Rol­ling Re­lease — mei­ne Er­fah­run­gen

Ist er schon wahr ge­wor­den oder sind da Hür­den?
Jah­re­lang ver­su­che ich ein Rol­ling Re­lease pro­duk­tiv zu nut­zen, aber es ge­lingt mir nicht ohne er­heb­li­che Auf­wen­dun­gen. Also war es eine bis­her er­folg­lo­se Su­che nach dem idea­lem Sys­tem.

Hier ein Er­fah­rungs­be­richt vom Ja­nu­ar 2018.

In­halts­ver­zeich­nis

Rol­ling Re­lease — mei­ne Er­fah­run­gen wei­ter­le­sen

Was ist in Win­dows und Li­nux gleich?


1 Vor­wort

Wenn hier zu glei­chem oder ähn­li­chem zwi­schen Win­dows und Li­nux ge­spro­chen wird, so be­zieht sich das bei Li­nux meist auf eine von meh­re­ren Mög­lich­kei­ten oder Op­tio­nen. Wo­ge­gen bei Win­dows es oft nur je­weils eine vor­han­de­ne Si­tua­ti­on exis­tiert.
„Li­nux“ be­trifft in die­sem Ar­ti­kel die Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on. Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen sind Zu­sam­men­stel­lun­gen von ei­nem Li­nux-Ker­nel, dem ei­gent­li­chem Be­triebs­sys­tem, ei­ner gra­fi­schen Be­nut­zer­schnitt­stel­le so­wie ein ab­ge­stimm­tes Port­fo­lio von all­ge­mein be­kann­ten Pro­gram­me oder wich­ti­ger All­tags­hel­fer. Auf den Un­ter­schied von Li­nux-Ker­nel und Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on wird hier nicht wei­ter ein­ge­gan­gen.
Als Bei­spie­le die­nen hier „Win­dows 7 Home Pre­mi­um“ und „Xu­bun­tu 16.04 LTS“ die un­we­sent­lich mo­di­fi­ziert sind, bei­spiels­wei­se wer­den kei­ne Hin­ter­grund­bil­der ge­nutzt, we­gen der bes­se­ren Do­ku­men­ta­ti­on.


2 Grund­sätz­li­ches


2.1 Com­pu­ter

Ge­ne­rell kann man sa­gen, das auf je­dem PC Win­dows als auch Li­nux läuft, au­ßer in sel­te­nen Aus­nah­men in de­nen der Her­stel­ler das un­ter­bin­det. Zu­dem läuft Li­nux auf vie­len wei­te­ren Com­pu­ter­platt­for­men und als em­bed­ded Sys­tem. „Ein­ge­bet­te­te Sys­te­me“ sind sehr klein ge­hal­te­ne Be­triebs­sys­te­me in Ge­rä­ten für den Haus­halt, die Mul­ti­me­dia­nut­zung so­wie Ge­rä­te und Au­to­ma­ten der In­dus­trie und Wis­sen­schaft.


2.2 Gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­che

Die gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­che be­steht aus heu­ti­ger Sicht aus dem Desk­top, ei­nem Fens­ter­sys­tem oder/und dem Fens­ter­ma­na­ger. Die­se Kom­bi­na­ti­on der gra­fi­schen Sys­te­me er­mög­licht das Ar­bei­ten mit Zei­ge­sys­te­me, wie der Maus und der Kom­bi­na­ti­on von Tas­ta­tur und Maus.
Un­ter Win­dows sind die­se Be­stand­tei­le sehr mo­no­li­thisch zu­sam­men­ge­setzt. Li­nux bie­tet die Mög­lich­keit den Desk­top und das Fens­ter­sys­tem, be­zie­hungs­wei­se dem Fens­ter­ma­na­ger, nach ei­ge­nem Wil­len zu wech­seln oder zu kom­bi­nie­ren.


2.3 Maus und Tas­ta­tur

Bei­de Be­triebs­sys­tem kön­nen mit der Maus und der Tas­ta­tur be­dient wer­den, oder ih­ren Äqui­va­len­zen, wie Touch­pad oder ka­pa­zi­ti­ven Bild­schir­men.


2.4 Trei­ber

Bei neu ge­kauf­tem Windows-PC´s, liegt in der Re­gel eine Trei­ber-CD-ROM bei und un­ter Li­nux wer­den die Trei­ber in den Re­po­si­to­ri­en meist mit­ge­lie­fert. Zu­min­dest sind für bei­de Sys­te­me sehr vie­le Trei­ber von all­ge­mein ge­nutz­ter Hard­ware vor­han­den.


3 Be­die­nung


3.1 Desk­top / Schreib­tisch

Das of­fen­sicht­lichs­te bei Win­dows ist der Desk­top mit Ar­beits­platz, Pa­pier­korb und „Ei­ge­ne Da­tei­en“. Die meis­ten der be­kann­ten Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen, wer­den mit ei­ner gra­fi­schen Be­nut­zer­schnitt­stel­le aus­ge­lie­fert, die auch das Da­tei­sys­tem, den Pa­pier­korb und den „Per­sön­li­cher Ord­ner“ an­zei­gen kön­nen. Wo­bei Li­nux auch ohne gra­fi­sche Be­nut­zer­schnitt­stel­le aus­kommt und das sehr gut.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.2 Tas­kleis­te

Die Tas­kleis­te kann bei bei­den Sys­te­men sehr ähn­lich be­dient wer­den, mit fest­set­zen oder aus­blen­den der Tas­kleis­te so­wie An­zei­gen des Haupt­me­nü­knop­fes und den ge­öff­ne­ten An­wen­dun­gen. In bei­den Sys­te­men kann dort die Laut­stär­ken­re­gu­lie­rung vor­ge­nom­men wer­den.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.3 Be­nach­rich­ti­gungs­feld

Win­dows und die gra­fi­schen Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen be­sit­zen bei­de ein Be­nach­rich­ti­gungs­feld auf der Task­leiste das dort rechts an­ge­ord­net ist. Dort wird bei bei­den zum Bei­spiel die Uhr­zeit, das Da­tum, die Netz­ver­bin­dun­gen, die Laut­stär­ke­re­ge­lun­gen und ak­tu­el­le Mel­dun­gen, wie ein­ge­hen­de E-Mails oder der Wech­sel der ab­ge­spiel­ten Mu­sik­ti­tel, an­ge­zeigt. Sie­he Bild­schirm­fo­tos zu 3.2. Ein klei­ner Un­ter­schied be­steht dar­in, das un­ter Li­nux al­les et­was aus­führ­li­cher ist.


3.4 Da­tei­ma­na­ger

Was un­ter Win­dows der „Ex­plo­rer“ ist, hat un­ter Li­nux ver­schie­den Na­men, aber in je­dem Fall sind es auch Da­tei­ma­na­ger mit viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten. Es wer­den Ver­zeich­nis­se und Da­tei­en dar­ge­stellt und auf Wunsch mit Vor­schau­bil­der.
Un­ter Li­nux ist al­les eine Da­tei, auch Ver­zeich­nis­se und Ge­rä­te, was das Li­nux-Sys­tem ro­bus­ter macht. Aber in der Dar­stel­lung sind bei­de Sys­tem sehr gleich­ar­tig.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.5 Fens­ter­steue­rung

Die Fens­ter­steue­rung mit den Schal­tern „Mi­ni­mie­ren“, „Re­la­ti­vie­ren“ und „Ma­xi­mie­ren“ sind äqui­va­lent. Trotz­dem kann auch hier Li­nux mit Mehr­wert punk­ten, wie dem Ein­rol­len auf bis auf die Ti­tel­leis­te.
Das Ver­schie­ben der Fens­ter mit fest­ge­hal­te­ner Ti­tel­leis­te kön­nen auch bei­de Sys­te­me. Un­ter Li­nux kann zu­sätz­lich bei nicht mehr zu se­hen­der Ti­tel­leis­te auch mit der ge­drück­ten „Alt“-Taste, für al­ter­na­ti­ve Be­die­nung, das Fens­ter ver­scho­ben wer­den.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.6 Fens­ter­me­nüs

Win­dows und Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on ken­nen bei­de das „Fens­ter­me­nü“. Die in bei­den Fäl­len oft auch mit der Tas­ta­tur be­dient wer­den kön­nen. Die Be­die­nung der Me­nüs über die Tas­ta­tur wer­den oft über die Steue­rungs­tas­te „STRG“, der al­ter­na­ti­ven Be­die­nungs­tas­te „ALT“, der Druck­tas­te „DRUCK“ in Kom­bi­na­ti­on mit an­de­ren Tas­ten ge­nutzt. Die Funk­ti­ons­tas­ten wie „F1“ für Hil­fe und „F11“ für Voll­bild ste­hen in bei­den Sys­te­men lei­der nicht in al­len Pro­gram­men zur Ver­fü­gung.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.7 Kom­man­do­zei­le, auch CLI für Com­mand Line In­ter­face

Der Kom­man­do­zei­len­in­ter­pre­ter un­ter Win­dows ist das „cmd“ und Li­nux be­sitzt viel­fäl­ti­ge „Ter­mi­nals“. Das „Ter­mi­nal“ ist ein mäch­ti­ges Werk­zeug ist, es hat die Schlag­kraft ei­ner Nu­kle­ar­waf­fe!
Mit der „PowerS­hell“ hat­te Mi­cro­soft ver­sucht den Un­ter­schied zum Li­nux-Ter­mi­nal zu be­he­ben.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.8 Meh­re­re Be­nut­zer und Mul­ti­user, als gleich­zei­ti­ge Be­nut­zer

Un­ter Win­dows kön­nen meh­re­re Be­nut­zer an­ge­legt wer­den, wo­bei ein Be­nut­zer ak­ti­viert wer­den kann. Der Li­nux-Ker­nel ist ein ech­tes Mul­ti­user-Be­triebs­sys­tem, also meh­re­re Be­nut­zer kön­nen gleich­zei­tig pro­duk­tiv sein, da­her auch der Be­griff „Ter­mi­nal“ für CLI, den Kom­man­do­zei­len­in­ter­pre­ter.


3.9 Ei­ge­ne Da­tei­en

Win­dows bie­tet das Ver­zeich­nis „Ei­ge­ne Da­tei­en“ zum Ab­le­gen von selbst er­stell­ten Ver­zeich­nis­sen und Da­tei­en.
• Desk­top
• Down­loads
• Ei­ge­ne Bil­der
• Ei­ge­ne Do­ku­men­te
• Ei­ge­ne Mu­sik
• Ei­ge­ne Vi­de­os
• Fa­vo­ri­ten
• Ge­spei­cher­te Spie­le
• Kon­tak­te
• Links
• Such­vor­gän­ge

Un­ter Li­nux be­steht das ex­klu­si­ve „/home“-Verzeichnis für je­den Be­nut­zer, da­her muss nicht mit „ei­ge­ne“ be­zeich­net wer­den, mit den schon an­ge­leg­ten Ver­zeich­nis­sen:
• Bil­der
• Do­ku­men­te
• Down­loads
• Mu­sik
• Öf­fent­lich
• Schreib­tisch
• Vi­de­os
• Vor­la­gen
Er­fah­rungs­ge­mäß wird un­ter Win­dows aber wild durch­ein­an­der ge­spei­chert, wo­ge­gen un­ter Li­nux et­was mehr Dis­zi­plin herrscht durch die stren­ge Hier­ar­chie der Rech­te­ver­wal­tung.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.10 Taskma­na­ger

Die Kon­trol­le über lau­fen­de An­wen­dun­gen, Diens­te, CPU-Aus­las­tung und Netz­werk-Aus­las­tung, be­sit­zen Win­dows ge­nau­so wie Li­nux.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.11 Kon­text­me­nü

Bei­de Sys­tem ken­nen das Kon­text­me­nü, rech­te Maus auf das Ob­jekt mit auf das Ob­jekt be­zo­ge­nen Be­feh­len, zur Er­hö­hung der Pro­duk­ti­vi­tät. Auf der Tas­ta­tur gibt es ne­ben der rech­ten STRG-Tas­te, die Steue­rungs-Tas­te, auch eine Kon­text­me­nü-Tas­te die bei­de Sys­te­me er­ken­nen.
Menü-Tas­te

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


3.12 Tas­ta­tur­be­feh­le

Win­dows be­herrscht nur we­ni­ge Tas­ta­tur­be­feh­le, kann aber mit Fremd­pro­gram­men auf­ge­wer­te­te wer­den. Li­nux kann mit sehr vie­len Tas­ta­tur­be­feh­len um­ge­hen und sehr schnel­le so­wie sehr um­fang­rei­che Tä­tig­kei­ten aus­füh­ren.
Be­kann­te Tas­ten­kom­bi­na­tio­nen in bei­den Sys­te­men:
STRG + c, Ko­pie­ren
STRG + x, Aus­schnei­den
STRG + v, Ein­fü­gen
ALT + F4, Fens­ter schlie­ßen
• Druck, Bild­schirm­fo­to des ge­sam­ten Desk­top
ALT + Druck, Bild­schirm­fo­to des ak­ti­ven Fens­ters
• Kon­text­me­nü-Tas­te, auf­ru­fen des Kon­text­me­nüs zum aus­ge­wähl­tem Ob­jekt
• und wei­te­re.


3.13 Sys­tem­steue­rung / Ein­stel­lun­gen

Auch die Zen­tra­le für die Com­pu­ter­steue­rung und Com­pu­ter­ein­stel­lun­gen ist in bei­den Sys­tem sehr ähn­lich.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


4 Soft­ware


4.1 Edi­tor

Bei­de Sys­te­me lie­fern ei­nen Text­edi­tor mit. Un­ter Li­nux be­herr­schen Edi­to­ren aber eine we­sent­li­che grö­ße­re Band­brei­te von Edi­tier- und Syn­tax-Mög­lich­kei­ten.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


4.2 Stan­dard­pro­gram­me der Be­triebs­sys­te­me

Zu den stan­dard­mä­ßi­gen Pro­gram­men in bei­den Sys­te­men ge­hört ne­ben den schon er­wähn­ten Edi­tor und den Kom­man­do­zei­len­in­ter­pre­ter auch der so­ge­nann­te „Ta­schen­rech­ner“.

Das obe­re Bild von Win­dows und das un­te­re Bild von Li­nux.


4.3 Be­kann­te An­wen­dungs­pro­gram­me

Fol­gen­de Pro­gram­me die un­ter Win­dows eine wei­te Ver­brei­tung be­sit­zen, sind bei Li­nux oft vor­in­stal­liert:
• Fire­fox, der Web­brow­ser
• Thun­der­bird, der E-Mail-Cli­ent,
• Libre­Of­fice, die Of­fice-Sui­te,
• VLC-Play­er, der Me­dia­play­er und
• Gimp, das Foto- und Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm.
Wei­te­re Pro­gram­me die un­ter Win­dows ge­nutzt wer­den und un­ter Li­nux na­tiv ar­bei­ten, sind:
• 7Zip, das uni­ver­sel­le Kom­pri­mie­rungs­pro­gramm
• Bleach­bit, das Be­rei­ni­gungs­pro­gramm
• Fi­le­zil­la, das FTP-Pro­gramm und
• Ink­scape, das gra­fi­sche Vek­to­ren­pro­gramm.
Wei­te­re ähn­li­che Pro­gram­me sind:
• ver­schie­de­ne klei­ne Spie­le wie So­li­tär oder Mah­jongg
• PDF-Be­trach­ter,
• Bild-Be­trach­ter,
CD- und DVD-Brenn­pro­gramm,
• Scan­ner-Pro­gramm,
• Mes­sen­ger und
• Tor­rent-Pro­gramm und wei­te­re 70.000 Pro­gram­me.

4.4 Vi­ren­scan­ner

Un­ter Li­nux ka­Be­kann­te An­wen­dungs­pro­gram­menn nach­träg­lich ein Vi­ren­scan­ner, „Cla­mAV“, mit der gra­fi­schen Schnitt­stel­le „ClamTK“ in­stal­liert wer­den, um Win­dows-An­wen­der zu schüt­zen, zum Bei­spiel bei Ret­tungs­ak­tio­nen und E-Mail-An­hän­gen.


5 Nach­trag


5.1 Bil­der

Die Bild­schirm­fo­tos wur­den alle von mir selbst er­stellt und kön­nen aus dem Do­ku­ment ent­nom­men wer­den. Die Vek­to­ren­zeich­nun­gen wur­den von mir selbst er­stellt, au­ßer dem Tux.
Der Tux ist von hier https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tux.svg.

Wel­che Li­nux-Dis­tri­bu­ti­on — die Lö­sung


In­halts­ver­zeich­nis

1. Exot oder Main­stream
2. Desk­top
3. Be­nut­zer­freund­lich­keit und Si­cher­heit
4. Lö­sun­gen


1. Exot oder Main­stream

Zu­erst stellt sich die Fra­ge ob eine exo­ti­sche Di­s­tro ge­gen­n­über dem Main­stream be­vor­zugt wird. Ge­ne­rell ha­ben ver­brei­te­te Dis­tros mehr On­line-Hil­fen und Fo­ren für Pro­blem­lö­sun­gen. Die 9 ge­such­tes­ten Dis­tros sind nach http://distrowatch.com/ in den letz­ten 6 Mo­na­ten:

Rang Name Pa­ket­ma­na­ger*
1. Mint deb
2. De­bi­an deb
3. Ubun­tu deb
4. open­SU­SE rpm
5. Man­ja­ro pacman
6. ele­men­ta­ry deb
7. Fe­do­ra rpm
8. Zo­rin deb
9. Cent­OS rpm

* Pa­ket­ma­na­ger

deb, der De­bi­an Pa­cka­ge Ma­na­ger
rpm, der Red­Hat Pa­cka­ge Ma­na­ger
pacman, der Arch-Li­nux-Pa­ket­ma­na­ger

Der De­bi­an Pa­cka­ge Ma­na­ger ist der ver­brei­tes­te sei­ner Art, also kann man hier die höchs­te An­zahl von Soft­ware er­war­ten.
Die Um­fra­ge vom 3. Juli 2015 auf Pro-Linux.de, http://www.pro-linux.de/umfragen/2/269/welche-distribution-setzen-sie-bevorzugt-auf-dem-desktop-ein.html, zeigt das die De­bi­an-ba­sie­ren­de Dis­tros mit 25% und 29% zu­sam­men 54% die be­lieb­tes­te Dis­tros sind.


2. Desk­top

Die po­pu­lärs­ten Desk­top-Ma­schi­nen sind wohl, hier al­pha­be­tisch ge­lis­tet:

  • Cin­na­mon
  • En­ligh­ten­ment
  • Gno­me 3
  • KDE / Plas­ma
  • LXDE
  • Mate
  • Xfce
  • Unity

Trotz gro­ßen KDE-Ge­mein­schaf­ten und Gno­me-Ge­mein­schaf­ten im lau­ten In­ter­net, scheint der Xfce-Desk­top der be­lieb­tes­te zu sein, wo­mög­lich weil er ge­ra­de­zu als Ar­beits­tier aus­ge­legt ist, sie­he http://www.pro-linux.de/umfragen/2/300/welchen-desktop-nutzen-sie-%C3%BCberwiegend.html.
Gno­me ist eine schmu­cke Ober­flä­che mit ei­ni­gen Ge­fäl­lig­kei­ten und KDE ist wohl der Desk­top der am meis­ten über gra­fi­sche Tools kon­fi­gu­riert und an­ge­passt wer­den kann.


3. Be­nut­zer­freund­lich­keit und Si­cher­heit

Li­nux­Mint
In der Be­nut­zer­freund­lich­keit wird Li­nux Mint sehr oft lo­bend er­wähnt. Doch ha­ben Si­cher­heits­lü­cken in­ner­halb der Soft­ware, sie­he You­tube-Ka­nal “The­Re­gRun­ner” un­ter https://www.youtube.com/user/TheRegRunner, und pro­blem­be­haf­te­te Li­nux-Mint-Di­s­tro-Down­loads das Ver­trau­en ge­schmä­lert.

De­bi­an
De­bi­an wirkt ins­ge­samt sehr kan­tig und bie­tet bei der Stan­dard­in­stal­la­ti­on red­un­tan­te Pro­gram­me. Da­für ist es die si­chers­te Dis­tri­bu­ti­on der hier vor­ge­stell­ten. Der Ent­wick­ler­zweig Tes­ting bie­tet auch schon ei­nen ho­hen Si­cher­heits­grad und hat zu­sätz­lich neu­es­te Soft­ware an Bord.

Ubun­tu
oder bes­ser sei­ne ei­ge­nen De­ri­va­te, bie­ten ei­nen Mix von Be­nut­zer­freund­lich­keit und Si­cher­heit. Au­ßer­dem sind ver­läss­li­che Ver­öf­fent­li­chun­gen zu er­war­ten mit ei­nem zwei­jäh­ri­gen LTS-Zy­klus. Ubun­tu selbst nutzt den ei­ge­nen Desk­top “Unity”, die­ser wirkt un­reif und nicht ge­ra­de pro­fes­sio­nell. Bes­ser sind da wohl Xu­bun­tu mit dem Xfce-Desk­top, Ubun­tu-Gno­me mit dem Gno­me3-Desk­top, Ku­bun­tu mit KDE-Desk­top oder der so­ge­nann­te win­dows­ein­steiger­freund­liche MATE-Desk­top.

Fe­do­ra und Cent­OS
Fe­do­ra ist das Ex­pe­ri­men­tier­feld für die “Red Hat En­ter­pri­se Li­nux” Dis­tri­bu­ti­on, da­her sind er­war­tungs­ge­mäß auch Un­zu­läng­lich­kei­ten zu er­war­ten. Cent­OS da­ge­gen ist der freie Klon von “Red Hat En­ter­pri­se Li­nux” und gilt als eine sehr sta­bi­le Li­nux-Di­s­tro.

Man­ja­ro
Man­ja­ro, das gra­fi­sche Arch-Li­nux, ist nicht für den be­ruf­li­chen All­tag zu emp­feh­len, da mei­ne Er­fah­rung zei­gen, wenn man alle Mög­lich­kei­ten, die gra­fisch an­ge­bo­ten wer­den, nutzt, kann es zu Pro­ble­men kom­men. Da­für ist es aber eine her­vor­ra­gen­de Spiel­wie­se, denn es kann zum Bei­spiel ohne wei­te­res im­mer der neu­es­te Li­nux-Ker­nel in­stal­liert wer­den. Au­ßer­dem wirkt der Stan­dard-Desk­top von Xfce sehr ho­mo­gen.


4. Lö­sun­gen

Lö­sung für vie­le Men­schen
Die be­nut­zer­freund­li­chen und si­che­ren Ubun­tu-De­ri­va­te sind so­wohl für Be­triebs­sys­tem­um­stei­ger, für An­fän­ger und auch für pro­fes­sio­nel­le Nut­zer zu emp­feh­len. Hier das deut­sche Por­tal un­ter https://wiki.ubuntuusers.de/Downloads/.
Auch die Tes­ting-Ver­sio­nen von De­bi­an bie­tet die­sel­be Si­cher­heit und un­be­streit­bar die neu­es­ten Soft­ware-Ver­sio­nen, sie­he http://cdimage.debian.org/mirror/cdimage/daily-builds/daily/current/.

Lö­sung kos­ten­los für Win­dows­um­stei­ger
Für Win­dows­um­stei­ger die mehr Wert auf Ef­fek­te und Be­nut­zer­freund­lich­keit le­gen, aber we­ni­ger auf Si­cher­heit ach­ten, ist Li­nux Mint zu emp­feh­len.

Lö­sung kos­ten­pflich­tig für Win­dows­um­stei­ger
Der Dis­tri­bu­tor von Zo­rin, auf https://zorinos.com/, be­haup­tet von sich sel­ber die bes­te Mög­lich­keit für Win­dows-Um­stei­ger und Ma­cOS-Um­stei­ger an­zu­bie­ten. Wer Zeit hat, kann dies Aus­sa­ge tes­ten, auch gern kos­ten­pflich­tig, so wie un­ter Win­dows ge­wohnt.

Lö­sung für Si­cher­heits­be­wuß­te
Für si­cher­heits­be­wuss­te Nut­zer kön­nen De­bi­an und Cent­OS emp­foh­len wer­den.

Lö­sung für Fans der Kom­man­do­zei­le, CLI
Das ur­sprüng­lichs­te Li­nux, also mit Unix-Charme, ist Slack­wa­re, na­tür­lich ohne gra­fi­sche Ober­flä­che. Trotz­dem kann ein Desk­top nach­träg­lich in­stal­liert wer­den, viel Spass. Sie­he auch https://de.wikipedia.org/wiki/Slackware. Slack­wa­re kann nur für Pu­ris­ten, Ent­wick­ler und Li­nu­xer mit viel En­ga­ge­ment emp­foh­len wer­den.

Wer soll­te nicht von Win­dows auf Li­nux wech­seln


In­halts­ver­zeich­nis

  1. Kein Li­nux für den Mit­tel­stand, kein Li­nux für pri­va­te Nut­zer die 10 Jah­re Win­dows nut­zen
  2. Die Grün­de ge­gen eine Wech­sel zu Li­nux
  3. Schnell und bil­lig, Win­dows­pro­gram­me aus Fremd-Mo­du­len zu­sam­men­ge­setzt
  4. Dieb­stahl von frei­en Quell­code
  5. Wie be­kommt man trotz­dem sei­ne Win­dows-Soft­ware zum lau­fen un­ter Li­nux
  6. Die höchs­ten Prin­zi­pi­en von Soft­ware
  7. Hin­weis

Kein Li­nux für den Mit­tel­stand, kein Li­nux für pri­va­te Nut­zer die 10 Jah­re Win­dows nut­zen
Nach vie­len Jah­ren Li­nux-Pro­pa­gan­da gebe ich auf bei ei­ni­gen Be­nut­zern nun für Li­nux zu wer­ben.
Es geht in die­sem Bei­trag um klei­ne mit­tel­stän­di­sche Soft­ware, Soft­ware von Ge­rä­te­her­stel­lern und Soft­ware für die sehr stark Wer­bung be­trie­ben wird, ob­wohl es kei­ne Sorg­falt ge­gen­über Be­nut­zer exis­tiert. Denn meist ist die­se Soft­ware

  • un­frei,
  • kann nicht an­ge­passt wer­den,
  • wird mit Ver­si­ons­kauf ge­gän­gelt,
  • läuft nur un­ter be­stimm­ten Win­dows-Ver­sio­nen und
  • läuft nur mit be­stimm­ten und von Fremd­fir­men er­stell­ten pro­prie­tä­ren Mo­du­len.

Der pri­va­te Nut­zer be­kommt mit je­dem Ge­rät das er kauft, auch eine CD-ROM, die er brav ein­legt und die im Au­to­start an­ge­bo­te­ne Op­ti­on “Schnel­le In­stal­la­ti­on” be­zie­hungs­wei­se “Ein­fa­che In­stal­la­ti­on” aus­wählt. Um gleich den Irr­tum auf­zu­klä­ren, die “Schnel­le In­stal­la­ti­on” ist in Wirk­lich­keit die lang­sams­te In­stal­la­ti­on. Eben­so die “Ein­fa­che In­stal­la­ti­on” ist die kom­ple­xes­te In­stal­la­ti­on. Denn bei­de Op­ti­on la­den nicht nur den Ge­rä­te­trei­ber, son­dern jede Men­ge “gut ge­mein­te” und “hilf­rei­che” und “emp­foh­le­ne” Soft­ware auf die Fest­plat­te, na­tür­lich mit al­len Ein­trä­gen in den Au­to­start, denn Sie könn­ten die Soft­ware ja alle 10 Mi­nu­ten be­nö­ti­gen, da­von ge­hen die je­wei­li­gen Soft­ware-Her­aus­ge­ber aus. Der An­teil zwi­schen not­wen­di­gem Ge­rä­te­trei­ber und über­flüs­si­ger Soft­ware liegt mei­nes Er­ach­tens bei 1:100, ge­mes­sen am be­leg­tem Spei­cher­platz.
War­um wird der Be­nut­zer mit sol­cher Soft­ware be­läs­tigt? Weil hier Wer­be­gel­der flie­ßen für jede In­stal­la­ti­on die­ser frem­dem Soft­ware oder / und eine Lock-in Si­tua­ti­on für den Ge­rä­te­her­stel­ler an­ge­strebt wird.
Die­ses Soft­ware-Um­feld wird vom Win­dows-Be­nut­zer nach über 10 Jah­ren Nut­zung so ver­in­ner­licht, dass ein Pa­ra­dig­men­wech­sel für ihn nicht mehr in Fra­ge kommt. Denn über 10 Jah­re Win­dows-Kon­di­tio­nie­rung steht für “war schon im­mer so und an­ders ken­ne ich es nicht und da­her ist es gut so”.


Die Grün­de ge­gen eine Wech­sel zu Li­nux
Ei­ni­ge Win­dows-Soft­ware ist un­ter Win­dows von der tech­ni­schen Sei­te ge­se­hen wirk­lich so schlecht, das mir die Lust ver­geht, die­se Pro­gram­me un­ter Li­nux lauf­fä­hig zu ma­chen.
Ein Bei­spiel sind die spe­zi­el­len Pro­gram­me für den Mit­tel­stand. Die Her­aus­ge­ber die­ser Pro­gram­me hat­ten ein Pro­blem der je­wei­li­gen Be­rufs­grup­pen auf­ge­grif­fen und prä­sen­tie­ren eine Lö­sung die schnell und bil­lig rea­li­siert wur­de. Der Ne­ben­ef­fekt ist, alle gu­ten Vor­sät­ze von Sorg­falts­pflicht, ge­gen­über dem Kun­den und sei­ner In­ves­ti­ti­on, sind über den Hau­fen ge­wor­fen:

  • wie das “KISS”-Prinzip, das Pro­gramm so ein­fach wie ir­gend nur mög­lich hal­ten, da­mit die Funk­tio­na­li­tät in je­dem Fall er­hal­ten bleibt;
  • statt ein Pro­gramm für eine Auf­ga­be, wird die ei­er­le­gen­de Woll­milch­sau prä­sen­tiert;
  • Ver­ant­wor­tung für sein Pro­dukt zu über­neh­men, ist nicht mög­lich da Fremd­mo­du­le an­de­rer Her­stel­ler das un­ter­gra­ben und
  • die Soft­ware­pfle­ge durch Main­tai­ner, das die Soft­ware auch in der Zu­kunft, egal ob durch Ba­sis­än­de­rung oder Pa­ra­dig­men­wech­sel, lauf­fä­hig bleibt, kann nicht ge­währ­leis­tet wer­den, da Pro­gram­mie­rer die teu­er sind, ent­las­sen wer­den.

Die höchs­ten Prin­zi­pi­en für si­che­re Soft­ware wer­den oh­ne­hin nicht ein­ge­hal­ten.
Mitt­ler­wei­le ist es All­ge­mein­wis­sen, gute Pro­gram­mie­rer und gute Soft­ware kos­ten Geld. Wer sich un­be­dingt mit ei­ner Ver­kaufs­ver­si­on ei­nes Pro­gramms eine gol­de­ne Nase ver­die­nen will, muss zwangs­läu­fig schlech­te Soft­ware pro­du­zie­ren las­sen. Au­ßer man hat am Be­ginn Geld­ge­ber die Mil­lio­nen von Gel­dern vor­schie­ßen, doch das dürf­te wohl nur we­ni­gen In­itia­to­ren ge­lin­gen.
Schlecht pro­gram­mier­te Soft­ware un­ter Li­nux zu in­stal­lie­ren, läuft dia­me­tral zu den Kon­zept für Si­cher­heit un­ter Li­nux. Denn we­gen ei­ner schlech­ten Win­dows-Soft­ware das kom­plet­te Li­nux-Be­triebs­sys­tem zu kom­pro­mit­tie­ren macht kei­nen Sinn.
Un­ter Li­nux ha­ben die Pro­gram­me üb­ri­gens ei­nen na­ment­lich be­kann­ten und da­mit ver­ant­wort­li­chen Men­schen.


Schnell und bil­lig, Win­dows­pro­gram­me aus Fremd-Mo­du­len zu­sam­men­ge­setzt
Wie das geht mit schnell und bil­lig Pro­gram­me zu er­stel­len, ganz ein­fach mit Fremd-Mo­du­len die als Grund­la­ge vor­aus­ge­setzt wer­den für die ei­ge­ne Soft­ware des Her­aus­ge­bers von mit­tel­stän­di­scher Soft­ware oder Ge­rä­te­soft­ware. Das heißt im Um­kehr­schluss aber nicht un­be­dingt preis­wert für den An­wen­der.
Für Win­dows-Soft­ware soll­te das Be­triebs­sys­tem Win­dows, zu­min­dest in den letz­ten bei­den ak­tu­el­len Ver­sio­nen, aus­rei­chend sein. Dem ist nicht so. Meist wer­den noch pro­prie­tä­re Mo­du­le vor­aus­ge­setzt, wie die­se Bei­spie­le:

  • Mi­cro­soft .NET x.x
  • Mi­cro­soft Ac­cess xxxx-Run­ti­me
  • Mo­du­le aus un­ter­schied­li­chen “Adobe”-Produkten

Ob­wohl die frei­en Al­ter­na­ti­ven die­ser Mo­du­le, wie „mono“, „Ma­riaDB“ und „Ghost­script“, vor­han­den sind und die­se platt­form­über­grei­fend zur Ver­fü­gung ste­hen, wer­den die­se nicht ge­nutzt.
Die pro­prie­tä­re Mo­du­le ha­ben den Nach­teil, das die­se nur für ei­nen be­grenz­ten Zeit­raum gül­tig sind, bis zum grö­ße­rem Up­date der Soft­ware oder des Be­triebs­sys­tems. So kann es also pas­sie­ren, das eine Soft­ware für viel Geld un­ter “Win­dows Vis­ta” an­ge­schafft, un­ter “Win­dows 10” nicht mehr funk­tio­niert. Da­für dür­fen Sie aber mit groß­zü­gi­gem Ra­batt die neu­es­te Ver­si­on kau­fen, die aber wie­der­um die Da­ten der bis­he­ri­gen Ver­si­on nicht mehr im­por­tiert.
Die­se Stück­wer­ke von mit­tel­stän­di­scher Soft­ware und auch Soft­ware von Ge­rä­te­her­stel­lern, ist sehr schwer un­ter “Wine”, eine Win­dows-Lauf­zeit­um­ge­bung für Uni­xe, zum lau­fen zu brin­gen, da die Her­stel­ler sehr sehr spar­sam mit den ge­sam­ten Sys­tem­vor­aus­set­zun­gen für ihre Soft­ware sind. Denn zum Bei­spiel reicht es nicht aus “ab Win­dows Vis­ta”, wenn trotz­dem “Mi­cro­soft .NET 4.5” be­nö­tigt wird. Aber eine Vis­ta-In­stal­la­ti­on hat nur Ver­si­on 3.0 im Ge­päck. Ja, die­ses Durch­ein­an­der von in­kom­pa­ti­bler Soft­ware und Vor­aus­set­zun­gen zieht sich wie ein ro­ter Fa­den durch.


Die­be­stahl von frei­en Quell­code, “Open Source Soft­ware”
Eine wei­te­re be­lieb­te Me­tho­de um bil­lig Pro­gram­me zu er­stel­len, ist das Steh­len von frei­en Quell­code für ei­ge­ne Pro­gram­me und die­se dann als ei­ge­nes Werk mit pro­prie­tä­rer Li­zenz aus­zu­stat­ten um den Dieb­stahl ih­rer Soft­ware vor­zu­beu­gen.
War­um steh­len die­se Pro­gram­mie­rer, ganz klar, weil es kei­nen bes­se­ren Pro­gramm­code gibt als “Open Source Soft­ware”.


Wie be­kommt man trotz­dem sei­ne Win­dows-Soft­ware zum lau­fen un­ter Li­nux
Mit Vir­tua­li­sie­rung von “Win­dows” in ei­ner Box, wie bei­spiels­wei­se mit der “Vir­tu­al­Box” von Ora­cle, kann die­se Soft­ware lauf­fä­hig ge­setzt wer­den. Lei­der ist die­se Lö­sung nur be­dingt zu emp­feh­len, da Ora­cle aus mei­nem Ver­ständ­nis jede freie Soft­ware aus ih­rem Hau­se, dazu ge­hört auch „Vir­tu­al­Box“, im Lau­fe der Zeit zer­stört. Das schlimms­te Bei­spiel „Open­Of­fice“, das jetzt end­lich, aber ver­mut­lich zu spät, an die “Apa­che Foun­da­ti­on” ab­ge­ge­ben wur­de. Mit “Java” wird ein Är­ger nach dem an­de­rem von “Oracel” pro­du­ziert, um sich mit Ent­wick­lern, Fir­men und An­wen­dern zu über­wer­fen.
Es gibt noch an­de­re Vir­tua­li­sie­rungs-Soft­ware, die aber ent­we­der nicht so kom­for­ta­bel sind oder kos­ten­pflich­tig und trotz­dem nicht so gut wie “Vir­tu­al­Box” sind. Wer be­reit ist zu ler­nen, dem steht mit „QEMU“ eine Lö­sung zur Ver­fü­gung. QEMU nutz die KVM-Vir­tua­li­sie­rung des Li­nux-Ker­nels, das heißt na­ti­ve Un­ter­stüt­zung für Gast­sys­te­me und Re­mo­te­sys­te­me.
Mit nicht kom­for­ta­bel könn­te man le­ben, aber ge­ra­de der Win­dows-Be­nut­zer wird sich nicht mit der Tech­nik von Vir­tua­li­sie­rung be­schäf­ti­gen, mit sei­nem Tot­schlag-Ar­gu­ment “Un­ter Win­dows ging es doch.”, selbst dann, wenn es eben zu­letzt nicht mehr ging und der Wech­sel ge­nau aus die­sem Grun­de er­wo­gen wur­de. Ja, es ist ver­rückt und trotz­dem Rea­li­tät.


Die höchs­ten Prin­zi­pi­en von Soft­ware
Mög­li­cher­wei­se ist nur “Open Source Soft­ware” in der Lage pro­fes­sio­nel­le Com­pu­ter­auf­ga­ben zu er­le­di­gen. Aus mei­ner Sicht sind fol­gen­de Prin­zi­pi­en wich­tig für pro­fes­sio­nel­le Soft­ware:


Hin­weis
Mei­ne Aus­sa­gen be­tref­fen nicht alle Soft­ware für den Mit­tel­stand und Ge­rä­te-Her­stel­lern, aber meist habe ich nur sol­che Soft­ware an­ge­trof­fen. Na­tür­lich kann das auch ein un­er­gründ­li­cher Zu­fall im Uni­ver­sum sein, das es nur mir so pas­siert ist.
Ach; die Mar­ken­na­me ge­hö­ren den je­wei­li­gen In­ha­bern.

Un­ter­schie­de zwi­schen Li­nux und Win­dows

Das ist ein Ver­such bei­de Be­triebs­sys­te­me zu ver­glei­chen.

In­halts­ver­zeich­nis

  1. Soft­ware
  2. Hard­ware
  3. Vi­ren
  4. Si­cher­heit
  5. Up­dates und Ak­tua­li­sie­run­gen
  6. Ver­brei­tung und Kom­pa­ti­bi­li­tät
  7. Be­nut­zer­freund­lich­keit
  8. Ver­wei­se

Li­nux Win­dows
Soft­ware
Soft­ware wird aus­schließ­lich über ein Por­tal der Dis­tri­bu­ti­on in­stal­liert, das ge­währ­leis­tet die Echt­heit und die Si­cher­heit des je­wei­li­gen Pro­gramms.
Zu­gang zu die­sem Por­tal be­steht über
  • Soft­ware-Cen­ter oder
  • Syn­ap­tic oder
  • Ter­mi­nal in­stal­liert.

Falls Soft­ware aus dem In­ter­net­brow­ser in­stal­liert wird, ist das Sys­tem kom­pri­miert, also un­si­cher und die Sta­bi­li­tät ist auf­ge­ho­ben.

Soft­ware wird aus
  • ver­schie­de­nen Quel­len und
  • nicht ge­prüft Quel­len in­stal­liert.

Au­ßer­dem wer­den

  •  un­ge­fragt Zu­satz-Soft­ware in­stal­liert,
  • Brow­ser-Fens­ter mit Wer­bung ge­öff­net,
  • die Kon­trol­le durch „Ein­fa­che In­stal­la­ti­on“ ent­zo­gen und
  • meist die Pro­gram­me un­ge­fragt in den Au­to­start ver­linkt, wo­mit der PC so­fort lang­sa­mer wird für die ge­sam­te Le­bens­zeit.
Die Stan­dart­soft­ware der Dis­tri­bu­ti­on ist kos­ten­los und zwi­schen al­len meist ge­nutz­ten Be­triebs­sys­te­men les­bar. Win­dows ist kos­ten­pflich­tig, au­ßer das ab­ge­lau­fe­ne An­ge­bot des Up­date von Win­dows 7 bis Win­dows 8.1 auf Win­dows 10. Vie­le an­ge­bo­te­nen Pro­gram­me sind kos­ten­pflich­tig und da­mit nicht in­ter­ope­ra­bel.
Für jede Soft­ware ist Vor­aus­set­zung eine aus­führ­li­cher Hil­fe­text. Meist ist auch ein Hand­buch da­bei. Soft­warehil­fe ist kei­ne Vor­aus­set­zung für Win­dows-Soft­ware.
Hard­ware
Ge­rä­te wer­den meist von Li­nux so­fort er­kannt und in­stal­liert. Ge­rä­te wer­den zum Teil er­kannt. Manch­mal wer­den bei äl­te­ren Ge­rä­ten Stan­dart­trei­ber in­stal­liert.
Aus­nah­men sind bil­lig her­ge­stell­te Mehr­funk­ti­ons­ge­rä­te und manch­mal WLAN-Ge­rä­te, da die­se dem Si­cher­heits­kon­zept von Li­nux zu wi­der lau­fen. Oft müs­sen Trei­ber-CD-ROMS ein­ge­legt wer­den, die un­ge­fragt an­de­re Soft­ware zu den Trei­bern mit in­stal­liert. Zu­dem ist die zu­sätz­li­che Soft­ware red­un­dant, da meist schon funk­tio­nell die­sel­ben Pro­gram­me vor­han­den sind und ge­nutzt wird.
Eine Fest­plat­te mit Li­nux läuft so­fort auf ei­nen an­de­ren Rech­ner ohne Neu­in­stal­la­ti­on. Eine Fest­plat­te mit Win­dows läuft nur in­ner­halb ei­nes und des­sel­ben Com­pu­ters.
Vi­ren
Vi­ren für Li­nux in frei­er Wild­bahn exis­tie­ren nicht.
Trotz­dem kann ein An­ti­vi­ren-Pro­gramm, wie „Clam-TK“ in­stal­liert wer­den, um bei­spiels­wei­se Soft­ware und E-Mails von Win­dows-Rech­nern zu prü­fen, da­mit die­se auf an­de­ren Win­dows-Rech­nern kei­nen Scha­den mehr an­rich­ten kön­nen.
Anti-Vi­ren-Soft­ware ist zwin­gend not­wen­dig.
Die Ne­ben­wir­kung ist, das die Sys­tem­res­sour­cen zur Hälf­te schon aus­ge­nutzt sind und dem täg­li­chen Ar­bei­ten nicht mehr zur Ver­fü­gung steht.
Si­cher­heit
Of­fe­ne Pro­gramm­quel­len, mit der Mög­lich­keit der Über­prü­fung. Ge­schlos­se­ner, un­be­kann­ter und mit vie­len nicht ge­patch­ten Sicher­heitslücken be­haf­te­ter Pro­gramm­code.
Ad­mi­nis­tra­tor-Rech­te, un­ter Li­nux root-Rech­te, nur be­grenzt auf Zeit und meist nur für eine Funk­ti­on. Zum kom­for­ta­blen Ar­bei­ten ist meist der Be­nut­zer im­mer mit Ad­mi­nis­tra­tor-Rech­ten aus­ge­stat­tet, was Vi­ren und an­de­rer Schad­soft­ware alle Tü­ren öff­net.
Soft­ware aus ei­ner si­che­ren und ge­prüf­ten Quel­len der ei­ge­nen Dis­tri­bu­ti­on. Soft­ware wird aus ver­schie­de­nen Quel­len und nicht ge­prüft Quel­len in­stal­liert, da un­ter Win­dows 10 der “Win­dows Store” sehr sehr ma­ger ist.
Kein An­ti­vi­ren­pro­gramm zwin­gend not­wen­dig. Anti-Vi­ren-Soft­ware ist zwin­gend not­wen­dig.
Up­dates und Ak­tua­li­sie­run­gen
Es exis­tiert ein Up­date-Ser­vice für die ge­sam­te in­stal­lier­te Soft­ware. Es sind ver­schie­de­ne Up­dater in­stal­liert.
  • Win­dows-Up­dater
  • Mi­cro­soft-Up­dater
  • Up­dater für Ado­be-Pro­duk­te,
  • Up­dater für die Java-Um­ge­bung
  • und vie­le wei­te­re.

Die­se Up­dater sind ent­we­der om­ni­p­re­sent im Au­to­start oder als Dienst.

Si­cher­heits­up­dates kom­men so­fort nach­dem die­se er­stellt sind. Also wenn not­wen­dig mehr­mals täg­lich. Si­cher­heits­up­dates kom­men erst nach vor­ge­ge­be­nen Zei­ten im Mo­nat oder im Jahr, so­lan­ge blei­ben die Si­cher­heits­lü­cken be­kannt und of­fen für An­grif­fe.
Ein Neu­start ist bei 99,99% nicht not­wen­dig, also ex­trem sel­ten. Nach mei­ner Er­fah­rung etwa 3x im Jahr.
Der Neu­start ist nur um we­ni­ge Se­kun­den ver­zö­gert.
Ein Neu­start ist im­mer not­wen­dig.
Ein Neu­start kann bis Stun­den dau­ern.
Soft­ware-Up­dates wer­den bei den meis­ten Dis­tri­bu­tio­nen so­fort an­ge­bo­ten, so­fort nutz­bar und ein Neu­start ist nicht not­wen­dig. Ob neue Ver­sio­nen vor­han­den sind, muss sel­ber vom Be­nut­zer er­kun­det wer­den, au­ßer bei den je­wei­li­gen Up­datern von ver­schie­den Pro­gram­men.
Ein Neu­start ist meist not­wen­dig.
Ver­brei­tung und Kom­pa­ti­bi­li­tät
Li­nux, Unix, BSD, alle Ap­ple-Be­triebs­sys­te­me, An­dro­id und die meis­ten an­de­ren Be­triebs­sys­te­me sind vom Be­triebs­kern aus ei­ner Quel­le ent­stan­den.
Er­kenn­bar ist das für je­den, durch den Frontslash bei Pfad­an­ga­ben.
Win­dows ist ein Be­triebs­sys­tem, das selbst in­ner­halb sei­ner ei­ge­ne Ver­sio­nen nicht kom­pa­ti­bel ist.
Sie­he „MS Of­fice 2007“, das ist nicht lauf­fä­hig un­ter Win­dows 10.
Li­nux ist das meist ge­nutz­te Be­triebs­sys­tem!
Bei­spiels­wei­se ge­nutzt in:
  • em­bed­ded Be­triebs­sys­te­me
  • Rou­tern und an­de­re Netz­werk-Hard­ware
  • Fern­se­her, Ra­dio, Haus­halts­ge­rä­te
  • in­dus­tri­el­len Ar­beits­mit­tel
  • In­ter­net-Ser­ver
  • Da­ten­bank-Sys­te­men
“Win­dows” ist das meist ge­nutz­te Desk­top-Be­triebs­sys­tem.
Win­dows ist die meist ge­nutz­te Schnitt­stel­le bei den Spar­kas­sen-Ter­mi­nals für Kon­to­in­ha­ber und oft ge­nutzt bei äl­te­ren in­dus­tri­el­len Ar­beits­mit­teln.
Be­nut­zer­freund­lich­keit
Be­nut­zer­kon­zep­te sind lang­fris­tig an­ge­legt und än­dern sich meist nur durch an­er­kann­te und prag­ma­ti­sche Ver­bes­se­rung.
Die Ent­wick­ler sind in Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Be­nut­zern.
Be­nut­zer­kon­zep­te än­dern sich sprung­haft, sind auch mit Nach­tei­len be­haf­tet und ohne er­kenn­ba­re Vor­tei­le.
Eine an­er­kann­te Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Be­nut­zern exis­tiert nicht.
Ver­schie­de­ne Desk­top-Sys­te­me, wie „Gno­me“, „KDE“, „XFCE“, „Mate“, „Cin­na­mon“ und wei­te­re, bie­ten ein an­ge­pass­tes Nut­zer­ver­hal­ten. Ein ein­zi­ger Desk­top und der ist nur schwer­fäl­lig an­pass­bar.
Bei län­ge­ren Pro­zes­sen wer­den zu der Pro­gres­si­ons­bar, noch die Mög­lich­keit ge­ge­ben, sich De­tails an­zei­gen zu las­sen, also die tat­säch­lich lau­fen­den Ope­ra­tio­nen. Au­ßer beim Ko­pier­vor­gang sind alle Pro­gres­si­ons­bar un­ter Win­dows ein Mys­te­ri­um. Fra­gen wie, was pas­siert ge­ra­de oder geht über­haupt noch was, blei­ben so­mit un­be­ant­wor­tet.

Ver­wei­se
Win­dows 10 – Vor­teil und Nach­tei­le
Win­dows und Li­nux, der wirk­lich wah­re Un­ter­schied
Win­dows 8 oder Li­nux hat Fens­ter und kei­ne U-Bahn!

Win­dows und Li­nux, der wirk­lich wah­re Un­ter­schied

Der Un­ter­schied zwi­schen die­sen bei­den Be­triebs­sys­te­men liegt aus mei­ner Sicht nicht im Code, son­dern ist ge­sell­schaft­lich be­grün­det!

Mi­cro­soft Win­dows” ist ein Pro­dukt.
Li­nux” ist eine Welt­an­schau­ung.


  1. Grund­le­gend
  2. Ent­wick­ler
  3. Qua­li­tät
  4. Ga­ran­ti­en
  5. Wirt­schaft
  6. Si­cher­heit
  7. Da­ten­schutz
  8. Zah­len
  9. Schluss­wort
  10. Quel­len

Fol­gen­de Be­haup­tun­gen habe ich nicht alle mit ein­zel­nen Quel­len be­legt, da es so­viel Film, Au­dio- und Text­ma­te­ri­al gibt, das ich die ein­zel­nen Punk­te die­ser Zu­sam­men­fas­sung, auch als All­ge­mein­wis­sen in­ter­pre­tie­re.


Grund­le­gend
Mi­cro­soft hat­te im­mer eine “fer­ti­ge” Win­dows-Ver­si­on her­aus­ge­bracht, die ab und zu mit Ser­vice­Packs ak­tua­li­siert wur­den. Mit Win­dows 10 soll sich das jetzt än­dern, da Win­dows nun als “Dienst” oder als Platt­form für Mi­cro­soft-Diens­te, also in fort­dau­ern­de Ent­wick­lung, verschenkt/verkauft wird. Das Mi­cro­soft Win­dows-Kauf­pro­dukt ist oder war bis Win­dows 10, ein sta­ti­sches Sys­tem mit un­fle­xi­bler Sys­tem­ak­tua­li­sie­rung.
Dazu Li­nux be­trach­tet, war Li­nux und ist Li­nux nie ein fer­ti­ges Be­triebs­sys­tem, denn es wächst täg­lich, wie eine Le­bens­form mit all ih­ren Vor- und Nach­tei­len, wie Im­mu­ni­tät er­wer­ben aber auch evo­lu­tio­nä­res Ver­zwei­gen. Li­nux ist ein quick­le­ben­di­ges Sys­tem mit al­len Mög­lich­kei­ten von evo­lu­tio­nä­rer Wei­ter­ent­wick­lung und steht welt­weit al­len Men­schen ob reich oder arm glei­cher­ma­ßen und kos­ten­los zur Ver­fü­gung.


Ent­wick­ler
Bei Mi­cro­soft sind hoch­be­zahl­te Soft­ware-In­ge­nieu­re in ei­nem hoch­mo­ti­vie­ren­tem Ar­beits­um­feld un­ter Ver­trag. Sie ge­hen auch sehr zei­tig in den Ru­he­stand.
Die glo­ba­len Li­nux-Ent­wick­ler se­hen es als ihre Le­bens­auf­ga­be an, ihre Welt­an­schau­ung in ei­nen Code nie­der­schrei­ben und die­sen zu pfle­gen.


Qua­li­tät
Zur Qua­li­tät der bei­den Be­triebs­sys­te­me gebe ich nur ei­nen Tipp, star­ten Sie mal Win­dows 10 und Ubun­tu 16.04 auf dem­sel­ben PC, das sagt mehr als tau­send Wor­te.
Höchs­tens noch, auf Ubun­tu sind die An­wen­dungs­pro­gram­me schon in­stal­liert!


Ga­ran­ti­en
Mi­cro­soft gibt in sei­nen Mi­cro­soft Li­cen­se Terms §12d (i) “Der Her­stel­ler bzw. das In­stal­la­ti­ons­un­ter­neh­men und Mi­cro­soft über­neh­men je­doch kei­ne ver­trag­li­che Ge­währ­leis­tung in Be­zug auf die li­zen­zier­te Soft­ware.” kei­ner­lei Ga­ran­tie, ob Win­dows über­haupt funk­tio­niert und ob es mit Mi­cro­soft-Pro­duk­ten zu­sam­men­ar­bei­tet und das Hard­ware auch er­kannt wird. Und wenn je­mand ei­nen Feh­ler er­kannt hat, darf er Win­dows, un­ter Straf­an­dro­hung, nicht re­pa­rie­ren, sie­he Mi­cro­soft Li­cen­se Terms §2c und c (iv) “Bei­spiels­wei­se er­hal­ten Sie mit die­ser Li­zenz kei­ne Rech­te für fol­gen­de Hand­lun­gen und müs­sen da­her Fol­gen­des un­ter­las­sen: … tech­ni­sche Be­schrän­kun­gen oder Be­gren­zun­gen in der Soft­ware zu um­ge­hen;”. Oft wur­den Feh­ler ge­macht durch Be­vor­zu­gung des De­sign ge­gen­über der Funk­ti­on, sie­he Me­tro, der Ka­chel-Desk­top mit Ver­lust des Start­me­nüs von Win­dows 8 und der halb­her­zi­gen Wie­der­kehr in Win­dows 10 Start­me­nü.
Bei Li­nux gibt es auch kei­ne Ga­ran­tie auf die Funk­ti­on, aber in je­dem Fall hat man die Ga­ran­tie den Quell­text zu än­dern und der Ge­mein­schaft zur Ver­fü­gung zu stel­len. Au­ßer­dem wird der Funk­ti­ons­er­halt durch das KISS-Prin­zip, der “eine Auf­ga­be — ein Programm”-Prinzip und dem Prin­zip “Funk­ti­on vor De­sign” sehr ge­stärkt.


Wirt­schaft
Mi­cro­soft ver­kauft Li­zen­zen, das ist so­weit in Ord­nung, aber die Li­zenz ist für ein Pro­dukt wo­für kei­ne Funk­ti­ons­ga­ran­tie ge­ge­ben wird. Selbst Feh­ler­be­he­bun­gen wer­den “ver­kauft”, als “Patch­day”, also mit dem “wir küm­mern uns um euch”-Gefühl. Apro­pos, wes­halb wur­de Win­dows 10 bis jetzt an Win­dows 7- und Win­dows 8-Be­nut­zern ver­schenkt?
Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen gibt es frei zum Down­load oder auch als Kauf­ver­sio­nen, die es auch als Down­load, CD, DVD oder USB-Stick gibt.
Vie­le den­ken wohl Li­nux ist frei und in je­dem Fall kos­ten­los, ja und das stimmt!

Nun zur Er­klä­rung, GNU/Linux ist der Be­triebs­kern, also ohne zu­sätz­li­che Pro­gram­me und auch ohne gra­fi­sche Ober­flä­che. Die­ser GNU/­Li­nux-Ker­nel steht un­ter der of­fen GPLv2-Li­zenz, die das kos­ten­lo­se Ko­pie­ren der Quell­tex­te er­laubt, das Kom­pi­lie­ren der Quell­tex­te er­laubt und das Ver­än­dern der Quell­tex­te er­laubt.
Li­nux-Dis­tri­bu­tio­nen da­ge­gen be­inhal­ten den GNU/­Li­nux-Ker­nel, dazu grund­le­gen­de Pro­gram­me und oft auch eine gra­fi­sche Ober­flä­che und die darf man auch ver­kau­fen, so­fern die Quell­tex­te frei zur Ver­fü­gung ste­hen. Bis­her ha­ben nur Red­Hat und Ora­cle nen­nens­wer­te Er­fol­ge im Ver­kauf er­zielt und das mehr mit Ser­vice-Lei­tun­gen rund um ihre Dis­tri­bu­tio­nen.
Red­Hat be­zieht sei­ne In­no­va­ti­ons­kraft trotz­dem aus ih­rer frei­en, und selbst­ver­ständ­lich kos­ten­lo­sen, “Fedora”-Distribution”.
Also Li­nux gibt es kos­ten­los oder man kann hoch­wer­ti­ge Dienst­leis­tun­gen zum kos­ten­lo­sen GNU/­Li­nux-Ker­nel kau­fen.


Si­cher­heit
Win­dows XX ist das si­chers­te Win­dows al­ler Zei­ten.” Das stimmt! Und es stimmt auch, Win­dows XY ist zu Win­dows XX al­ter­na­tiv­los! Ei­ni­ge selt­sa­me “Stu­di­en” be­le­gen das Win­dows si­che­rer ist als Li­nux, nur soll­te man bit­te­schön ei­nen Vi­ren­scan­ner in­stal­lie­ren und böse Web­sei­ten mei­den und böse E-Mails nicht öff­nen und … . Nun erst recht, da Mi­cro­soft öf­fent­lich ihre Si­cher­heit be­stä­tigt se­hen durch die Zu­sam­men­ar­beit mit der NSA. Der so­ge­nann­te “Patch­day” ist eine un­fle­xi­ble Feh­ler­be­hand­lung.
Auch bei Li­nux wer­den stünd­lich Feh­ler pro­du­ziert beim co­die­ren und beim Code be­rei­ni­gen, aber so­bald Feh­ler er­kannt sind wer­den un­ver­züg­lich Ge­gen­maß­nah­men die noch oft am sel­bi­gen Tag ver­teilt wer­den. Da­her ist auch kein Vi­ren­scan­ner not­wen­dig. Vi­ren-Pro­du­zen­ten ha­ben kei­ne Lust, ei­nen Vi­rus zu schrei­ben auf eine Schwach­stel­le die schon in we­ni­gen Stun­den ge­pacht ist be­vor er den Vi­rus-Code fer­tig hat. Selbst An­ti­vi­ren-Soft­ware-Her­stel­ler be­nö­ti­gen auch manch­mal 2 Wo­chen bis zur Ge­gen­maß­nah­me ei­nes schon vor­han­den Schäd­lings.


Da­ten­schutz
Win­dows 10 be­sitzt kei­nen Da­ten­schutz mehr, denn al­lein das der Da­ten­schutz im § 3 aus den Mi­cro­soft Li­cen­se Terms aus­ge­glie­dert ist und in eng­lisch an­ge­bo­ten wird, bleibt un­ver­schämt ge­gen­über den deut­schen Be­nut­zern. Sie ha­ben nur die Mög­lich­keit mit klei­nen Schie­be­schal­tern in­ner­halb Win­dows 10 zu spie­len, denn der ge­schlos­se­ne Quell­code gibt nicht be­kannt ob da über­haupt was pas­siert. Man könn­te ja Mi­cro­soft ver­trau­en, aber der letz­te Rest wur­de ver­spielt.
Li­nux bie­tet die ge­sam­te und voll­stän­di­ge Band­brei­te ei­nes ech­ten pri­va­ten PC´s. Zum Bei­spiel wird in Tails die ei­ge­ne, von au­ßen zu­gäng­li­che, IP-Adres­se ge­än­dert.


Win­dows und Li­nux in Zah­len

Stand Feb. 2016  Win­dows  Li­nux
Code­zei­len un­be­kannt 115 Mil­lio­nen, also 4.300 neue Zei­len täg­lich
Wert vir­tu­el­le 20 Mil­li­ar­den Dol­lar, wenn man die 200 Mil­lio­nen In­stal­la­ti­on zu 100 Dol­lar be­rech­net. Wo­bei es aber bis­her ver­schenkt wur­de. 5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar, so­fern man die Le­bens­wich­tig­keit be­stehen­der und lau­fen­der Li­nux-Sys­te­me nicht ein be­rech­net.
Start 10. No­vem­ber 1983  Ja­nu­ar 1992
Desk­top-An­teil  90,61 %  1,71 %
Mo­bi­le-An­teil  2,86 %  > 60 %
Top500-An­teil  1  489
Ka­te­go­rie-An­teil über 50% Desk­top In­ter­net, Smart­pho­ne, Em­bed­ded-Li­nux wie TV, NAS, Rou­ter, Satelliten­empfänger

Schluss­wort
Für Mi­cro­soft sind wir Kun­den. Li­nux ist Le­bens­art. So ein­fach!

Lei­der wird die Si­cher­heit, der Da­ten­schutz und die Funk­tio­na­li­tät von Li­nux tor­pe­diert! Hard­ware die nicht un­ter Open-Source-Be­din­gun­gen her­ge­stellt wird, und das sind wohl der­zeit 99,99%, be­sit­zen die Mög­lich­keit Li­nux und sei­nen Be­nut­zern zu scha­den.


Quel­len

Win­dows zu Li­nux — der Um­stieg 2

Das ist ein wei­ter­füh­ren­der Bei­trag zu Win­dows zu Li­nux — der Um­stieg.

Nach­dem ich ge­se­hen habe, wie schwer der Um­stieg man­chen fällt, gern noch ei­ni­ge Hin­wei­se, die es leich­ter ma­chen soll­ten.

Word und Ex­cel
Nein, um Rech­nun­gen oder struk­tu­rier­te Da­ten zu ver­sen­den wer­den die­se Pro­gram­me nicht be­nö­tigt, denn der Kun­de braucht eine Rech­nung und kei­ne zu be­ar­bei­ten­de Da­tei. Da­her im­mer als PDF-Da­tei ver­sen­den, zur ei­ge­nen Si­cher­heit. Und das geht bes­tens mit libre­of­fice und thun­der­bird.

Pro­gram­me von ei­ner Web­site down­loa­den
Nein, es liegt schon im Re­po­si­to­ri­um des Soft­ware-Cen­ters. Aus­ser das ge­such­te Pro­gramm, ist ein Win­dows-Pro­gramm und man kennt das ent­spre­chen­de Li­nux-Pro­gramm noch nicht.

Mei­ne Win­dows-Pro­gram­me sind haupt­säch­lich
Fire­fox, Thun­der­bird, Libre­Of­fice, Open­Of­fice, Ca­libre, Blue­fish, Web­brow­ser Chro­mi­um, Bleach­bit, Kee­pass, VLC-Me­dia-Play­er, Gimp, Ink­scape, Vir­tu­al­Box, PDF-Be­trach­ter, Ta­schen­rech­ner, Fi­le­zil­la, Py­ren­a­mer, Apa­che-Web­ser­ver, Taskma­na­ger, Au­da­ci­ty, La­tex, Pro­gram­mier­spra­che R, 7-Zip und noch ei­ni­ge mehr.
Gut, also alle na­ment­lich ge­nann­ten Pro­gram­me lau­fen na­tiv auf Li­nux und sind in den Re­po­si­to­ri­en zu fin­den oder meist schon vor­in­stal­liert.

De­frag­men­tie­ren
Nein, die in­tel­li­gen­ten Da­tei­sys­te­me von Li­nux er­le­di­gen das ne­ben­her.

Vi­ren-Scan­ner
Nein, nur wenn man noch Alt­las­ten von Win­dows-Ord­ner hat.

Mal­wa­re-Scan­ner
Sie­he oben un­ter Vi­ren-Scan­ner.

Sca­re­ware
Was ist das? Ach, sooo. Das funk­tio­niert ja gar nicht.

Spie­le
Also wer kei­ne Spie­le-Kon­so­le hat, spielt in Win­dows, ok. Trotz­dem ist mei­ne Er­fah­rung mit Skat-Pro­gram­men, das erst un­ter Li­nux mit xskat kein Be­schiss ge­macht wird!

In Li­nux geht nicht al­les
Also meint man da­mit DRM-ge­schütz­te Pro­duk­te. Ok, wer es braucht soll­te auch wis­sen was DRM ist, Di­gi­ta­le Be­schrän­kungs­ver­wal­tung, also der Name sagt es schon! Und Li­nux ar­bei­tet ger­ne of­fen und frei, sagt auch schon das Wort Open­So­ur­ce­Soft­ware.

und über­haupt mit die­sen Be­feh­len
Gern, wer möch­te darf auch im Ter­mi­nal ar­bei­ten, aber die Desk­top-Um­ge­bun­gen sind ge­ra­de un­ter Li­nux am viel­fäl­tigs­ten.

Mit Open­So­ur­ce­Soft­ware und spe­zi­ell mit Li­nux, kann man kein Geld ver­die­nen!
Gut, dann sagt das mal Red Hat und Ora­cle mit ih­ren Mil­lio­nen- und Mil­li­ar­den-Ge­win­nen je­des Jahr. Üb­ri­gens, auch Mi­cro­soft ver­dient an Li­nux, ein Stich­wort ist No­vell.

M$ Win­dows ist an­ders
Zum Glück!

Aber, aber
der ge­wohn­te Schal­ter ist jetzt links und nicht mehr rechts und aus­ser­dem star­tet der Com­pu­ter jetzt viel zu schnell.”
Gut, ab dem Punkt muss man sa­gen, so spricht nur ein Pro­fi-Power-Win­dows-User und sie/er soll­te bei Win­dows blei­ben.

Er­geb­nis:
Man kann Li­nux schlecht re­den, aber nicht schlecht ma­chen.