Linux – das weltweit meist genutzte Betriebssystem

GNU/Linux, das sichere Betriebssystem, gibt es mittlerweile auf mehreren Milliarden Geräten, hier ein Versuch der Übersicht.

Inhaltsverzeichnis

  • Linux das meistgenutzte Betriebssystem
  • Linux als Notwendigkeit in einigen Bereichen
  • Linux für das Überleben als Firma
  • Linux für Alle und unterwegs
  • Linux auf dem Desktop
  • Linux im Haushalt
  • Linux in der Zukunft
  • Was wäre wenn
Linux – das weltweit meist genutzte Betriebssystem weiterlesen

Was ist in Windows und Linux gleich?


1 Vorwort

Wenn hier zu gleichem oder ähnlichem zwischen Windows und Linux gesprochen wird, so bezieht sich das bei Linux meist auf eine von mehreren Möglichkeiten oder Optionen. Wogegen bei Windows es oft nur jeweils eine vorhandene Situation existiert.
„Linux“ betrifft in diesem Artikel die Linux-Distribution. Linux-Distributionen sind Zusammenstellungen von einem Linux-Kernel, dem eigentlichem Betriebssystem, einer grafischen Benutzerschnittstelle sowie ein abgestimmtes Portfolio von allgemein bekannten Programme oder wichtiger Alltagshelfer. Auf den Unterschied von Linux-Kernel und Linux-Distribution wird hier nicht weiter eingegangen.
Als Beispiele dienen hier „Windows 7 Home Premium“ und „Xubuntu 16.04 LTS“ die unwesentlich modifiziert sind, beispielsweise werden keine Hintergrundbilder genutzt, wegen der besseren Dokumentation.


2 Grundsätzliches


2.1 Computer

Generell kann man sagen, das auf jedem PC Windows als auch Linux läuft, außer in seltenen Ausnahmen in denen der Hersteller das unterbindet. Zudem läuft Linux auf vielen weiteren Computerplattformen und als embedded System. „Eingebettete Systeme“ sind sehr klein gehaltene Betriebssysteme in Geräten für den Haushalt, die Multimedianutzung sowie Geräte und Automaten der Industrie und Wissenschaft.


2.2 Grafische Benutzeroberfläche

Die grafische Benutzeroberfläche besteht aus heutiger Sicht aus dem Desktop, einem Fenstersystem oder/und dem Fenstermanager. Diese Kombination der grafischen Systeme ermöglicht das Arbeiten mit Zeigesysteme, wie der Maus und der Kombination von Tastatur und Maus.
Unter Windows sind diese Bestandteile sehr monolithisch zusammengesetzt. Linux bietet die Möglichkeit den Desktop und das Fenstersystem, beziehungsweise dem Fenstermanager, nach eigenem Willen zu wechseln oder zu kombinieren.


2.3 Maus und Tastatur

Beide Betriebssystem können mit der Maus und der Tastatur bedient werden, oder ihren Äquivalenzen, wie Touchpad oder kapazitiven Bildschirmen.


2.4 Treiber

Bei neu gekauftem Windows-PC´s, liegt in der Regel eine Treiber-CD-ROM bei und unter Linux werden die Treiber in den Repositorien meist mitgeliefert. Zumindest sind für beide Systeme sehr viele Treiber von allgemein genutzter Hardware vorhanden.


3 Bedienung


3.1 Desktop / Schreibtisch

Das offensichtlichste bei Windows ist der Desktop mit Arbeitsplatz, Papierkorb und „Eigene Dateien“. Die meisten der bekannten Linux-Distributionen, werden mit einer grafischen Benutzerschnittstelle ausgeliefert, die auch das Dateisystem, den Papierkorb und den „Persönlicher Ordner“ anzeigen können. Wobei Linux auch ohne grafische Benutzerschnittstelle auskommt und das sehr gut.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.2 Taskleiste

Die Taskleiste kann bei beiden Systemen sehr ähnlich bedient werden, mit festsetzen oder ausblenden der Taskleiste sowie Anzeigen des Hauptmenüknopfes und den geöffneten Anwendungen. In beiden Systemen kann dort die Lautstärkenregulierung vorgenommen werden.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.3 Benachrichtigungsfeld

Windows und die grafischen Linux-Distributionen besitzen beide ein Benachrichtigungsfeld auf der Task­leiste das dort rechts angeordnet ist. Dort wird bei beiden zum Beispiel die Uhrzeit, das Datum, die Netzverbindungen, die Lautstärkeregelungen und aktuelle Meldungen, wie eingehende E-Mails oder der Wechsel der abgespielten Musiktitel, angezeigt. Siehe Bildschirmfotos zu 3.2. Ein kleiner Unterschied besteht darin, das unter Linux alles etwas ausführlicher ist.


3.4 Dateimanager

Was unter Windows der „Explorer“ ist, hat unter Linux verschieden Namen, aber in jedem Fall sind es auch Dateimanager mit vielfältigen Möglichkeiten. Es werden Verzeichnisse und Dateien dargestellt und auf Wunsch mit Vorschaubilder.
Unter Linux ist alles eine Datei, auch Verzeichnisse und Geräte, was das Linux-System robuster macht. Aber in der Darstellung sind beide System sehr gleichartig.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.5 Fenstersteuerung

Die Fenstersteuerung mit den Schaltern „Minimieren“, „Relativieren“ und „Maximieren“ sind äquivalent. Trotzdem kann auch hier Linux mit Mehrwert punkten, wie dem Einrollen auf bis auf die Titelleiste.
Das Verschieben der Fenster mit festgehaltener Titelleiste können auch beide Systeme. Unter Linux kann zusätzlich bei nicht mehr zu sehender Titelleiste auch mit der gedrückten „Alt“-Taste, für alternative Bedienung, das Fenster verschoben werden.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.6 Fenstermenüs

Windows und Linux-Distribution kennen beide das „Fenstermenü“. Die in beiden Fällen oft auch mit der Tastatur bedient werden können. Die Bedienung der Menüs über die Tastatur werden oft über die Steuerungstaste „STRG“, der alternativen Bedienungstaste „ALT“, der Drucktaste „DRUCK“ in Kombination mit anderen Tasten genutzt. Die Funktionstasten wie „F1“ für Hilfe und „F11“ für Vollbild stehen in beiden Systemen leider nicht in allen Programmen zur Verfügung.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.7 Kommandozeile, auch CLI für Command Line Interface

Der Kommandozeileninterpreter unter Windows ist das „cmd“ und Linux besitzt vielfältige „Terminals“. Das „Terminal“ ist ein mächtiges Werkzeug ist, es hat die Schlagkraft einer Nuklearwaffe!
Mit der „PowerShell“ hatte Microsoft versucht den Unterschied zum Linux-Terminal zu beheben.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.8 Mehrere Benutzer und Multiuser, als gleichzeitige Benutzer

Unter Windows können mehrere Benutzer angelegt werden, wobei ein Benutzer aktiviert werden kann. Der Linux-Kernel ist ein echtes Multiuser-Betriebssystem, also mehrere Benutzer können gleichzeitig produktiv sein, daher auch der Begriff „Terminal“ für CLI, den Kommandozeileninterpreter.


3.9 Eigene Dateien

Windows bietet das Verzeichnis „Eigene Dateien“ zum Ablegen von selbst erstellten Verzeichnissen und Dateien.
• Desktop
• Downloads
• Eigene Bilder
• Eigene Dokumente
• Eigene Musik
• Eigene Videos
• Favoriten
• Gespeicherte Spiele
• Kontakte
• Links
• Suchvorgänge

Unter Linux besteht das exklusive „/home“-Verzeichnis für jeden Benutzer, daher muss nicht mit „eigene“ bezeichnet werden, mit den schon angelegten Verzeichnissen:
• Bilder
• Dokumente
• Downloads
• Musik
• Öffentlich
• Schreibtisch
• Videos
• Vorlagen
Erfahrungsgemäß wird unter Windows aber wild durcheinander gespeichert, wogegen unter Linux etwas mehr Disziplin herrscht durch die strenge Hierarchie der Rechteverwaltung.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.10 Taskmanager

Die Kontrolle über laufende Anwendungen, Dienste, CPU-Auslastung und Netzwerk-Auslastung, besitzen Windows genauso wie Linux.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.11 Kontextmenü

Beide System kennen das Kontextmenü, rechte Maus auf das Objekt mit auf das Objekt bezogenen Befehlen, zur Erhöhung der Produktivität. Auf der Tastatur gibt es neben der rechten STRG-Taste, die Steuerungs-Taste, auch eine Kontextmenü-Taste die beide Systeme erkennen.
Menü-Taste

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


3.12 Tastaturbefehle

Windows beherrscht nur wenige Tastaturbefehle, kann aber mit Fremdprogrammen aufgewertete werden. Linux kann mit sehr vielen Tastaturbefehlen umgehen und sehr schnelle sowie sehr umfangreiche Tätigkeiten ausführen.
Bekannte Tastenkombinationen in beiden Systemen:
• STRG + c, Kopieren
• STRG + x, Ausschneiden
• STRG + v, Einfügen
• ALT + F4, Fenster schließen
• Druck, Bildschirmfoto des gesamten Desktop
• ALT + Druck, Bildschirmfoto des aktiven Fensters
• Kontextmenü-Taste, aufrufen des Kontextmenüs zum ausgewähltem Objekt
• und weitere.


3.13 Systemsteuerung / Einstellungen

Auch die Zentrale für die Computersteuerung und Computereinstellungen ist in beiden System sehr ähnlich.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


4 Software


4.1 Editor

Beide Systeme liefern einen Texteditor mit. Unter Linux beherrschen Editoren aber eine wesentliche größere Bandbreite von Editier- und Syntax-Möglichkeiten.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


4.2 Standardprogramme der Betriebssysteme

Zu den standardmäßigen Programmen in beiden Systemen gehört neben den schon erwähnten Editor und den Kommandozeileninterpreter auch der sogenannte „Taschenrechner“.

Das obere Bild von Windows und das untere Bild von Linux.


4.3 Bekannte Anwendungsprogramme

Folgende Programme die unter Windows eine weite Verbreitung besitzen, sind bei Linux oft vorinstalliert:
• Firefox, der Webbrowser
• Thunderbird, der E-Mail-Client,
• LibreOffice, die Office-Suite,
• VLC-Player, der Mediaplayer und
• Gimp, das Foto- und Bildbearbeitungsprogramm.
Weitere Programme die unter Windows genutzt werden und unter Linux nativ arbeiten, sind:
• 7Zip, das universelle Komprimierungsprogramm
• Bleachbit, das Bereinigungsprogramm
• Filezilla, das FTP-Programm und
• Inkscape, das grafische Vektorenprogramm.
Weitere ähnliche Programme sind:
• verschiedene kleine Spiele wie Solitär oder Mahjongg
• PDF-Betrachter,
• Bild-Betrachter,
• CD- und DVD-Brennprogramm,
• Scanner-Programm,
• Messenger und
• Torrent-Programm und weitere 70.000 Programme.

4.4 Virenscanner

Unter Linux kaBekannte Anwendungsprogrammenn nachträglich ein Virenscanner, „ClamAV“, mit der grafischen Schnittstelle „ClamTK“ installiert werden, um Windows-Anwender zu schützen, zum Beispiel bei Rettungsaktionen und E-Mail-Anhängen.


5 Nachtrag


5.1 Bilder

Die Bildschirmfotos wurden alle von mir selbst erstellt und können aus dem Dokument entnommen werden. Die Vektorenzeichnungen wurden von mir selbst erstellt, außer dem Tux.
Der Tux ist von hier https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tux.svg.

Welche Linux-Distribution – die Lösung


Inhaltsverzeichnis

1. Exot oder Mainstream
2. Desktop
3. Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit
4. Lösungen


1. Exot oder Mainstream

Zuerst stellt sich die Frage ob eine exotische Distro gegennüber dem Mainstream bevorzugt wird. Generell haben verbreitete Distros mehr Online-Hilfen und Foren für Problemlösungen. Die 9 gesuchtesten Distros sind nach http://distrowatch.com/ in den letzten 6 Monaten:

Rang Name Paketmanager*
1. Mint deb
2. Debian deb
3. Ubuntu deb
4. openSUSE rpm
5. Manjaro pacman
6. elementary deb
7. Fedora rpm
8. Zorin deb
9. CentOS rpm

* Paketmanager

deb, der Debian Package Manager
rpm, der RedHat Package Manager
pacman, der Arch-Linux-Paketmanager

Der Debian Package Manager ist der verbreiteste seiner Art, also kann man hier die höchste Anzahl von Software erwarten.
Die Umfrage vom 3. Juli 2015 auf Pro-Linux.de, http://www.pro-linux.de/umfragen/2/269/welche-distribution-setzen-sie-bevorzugt-auf-dem-desktop-ein.html, zeigt das die Debian-basierende Distros mit 25% und 29% zusammen 54% die beliebteste Distros sind.


2. Desktop

Die populärsten Desktop-Maschinen sind wohl, hier alphabetisch gelistet:

  • Cinnamon
  • Enlightenment
  • Gnome 3
  • KDE / Plasma
  • LXDE
  • Mate
  • Xfce
  • Unity

Trotz großen KDE-Gemeinschaften und Gnome-Gemeinschaften im lauten Internet, scheint der Xfce-Desktop der beliebteste zu sein, womöglich weil er geradezu als Arbeitstier ausgelegt ist, siehe http://www.pro-linux.de/umfragen/2/300/welchen-desktop-nutzen-sie-%C3%BCberwiegend.html.
Gnome ist eine schmucke Oberfläche mit einigen Gefälligkeiten und KDE ist wohl der Desktop der am meisten über grafische Tools konfiguriert und angepasst werden kann.


3. Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit

LinuxMint
In der Benutzerfreundlichkeit wird Linux Mint sehr oft lobend erwähnt. Doch haben Sicherheitslücken innerhalb der Software, siehe Youtube-Kanal „TheRegRunner“ unter https://www.youtube.com/user/TheRegRunner, und problembehaftete Linux-Mint-Distro-Downloads das Vertrauen geschmälert.

Debian
Debian wirkt insgesamt sehr kantig und bietet bei der Standardinstallation reduntante Programme. Dafür ist es die sicherste Distribution der hier vorgestellten. Der Entwicklerzweig Testing bietet auch schon einen hohen Sicherheitsgrad und hat zusätzlich neueste Software an Bord.

Ubuntu
oder besser seine eigenen Derivate, bieten einen Mix von Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit. Außerdem sind verlässliche Veröffentlichungen zu erwarten mit einem zweijährigen LTS-Zyklus. Ubuntu selbst nutzt den eigenen Desktop „Unity“, dieser wirkt unreif und nicht gerade professionell. Besser sind da wohl Xubuntu mit dem Xfce-Desktop, Ubuntu-Gnome mit dem Gnome3-Desktop, Kubuntu mit KDE-Desktop oder der sogenannte win­dows­ein­steiger­freund­liche MATE-Desktop.

Fedora und CentOS
Fedora ist das Experimentierfeld für die „Red Hat Enterprise Linux“ Distribution, daher sind erwartungsgemäß auch Unzulänglichkeiten zu erwarten. CentOS dagegen ist der freie Klon von „Red Hat Enterprise Linux“ und gilt als eine sehr stabile Linux-Distro.

Manjaro
Manjaro, das grafische Arch-Linux, ist nicht für den beruflichen Alltag zu empfehlen, da meine Erfahrung zeigen, wenn man alle Möglichkeiten, die grafisch angeboten werden, nutzt, kann es zu Problemen kommen. Dafür ist es aber eine hervorragende Spielwiese, denn es kann zum Beispiel ohne weiteres immer der neueste Linux-Kernel installiert werden. Außerdem wirkt der Standard-Desktop von Xfce sehr homogen.


4. Lösungen

Lösung für viele Menschen
Die benutzerfreundlichen und sicheren Ubuntu-Derivate sind sowohl für Betriebssystemumsteiger, für Anfänger und auch für professionelle Nutzer zu empfehlen. Hier das deutsche Portal unter https://wiki.ubuntuusers.de/Downloads/.
Auch die Testing-Versionen von Debian bietet dieselbe Sicherheit und unbestreitbar die neuesten Software-Versionen, siehe http://cdimage.debian.org/mirror/cdimage/daily-builds/daily/current/.

Lösung kostenlos für Windowsumsteiger
Für Windowsumsteiger die mehr Wert auf Effekte und Benutzerfreundlichkeit legen, aber weniger auf Sicherheit achten, ist Linux Mint zu empfehlen.

Lösung kostenpflichtig für Windowsumsteiger
Der Distributor von Zorin, auf https://zorinos.com/, behauptet von sich selber die beste Möglichkeit für Windows-Umsteiger und MacOS-Umsteiger anzubieten. Wer Zeit hat, kann dies Aussage testen, auch gern kostenpflichtig, so wie unter Windows gewohnt.

Lösung für Sicherheitsbewußte
Für sicherheitsbewusste Nutzer können Debian und CentOS empfohlen werden.

Lösung für Fans der Kommandozeile, CLI
Das ursprünglichste Linux, also mit Unix-Charme, ist Slackware, natürlich ohne grafische Oberfläche. Trotzdem kann ein Desktop nachträglich installiert werden, viel Spass. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Slackware. Slackware kann nur für Puristen, Entwickler und Linuxer mit viel Engagement empfohlen werden.

Wer sollte nicht von Windows auf Linux wechseln


Inhaltsverzeichnis

  1. Kein Linux für den Mittelstand, kein Linux für private Nutzer die 10 Jahre Windows nutzen
  2. Die Gründe gegen eine Wechsel zu Linux
  3. Schnell und billig, Windowsprogramme aus Fremd-Modulen zusammengesetzt
  4. Diebstahl von freien Quellcode
  5. Wie bekommt man trotzdem seine Windows-Software zum laufen unter Linux
  6. Die höchsten Prinzipien von Software
  7. Hinweis

Kein Linux für den Mittelstand, kein Linux für private Nutzer die 10 Jahre Windows nutzen
Nach vielen Jahren Linux-Propaganda gebe ich auf bei einigen Benutzern nun für Linux zu werben.
Es geht in diesem Beitrag um kleine mittelständische Software, Software von Geräteherstellern und Software für die sehr stark Werbung betrieben wird, obwohl es keine Sorgfalt gegenüber Benutzer existiert. Denn meist ist diese Software

  • unfrei,
  • kann nicht angepasst werden,
  • wird mit Versionskauf gegängelt,
  • läuft nur unter bestimmten Windows-Versionen und
  • läuft nur mit bestimmten und von Fremdfirmen erstellten proprietären Modulen.

Der private Nutzer bekommt mit jedem Gerät das er kauft, auch eine CD-ROM, die er brav einlegt und die im Autostart angebotene Option „Schnelle Installation“ beziehungsweise „Einfache Installation“ auswählt. Um gleich den Irrtum aufzuklären, die „Schnelle Installation“ ist in Wirklichkeit die langsamste Installation. Ebenso die „Einfache Installation“ ist die komplexeste Installation. Denn beide Option laden nicht nur den Gerätetreiber, sondern jede Menge „gut gemeinte“ und „hilfreiche“ und „empfohlene“ Software auf die Festplatte, natürlich mit allen Einträgen in den Autostart, denn Sie könnten die Software ja alle 10 Minuten benötigen, davon gehen die jeweiligen Software-Herausgeber aus. Der Anteil zwischen notwendigem Gerätetreiber und überflüssiger Software liegt meines Erachtens bei 1:100, gemessen am belegtem Speicherplatz.
Warum wird der Benutzer mit solcher Software belästigt? Weil hier Werbegelder fließen für jede Installation dieser fremdem Software oder / und eine Lock-in Situation für den Gerätehersteller angestrebt wird.
Dieses Software-Umfeld wird vom Windows-Benutzer nach über 10 Jahren Nutzung so verinnerlicht, dass ein Paradigmenwechsel für ihn nicht mehr in Frage kommt. Denn über 10 Jahre Windows-Konditionierung steht für „war schon immer so und anders kenne ich es nicht und daher ist es gut so“.


Die Gründe gegen eine Wechsel zu Linux
Einige Windows-Software ist unter Windows von der technischen Seite gesehen wirklich so schlecht, das mir die Lust vergeht, diese Programme unter Linux lauffähig zu machen.
Ein Beispiel sind die speziellen Programme für den Mittelstand. Die Herausgeber dieser Programme hatten ein Problem der jeweiligen Berufsgruppen aufgegriffen und präsentieren eine Lösung die schnell und billig realisiert wurde. Der Nebeneffekt ist, alle guten Vorsätze von Sorgfaltspflicht, gegenüber dem Kunden und seiner Investition, sind über den Haufen geworfen:

  • wie das „KISS“-Prinzip, das Programm so einfach wie irgend nur möglich halten, damit die Funktionalität in jedem Fall erhalten bleibt;
  • statt ein Programm für eine Aufgabe, wird die eierlegende Wollmilchsau präsentiert;
  • Verantwortung für sein Produkt zu übernehmen, ist nicht möglich da Fremdmodule anderer Hersteller das untergraben und
  • die Softwarepflege durch Maintainer, das die Software auch in der Zukunft, egal ob durch Basisänderung oder Paradigmenwechsel, lauffähig bleibt, kann nicht gewährleistet werden, da Programmierer die teuer sind, entlassen werden.

Die höchsten Prinzipien für sichere Software werden ohnehin nicht eingehalten.
Mittlerweile ist es Allgemeinwissen, gute Programmierer und gute Software kosten Geld. Wer sich unbedingt mit einer Verkaufsversion eines Programms eine goldene Nase verdienen will, muss zwangsläufig schlechte Software produzieren lassen. Außer man hat am Beginn Geldgeber die Millionen von Geldern vorschießen, doch das dürfte wohl nur wenigen Initiatoren gelingen.
Schlecht programmierte Software unter Linux zu installieren, läuft diametral zu den Konzept für Sicherheit unter Linux. Denn wegen einer schlechten Windows-Software das komplette Linux-Betriebssystem zu kompromittieren macht keinen Sinn.
Unter Linux haben die Programme übrigens einen namentlich bekannten und damit verantwortlichen Menschen.


Schnell und billig, Windowsprogramme aus Fremd-Modulen zusammengesetzt
Wie das geht mit schnell und billig Programme zu erstellen, ganz einfach mit Fremd-Modulen die als Grundlage vorausgesetzt werden für die eigene Software des Herausgebers von mittelständischer Software oder Gerätesoftware. Das heißt im Umkehrschluss aber nicht unbedingt preiswert für den Anwender.
Für Windows-Software sollte das Betriebssystem Windows, zumindest in den letzten beiden aktuellen Versionen, ausreichend sein. Dem ist nicht so. Meist werden noch proprietäre Module vorausgesetzt, wie diese Beispiele:

  • Microsoft .NET x.x
  • Microsoft Access xxxx-Runtime
  • Module aus unterschiedlichen „Adobe“-Produkten

Obwohl die freien Alternativen dieser Module, wie „mono“, „MariaDB“ und „Ghostscript“, vorhanden sind und diese plattformübergreifend zur Verfügung stehen, werden diese nicht genutzt.
Die proprietäre Module haben den Nachteil, das diese nur für einen begrenzten Zeitraum gültig sind, bis zum größerem Update der Software oder des Betriebssystems. So kann es also passieren, das eine Software für viel Geld unter „Windows Vista“ angeschafft, unter „Windows 10“ nicht mehr funktioniert. Dafür dürfen Sie aber mit großzügigem Rabatt die neueste Version kaufen, die aber wiederum die Daten der bisherigen Version nicht mehr importiert.
Diese Stückwerke von mittelständischer Software und auch Software von Geräteherstellern, ist sehr schwer unter „Wine“, eine Windows-Laufzeitumgebung für Unixe, zum laufen zu bringen, da die Hersteller sehr sehr sparsam mit den gesamten Systemvoraussetzungen für ihre Software sind. Denn zum Beispiel reicht es nicht aus „ab Windows Vista“, wenn trotzdem „Microsoft .NET 4.5“ benötigt wird. Aber eine Vista-Installation hat nur Version 3.0 im Gepäck. Ja, dieses Durcheinander von inkompatibler Software und Voraussetzungen zieht sich wie ein roter Faden durch.


Diebestahl von freien Quellcode, „Open Source Software“
Eine weitere beliebte Methode um billig Programme zu erstellen, ist das Stehlen von freien Quellcode für eigene Programme und diese dann als eigenes Werk mit proprietärer Lizenz auszustatten um den Diebstahl ihrer Software vorzubeugen.
Warum stehlen diese Programmierer, ganz klar, weil es keinen besseren Programmcode gibt als „Open Source Software“.


Wie bekommt man trotzdem seine Windows-Software zum laufen unter Linux
Mit Virtualisierung von „Windows“ in einer Box, wie beispielsweise mit der „VirtualBox“ von Oracle, kann diese Software lauffähig gesetzt werden. Leider ist diese Lösung nur bedingt zu empfehlen, da Oracle aus meinem Verständnis jede freie Software aus ihrem Hause, dazu gehört auch „VirtualBox“, im Laufe der Zeit zerstört. Das schlimmste Beispiel „OpenOffice“, das jetzt endlich, aber vermutlich zu spät, an die „Apache Foundation“ abgegeben wurde. Mit „Java“ wird ein Ärger nach dem anderem von „Oracel“ produziert, um sich mit Entwicklern, Firmen und Anwendern zu überwerfen.
Es gibt noch andere Virtualisierungs-Software, die aber entweder nicht so komfortabel sind oder kostenpflichtig und trotzdem nicht so gut wie „VirtualBox“ sind. Wer bereit ist zu lernen, dem steht mit „QEMU“ eine Lösung zur Verfügung. QEMU nutz die KVM-Virtualisierung des Linux-Kernels, das heißt native Unterstützung für Gastsysteme und Remotesysteme.
Mit nicht komfortabel könnte man leben, aber gerade der Windows-Benutzer wird sich nicht mit der Technik von Virtualisierung beschäftigen, mit seinem Totschlag-Argument „Unter Windows ging es doch.“, selbst dann, wenn es eben zuletzt nicht mehr ging und der Wechsel genau aus diesem Grunde erwogen wurde. Ja, es ist verrückt und trotzdem Realität.


Die höchsten Prinzipien von Software
Möglicherweise ist nur „Open Source Software“ in der Lage professionelle Computeraufgaben zu erledigen. Aus meiner Sicht sind folgende Prinzipien wichtig für professionelle Software:


Hinweis
Meine Aussagen betreffen nicht alle Software für den Mittelstand und Geräte-Herstellern, aber meist habe ich nur solche Software angetroffen. Natürlich kann das auch ein unergründlicher Zufall im Universum sein, das es nur mir so passiert ist.
Ach; die Markenname gehören den jeweiligen Inhabern.

Unterschiede zwischen Linux und Windows

Das ist ein Versuch beide Betriebssysteme zu vergleichen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Software
  2. Hardware
  3. Viren
  4. Sicherheit
  5. Updates und Aktualisierungen
  6. Verbreitung und Kompatibilität
  7. Benutzerfreundlichkeit
  8. Verweise

Linux Windows
Software
Software wird ausschließlich über ein Portal der Distribution installiert, das gewährleistet die Echtheit und die Sicherheit des jeweiligen Programms.
Zugang zu diesem Portal besteht über

  • Software-Center oder
  • Synaptic oder
  • Terminal installiert.

Falls Software aus dem Internetbrowser installiert wird, ist das System komprimiert, also unsicher und die Stabilität ist aufgehoben.

Software wird aus

  • verschiedenen Quellen und
  • nicht geprüft Quellen installiert.

Außerdem werden

  •  ungefragt Zusatz-Software installiert,
  • Browser-Fenster mit Werbung geöffnet,
  • die Kontrolle durch „Einfache Installation“ entzogen und
  • meist die Programme ungefragt in den Autostart verlinkt, womit der PC sofort langsamer wird für die gesamte Lebenszeit.
Die Standartsoftware der Distribution ist kostenlos und zwischen allen meist genutzten Betriebssystemen lesbar. Windows ist kostenpflichtig, außer das abgelaufene Angebot des Update von Windows 7 bis Windows 8.1 auf Windows 10. Viele angebotenen Programme sind kostenpflichtig und damit nicht interoperabel.
Für jede Software ist Voraussetzung eine ausführlicher Hilfetext. Meist ist auch ein Handbuch dabei. Softwarehilfe ist keine Voraussetzung für Windows-Software.
Hardware
Geräte werden meist von Linux sofort erkannt und installiert. Geräte werden zum Teil erkannt. Manchmal werden bei älteren Geräten Standarttreiber installiert.
Ausnahmen sind billig hergestellte Mehrfunktionsgeräte und manchmal WLAN-Geräte, da diese dem Sicherheitskonzept von Linux zu wider laufen. Oft müssen Treiber-CD-ROMS eingelegt werden, die ungefragt andere Software zu den Treibern mit installiert. Zudem ist die zusätzliche Software redundant, da meist schon funktionell dieselben Programme vorhanden sind und genutzt wird.
Eine Festplatte mit Linux läuft sofort auf einen anderen Rechner ohne Neuinstallation. Eine Festplatte mit Windows läuft nur innerhalb eines und desselben Computers.
Viren
Viren für Linux in freier Wildbahn existieren nicht.
Trotzdem kann ein Antiviren-Programm, wie „Clam-TK“ installiert werden, um beispielsweise Software und E-Mails von Windows-Rechnern zu prüfen, damit diese auf anderen Windows-Rechnern keinen Schaden mehr anrichten können.
Anti-Viren-Software ist zwingend notwendig.
Die Nebenwirkung ist, das die Systemressourcen zur Hälfte schon ausgenutzt sind und dem täglichen Arbeiten nicht mehr zur Verfügung steht.
Sicherheit
Offene Programmquellen, mit der Möglichkeit der Überprüfung. Geschlossener, unbekannter und mit vielen nicht gepatchten Sicher­heitslücken behafteter Programmcode.
Administrator-Rechte, unter Linux root-Rechte, nur begrenzt auf Zeit und meist nur für eine Funktion. Zum komfortablen Arbeiten ist meist der Benutzer immer mit Administrator-Rechten ausgestattet, was Viren und anderer Schadsoftware alle Türen öffnet.
Software aus einer sicheren und geprüften Quellen der eigenen Distribution. Software wird aus verschiedenen Quellen und nicht geprüft Quellen installiert, da unter Windows 10 der „Windows Store“ sehr sehr mager ist.
Kein Antivirenprogramm zwingend notwendig. Anti-Viren-Software ist zwingend notwendig.
Updates und Aktualisierungen
Es existiert ein Update-Service für die gesamte installierte Software. Es sind verschiedene Updater installiert.

  • Windows-Updater
  • Microsoft-Updater
  • Updater für Adobe-Produkte,
  • Updater für die Java-Umgebung
  • und viele weitere.

Diese Updater sind entweder omnipresent im Autostart oder als Dienst.

Sicherheitsupdates kommen sofort nachdem diese erstellt sind. Also wenn notwendig mehrmals täglich. Sicherheitsupdates kommen erst nach vorgegebenen Zeiten im Monat oder im Jahr, solange bleiben die Sicherheitslücken bekannt und offen für Angriffe.
Ein Neustart ist bei 99,99% nicht notwendig, also extrem selten. Nach meiner Erfahrung etwa 3x im Jahr.
Der Neustart ist nur um wenige Sekunden verzögert.
Ein Neustart ist immer notwendig.
Ein Neustart kann bis Stunden dauern.
Software-Updates werden bei den meisten Distributionen sofort angeboten, sofort nutzbar und ein Neustart ist nicht notwendig. Ob neue Versionen vorhanden sind, muss selber vom Benutzer erkundet werden, außer bei den jeweiligen Updatern von verschieden Programmen.
Ein Neustart ist meist notwendig.
Verbreitung und Kompatibilität
Linux, Unix, BSD, alle Apple-Betriebssysteme, Android und die meisten anderen Betriebssysteme sind vom Betriebskern aus einer Quelle entstanden.
Erkennbar ist das für jeden, durch den Frontslash bei Pfadangaben.
Windows ist ein Betriebssystem, das selbst innerhalb seiner eigene Versionen nicht kompatibel ist.
Siehe „MS Office 2007“, das ist nicht lauffähig unter Windows 10.
Linux ist das meist genutzte Betriebssystem!
Beispielsweise genutzt in:

  • embedded Betriebssysteme
  • Routern und andere Netzwerk-Hardware
  • Fernseher, Radio, Haushaltsgeräte
  • industriellen Arbeitsmittel
  • Internet-Server
  • Datenbank-Systemen
„Windows“ ist das meist genutzte Desktop-Betriebssystem.
Windows ist die meist genutzte Schnittstelle bei den Sparkassen-Terminals für Kontoinhaber und oft genutzt bei älteren industriellen Arbeitsmitteln.
Benutzerfreundlichkeit
Benutzerkonzepte sind langfristig angelegt und ändern sich meist nur durch anerkannte und pragmatische Verbesserung.
Die Entwickler sind in Kommunikation mit den Benutzern.
Benutzerkonzepte ändern sich sprunghaft, sind auch mit Nachteilen behaftet und ohne erkennbare Vorteile.
Eine anerkannte Kommunikation mit den Benutzern existiert nicht.
Verschiedene Desktop-Systeme, wie „Gnome“, „KDE“, „XFCE“, „Mate“, „Cinnamon“ und weitere, bieten ein angepasstes Nutzerverhalten. Ein einziger Desktop und der ist nur schwerfällig anpassbar.
Bei längeren Prozessen werden zu der Progressionsbar, noch die Möglichkeit gegeben, sich Details anzeigen zu lassen, also die tatsächlich laufenden Operationen. Außer beim Kopiervorgang sind alle Progressionsbar unter Windows ein Mysterium. Fragen wie, was passiert gerade oder geht überhaupt noch was, bleiben somit unbeantwortet.

Verweise
Windows 10 – Vorteil und Nachteile
Windows und Linux, der wirklich wahre Unterschied
Windows 8 oder Linux hat Fenster und keine U-Bahn!

Windows und Linux, der wirklich wahre Unterschied

Der Unterschied zwischen diesen beiden Betriebssystemen liegt aus meiner Sicht nicht im Code, sondern ist gesellschaftlich begründet!

Microsoft Windows“ ist ein Produkt.
Linux“ ist eine Weltanschauung.


  1. Grundlegend
  2. Entwickler
  3. Qualität
  4. Garantien
  5. Wirtschaft
  6. Sicherheit
  7. Datenschutz
  8. Zahlen
  9. Schlusswort
  10. Quellen

Folgende Behauptungen habe ich nicht alle mit einzelnen Quellen belegt, da es soviel Film, Audio- und Textmaterial gibt, das ich die einzelnen Punkte dieser Zusammenfassung, auch als Allgemeinwissen interpretiere.


Grundlegend
Microsoft hatte immer eine „fertige“ Windows-Version herausgebracht, die ab und zu mit ServicePacks aktualisiert wurden. Mit Windows 10 soll sich das jetzt ändern, da Windows nun als „Dienst“ oder als Plattform für Microsoft-Dienste, also in fortdauernde Entwicklung, verschenkt/verkauft wird. Das Microsoft Windows-Kaufprodukt ist oder war bis Windows 10, ein statisches System mit unflexibler Systemaktualisierung.
Dazu Linux betrachtet, war Linux und ist Linux nie ein fertiges Betriebssystem, denn es wächst täglich, wie eine Lebensform mit all ihren Vor- und Nachteilen, wie Immunität erwerben aber auch evolutionäres Verzweigen. Linux ist ein quicklebendiges System mit allen Möglichkeiten von evolutionärer Weiterentwicklung und steht weltweit allen Menschen ob reich oder arm gleichermaßen und kostenlos zur Verfügung.


Entwickler
Bei Microsoft sind hochbezahlte Software-Ingenieure in einem hochmotivierentem Arbeitsumfeld unter Vertrag. Sie gehen auch sehr zeitig in den Ruhestand.
Die globalen Linux-Entwickler sehen es als ihre Lebensaufgabe an, ihre Weltanschauung in einen Code niederschreiben und diesen zu pflegen.


Qualität
Zur Qualität der beiden Betriebssysteme gebe ich nur einen Tipp, starten Sie mal Windows 10 und Ubuntu 16.04 auf demselben PC, das sagt mehr als tausend Worte.
Höchstens noch, auf Ubuntu sind die Anwendungsprogramme schon installiert!


Garantien
Microsoft gibt in seinen Microsoft License Terms §12d (i) „Der Hersteller bzw. das Installationsunternehmen und Microsoft übernehmen jedoch keine vertragliche Gewährleistung in Bezug auf die lizenzierte Software.“ keinerlei Garantie, ob Windows überhaupt funktioniert und ob es mit Microsoft-Produkten zusammenarbeitet und das Hardware auch erkannt wird. Und wenn jemand einen Fehler erkannt hat, darf er Windows, unter Strafandrohung, nicht reparieren, siehe Microsoft License Terms §2c und c (iv) „Beispielsweise erhalten Sie mit dieser Lizenz keine Rechte für folgende Handlungen und müssen daher Folgendes unterlassen: … technische Beschränkungen oder Begrenzungen in der Software zu umgehen;“. Oft wurden Fehler gemacht durch Bevorzugung des Design gegenüber der Funktion, siehe Metro, der Kachel-Desktop mit Verlust des Startmenüs von Windows 8 und der halbherzigen Wiederkehr in Windows 10 Startmenü.
Bei Linux gibt es auch keine Garantie auf die Funktion, aber in jedem Fall hat man die Garantie den Quelltext zu ändern und der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Außerdem wird der Funktionserhalt durch das KISS-Prinzip, der „eine Aufgabe – ein Programm“-Prinzip und dem Prinzip „Funktion vor Design“ sehr gestärkt.


Wirtschaft
Microsoft verkauft Lizenzen, das ist soweit in Ordnung, aber die Lizenz ist für ein Produkt wofür keine Funktionsgarantie gegeben wird. Selbst Fehlerbehebungen werden „verkauft“, als „Patchday„, also mit dem „wir kümmern uns um euch“-Gefühl. Apropos, weshalb wurde Windows 10 bis jetzt an Windows 7– und Windows 8-Benutzern verschenkt?
Linux-Distributionen gibt es frei zum Download oder auch als Kaufversionen, die es auch als Download, CD, DVD oder USB-Stick gibt.
Viele denken wohl Linux ist frei und in jedem Fall kostenlos, ja und das stimmt!

Nun zur Erklärung, GNU/Linux ist der Betriebskern, also ohne zusätzliche Programme und auch ohne grafische Oberfläche. Dieser GNU/Linux-Kernel steht unter der offen GPLv2-Lizenz, die das kostenlose Kopieren der Quelltexte erlaubt, das Kompilieren der Quelltexte erlaubt und das Verändern der Quelltexte erlaubt.
Linux-Distributionen dagegen beinhalten den GNU/Linux-Kernel, dazu grundlegende Programme und oft auch eine grafische Oberfläche und die darf man auch verkaufen, sofern die Quelltexte frei zur Verfügung stehen. Bisher haben nur RedHat und Oracle nennenswerte Erfolge im Verkauf erzielt und das mehr mit Service-Leitungen rund um ihre Distributionen.
RedHat bezieht seine Innovationskraft trotzdem aus ihrer freien, und selbstverständlich kostenlosen, „Fedora“-Distribution“.
Also Linux gibt es kostenlos oder man kann hochwertige Dienstleistungen zum kostenlosen GNU/Linux-Kernel kaufen.


Sicherheit
Windows XX ist das sicherste Windows aller Zeiten.“ Das stimmt! Und es stimmt auch, Windows XY ist zu Windows XX alternativlos! Einige seltsame „Studien“ belegen das Windows sicherer ist als Linux, nur sollte man bitteschön einen Virenscanner installieren und böse Webseiten meiden und böse E-Mails nicht öffnen und … . Nun erst recht, da Microsoft öffentlich ihre Sicherheit bestätigt sehen durch die Zusammenarbeit mit der NSA. Der sogenannte „Patchday“ ist eine unflexible Fehlerbehandlung.
Auch bei Linux werden stündlich Fehler produziert beim codieren und beim Code bereinigen, aber sobald Fehler erkannt sind werden unverzüglich Gegenmaßnahmen die noch oft am selbigen Tag verteilt werden. Daher ist auch kein Virenscanner notwendig. Viren-Produzenten haben keine Lust, einen Virus zu schreiben auf eine Schwachstelle die schon in wenigen Stunden gepacht ist bevor er den Virus-Code fertig hat. Selbst Antiviren-Software-Hersteller benötigen auch manchmal 2 Wochen bis zur Gegenmaßnahme eines schon vorhanden Schädlings.


Datenschutz
Windows 10 besitzt keinen Datenschutz mehr, denn allein das der Datenschutz im § 3 aus den Microsoft License Terms ausgegliedert ist und in englisch angeboten wird, bleibt unverschämt gegenüber den deutschen Benutzern. Sie haben nur die Möglichkeit mit kleinen Schiebeschaltern innerhalb Windows 10 zu spielen, denn der geschlossene Quellcode gibt nicht bekannt ob da überhaupt was passiert. Man könnte ja Microsoft vertrauen, aber der letzte Rest wurde verspielt.
Linux bietet die gesamte und vollständige Bandbreite eines echten privaten PC´s. Zum Beispiel wird in Tails die eigene, von außen zugängliche, IP-Adresse geändert.


Windows und Linux in Zahlen

Stand Feb. 2016  Windows  Linux
Codezeilen unbekannt 115 Millionen, also 4.300 neue Zeilen täglich
Wert virtuelle 20 Milliarden Dollar, wenn man die 200 Millionen Installation zu 100 Dollar berechnet. Wobei es aber bisher verschenkt wurde. 5 Milliarden US-Dollar, sofern man die Lebenswichtigkeit bestehender und laufender Linux-Systeme nicht ein berechnet.
Start 10. November 1983  Januar 1992
Desktop-Anteil  90,61 %  1,71 %
Mobile-Anteil  2,86 %  > 60 %
Top500-Anteil  1  489
Kategorie-Anteil über 50% Desktop Internet, Smartphone, Embedded-Linux wie TV, NAS, Router, Satelliten­empfänger

Schlusswort
Für Microsoft sind wir Kunden. Linux ist Lebensart. So einfach!

Leider wird die Sicherheit, der Datenschutz und die Funktionalität von Linux torpediert! Hardware die nicht unter Open-Source-Bedingungen hergestellt wird, und das sind wohl derzeit 99,99%, besitzen die Möglichkeit Linux und seinen Benutzern zu schaden.


Quellen

Windows zu Linux – der Umstieg 2

Das ist ein weiterführender Beitrag zu Windows zu Linux – der Umstieg.

Nachdem ich gesehen habe, wie schwer der Umstieg manchen fällt, gern noch einige Hinweise, die es leichter machen sollten.

Word und Excel
Nein, um Rechnungen oder strukturierte Daten zu versenden werden diese Programme nicht benötigt, denn der Kunde braucht eine Rechnung und keine zu bearbeitende Datei. Daher immer als PDF-Datei versenden, zur eigenen Sicherheit. Und das geht bestens mit libreoffice und thunderbird.

Programme von einer Website downloaden
Nein, es liegt schon im Repositorium des Software-Centers. Ausser das gesuchte Programm, ist ein Windows-Programm und man kennt das entsprechende Linux-Programm noch nicht.

Meine Windows-Programme sind hauptsächlich
Firefox, Thunderbird, LibreOffice, OpenOffice, Calibre, Bluefish, Webbrowser Chromium, Bleachbit, Keepass, VLC-Media-Player, Gimp, Inkscape, VirtualBox, PDF-Betrachter, Taschenrechner, Filezilla, Pyrenamer, Apache-Webserver, Taskmanager, Audacity, Latex, Programmiersprache R, 7-Zip und noch einige mehr.
Gut, also alle namentlich genannten Programme laufen nativ auf Linux und sind in den Repositorien zu finden oder meist schon vorinstalliert.

Defragmentieren
Nein, die intelligenten Dateisysteme von Linux erledigen das nebenher.

Viren-Scanner
Nein, nur wenn man noch Altlasten von Windows-Ordner hat.

Malware-Scanner
Siehe oben unter Viren-Scanner.

Scareware
Was ist das? Ach, sooo. Das funktioniert ja gar nicht.

Spiele
Also wer keine Spiele-Konsole hat, spielt in Windows, ok. Trotzdem ist meine Erfahrung mit Skat-Programmen, das erst unter Linux mit xskat kein Beschiss gemacht wird!

In Linux geht nicht alles
Also meint man damit DRM-geschützte Produkte. Ok, wer es braucht sollte auch wissen was DRM ist, Digitale Beschränkungsverwaltung, also der Name sagt es schon! Und Linux arbeitet gerne offen und frei, sagt auch schon das Wort OpenSourceSoftware.

und überhaupt mit diesen Befehlen
Gern, wer möchte darf auch im Terminal arbeiten, aber die Desktop-Umgebungen sind gerade unter Linux am vielfältigsten.

Mit OpenSourceSoftware und speziell mit Linux, kann man kein Geld verdienen!
Gut, dann sagt das mal Red Hat und Oracle mit ihren Millionen- und Milliarden-Gewinnen jedes Jahr. Übrigens, auch Microsoft verdient an Linux, ein Stichwort ist Novell.

M$ Windows ist anders
Zum Glück!

„Aber, aber
der gewohnte Schalter ist jetzt links und nicht mehr rechts und ausserdem startet der Computer jetzt viel zu schnell.“
Gut, ab dem Punkt muss man sagen, so spricht nur ein Profi-Power-Windows-User und sie/er sollte bei Windows bleiben.

Ergebnis:
Man kann Linux schlecht reden, aber nicht schlecht machen.