nen und Fest­plat­ten ho­len.

fdsik -l

3.2. Die Be­zeich­nung der neu­en Par­ti­ti­on no­tie­ren, etwa wie folgt und hier im wei­te­rem als Bei­spiel ver­wen­det.

sda3

3.3. Nun ein tem­po­rä­ren Ver­zeich­nis er­stel­len.

mkdir /mnt/tmp

3.4. Die­se Ver­zeich­nis in der neu­en /home-Par­ti­ti­on moun­ten.

mount /dev/sda3 /mnt/tmp

4. Da­tei­en vom al­ten /home in das neue /home-Ver­zeich­nis ko­pie­ren

4.1. Ein ex­ak­tes ko­pie­ren mit Prü­fung

rsync -avx --progress /home/ /mnt/tmp

4.2. oder schnel­ler ko­pie­ren.

cp -avx /home/* /mnt/tmp

4.3. Die neue Par­ti­ti­on wird jetzt moun­ten.

mount /dev/sda3 /home

4.4. Die neue Par­ti­ti­on über­prü­fen.

du -sh /home; mount|grep /home

Die Aus­ga­be soll­te etwa so aus­se­hen.

548G	/home
dev/sda3 on /home type ext4 (rw)

5. al­tes /home-Ver­zeich­nis lö­schen

5.1. Ich gehe da­von aus, dass das Back­up er­stellt wur­de :-)
5.2. Nun das alte /home-Ver­zeich­nis un­moun­ten.

umount /home

5.3. jetzt kann es re­kur­siv ge­löscht wer­den.

rm -rf /home/*

6. neu­es /home-Ver­zeich­nis zum boo­ten ein­tra­gen

6.1. Die Iden­ti­fi­ka­ti­on der /home-Par­ti­ti­on er­mit­teln.

blkid

Hier eine bei­spiel­haf­te Aus­ga­be.

/dev/sda1: UUID="xxx-x … x-123" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-01"
/dev/sda2: UUID="xxx-x … x-345" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-02"
/dev/sda3: UUID="xxx-x … x-678" TYPE="ext4" PARTUUID="0815-03"

6.2. Nun die iden­ti­fi­zier­te Par­ti­ti­on­zu­sätz­lich in die Da­tei “/etc/fstab” am Ende ein­tra­gen mit Hil­fe ei­nes Kon­so­len­edi­tors wie „vi“, „vim“ oder „nano“ als be­nut­zer­freund­lichs­tem.

nano /etc/fstab

6.3. Der zu­sätz­li­che Bei­spiel­ein­trag sehe wie folgt aus.

# /dev/sda3 Die Raute zeigt diesen Text als hilfreichen Kommentar.
UUID=xxx-x … x-678  /home   ext4   defaults   0 2
Bitte eine Leerzeile am Ende belassen.

Spei­chern in “nano”, “O” ist ein Buch­sta­be.

Strg+O

Und “Nano” be­en­den.

Strg+X

7. re­boot

reboot

Quel­len

Pra­xis: Die­se An­lei­tung wur­de prak­tisch und mit Er­folg an­ge­wen­det.
In­spi­ra­ti­on: https://wiki.ubuntuusers.de/Home_umziehen/
Bild: Frank Ro­sen­ber­ger

Fort­schritts­an­zei­ge bei Fest­plat­te lö­schen oder ko­pie­ren oder be­schrei­ben durch dd oder dc­fldd oder pv

Mit­un­ter sind trotz schnel­lem PC ei­ni­ge Vor­gän­ge sehr zeit­auf­wen­dig. Dazu ge­hö­ren Be­feh­le die eine Fest­plat­te ko­pie­ren, be­schrei­ben oder so­gar kom­plett lö­schen. Da wäre eine Fort­schritts­an­zei­ge sehr hilf­reich.

In­halts­ver­zeich­nis

Fort­schritts­an­zei­ge bei Fest­plat­te lö­schen oder ko­pie­ren oder be­schrei­ben durch dd oder dc­fldd oder pv wei­ter­le­sen

Grsync” in­kre­men­tel­les Back­up mit Aus­schluss von Ver­zeich­nis­sen

Der Sinn von Back­ups ist in die­sem Bei­trag nicht Ge­gen­stand.

In­halts­ver­zeich­nis

  1. In­kre­men­tel­les Back­up
  2. Vor­be­rei­tun­gen
  3. Der Be­feh­le rsync mit der gra­fi­schen Auf­satz “Grsync”.
  4. Aus­schluss von Da­tei­en und Ver­zeich­nis­sen
  5. Ver­wei­se

In­kre­men­tel­les Back­up
In die­ser Art wer­den nur ge­än­der­te Da­tei­en und Ver­zeich­nis­se mit ei­nem schon vor­han­de­nem Back­up syn­chro­ni­siert. Nur beim erst­ma­li­gen Be­nut­zung der in­kre­men­tel­len Syn­chro­ni­sa­ti­on, wird ein kom­plet­tes Back­up er­stellt.
Die Vor­tei­le die­ser Art von Back­up liegt dar­in:

  • es dau­ert nur we­ni­ge Se­kun­den auf SSD-Fest­plat­ten
  • es dau­ert nur we­ni­ge Mi­nu­ten auf HDD-Fest­plat­ten
  • es kann täg­lich ohne Mehr­auf­wand durch­ge­führt wer­den, auf dem 1. Back­up-Me­di­um
  • es kann wö­chent­lich ohne Mehr­auf­wand durch­ge­führt wer­den, auf dem 2. Back­up-Me­di­um

Vor­be­rei­tun­gen
Da­mit nur re­le­van­te Da­ten ge­si­chert wer­den sind muss eine Be­rei­ni­gung von un­nö­ti­gen Da­ten durch­ge­führt wer­den. Wenn Sie es nicht wis­sen wie, neh­men Sie bleachbit zu Hil­fe. Nur wenn Sie wirk­lich wis­sen was Sie tun, soll­ten ein­mal im Mo­nat die ver­wais­ten Pa­ke­te und dop­pel­te Da­tei­en ent­fernt wer­den.


Der Be­feh­le rsync mit der gra­fi­schen Auf­satz “Grsync”.
Grsync-01


Aus­schluss von Da­tei­en und Ver­zeich­nis­sen
Der Aus­schluss er­folgt so, das der Pfad im je­wei­li­gen Ver­zeich­nis be­ginnt.

Bei­spiel mit Grsync un­ter “Er­wei­ter­te Op­tio­nen”

--exclude=/.config/geheimes-verzeichnis

Bei­spiel mit rsync im Ter­mi­nal

rsync -r -t -v --progress --delete --size-only -s --exclude=/.config/geheimes-verzeichnis //home/ /media/home/

Vor­sicht, oft wird der ge­sam­te Pfad ein­ge­tra­gen, das ist dann Wir­kungs­los.
Fal­sches Bei­spiel

--exclude=/home/user/.config/geheimes-verzeichnis

Ver­wei­se
Da­ten­si­che­rung – Back­up
Su­per­schnell ISO-Da­tei er­stel­len von CD oder DVD mit Be­fehl „dd“
Win­dows-Um­zug von HDD auf SSD
Win­dows zu Li­nux – der Um­stieg

Li­nux — Um­zug in ei­nen neu­en Com­pu­ter

Was pas­sier­te, als ich mei­ne alte Li­nux-Fest­plat­te, die mir völ­lig aus­reicht, in ei­nen neu­en PC mit neu­er Haupt­pla­ti­ne [Main­board], stär­ke­ren Pro­zes­sor und grö­ße­ren Ar­beits­spei­cher steck­te?
Ge­nau das­sel­be wie im al­ten PC, sie boo­tet nor­mal.

Wie das?
Li­nux hat schon kom­plett al­les an Bord, au­ßer die al­ler­al­ler­neu­es­ten Ge­rä­te-Trei­ber, aber das liegt an der In­dus­trie mit ih­rem pro­prie­tä­ren Ge­ham­pel.
Und jetzt erst das un­glaub­li­che; AUCH die Alt-Ge­rä­te, die Win­dows nicht mehr er­kennt oder wo es kei­ne Trei­ber gibt, wer­den ak­ti­viert!

Und bei Win­dows?
Ganz ein­fach, es ist so ge­wollt, das es so nicht geht. Win­dows NT, die Code­ba­sis ist ziem­lich gleich ge­blie­ben, da­her ja auch die Ver­si­ons­na­men von “Win­dows NT 3.1” aus dem Jah­re 1993 bis Win­dows 10 im Jah­re 2015 als “Win­dows NT 10”.
Aber an den Hard- und Soft­ware-Trei­ber­schnitt­stel­len wur­de im­mer wie­der mut­wil­lig rum­ge­bas­telt, na­tür­lich im Na­men des Fort­schritts, wer´s glaubt.
Win­dows be­nö­tigt die je­wei­li­gen Trei­ber für die je­wei­li­ge Win­dows-Ver­si­on und für je­den ein­zel­nen Chip und Schnitt­stel­le meist vom Her­stel­ler in­stal­liert. Ei­ni­ge bringt Win­dows mit. Aber vie­le, wie ich auch, ken­nen die Ver­zweif­lung, das es kei­nen er­folg­rei­chen und sau­be­ren Start ge­ge­ben hat beim um ste­cken der Win­dows-Fest­plat­te.
Hier eine mi­ni­ma­le Über­sicht der be­nö­tig­ten Trei­ber. Lei­der nut­zen das die Ge­rä­te-Her­stel­ler, um den Win­dows-Be­nut­zern un­nö­ti­ge und un­ge­woll­te Pro­gram­me, PUP, un­ter zu­ju­beln.

• ACPI-Schnitt­stel­le
• Con­trol­ler IDE
• Con­trol­ler PS2
• Con­trol­ler SATA
• Dru­cker 1
• Dru­cker 2
DVI
• Gra­fik­kar­te 1. Chip
• Gra­fik­kar­te 2. Chip
HDMI
• op­ti­sches Lauf­werk
• par­al­le­le Schnit­tel­len
PCI
• PCI-Ex­press 1
• PCI-Ex­press 2
• Pro­zes­sor-Schnitt­stel­le
• Maus
• me­cha­ni­sches Lauf­werk 1
• me­cha­ni­sches Lauf­werk 2
• Mo­ni­to­re
• Netz­werk­kar­te
• North­bridge
• Scan­ner
• Schnitt­stel­le für Ak­ku­ver­wal­tung
• Schnitt­stel­le für Ar­beits­spei­cher
• Sen­so­ren
• se­ri­el­le Schnitt­stel­len
• Sound­kar­te
• South­bridge
• Tas­ta­tur
USB 1
USB 1.1
USB 2
USB 3
VGA
• Wech­sel­da­ten­trä­ger

Dazu kom­men Ge­rä­te­trei­ber vie­ler vir­tu­el­ler Ge­rä­te. Bei­spiels­wei­se in­stal­lie­ren Vi­ren­pro­gram­me vir­tu­el­le Ge­rä­te­trei­ber, ver­mut­lich, um eine un­ge­woll­te De­instal­la­ti­on durch Mal­wa­re vor­zu­beu­gen, ist ja auch rich­tig. Nur, Li­nux hat Si­cher­heits­ak­tua­li­sie­run­gen und be­nö­tigt kei­ne Vi­ren­scan­ner.

Win­dows-Um­zug von HDD auf SSD

Mit der Zeit wird die Sys­tem-Fest­plat­te zu klein in ei­nem Win­dows 7- oder Win­dows 8-Com­pu­ter.

Die­ser Ar­ti­kel ist et­was grö­ßer als die meis­ten von mir. Doch das Be­triebs­sys­tem ist die Grund­la­ge ei­nes Com­pu­ters um da­mit Auf­ga­ben er­le­di­gen zu kön­nen. Ge­ra­de Win­dows ist ein sen­si­bler Pa­ti­ent. Der Ar­ti­kel trifft auch auf den Um­zug von Win­dows von SSD auf SSD und von HDD auf HDD zu. Im we­sent­li­chem geht es dar­um, ob 2 Stun­den oder 2 Tage für den Um­zug be­nö­tigt wer­den.

Vor­rau­set­zun­gen für das Ver­ständ­nis sind grund­le­gen­de Kennt­nis­se für Be­triebs­sys­te­me im All­ge­mei­nen. Zum Bei­spiel soll­te man wis­sen was ein “Drop-Down-Menu” ist, wie Lauf­wer­ke in Unix-ar­ti­gen Sys­te­men be­zeich­net wer­den, was Funk­ti­ons­tas­ten sind und was ein iso-Image ist.

Der Ar­ti­kel ist in Ka­pi­tel un­ter­teilt.
Das sind die Ur­sa­chen, wes­halb die Fest­plat­te zu klein wird.
Win­dows und Pro­gram­me neu in­stal­lie­ren oder al­les kom­plett ko­pie­ren?
Be­vor man die Fest­plat­te wech­selt
Wei­te­re Vor­be­rei­tun­gen
Jetzt geht es los!
Nun der ei­gent­li­che Ko­pier­vor­gang.
Der ers­te Start mit der neu­en Fest­plat­te.


Das sind die Ur­sa­chen, wes­halb die Fest­plat­te zu klein wird.

  • Win­dows-Up­dates der de­fek­ten Win­dows-Up­dates sind bei­de die ers­ten Platz­ver­schwen­der.
  • Meist sind die “op­tio­na­len Win­dows-Up­dates” über­haupt nicht für deutsch­spra­chi­ge Län­der re­le­vant und erst recht nicht auf dem ei­ge­nen Com­pu­ter not­wen­dig.
  • Neue Pro­gramm­ver­sio­nen mit vie­len neu­en Funk­tio­nen sind grö­ßer.
  • Neue Pro­gram­me wur­den not­wen­dig.
  • Neue Plug-Ins und Add-Ons für das je­wei­li­ge Pro­gramm.
  • Manch­mal wird für fach­spe­zi­fi­sche Soft­ware je­weils eine be­stimm­te und ver­al­te­te Zu­satz­soft­ware be­nö­tigt zu den oh­ne­hin schon in­stal­lier­ten neu­es­ten Ver­sio­nen. Die Kan­di­da­ten sind meist: Java, Adobe­Re­ader, ver­al­te­te Da­ten­bank-Ma­schi­nen, .NET-Ver­sio­nen von Mi­cro­soft oder gar ver­schie­de­ne “Vir­tu­alPC”, “XP-Mo­dus” oder “Hy­per-V” von Mi­cro­soft.
  • Wei­te­re un­nö­ti­ge Pro­gram­me wer­den durch die “Ein­fa­che / Schnel­le In­stal­la­ti­on” als un­er­wünsch­te Hu­cke­pack-Pro­gram­me in­stal­liert.
  • Vor­in­stal­lier­te und meist un­nö­ti­ge Soft­ware bei der da­ma­li­gen Aus­lie­fe­rung, ma­chen sich auf der Fest­plat­te breit.
  • Trei­ber ei­nes 2. Dru­ckers und an­de­rer Zweit-Ge­rä­te sind dazu ge­kom­men.
  • Die Da­ten­ban­ken von Kun­den, auf­ge­ho­be­nen E-Mails und wei­te­re, wur­den im­mer grö­ßer.
  • Der Ord­ner “Ei­ge­ne Da­tei­en” oder “Users” liegt auf der Sys­tem-Fest­plat­te.

Win­dows und Pro­gram­me neu in­stal­lie­ren oder al­les kom­plett ko­pie­ren, 2 Tage oder 2 Stun­den?

Jetzt die Über­le­gun­gen ob al­les neu in­stal­liert wer­den muss oder das be­stehen­de Sys­tem über­nom­men wer­den soll.
Bei ei­ner kom­plet­ten Neu­in­stal­la­ti­on dau­ert es etwa ei­nen gan­zen Tag und ei­nen 2.  und 3. Tag der Prü­fung und Nach-In­stal­la­tio­nen von feh­len­den Ele­men­ten, wie Da­ten­ban­ken der E-Mails und der Adress­bü­cher so­wie Plug-Ins und Add-Ons, dazu kom­men die in­di­vi­du­el­len Ein­stel­lun­gen von Pro­gram­men mit ih­ren je­wei­li­gen Li­zen­zen. Zum Schluss feh­len doch noch die ent­schei­den­den Pass­wör­ter und der Spruch kommt “Nichts geht!”. Ach so, ganz zum Ende der fer­ti­gen Ein­rich­tung des neu­en Sys­tems be­merkt man, das wich­ti­ge Da­ten doch nicht in ei­nem Back­up mit auf­ge­nom­men wur­den.
Bei ei­nem Ko­pie­ren des be­stehen­den Sys­tems sind 2 Stun­den di­rek­tes Ar­bei­ten not­wen­dig und Vor­be­rei­tun­gen, die aber wäh­rend des lau­fen­den Be­trie­bes und des Ar­bei­ten am PC vor­ge­nom­men wer­den kön­nen.


Be­vor man die Fest­plat­te wech­selt

Eine Sys­tem­pfle­ge ist wich­tig, da­mit nicht der un­nö­ti­ge Bal­last mit auf die neue Fest­plat­te kommt. Die Mi­ni­mal-Be­rei­ni­gung sieht so aus:

  1. Im Soft­ware-Ma­na­ger über­flüs­si­ge Soft­ware de­instal­lie­ren.
  2. Alle Pa­pier­kör­be lee­ren in Win­dows, E-Mail-Pro­gram­men und sons­ti­gen Pro­gram­men.
  3. Win­dows-Rei­ni­gungs­pro­gramm star­ten.
    1. Win­dows 8 auf rech­te un­te­re Ecke mit Maus fah­ren und auf das Such­sym­bol kli­cken und “cmd” ein­ge­ben und En­ter-Tas­te. Zur Un­ter­stüt­zung sie­he das 1. Bild un­ten.
    2. Win­dows 7 Start­me­nü öff­nen und im Feld “Programme/Dateien durch­su­chen” und die Buch­sta­ben “cmd” ein­ge­ben und En­ter-Tas­te
    3. Im fol­gen­den Ter­mi­nal “cleanmgr.exe” ein­ge­ben und En­ter-Tas­te.
    4. Nun wer­den die In­for­ma­tio­nen der zu lö­schen­de Da­ten ge­sam­melt und etwa 1 Mi­nu­te spä­ter im dar­auf fol­gen­dem Er­geb­nis­fens­ter auf­ge­lis­tet. Alle Op­tio­nen ein­be­zie­hen! Und dann die Da­ten lö­schen.
  4. Den Vi­ren­scan­ner auf ma­xi­ma­le Scann- und Lösch-Op­tio­nen ein­stel­len und auf der Fest­plat­te nach Vi­ren scan­nen und die­se auch lö­schen.
  5. Fest­plat­te de­frag­men­tie­ren, da­mit der Ko­pier­vor­gang schnel­ler ab­läuft.

Die Ma­xi­mal-Be­rei­ni­gung, NUR für Pro­fis, be­zieht Bleach­bit, scan­nen nach dop­pel­ten Da­tei­en und Scan­disk mit der Op­ti­on -F so­wie Rei­ni­gung und De­frag­men­tie­rung der Re­gis­try ein.


Wei­te­re Vor­be­rei­tun­gen

  • Eine Ori­gi­nal Win­dows-DVD mit ge­nau der je­wei­li­gen Ver­si­on, wie “Win­dows 7 Pro­fes­sio­nal 64 Bit mit SP1” muss vor­rä­tig sein. Wenn nicht, dann die ISO-Da­tei her­un­ter­la­den und auf eine lee­re DVD bren­nen. Aber nicht die ein­zel­ne Da­tei son­dern als er­kann­tes Image.
  • Ein Li­nux-DVD her­un­ter­la­den, emp­feh­le Li­nux-Mint mit Mate in 64-bit und in neu­es­ter Ver­si­on, da dort das Pro­gramm “Gpar­det” schon ent­hal­ten ist, und eben­falls auf DVD bren­nen und/oder mit UN­et­boo­tin auf ei­nen USB-Stick in­stal­lie­ren. Da­nach, even­tu­ell mit Hil­fe der Tas­te “F8” und der Aus­wahl des zu boo­ten­den Ge­rä­tes, durch den Start der Live-DVD über­prü­fen, ob rich­tig ge­brannt wur­de.
  • Back-up al­ler re­le­van­ter Da­ten ist wich­tig! Also Pro­gram­me und Win­dows nicht, denn die sind ja als CD oder DVD vor­han­den.
  • Eine neue SSD-Fest­plat­te kau­fen, die min­des­tens dop­pelt, am bes­ten 4x so groß ist. Also statt 256 GB alte Fest­plat­te, dann 1 Te­ra­byte gro­ße SSD-Fest­plat­te.
  • Min­des­tens 2 Stun­den un­ge­stör­te Zeit ein­pla­nen.
  • Ein Kreuz­schrau­ben­dre­her mitt­le­rer Grö­ße und ei­nen zwei­ten klei­ne­ren.
  • Wich­tig, im­mer dar­an den­ken den Strom­netz­ste­cker zie­hen beim Ar­bei­ten im of­fe­nen Ge­häu­se!

Jetzt geht es los!

  1. Die Sys­tem­pfle­ge wur­de durch­ge­führt, die wei­te­ren Vor­be­rei­tun­gen sind auch ab­ge­schlos­sen und der Com­pu­ter ist aus­ge­schal­tet.
  2. Jetzt ei­nen ge­er­de­tes Me­tall be­rüh­ren, wie ein Was­ser­hahn, da­nach den Strom-Netz­ste­cker zie­hen und das Ge­häu­se öff­nen.
  3. Bei den meis­ten PC´s ist es die rech­te Sei­te von hin­ten ge­se­hen, die­ses Sei­ten­blech hat meh­re­re Lüf­tungs­lö­cher.
  4. Wir er­ken­nen von vorn oben das op­ti­sche Lauf­werk, CD und DVD, und wei­ter un­ten die Fest­plat­te.
  5. Nun wird zu­sätz­lich die neue Fest­plat­te an­ge­steckt. Ent­we­der ist noch ein Da­ten­ka­bel vor­han­den oder man nimmt das Da­ten­ka­bel vom op­ti­schen Lauf­werk und ei­nen mehr­far­bi­gen Strom­ste­cker. Soll­te das op­ti­sche Lauf­werk ab­ge­klemmt wer­den, so be­nö­ti­gen wir den vor­be­rei­te­ten USB-Stick, an­dern­falls die ge­brann­te DVD mit dem Li­nux.
  6. Der PC kann ge­öff­net blei­ben, Strom­ste­cker ein­ste­cken und Start des PC´s.
  7. So­fort, noch be­vor Win­dows boo­tet muss ent­we­der mit der “Entf”-Taste oder “F1”-Taste oder “F2” oder “Esc” das BIOS-Set­up ge­holt und da­nach ein­ge­stellt wer­den mit der Boot­prio­ri­tät zu­erst op­ti­sches Lauf­werk oder USB-Wech­sel­da­ten­trä­ger.
  8. Oder mit der schein­bar ein­fa­che­ren 2. Me­tho­de mit schnel­len häm­mern der “F8”-Taste oder “F12”-Taste oder “Esc”-Taste die Boot­rei­hen­fol­ge än­dern. Nun wird ent­we­der der op­ti­sche Da­ten­trä­ger DVD oder der Wech­sel­da­ten­trä­ger USB als boo­ten­des Me­di­um ge­wählt. Das Zeit­fens­ter für “F8” ist aber so kurz, das es noch kein Kun­de von mir es beim ers­ten Mal schaff­te, da­her bit­te nicht ver­zwei­feln. Zur Un­ter­stüt­zung sie­he das 2. Bild un­ten.
  9. Beim La­den von Li­nux wird in Eng­lisch die Tas­ta­tur und der Desk­top ge­star­tet. Im Start­me­nü und dort im “Con­trol Cen­ter” kann die Tas­ta­tur [Key­board] auf deutsch ein­ge­stellt wer­den. Die Spra­che des Desk­top um­zu­stel­len lohnt nicht, denn die meis­ten Auf­ga­ben kön­nen in Win­dows-Ma­nier mit der Maus ge­tä­tigt wer­den.

Nun der ei­gent­li­che Ko­pier­vor­gang.

  1. Im “Con­trol Cen­ter” ist bis­her bei je­der Li­nux Mint-Aus­ga­be im Live-Mo­dus, also nicht in­stal­liert, auch das Pro­gramm “GPar­ted” zu fin­den, mit dem der Ko­pier­vor­gang ex­trem ein­fach voll­zo­gen wer­den kann. Zur Un­ter­stüt­zung sie­he das 3. Bild un­ten.
  2. Das ge­öff­ne­te “GParted”-Fenster zeigt rechts oben in ei­nem Drop-Down-Menü alle vor­han­de­nen Lauf­wer­ke an, im bei­spiel­haf­tem For­mat “/dev/sda” oder “/dev/hda” für die alte Fest­plat­te und “/dev/sdb” oder “/dev/hdb/” für die neue Fest­plat­te.
  3. Mit rech­tem Maus­klick auf die zu ko­pie­ren­de Par­ti­ti­on ge­hen und ko­pie­ren mit “Copy” aus­wäh­len.
  4. An­schlie­ßend auf die neue Fest­plat­te eben­falls mit rech­ter Maus ein­fü­gen mit “Pas­te”, das war´s!
  5. Nicht ganz, bit­te erst die Boot­par­ti­ti­on ko­pie­ren und ein­fü­gen. Da­nach die Win­dows-Par­ti­ti­on ko­pie­ren und ein­fü­gen.
  6. Nun den rech­ten Pfeil oben in der Mit­te mit dem Bla­sen­ti­tel “Ap­p­ly All Ope­ra­ti­ons” für Über­neh­men drü­cken und schon ist es pas­siert.
  7. Zum Schluss die Boot­par­ti­ti­on mit Boot-flag kenn­zeich­nen.

So, das war der Ko­pier­vor­gang.
Nun alte Fest­plat­te aus­bau­en, op­ti­sches Lauf­werk an­schlie­ßen, Ge­häu­se zu­schrau­ben und Strom-Netz­ste­cker an­ste­cken und Start­knopf am PC drü­cken.


Der ers­te Start mit der neu­en Fest­plat­te.

Jetzt wird der ers­te Start der neu­en Fest­plat­te mög­li­cher Wei­se nicht voll­zo­gen. Die Ur­sa­che ist das Zu­sam­men­spiel von un­frei­er Soft­ware mit der ri­gi­den Li­zenz-Po­li­tik von Mi­cro­soft. Zum Glück än­dert sich das mit der “Win­dows 10” kom­plett, ich den­ke das weiß Mi­cro­soft nicht mal selbst. Denn die glau­ben al­len Erns­tes eine Ver­kaufs-Platt­form, und nichts an­de­res wird es wohl wer­den, auch noch ver­kau­fen zu kön­nen.
Aber zu­rück zum er­folg­rei­chen Start.
Um ein il­le­ga­les Ko­pie­ren von Win­dows zu ver­hin­dern wird je­des Win­dows mit sei­nem Pro­duct-Key und ei­ner zu­ge­hö­ri­gen Prüf­sum­me aus der vor­han­den Hard­ware ge­bun­delt.
Da eine neue Fest­plat­te ers­tens die Ge­fahr birgt das Win­dows il­le­gal zu ko­pie­ren und an­der­seits die neue Fest­plat­te eine an­de­re Prüf­sum­me er­gibt, muss Win­dows mit ei­ner “Re­pa­ra­tur” zum Star­ten ge­bracht wer­den.
Die kor­rek­te Win­dows-DVD-Ver­si­on ein­le­gen und mit der Tas­te “F8”, sie­he oben “Jetzt geht es los!” un­ter Punkt 7., und von der Win­dows DVD boo­ten.
NICHT auf in­stal­lie­ren kli­cken! Sie­he links un­ten, dort wird die Re­pa­ra­tur an­ge­bo­ten un­ter dem Punkt “Com­pu­ter­repa­ra­tur­op­tio­nen” und da­nach “Sys­tem­re­pa­ra­tur”. Es dau­ert nur eine Se­kun­de und schon ist die ein­zi­ge brauch­ba­re Da­tei von der DVD er­stellt, jetzt den “Neu­start” be­stä­ti­gen um die “Re­pa­ra­tur” ab­zu­schlie­ßen.
Un­ter Um­stän­den wird die DVD nicht so­fort als die “rich­ti­ge” er­kannt, ob­wohl alle 3 Pa­ra­me­ter stim­men, Win­dows-Ver­si­on 7 oder 8, 32 oder 64-bit, Home oder Pro­fes­sio­nal; dann hart­nä­ckig noch wei­te­re Ver­su­che bis es klappt.

Der nächs­te er­folg­rei­che Start von Win­dows auf der grö­ße­ren Fest­plat­te ist das Re­sul­tat von der Un­ter­stüt­zung durch eine Li­nux-Live-DVD und ei­ner ein­zi­gen Da­tei von der Win­dows-DVD.
Li­nux kann Win­dows hel­fen, Win­dows sich nicht mal selbst.


Be­rei­ni­gung
umzug1


Aus­wahl des Boot-Ge­rä­tes
select-boot-device


Con­trol Cen­ter” mit Tas­ta­tur-Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten und GPar­ted un­se­re Ko­pier­soft­ware
umzug2