Welche Linux-Distribution – die Lösung


Inhaltsverzeichnis

1. Exot oder Mainstream
2. Desktop
3. Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit
4. Lösungen


1. Exot oder Mainstream

Zuerst stellt sich die Frage ob eine exotische Distro gegennüber dem Mainstream bevorzugt wird. Generell haben verbreitete Distros mehr Online-Hilfen und Foren für Problemlösungen. Die 9 gesuchtesten Distros sind nach http://distrowatch.com/ in den letzten 6 Monaten:

Rang Name Paketmanager*
1. Mint deb
2. Debian deb
3. Ubuntu deb
4. openSUSE rpm
5. Manjaro pacman
6. elementary deb
7. Fedora rpm
8. Zorin deb
9. CentOS rpm

* Paketmanager

deb, der Debian Package Manager
rpm, der RedHat Package Manager
pacman, der Arch-Linux-Paketmanager

Der Debian Package Manager ist der verbreiteste seiner Art, also kann man hier die höchste Anzahl von Software erwarten.
Die Umfrage vom 3. Juli 2015 auf Pro-Linux.de, http://www.pro-linux.de/umfragen/2/269/welche-distribution-setzen-sie-bevorzugt-auf-dem-desktop-ein.html, zeigt das die Debian-basierende Distros mit 25% und 29% zusammen 54% die beliebteste Distros sind.


2. Desktop

Die populärsten Desktop-Maschinen sind wohl, hier alphabetisch gelistet:

  • Cinnamon
  • Enlightenment
  • Gnome 3
  • KDE / Plasma
  • LXDE
  • Mate
  • Xfce
  • Unity

Trotz großen KDE-Gemeinschaften und Gnome-Gemeinschaften im lauten Internet, scheint der Xfce-Desktop der beliebteste zu sein, womöglich weil er geradezu als Arbeitstier ausgelegt ist, siehe http://www.pro-linux.de/umfragen/2/300/welchen-desktop-nutzen-sie-%C3%BCberwiegend.html.
Gnome ist eine schmucke Oberfläche mit einigen Gefälligkeiten und KDE ist wohl der Desktop der am meisten über grafische Tools konfiguriert und angepasst werden kann.


3. Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit

LinuxMint
In der Benutzerfreundlichkeit wird Linux Mint sehr oft lobend erwähnt. Doch haben Sicherheitslücken innerhalb der Software, siehe Youtube-Kanal „TheRegRunner“ unter https://www.youtube.com/user/TheRegRunner, und problembehaftete Linux-Mint-Distro-Downloads das Vertrauen geschmälert.

Debian
Debian wirkt insgesamt sehr kantig und bietet bei der Standardinstallation reduntante Programme. Dafür ist es die sicherste Distribution der hier vorgestellten. Der Entwicklerzweig Testing bietet auch schon einen hohen Sicherheitsgrad und hat zusätzlich neueste Software an Bord.

Ubuntu
oder besser seine eigenen Derivate, bieten einen Mix von Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit. Außerdem sind verlässliche Veröffentlichungen zu erwarten mit einem zweijährigen LTS-Zyklus. Ubuntu selbst nutzt den eigenen Desktop „Unity“, dieser wirkt unreif und nicht gerade professionell. Besser sind da wohl Xubuntu mit dem Xfce-Desktop, Ubuntu-Gnome mit dem Gnome3-Desktop, Kubuntu mit KDE-Desktop oder der sogenannte win­dows­ein­steiger­freund­liche MATE-Desktop.

Fedora und CentOS
Fedora ist das Experimentierfeld für die „Red Hat Enterprise Linux“ Distribution, daher sind erwartungsgemäß auch Unzulänglichkeiten zu erwarten. CentOS dagegen ist der freie Klon von „Red Hat Enterprise Linux“ und gilt als eine sehr stabile Linux-Distro.

Manjaro
Manjaro, das grafische Arch-Linux, ist nicht für den beruflichen Alltag zu empfehlen, da meine Erfahrung zeigen, wenn man alle Möglichkeiten, die grafisch angeboten werden, nutzt, kann es zu Problemen kommen. Dafür ist es aber eine hervorragende Spielwiese, denn es kann zum Beispiel ohne weiteres immer der neueste Linux-Kernel installiert werden. Außerdem wirkt der Standard-Desktop von Xfce sehr homogen.


4. Lösungen

Lösung für viele Menschen
Die benutzerfreundlichen und sicheren Ubuntu-Derivate sind sowohl für Betriebssystemumsteiger, für Anfänger und auch für professionelle Nutzer zu empfehlen. Hier das deutsche Portal unter https://wiki.ubuntuusers.de/Downloads/.
Auch die Testing-Versionen von Debian bietet dieselbe Sicherheit und unbestreitbar die neuesten Software-Versionen, siehe http://cdimage.debian.org/mirror/cdimage/daily-builds/daily/current/.

Lösung kostenlos für Windowsumsteiger
Für Windowsumsteiger die mehr Wert auf Effekte und Benutzerfreundlichkeit legen, aber weniger auf Sicherheit achten, ist Linux Mint zu empfehlen.

Lösung kostenpflichtig für Windowsumsteiger
Der Distributor von Zorin, auf https://zorinos.com/, behauptet von sich selber die beste Möglichkeit für Windows-Umsteiger und MacOS-Umsteiger anzubieten. Wer Zeit hat, kann dies Aussage testen, auch gern kostenpflichtig, so wie unter Windows gewohnt.

Lösung für Sicherheitsbewußte
Für sicherheitsbewusste Nutzer können Debian und CentOS empfohlen werden.

Lösung für Fans der Kommandozeile, CLI
Das ursprünglichste Linux, also mit Unix-Charme, ist Slackware, natürlich ohne grafische Oberfläche. Trotzdem kann ein Desktop nachträglich installiert werden, viel Spass. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Slackware. Slackware kann nur für Puristen, Entwickler und Linuxer mit viel Engagement empfohlen werden.