Rolling Release – meine Erfahrungen

Inhaltsverzeichnis

Ein immer aktuelles und sicheres Betriebssystem, ein Traum
“Debian”-Testing
“siduction”
„Manjaro“
Abschlussbetrachtung


Ein immer aktuelles und sicheres Betriebssystem, ein Traum

Ist er schon wahr geworden oder sind da HĂĽrden?
Jahrelang versuche ich ein Rolling Release produktiv zu nutzen, aber es gelingt mir nicht ohne erhebliche Aufwendungen. Also war es eine bisher erfolglose Suche nach dem idealem System.

Hier ein Erfahrungsbericht vom Januar 2018. Ich habe die drei mir bekanntesten Rolling Release vorgenommen, „Debian“-Testing, „siduction“ und „Manjaro“.

Ja ich weiĂź, „Debian“-Testing ist kein echtes Rolling Release und auĂźerdem gibt es noch „Gentoo Linux“ und „openSUSE“ und jede Menge kleinere Distros. „Gentoo-Linux“ nutzt ein Paketmanagement was ungleich von Arch, Debian und RedHat ist, daher fliegt es als zu seltsam aus meiner Auswahl. „openSUSE“ ist seit Ăśbernahme durch „Novell“ und seinem Gebaren sowie dem Pakt mit „Microsoft“ auch raus.


„Debian“-Testing

Debian steht im Ruf rückwärts kompatibel zu sein. Testing liegt in der Reihenfolge der Veröffentlichungen zwischen unstable, auch sid genannt, und stable, der erzkonservativen „Ist-fertig Ausgabe“.

Steckbrief
– relativ schnell mit neuen Kernels versorgt
– relativ schnell mit neuen Sicherheitsupdates versorgt
– relativ schnell mit neuen Programmversionen versorgt
– altbackene Desktop-Umgebungen
– strenge Regulierungen von Rechten und freier Software

Testfall
Nach der Installation und der Updates und Upgrades, wollte ich „Teamviewer 9“ installieren, also bewusst nicht die neueste Version. Da es ein 64Bit-Testing war, hatte ich die 64Bit-Teamviewer-Version installieren wollen, ging nicht. Also die 32Bit-Teamviewer-Version installieren, ging aber auch nicht. Ok, es fehlen Abhängigkeiten, nun habe ich diese nach installieren wollen, doch diese gibt es nicht in den offiziellen Repositorien. Trotz konservativer Teamviewer-Variante können Abhängigkeiten nicht schnell aufgelöst werden.


„siduction“

Der Name verrät es, die Grundlage ist das „Debian“-unstable. Der Distributor meint von sich selbst das „Gemeinschaftsbasierende Betriebssystem“ zu sein.

Steckbrief
– relativ schnell mit neuen Kernels versorgt
– relativ schnell mit neuen Programmversionen versorgt
– veränderte und teilweise irre Desktop-Umgebungen
– Forum-Vandalismus

Testfall
Bei Hilfeersuchen im Forum, sollte man sich unbedingt devot verhalten. Sollte man selbst eine Frage stellen, die für andere Kritik enthalten könnte, erwartet den Fragenden Bashing, Abweisungen und Antworten die nicht zum Thema gehören. Echte Hilfe, auf eigene Fragen, ist sehr schwer zu finden. Eine Zumutung für den Leitsatz „community based OS“, eher eine konservative Geschlossenheit mit Ausnahmen.


„Manjaro“

die Arch-basierende Linux-Ausgabe. Sie ist wunderschön und sehr verführerisch. Es ist die modernste und aktuellste Distribution, die ich kenne.

Steckbrief
– mit den neuesten Kernels versorgt
– schnell mit neuen Sicherheitsupdates versorgt
– mit den neuesten Programmversionen versorgt
– moderner XFCE-Desktop
– riesiges Arch-Wiki, mit fast allen Antworten

Testfall
Nach der Installation habe ich selbstverständlich die Paketlisten aktualisiert. Doch nun kommt der fail. Beim upgraden hing die neuste Version vom Firefox fest. Auch nach Neustart und nochmaligen updaten sowie upgraden wurde das Firefox-Paket nicht installiert. „Manjaro“ die aktuellste Distro versagt beim aktualisieren.


Abschlussbetrachtung

Was soll ich dazu noch schreiben, wenn die drei Distros in ihrem jeweiligem Hauptmerkmal patzen. Ja, ich könnte um Entschuldigung bitten, das es nicht jeweils das gleiche Testszenarium war, oder selbstverständlich hätte man die Abhängigkeiten und die Hindernisse durch Eigeninitiative abstellen können, doch es bleibt der Geschmack von „ist nicht fertig“. Rolling Release sollte niemals von Windows-Usern genutzt werden und auch nicht von Linux-Usern die noch nicht viel mit der Konsole gearbeitet hatten.