Von Debi­an zu Arch Linux, der Umstieg 2

Selbst­ver­ständ­lich sind mit „Debi­an“ auch „Ubun­tu“ sowie Ubun­tu-Deri­va­te wie „Linux Mint“ gemeint. Eben­so sind mit „Arch“ auch des­sen Deri­va­te, wie „Man­ja­ro“, „Anter­gos“ und “Anar­chy” impli­ziert.

Dies­mal wer­den die grund­le­gends­ten Befeh­le der Paket­ma­na­ger von Debi­an und von Arch ver­gli­chen in Hin­sicht der wesent­li­chen Updatebe­feh­le, Upgrade­be­feh­le, Instal­la­ti­ons­be­feh­le und Deinstal­la­ti­ons­be­feh­le. Die­ser Ver­gleich kann nur unvoll­stän­dig sein, da bei­de Sys­te­me so weit ent­wi­ckelt sind, das feins­te Nuan­cen mit ver­schie­de­nen Para­me­tern exis­tie­ren.

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Von Debi­an zu Arch Linux, der Umstieg 2 wei­ter­le­sen

Von Debi­an zu Arch Linux, der Umstieg

Die­ser Bei­trag nimmt Bezug auf “Distrowatch.com” wo es Erd­rutsch ähn­li­che Ände­run­gen im Ran­king der Dis­tri­bu­tio­nen gibt. Denn „Arch Linux“, bezie­hungs­wei­se sei­ne Deri­va­te, sind mitt­ler­wei­le auf einen unge­brems­ten Höhen­flug, laut Distrowatch.com.

Ich möch­te den Umstieg von einer “Debi­an” basie­ren­den Dis­tri­bu­ti­on zu einer “Arch Linux” basie­ren­den Dis­tro erklä­ren und  erleich­tern. Die Ursa­chen lie­gen mei­ner Mei­nung nach, in der Ent­wick­lungs­ge­schich­te von Linux. Linux, hier ganz­heit­lich gemeint als Ker­nel und als Dis­tri­bu­ti­ons­an­ga­be.

Wich­tig, nach­fol­gend ist der Begriff „Rol­ling Release“ als die ech­te „Full-rol­ling Dis­tri­bu­ti­on“ gemeint und kei­ne Ent­wick­lungs­zwei­ge, par­ti­el­le, zykli­sche oder ande­re pseu­do Rol­ling Releases.

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Von Debi­an zu Arch Linux, der Umstieg wei­ter­le­sen

Aktua­li­sie­rung, Repa­ra­tur und Berei­ni­gung von Debi­an, Ubun­tu und Mint

Da ich gern mein Debi­an basie­ren­des Sys­tem selbst aktua­li­sie­ren woll­te, hat­te ich mir die­ses Bash-Script geschrie­ben. Zudem lösche ich damit alte Ker­nel die ich nicht mehr nut­ze und repa­rie­re miss­glück­te Aktua­li­sie­run­gen. Also hier mein zwei­tes Script.

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Aktua­li­sie­rung, Repa­ra­tur und Berei­ni­gung von Debi­an, Ubun­tu und Mint wei­ter­le­sen

Ubun­tu “Hard­ware Ena­b­le­ment Stack”, HWE, nach­träg­li­che Instal­la­ti­on


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1. Vor­wort
2. Point-Release instal­lie­ren
3. Hard­ware aktua­li­sie­ren
4. Prü­fung der Aktua­li­sie­rung
5. Hin­weis
6. Quel­len


1. Vor­wort

Die­se Woche erschien das zwei­te Point Release von Ubun­tu 16.04 LTS, also 16.04.2 LTS.
Doch wer glaubt, damit wirk­lich den aktu­el­len Stand von der Aus­ga­be 16.04 von “Cano­ni­cal”, die Fir­ma hin­ter “Ubun­tu”, zu erhal­ten, wird getäuscht. Denn den neu­en „Hard­ware Ena­b­le­ment Stack“, auch HWE, bekommt man nicht. Doch nun folgt die Anlei­tung die neu­en Trei­ber manu­ell zu instal­lie­ren.


2. Point-Release instal­lie­ren

Ent­we­der mit Ter­mi­nal­ein­ga­be:

sudo apt list --upgradable && apt update && apt upgrade && apt dist-upgrade && dpkg --configure -a && apt install -f

Mit die­ser Ein­ga­be wer­den unter ande­rem auch gleich Abhän­gig­kei­ten auf­ge­löst.

Oder mit die­sem Script aus dem Bei­trag “Debi­an mit Kom­fort”.


3. Hard­ware aktua­li­sie­ren

Aber alles wird gut, nun kommt hier die ein­fa­che Ter­mi­nal­ein­ga­be um auch die Hard­ware­trei­ber auf den neu­es­ten Stand zu set­zen:

sudo apt-get install --install-recommends xserver-xorg-hwe-16.04 

Es soll damit ein fort­schrei­ten­der Hard­ware-Aktua­li­sie­rungs­pro­zess gestar­tet wer­den, genannt “Rol­ling LTS Ena­b­le­ment Stack”.


4. Prü­fung der Aktua­li­sie­rung

Die Prü­fung für das Point Release soll­te fol­gen­de Aus­ga­be erzeu­gen:

uname -a
Linux Ubuntu 4.8.0-36-generic #36~16.04.1-Ubuntu SMP Sun Feb 5 09:39:57 UTC 2017 x86_64 x86_64 x86_64 GNU/Linux

Die Prü­fung für die “OpenGL”-Treiber soll­te das erge­ben:

glxinfo | grep "OpenGL version"
OpenGL version string: 3.0 Mesa 12.0.6

5. Hin­weis

Für sol­che Aktua­li­sie­rung soll­te nicht das Ter­mi­nal son­dern die Kon­so­le genutzt wer­den.
Mit

Strg+Alt+F1

bis

Strg+Alt+F6

wird die Kon­so­le akti­viert und mit

 Strg+Alt+F7

kehrt man zum Desk­top zurück.


6. Quel­len

https://wiki.ubuntu.com/Kernel/LTSEnablementStack
https://wiki.ubuntu.com/Kernel/RollingLTSEnablementStack

Ubun­tu LTS und der Sup­port-Sta­tus

Von Ubun­tu, bezie­hungs­wei­se von der Fir­ma Cano­ni­cal, gibt es ein Ter­mi­nal-Pro­gramm um den Unter­stüt­zungs-Staus der instal­lier­ten Soft­ware sich anzei­gen zu las­sen.


Inhalts­ver­zeich­nis
  1. Ubun­tu und die Unter­stüt­zung der instal­lier­ten Pake­te
  2. Bei­spiel “Xubun­tu 16.04”
  3. Lebens­lang lauf­fä­hi­ger Com­pu­ter

Ubun­tu und die Unter­stüt­zung der instal­lier­ten Pake­te
Da nur für die Ver­si­on “Ubun­tu” mit der Unity-Ober­flä­che in der LTS-Ver­si­on, LTS steht für Lang­zeit­un­ter­stüt­zung, mit den vor­in­stal­lier­ten Pro­gram­men, 5 Jah­re Unter­stüt­zung ver­spro­chen wird, wäre es inter­es­sant wie es bei den ande­ren viel genutz­ten LTS-Ver­sio­nen, wie Kubun­tu, Ubun­tu-GNO­ME, Xubun­tu und Ubun­tu MATE, aus­sieht mit der Unter­stüt­zung der instal­lier­ten Pake­te.

Der Befehl nennt sich sinn­vol­ler Wei­se ubuntu-support-status.


Bei­spiel mit einem eben vor einer Stun­de instal­lier­tem “Xubun­tu 16.04.”

amnesia@amnesia:~$ ubuntu-support-status
Zusammenfassung der Unterstützung für 'amnesia-b':

Sie haben 170 Pakete (11.2%), die bis April 2019 (3y) unterstützt werden
Sie haben 1312 Pakete (86.6%), die bis April 2021 (5y) unterstützt werden
Sie haben 26 Pakete (1.7%), die bis Januar 2017 (9m) unterstützt werden

Sie haben 0 Pakete (0.0%), die nicht/nicht mehr heruntergeladen werden können
Sie haben 7 nicht unterstützte Pakete (0.5%)

Für weitere Informationen mit --show-unsupported, --show-supported oder --show-all ausführen
amnesia@amnesia:~$

Wei­te­re Details wer­den ange­zeigt mit
ubuntu-support-status --show-all | less

Wenn nur die nicht unter­stütz­ten Datei­en ange­zeigt wer­den sol­len, dann
ubuntu-support-status --show-unsupported

Obwohl es kein Ubun­tu-Unity ist, wer­den trotz­dem fast 87% der instal­lier­ten Pake­te über die die gesam­te Lauf­zeit der LTS-Ver­si­on unter­stützt. Außer­dem erhal­ten 11% der Pake­te für 3 Jah­re Unter­stüt­zung.
Damit könn­te man alle 2 Jah­re sein Sys­tem, das mit 98% der Pake­te sicher­heits­re­le­van­te Updates erhält, auf die nächs­te LTS-Ver­si­on upgra­den, die alle 2 Jah­re im April erscheint.
Selbst wenn man die­se Upgrade nur alle 4 Jah­re durch­führt, hat man ein wei­tes gehen­des mit Sicher­heits­up­dates ver­sorg­tes Sys­tem auf sei­nem Com­pu­ter.
UND ALLES KOSTENLOS!


Lebens­lang lauf­fä­hi­ger Com­pu­ter
Wer einen Com­pu­ter nutzt für spe­zi­el­le Auf­ga­ben und dafür kein Inter­net benö­tigt, kann also lebens­lang mit dem glei­chem Betriebs­sys­tem und sei­nen Pro­gram­men arbei­ten, soweit die Hard­ware durch­hält. Da Sie bei Linux die Kon­trol­le besit­zen, kei­ne Frag­men­tie­rung wie bei Win­dows haben und sich kein Daten­müll auf der Fest­plat­te ein­gräbt, wäre das die kos­ten­güns­tigs­te Opti­on.

Debian­ba­sier­te Dis­tri­bu­tio­nen aktua­li­sie­ren

Fol­gen­de Ein­ga­ben sind im Ter­mi­nal ein­zu­ge­ben.

Update der Repo­sito­ry-Lis­ten

amnesia@amnesia:~$ sudo apt update

Update der instal­lier­ten Pro­gram­me

amnesia@amnesia:~$ sudo apt upgrade

Update der instal­lier­ten Dis­tri­bu­ti­on inner­halb des Release

amnesia@amnesia:~$ sudo apt dist-upgrade

Update des Release der instal­lier­ten Dis­tri­bu­ti­on.

amnesia@amnesia:~$ sudo do-release-upgrade

Repa­ra­tur der Packa­ges die her­un­ter­ge­la­den wur­den, aber nicht instal­liert wer­den konn­ten.

amnesia@amnesia:~$ sudo dpkg --configure -a

Down­load und Instal­la­ti­on der benö­tig­ten Abhän­gig­kei­ten.

amnesia@amnesia:~$ sudo apt install -f

Hin­weis zu the­ma­tisch ange­lehn­ten Bei­trag
Kom­plet­tes Update mit einer ein­zi­gen Befehls­zei­le

Linux-Ker­nel erneu­ern und alte löschen

Aktua­li­siert am 30. Janu­ar 2017.

Inhalts­ver­zeich­nis

  1. Was macht der Linux-Ker­nel?
  2. War­um soll­te man den Linux-Ker­nel erneu­ern?
  3. Vor­ge­hens­wei­se am Bei­spiel von Ubun­tu 14.04
    1. Zuerst stellt man den Sta­tus fest.
    2. Danach den der­zeit aktu­el­len Ker­nel für die jewei­li­ge Dis­tri­bu­ti­on suchen.
    3. Jetzt die Paket­ver­wal­tung „Syn­ap­tic“ öff­nen und auf die Suche nach dem instal­lier­tem Linux-Ker­nel gehen.
    4. Genau die­se vier Datei­en benö­tigt man auch vom neu­em Ker­nel.
    5. Nach der Instal­la­ti­on wird der neue Ker­nel auch gleich bei dem nächs­tem Neu­start gela­den.
    6. Wer dann spä­ter die alten Ker­nel löschen möch­te, kann es über­li­cher­wei­se über das Ter­mi­nal oder Kon­so­le tun.
    7. Die Deinstal­la­ti­on über die Kon­so­le oder Ter­mi­nal.
  4. Wei­te­re Befeh­le
  5. Quel­len

Was macht der Linux-Ker­nel?

Er ver­bin­det die Hard­ware mit der instal­lier­ten Anwen­der-Soft­ware.

War­um soll­te man den Linux-Ker­nel erneu­ern?

Wer kei­ne inten­siv gepfleg­te und stän­dig aktua­li­sier­te Dis­tri­bu­ti­on wie Debi­an, Ubun­tu und Red­Hat hat, soll­te schon aus Sicher­heits­grün­den den Ker­nel erneu­ern. Ansons­ten wird neue Hard­ware bes­ser ange­spro­chen und neue Funk­tio­nen wer­den akti­viert.

Vor­ge­hens­wei­se am Bei­spiel von Ubun­tu 14.04

 

1. Zuerst stellt man im Ter­mi­nal den aktu­ell gela­de­nem Ker­nel fest.

amnesia@amnesia:~$ uname -a
Linux amnesia 3.19.0-43-generic #49~14.04.1-Ubuntu SMP Thu Dec 31 15:44:49 UTC 2015 x86_64 x86_64 x86_64 GNU/Linux

2. Danach den der­zeit aktu­el­len Ker­nel für die jewei­li­ge Dis­tri­bu­ti­on suchen.

In die­sem Fall ist es “Ubun­tu 14.04.4 LTS (Trus­ty Tahr)”
Das ist unter die­ser Adres­se zu fin­den: http://people.canonical.com/~kernel/info/kernel-version-map.htmlkernel-version-neu

3. Jetzt die Paket­ver­wal­tung “Syn­ap­tic” öff­nen und den mit uname -a ermit­tel­tem Ker­nel anzei­gen las­sen, hier 3.19.0–43.

Es wer­den vier Datei­en ange­zeigt.
Linux-Kernel-Installation-03

4. Genau die­se vier Datei­en benö­tigt man auch vom neu­em Ker­nel 4.2.

Linux-Kernel-Installation-04

5. Nach der Instal­la­ti­on wird der neue Ker­nel auch gleich bei dem nächs­tem Neu­start gela­den.

amnesia@amnesia:~$ uname -a
Linux amnesia 4.2.0-27-generic #32~14.04.1-Ubuntu SMP Fri Jan 22 15:32:26 UTC 2016 x86_64 x86_64 x86_64 GNU/Linux

6. Wer dann spä­ter die alten Ker­nel löschen möch­te, kann es über­li­cher­wei­se über das Ter­mi­nal oder Kon­so­le tun.

Aber auch “Syn­ap­tic” kann hier hel­fen. die ent­spre­chen­den instal­lier­ten Datei­en makie­ren und mit rech­ter Maus “Zum voll­stän­di­gen Ent­fer­nen vor­mer­ken” aus­wäh­len. und Schal­ter “Anwen­den” kli­cken.
Linux-Kernel-Installation-05

7. Die Deinstal­la­ti­on über die Kon­so­le oder Ter­mi­nal

soll­te mit der noch­ma­li­gen Über­prü­fung begin­nen sudo apt -s autoremove --purge

amnesia@amnesia:~$ sudo apt autoremove --purge
Paketlisten werden gelesen... Fertig
Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut.       
Statusinformationen werden eingelesen.... Fertig
0 aktualisiert, 0 neu installiert, 0 zu entfernen und 0 nicht aktualisiert.

Wei­te­re Befeh­le

Ermit­teln der Mesa-Ver­si­on.

amnesia@amnesia:~$ glxinfo | grep "OpenGL version"
OpenGL version string: 3.0 Mesa 11.0.2

Alle zu ent­fer­nen­de Ker­nel ermit­teln, außer den letz­ten bei­den aktu­el­len Ker­nel, mit apt.

amnesia@amnesia:~$ sudo apt -s autoremove --purge

Alle alten Ker­nel löschen, außer den letz­ten bei­den aktu­el­len Ker­nel, mit apt.

amnesia@amnesia:~$ sudo apt autoremove --purge

Aus­nahms­los alle alten Ker­nel ermit­teln mit dpkg.

amnesia@amnesia:~$ dpkg -l 'linux-[ihs]*' | sed '/^ii/!d;/'"$(uname -r | sed "s/\([-0-9]*\)-\([^0-9]\+\)/\1/")"'/d;s/^[^ ]* [^ ]* \([^ ]*\).*/\1/;/[0-9]/!d' | tee zu_entfernende_Kernel

Unter Ubun­tu und Deri­va­te alle alten Ker­nel löschen, außer den aktu­ell gela­de­nen mit dpkg.

amnesia@amnesia:~$ dpkg -l 'linux-*' | sed '/^ii/!d;/'"$(uname -r | sed "s/\(.*\)-\([^0-9]\+\)/\1/")"'/d;s/^[^ ]* [^ ]* \([^ ]*\).*/\1/;/[0-9]/!d' | xargs sudo apt -y purge

VORSICHT, unter Debi­an Tes­ting vom 17. Janu­ar 2017 kommt die Mel­dung auch den aktu­el­len Ker­nel zu löschen

Quel­len

http://people.canonical.com/~kernel/info/kernel-version-map.html
https://wiki.ubuntuusers.de/Kernel/
https://wiki.ubuntuusers.de/LTS_Enablement_Stacks/#HWE-Versionen
https://wiki.ubuntuusers.de/Kernel/
http://askubuntu.com/questions/47062/what-is-terminal-command-that-can-show-opengl-version
https://wiki.ubuntuusers.de/Skripte/Alte_Kernel_entfernen/