LINUX

Warum ich Linux nutze

Ganz einfach, weil ich mit dem PC arbeite und meinen Unterhalt verdiene. Ich benötige ein System das schnell, sicher und immer aktuell ist.

Inhaltsverzeichnis

  • Wichtiger Hinweis
  • Schnell, Sicher und immer Aktuell
  • Vorteile von Linux für meine Arbeit
  • Philosophie

Wichtiger Hinweis

Auf eines möchte ich ganz deutlich hinweisen, ich empfehle über diesen Artikel niemanden Linux zu verwenden. Dieser Artikel ist nur eine Begründung warum ich Linux nutze.

Eine Empfehlung für eine Verwendung von Linux kann ich nicht geben, da folgende Dinge dagegen stehen.

Die Überzeugung der Anderen

  • Die meisten Benutzer haben Windows, weil es beim Kauf des PC dabei war und damit gleich los legen wollen
  • Die meisten Benutzer haben Windows, „weil es ja alle haben“
  • Die meisten Benutzer haben Windows, weil der Bekannte, ein „Computerspezialist“ eben ein „Windows-Auskenner“, helfen kann
  • Die meisten Benutzer haben Windows, weil sie sich selbst damit auskennen; es ist dabei völlig unerheblich, dass diejenigen nicht mal die Hälfte der Tasten auf einer Tastatur benennen können oder gar deren gesamten, bis zu acht verschiedenen, Funktionen kennen
  • Die meisten Benutzer haben Windows, weil darauf die „Profi-Programme“ laufen
  • Die meisten Spieler haben Windows, weil das Leben verspielt werden muss

Das ist gut so, und so soll es bleiben. Außerdem löst eine selbst installierte Linux-Distribution meist nur Frust aus, wenn man die selben Erkenntnisse von Windows als Erwartungen auf Linux projiziert.

Meine eigene Überzeugung

  • Diejenigen die Linux benötigen, haben es schon*
  • Linux empfehle ich nur ausgesuchten Kunden
  • Wenn Linux, wider Erwarten, einen sehr hohen Marktanteil besitzt, verliere ich meine Exklusivität und wechsle möglicherweise zu BSD

Ein Beispiel * : In Statistik und deren Berechnungen wird mit der Sprache „R“ gearbeitet und unter Windows wäre es damit eine Sisyphusarbeit. Dazu muss man wissen, das Statistik das wichtigste Werkzeug für Staat, Medizin, Forschung und Geheimdienste ist.

Schnell, Sicher und immer Aktuell

Schnell

  • Kein Virenscanner, der Ressourcen verschleudert
  • Kein ständiges Datentracking des Betriebssystems
  • Keine unnötigen Belästigungen, wie unsinnige Benachrichtigungen

Sicher

  • Weil jeder Systemzugriff die Eingabe des Passwortes benötigt
  • Weil bei mir nur Software aus vertrauenswürdigen Repositorien geholt wird
  • Weil mir keine Software untergejubelt wird

Aktuell

  • Weil mein Arch-Linux ein Rolling-Release-Prinzip hat
  • Weil aktuelle Software kommt, wenn diese gerade freigegeben wurde
  • Weil ich mir täglich eine Minute zum Updaten nehme

Vorteile von Linux für meine Arbeit

Meine Arbeitsumgebung ist Arch-Linux.

Geschwindigkeiten in meiner Arbeitsumgebung

Starten, in 13,4 Sekunden bis BIOS fertig ist und danach GRUB in 14 Sekunden bis der Desktop fertig ist.

Herunterfahren, in 3 Sekunden herunter gefahren, nachdem mehr als 10 Anwendungen über mehrere Stunden liefen.

Updates installieren, in den meisten Fällen unter 1 Minute und Neustart nicht zwingend notwendig.

Backup, rsync ist beispielsweise mit Wochensicherung unter 5 Minuten fertig.

System-Neuinstallation

Angenommen ein Fehler beim Update oder eine eigene falsche Handlung lassen das System nicht neu starten. Nun kann ich innerhalb von 20 Minuten das gesamte System neu installieren, weil

  • Eine Linux-Installation meist nur Region, Sprache, Benutzername und Passwort abfragt
  • Eine Linux-Installation von den meisten Distributionen etwa nur 2 GB groß ist
  • Das installierte Linux-System etwa nur 4 GB bis 9 GB groß ist
  • Die /home-Partition separat liegt
  • Im /home-Verzeichnis alle Programmeinstellungen noch vorhanden sind

PC-Wechsel

Das geht nicht mit Windows, wegen der Lizenz und der Prüfsumme von der genutzten Hardware. Bei Linux geht ein PC-Wechsel so:

  1. Alten PC die Festplatte entnehmen
  2. Festplatte in neuen PC einstecken
  3. Fertig

Wenn die neue Festplatte schneller ist, einfach die alte Festplatte mit dem Befehl „dd“ bit-genau spiegeln, fertig.

Alltag

Bei den folgenden Listen begrenze ich auf jeweils 8 Einträge.

a) Was mir bei Linux nicht passiert:

  • Wenn ich eine Neuinstallation habe, dass ich das Betriebssystem online lizenzieren muss über die Authentifizierung der gesamten Hardware
  • Das ich einer EULA zustimmen muss, die mich völlig ohne Rechte lässt
  • Das im Hintergrund unzählige Datenströme laufen, auf die kein Einfluss genommen werden kann
  • Wenn ich ein Programm möchte, das mir ein völlig anderes Programm unter geschoben wird
  • Das beim Programmstart gefragt wird, ob ich jetzt die neue Version herunterladen möchte
  • Das bei einem Programmstart erst nichts passiert und ewig der Cursor kreist
  • Das beim Herunterfahren des Systems mehrere Minuten vergehen
  • Das der Windows-Store eine kostenpflichtige Version anbietet von einem kostenlosen Programm

b) Was ich auch nicht von Linux bekomme:

  • Die Frage, ob mir das Login-Bild gefallen würde
  • Meldungen, dass der PC geschützt ist
  • Ob ich nicht doch den Edge ausprobieren möchte, wenn ich Firefox als Webbrowser einstellen will
  • Meldungen, das ich einen schnellen Virenscan machen soll
  • Das ich einen Virenscan machen muss und 3 Windows-Starts später die Aufforderung kommt, wieder einen Virenscan durchzuführen
  • Meldungen, ob ich jetzt herunterfahren will für die Update-Installation
  • Meldungen, das bestimmte Dateiformate als Bild, Video und so weiter, nicht geöffnet werden können
  • Meldungen, wie „Bitte warten Sie …“ egal für was, wie Updates oder Herunterfahren

c) Was Linux besser kann:

  • Linux ist kostenlos und Open-Source-Software
  • Viel weniger Arbeitsspeicherverbrauch
  • Die Festplattenoptimierung ist sehr unauffällig
  • Paketmanager für die Verwaltung von Programmen, Abhängigkeiten und verschieden Prüfungen der Software
  • Sicherheitsupdates kommen sofort in die Repositorien
  • Systemprogramme kommen über Repositorien
  • Anwendungsprogramme kommen über Repositorien
  • Programme starten sehr schnell und auch das 13. Programm startet noch sehr schnell

d) Eigenschaften, die meist nur Linux und einige andere POSIX-Systeme besitzen:

  • Trennung von grafischen Desktop und Betriebskern
  • Verschiedene Desktop-Umgebungen
  • Shell-Programm-Vielfalt
  • Das System von root, su und sudo
  • Der Kernel darf manipuliert werden
  • Die GNU-Programme, also Systemprogramme, dürfen manipuliert werden
  • Das Installations-Medium darf weitergegeben werden oder der eigene PC darf auf einem Speichermedium dupliziert und weitergegeben werden
  • Es darf auch eine eigene Linux-Distribution erstellt und vertrieben werden

Philosophie

Die Philosophie von Open-Sorce-Software entspricht meiner Denkweise.

Die Entwickler von Open-Source-Software halten mehrere Regeln ein, hier eine kleine Auswahl.

  • Programmiere das Programm mit einer Funktion, aber qualitativ gut
  • Funktion ist wichtiger als grafisches Design
  • Optimiere das Programm erst nach seiner Fertigstellung
  • Stelle den Quellcode zur Verfügung, um Vertrauen zu schaffen

Der Linux-Kernel ist Open-Source-Software. Meine Desktop-Umgebung ist Open Source-Software. Meine Arbeitsprogramme sind Open Source-Software.

Für mich ist Linux letztendlich freies Denken, Professionalität und vor allem Luxus.


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