WordPress missachtet W3C-Standards


Inhaltsverzeichnis

  1. Heute am Beispiel des Unter­strich von Hyper­links, auch Selek­tor “a”
  2. Die Nor­mung von HTML5 und CSS3 sind große Erle­ichterun­gen
  3. Word­Press und die Ehrlichkeit
  4. Noch Open Source Soft­ware oder doch nicht mehr zu empfehlen
  5. Beispiel der Dekla­ra­tio­nen “out­line” und “bor­der”

Immer wieder wer­den von “Word­Press” bewährte Stan­dards mis­sachtet. Hier im Theme “Twen­ty Six­teen” von WordPress.org.


Heute am Beispiel des Unterstrich von Hyperlinks, auch Selektor “a”

Das CSS, Cas­cad­ing Style Sheets, gibt dem Inhalt das Ausse­hen. Diese Tren­nung ist vom W3C, World Wide Web Con­sor­tium, auch genau­so gewollt. Das CSS gibt es mit­tler­weile in der 3. Ver­sion und deckt für die meis­ten Web­de­sign­er auch gefühlte 99% der gewün­scht­en Funk­tio­nen ab.


Die Normung von HTML5 und CSS3 sind groĂźe Erleichterungen

Wird ein Link geset­zt, so wird dieser sofort ohne weit­ere Lay­out-Ein­stel­lun­gen in der Farbe Blau und mit Unter­strich dargestellt. Außer­dem bekommt der Mauszeiger die Form des Point­ers zugewiesen. Das sind die 3 Stan­dards die in jedem HTML-Doku­ment für Hyper­links schon vordefiniert sind. Der Unter­strich wird dabei von der Dekla­ra­tion “text-dec­o­ra­tion” mit dem Wert “under­line” dargestellt.
Dieser Stan­dard soll gewährleis­ten, das nach­fol­gende Arbeit­en an der Web­seite und seinem CSS, ohne weit­eren Aufwand und von jedem anderem Bear­beit­er fort­ge­set­zt wer­den kön­nen. Denn das schlussendliche Werk, für das ein Web­de­sign­er bezahlt wird, gehört dem Kun­den.


WordPress und die Ehrlichkeit

Jet­zt das Aber, aber warum ver­suchen Web­de­sign­er diese Stan­dards mit nicht kon­for­men Winkelzü­gen auszuhe­beln? Das bleibt wohl deren Geheim­nis. Das es getan wird, das ist zweifel­los Tat­sache. Doch das es bei den emp­fohle­nen und von der eige­nen Plat­tform ver­bre­it­ete Themes von Word­Press sind, das ist ärg­er­lich und wider­spricht auch dem Gedanken von Open Source Soft­ware, näm­lich der Nicht­diskri­m­inierung, und dem wichtig­stem Design­prinzip, dem KISS-Prinzip.

In ver­schieden Themes, die von Word­Press ver­trieben wer­den, sind mir solche nicht stan­dard­kon­for­men Dekla­ra­tio­nen von Ele­menten vorgekom­men und sie ärg­ern mich so sehr das ich nun einen Beitrag zum Word­Press Stan­dart-Theme “Twen­ty Six­teen” schreibe. Denn hier wird der Unter­strich von Links erstellt mit “box-shad­ow: 0 1px 0 0 cur­rent­Col­or;”.

Ver­sucht nun jemand diesen Unter­strich zu ändern oder zu ent­fer­nen wird er nicht fündig mit der Suche nach “text-dec­o­ra­tion”. Bei einem anderem Theme von Word­Press wird der Unter­strich mit “bor­der-bot­tom” erstellt, das zu dem selbem Ärg­er beim Web­de­sign­er führt.


Noch Open Source Software oder doch nicht mehr zu empfehlen

Jet­zt stellt sich mir die Frage, sind diese Themes denn dann über­haupt noch Open Source Soft­ware und wenn nicht, dann sind diese auch nicht mehr zu empfehlen!

Beispiele
stan­dard­kon­former Hyper­link der W3C-Empfehlung
Hyper­link mit “bor­der-bot­tom”
Hyper­link mit “box-shad­ow”
Es sind keine Unter­schiede zu erken­nen, genau das ist die fatale Sit­u­a­tion, vor dem der Web­de­sign­er ste­ht. Zudem sind in dem Theme “Twen­ty Six­teen” 6(sechs) CSS-Dateien mit 53kB, das entspricht etwa 9000 Wörter, da ist die Suche nach der entsprechen­den Dekla­ra­tio­nen schon sehr schw­er.


Beispiel der Deklarationen “outline” und “border”

Hier liegt kein Fehler vor, nur scheint “out­line” doch sehr redun­dant zu sein. Die Dekla­ra­tion “out­line” ist ohne sie zu ken­nen nicht gle­ich von “bor­der” zu unter­schei­den. Der Unter­schied liegt darin, “bor­der” legt sich zuerst um den Inhalt und “out­line” bein­hal­tet “bor­der” und den Con­tent. Aber einzeln geset­zt, ist “out­line” nicht von “bor­der” zu unter­schei­den.

Hyper­link mit “bor­der”
Hyper­link mit “out­line”
Hyper­link mit blauer gepunk­teter Lin­ie für “out­line” und rot­er Lin­ie für “bor­der”